Unnütz, aber nützlich.
Nützlich, aber wertlos.
Müll. Unnütz.
Städtische Gemeinschaftsgärten für eine bessere Welt
Mit dem Song Samstag ist Selbstmord besang die Hamburger Band Tocotronic einst die Trostlosigkeit des Wochenendes, das mit Gemütlichkeit, Gartenarbeit und zu viel Freizeit noch die ganze Menschheit zugrunde richten würde. Tocotronics Ablehnung einer ritualisierten Freizeitgestaltung im übergemütlichen Garten mag harsch ausfallen, aber sie steht für die verbreitete Auffassung, dass Gartenbau langweilig, rückständig und bieder sei. Diese Vorstellung ist in Deutschland sicherlich geprägt durch die Mehrzahl an Gärten, die eingezäunt in Einfamilienhaussiedlungen und Gartensparten für den Rückzug in die private Monotonie stehen.
Weiterlesen von ‘Kein Selbstmord am Samstag’

Es gibt Dinge im Leben, deren Sinn man trotz aller Bemühungen nie ganz versteht. Was hat die Liebe zum gedruckten Wort etwa damit zu tun, in Messenhallen mit der Gemütlichkeit einer Shopping-Mall, eingezwängt in einer Herde dick bebeutelter Menschen und von ihr zwischen Regalen und Verkaufsständen, Druckwerken und Durstlöchern, Hörbüchern und Bockwürsten hindurch umhergetrieben zu werden? Weiterlesen von ‘Das Buch der Bücher’
Ein Tisch, Tee und Sommerluft. Mit mir allein und Augen und Ohren in die Welt gerichtet. Ältere Damen am Nachbartisch.
Und: „Guten Tag, Frau Welke!“ Und: „Was machen die Pflaumen?“
[…]
„Sechsundvierzig/ Siebenundvierzig, bevor ich geheiratet habe, was hat man da gehabt?“
[…] Weiterlesen von ‘Ältere Damen und die Jugend’
Man stelle sich folgende Szene in einer Bäckerei vor:
„Schönen Guten Tag.“
„Guten Tag.“
„Was kann ich für Sie tun?“
„Ähm, ich hätte gerne eine Berliner Kruste, geschnitten. Und dann geben Sie mir bitte noch drei Röggelchen und zwei normale Brötchen.“
„Die rRunden oder länglichen?“
„Die runden bitte. Und wenn es geht, die etwas dunkleren.“
„Das macht dann vier achtzig. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?“
„Ja. Ich kaufe noch ein Brot am Haken. Ein kleines Landbrot bitte.“
„Vielen Dank. Das macht dann zusammen fünf fünfundneunzig.“
„Okay.“
Auf den ersten Blick klingt der kurze Verkaufsdialog wie ein ganz normales Gespräch beim Einkauf des Bäckers deines Vertrauens. Auf den zweiten Blick dann aber vielleicht doch nicht ganz. Brot am Haken: „Was soll denn das sein?“
Weiterlesen von ‘Brot am Haken’
Let us etwas vormachen.
Let’s uns etwas vormachen!
Let uns ourself vorkommen lassen
als wären wir die Letzten, Einzigen, Wahren,
und morgen wär erst übermorgen.
Let’s uns etwas vormachen!
Let us einen Flakscheinwerfer kaufen
der uns in mildem Licht erstrahlen lässt.
Der um seiner selbst gewaehltigen Willkür und Leuchtkraft willen
Unbescheidenheit zur Zierde erklärt!
Unbescheidenheit zur Zierde erklärt
und New York durch ourself ersetzt!
Let’s us erscheinen lassen, wir wären wir,
wären wir?
wären wir selbst aus Unbescheidenheit & zweifelhafter Neigung.
Die Verteilung des Nettovermögens auf die Bevölkerung in Deutschland zeigt der Wochenbericht 45/2007 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung:
Die reichsten 1% besitzen über 20% des Vermögens.
Die reichsten 10% besitzen etwa 60% des Vermögens.
Die ärmsten 10% besitzen – 1,6% des Vermögens, also Schulden.Die reicheren 50% besitzen 99,9% des Vermögens.
Die ärmeren 50% besitzen 0,1% des Vermögens.
Und finanzielles Vermögen bedeutet MACHT.
Eine Analyse des größten Bankraubs aller Zeiten liefert René Zeyer im Manager Magazin:
Es war ein Komplott von ein paar zufällig an den Schalthebeln Sitzenden, die sich maßlos bereicherten, gegen den Rest der Menschheit – wo jeder sein Scherflein beigetragen hat und noch beitragen wird zu diesem neuen Reichtum der wenigen Räuber.
Wenn man die allein im Hypothekarsektor angefallenen Kommissionen, Fees, Spesen, Kickbacks und Boni auf konservativ geschätzte zehn Prozent der in den letzten drei Jahren im “Financial Engineering” umgesetzten 10.000 Milliarden Dollar ansetzt, dann handelt es sich nur hier schon um einen Diebstahl von 1000 Milliarden Dollar. Das gibt dem Wort Banküberfall eine ganz neue Bedeutung, dagegen verblassen die gesammelten Raubzüge der Geschichte der Menschheit.
Ebenfalls im Manager Magazin werden von Henrik Müller einige mögliche Szenarien für die kommenden Jahre beschrieben. Ein sehr wahrscheinliches:
Kalte Sanierung. Seriös, aber schmerzhaft. Der Staat erhöht seine Einnahmen, indem er den Bürgern mehr Geld abknöpft. Die Steuerquoten steigen. Zugleich werden die Ausgaben zurückgefahren.
Den deutlichen Standpunkt “Wir bezahlen eure Krise nicht” vertritt allerdings neben Ver.di auch Wolf Wetzel, der am 06.02. in der Linkskurve gelesen und diskutiert hat. Wobei “wir” genau diejenigen sind, die dieses Fiasko nicht zu verantworten haben und uns nicht auf unseren Jachten in der Südsee werden trösten können.
Weiterlesen von ‘‘Wir bezahlen eure Krise nicht’’
Die Dynamik, die große Nutzergruppen in Web-Communities entfalten, wird zu kommerziellen Zwecken in Produktbörsen wie Ebay oder Amazon genutzt. Auch unkommerzielle Projekte á la Wikipedia, die jedoch einen libertären und aufklärerischen Anspruch formulieren, konnten sich sehr erfolgreich etablieren. Daneben gibt es weitere, weniger bekannte Internetprojekte mit sozial wertvollem Hintergrund, von denen in loser Folge einige vorstellt werden.

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00′00” ~ wan
01′59” ~ fahrstuhl ungesagt
07′28” ~ kerf
17′23” ~ it seeks a mouth
22′33” ~ follow machines
27′38” ~ .figurine





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