Archiv für Februar, 2006

Kaffee ist wie Benzin. Täglicher Treibstoff unserer Gesellschaft (gekürzte Fassung)

Kaffee ist wie Benzin. Jeden Morgen bringt er ganze Städte, Länder und Kontinente in Schwung und somit weltweit Millionen Menschen zum Geldausgeben. Am Tag sind das dann etwa 165 Millionen Dollar. Was sie da kaufen, ist der nach Erdöl meistgehandelte Rohstoff der Welt. Die Welt scheint in braunen Bohnen zu versinken. Während sich Verbraucher im Norden über niedrige Preise freuen, müssen Bauern im Süden hungern. Gezwungen durch die Industrieländer müssen viele harte arbeiten, damit einige wenige eine unverwechselbaren Genuss erleben können. Weiterlesen von ‘Kaffee ist wie Benzin. Täglicher Treibstoff unserer Gesellschaft (gekürzte Fassung)’

Einfach mal den Mund halten

Einfach mal den Mund halten, einfach mal nicht laut denken, einfach mal tief Luft holen, einfach mal nicht hin hören, ja einfach mal abschalten. Den Schalter umlegen, Vorhang zu, Licht aus. Einfach mal keine Show abliefern, mal niemanden blenden und dabei selbst erblinden. Die Maske abnehmen, sich abschminken immer im Mittelpunkt zu stehen und das auch noch brillant. Lass die Stille doch mal dröhnen und die weißen Wände Bilder malen.

Denn wo soll das denn enden? Mit dem Kopf durch die Wand, dass ist dir wohl bekannt, doch wie soll es weitergehen wenn diese Einbahnstraße zu Ende ist? Welcher Schlagbohrer hilft dann noch um weiter zu kommen, bist doch viel zu verbohrt, um klar denken zu können.

Also mach mal die Augen auf, wende sie ab vom Spiegel hinaus auf deine Umgebung, siehst du da jemanden? Nanu niemand da, wie kann das sein, wo sind denn all die Menschen hin?
Du hast wohl einmal zu oft von dir gesprochen, einmal zu wenig hingehört. Hast aufgehört dich umzusehen, dich umzudrehen. Bist einfach weiter gegangen, Schritt für Schritt ohne Blick zurück, narzisstisch und hybrid hast du geglaubt du kannst alles schaffen.

Und dann bist du gestolpert, bist hingefallen und deine Knie waren blutig, aufgeschlagen und wund, doch dich hat das nicht gestört, bist allein wieder auf die Beine gekommen und weiter gerade aus ohne Rücksicht auf Verluste, denn wer nicht wagt der nicht gewinnt. Der Einsatz ist groß, der Gewinn noch größer. Doch nun stehst du da, am Ende, ohne Begleitung und aus Lautsprechern schallt es: Game over! Weiterlesen von ‘Einfach mal den Mund halten’