Archiv für Juli, 2007

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Was tun, wenn das Atomkraftwerk brennt und der Kraftwerksleitstand vor lauter Rauchgasvernebelung nur noch mit Gasmaske bedienbar ist? Nein, nicht das, was das Atomgesetz (AtG) vorschreibt: den Störfall in seiner gesamten Tragweite den Aufsichtsbehörden melden, damit in dem Fall, dass die Situation vollends entgleist, die Bevölkerung gewarnt & evakuiert werden kann. Sondern: vertuschen, verharmlosen, verschweigen; solange, bis der Energiegipfel des 03.07.2007 beendet ist und die Renaissance der Atomenergie in Deutschland als beschlossenes Ergebnis der Beratungen präsentiert werden kann. Nebenher mauern, bis der Staatsanwalt kommt, um per Durchsuchungsbeschluss das Betriebspersonal zu befragen, was der Konzern Vattenfall zu verhindern versuchte.

Was tun, wenn das Atomkraftwerk brennt und der Kragen platzt? Zum Beispiel den Stromanbieter wechseln, also denjenigen, der mir bisher jeden Monat den Kaufpreis für elektrische Energie vom Konto abbuchte. Als ehemaliger Kunde der SWM Magdeburg, die ihren Strom von Vattenfall Europe bezieht, mein Geld also bisher dorthin weiterleitete, hat nun auch mein Haushalt den Providerwechsel auf Greenpeace Energy vollzogen. Lecker Strom nur aus erneuerbaren Energiequellen! Der Strommix der SWM hingegen setzt sich im Privatkundentarif zusammen aus: Fossil 54,86%, Nuklear 32,65%, Erneuerbar 12,49%.

Zusammen mit der Preiserhöhung der SWM zum 1. September entsteht ein nahezu identischer Preis (beim Vergleichen beachten: Preisangaben bei Greenpeace Energy erfolgen incl. Mwst.).

Übrigens: man erzählt sich von Energieverbrauchermund zu Stromkundenohr, auch der Computer liefe damit flotter, griffiger, einfach… [im Hintergrund hüpfen adrette Windräder über schnieke Wasserkraftwerke]… hipper! ;)
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Edit 01/2008: auch andere Stromanbieter haben diesen Bedarf für sich entdeckt. Siehe dazu den Artikel Stromanbieter verkaufen Atomstrom als Ökostrom.

Liebe Amateure und Amateusen!

Mal ein Wort in eigener Sache: In unseren zahlreichen Debatten um die Qualität unseres Blattes bzw. unseres Blogs kommen ja immer mal wieder Vergleiche mit anderen studentischen Printprodukten und Medien aus Magdeburg wie etwa uni.versum, culpo. oder dem vom Rektorat der Otto-von-Guericke-Universität herausgegebenen UNI-Report auf. Ich möchte an dieser Stelle mal ein Kompliment an euch alle weiterreichen, welches mir zugetragen wurde: Ohne die schlechtere Konkurrenz (und zwar auf den literarischen Anspruch der verschiedenen Artikel bezogen) könnte so ein kleines aber feines Blatt wie „Der Amateur“ ja gar nicht auffallen bzw. sich positiv hervorheben. Lassen wir uns das doch einen Ansporn sein, zukünftig stärker an unserer Präsenz auf dem Campus und im Netz zu arbeiten, denn mithalten können wir allemal! Frei nach dem Motto: „Mach mit, mach’s nach, mach’s besser!“.

Thalia, Klappe die II. – Sommerschlussverkauf beim Branchentycoon

Ein bekanntes Sprichwort sagt über Vorurteile, dass diese schwerer zu zertrümmern seien als Atome. Nach einem neuerlichen Rundumblick durch die THALIA-Buchhandlung kann ich dies nur unterstreichen. Man kann mir zwar vieles nachsagen, aber an mangelnder Konsequenz scheine ich nicht zu leiden. Mit dem anfänglichen Eindruck, dass es ja schon nicht mehr so schlimm sein könne, betrat ich das Etablissement. Ich hatte mich aufgemacht, ein wenig am Abbau meiner Engstirnigkeit zu arbeiten. Schlendern, stehen bleiben, suchen, ärgern – so in etwa könnte man die Steigerung meiner Gefühle beim Rundgang durch den Laden beschreiben. Weiterlesen von ‘Thalia, Klappe die II. – Sommerschlussverkauf beim Branchentycoon’