Archiv für Juli, 2008

45 Gramm

Foto von HolySnappers (Flickr)

Manchmal sagen Zahlen mehr als tausend Worte. Ein A4-Blatt ganz normalen Druckerpapiers wiegt ca. 5 Gramm, das Heft ‘Der Amateur #5′ wiegt etwa 45 Gramm.
 Jeder einzelne Mensch in diesem Land liest, beschreibt, zerreißt, ignoriert, entsorgt, kurzum verbraucht im Jahr ca. 233 Kilogramm Papier, Pappe und Karton (Stand 2005). Theoretisch sind das 46.600 A4-Seiten oder 5178 Hefte von ‘Der Amateur’. Im Jahr 1950 waren es nur 32 Kilogramm pro Einwohner. Sind wir in dieser Zeit ein Volk von Bücherwürmern und Leseratten geworden? Oder erging es dem Papier nur wie anderen natürlichen Ressourcen, wie etwa Wasser, Energie und Nahrung? 
Steigt die verfügbare Menge eines Gutes, sinkt sein Wert. Für diese Einsicht braucht Mensch keinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Mit dem Überangebot an Papier verliert jedoch nicht nur das Material an Wert für uns, sondern auch die Ideen, welche es treu bis zu seinem Ende beherbergt. Heute waten wir in einer Flut von gedruckten Konsumanreizen und Printprodukten von mannigfaltiger Quantität, aber zweifelhafter Qualität. 233 Kilogramm, 46.600 A4-Seiten, angesichts dieser Zahlen verliert sich, was davon zählt. 
Aus diesem Grund hat sich ‘Der Amateur’ für ein Geben und Nehmen entschieden. Jedes Heft wird zu 100% auf recyceltem Papier gedruckt und teilweise aus dem Recycling von bedrucktem Papier finanziert.

Guerilla Gardening kommt nach Magdeburg

pbo31 von Flickr

Jedenfalls wünschen sich das die Gartenguerrilleros Gregor Schneider (Stadtplaner) und Oliver Schilling (Architekt) von Raum391 [1]. Um diesem Anliegen weiter Anschub zu verleihen, gab es jüngst im ÖZIM einen Vortrag, den ich verpasst habe, und der Blog zur Bewegung ist auch schon eingerichtet [2]. Weiterlesen von ‘Guerilla Gardening kommt nach Magdeburg’

Die Dinge, die uns besitzen

Foto von HolyHolySnappers (Flickr)

Wer einmal umgezogen ist, kennt das Phänomen. Es hat sich mit der Zeit einiges zusammengetragen. In Schubläden, Schränken und Kisten. Auf Ablage, Tisch und Fensterbrett. Es sind Dinge, die einst nützlich, interessant oder bedeutend waren, aber mit der Zeit wurde aus der Ansammlung von Unikaten eine Dinghalde. Wie sie da so liegen, sich in den Vierwänden zusammenrotten, verlieren die Dinge langsam aber sicher die frühere Wertschätzung und werden zu bedrückendem Ballast.
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