Autoren-Archiv für uwe

Wir waren da!

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Die Mission “FH-Neue-Leute-Rekrutierung” ist nun endlich gestern über die Bühne gegangen. 20 Minuten reichten uns -Marco und mir- dann schlußendlich aus, um im Hörsaalgebäude der FH die alten Ausgaben des Amateurs unter die Studierenden zu bringen. Mit ein Paar informativen Gesprächen konnten wir – so denken und hoffen wir – einige neue Mitglieder gewinnen. Wenn der gestrige Tag wirklich erfolgreich gewesen sein sollte, dann wird sich das am nächsten Montag um 19 Uhr in der Schreibwerkstatt zeigen. Wir freuen uns auf alle neuen Schreiberlinginnen und Schreiberlinge und heißen Euch alle herzlich willkommen.
Nachtrag:
Ich wollte nur noch mal unterstreichen, dass wir keine apple-Vertragshändler sind und in der FH nicht auf Verkaufstournee waren. Etwaige Vermutungen – das Bild könnte so interpretiert werden – sind flasch. (Marco wurde nämlich angefragt, ob sein MacBook zu verkaufen sei. Wir verneinten natürlich.)

Gewusst wie – Fremdsprachenlernen mit Tandem-Kursen und Sprach-Lern-Podcast – Studenten suchen neue Wege zum kulturellen Austausch

Was früher Pflicht, ist heute Kür. In der Schule quälte man sich mit Latein, Englisch, Französisch oder Russisch. Heute sucht man ganz von selbst fremdsprachliches Neuland. Welche Zeit für solche kühne Eroberungszüge bietet sich da wohl eher an als die Studienzeit? Studenten haben im Allgemeinen – so hört man – viel Zeit. Dass viele der angehenden Akademiker diese Zeit auch sinnvoll nutzen, wissen die wenigsten. Während des Studiums erlernen viele Hochschüler nebenbei eine weitere Sprache. Die Gründe hierfür sind verschieden. Der eine müht sich mit Vokabeln und Grammatik für das Studium oder den Beruf ab, der andere wiederum lernt, weil er den kulturellen Austausch im Urlaubsland mit Einheimischen sucht. Schaut man den Studenten an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über die Schulter, so sieht man nicht selten neben Seminararbeiten und kopierten Vorlesungstexten spanische oder tschechische Wörterbücher. Doch besuchen die Studenten hier nicht nur die herkömmlichen Sprachkurse, sondern gehen durchaus auch neue Wege. Weiterlesen von ‘Gewusst wie – Fremdsprachenlernen mit Tandem-Kursen und Sprach-Lern-Podcast – Studenten suchen neue Wege zum kulturellen Austausch’

Hatte ich als Kind auch schon Probleme?/ Ein Fragment

Letzte Woche irgendwann saß ich mit einem guten Freund im urgemütlichen Layla, trank lecker Kölsch und diskutierte über Schäuble und den gläsernen Bürger, sprach über die kommenden Fußballduelle zwischen dem 1. FC Köln und dem FCM in der 2. Liga und über noch offene Baustellen in meinem Leben und große und kleine Probleme des Alltags.
Irgendwann fragte ich den Freund dann, ob man als Kind auch schon Probleme hatte. Denn das Leben schien mir damals – wenn ich jetzt so zurückblicke – doch recht einfach gestrickt gewesen zu sein.

Als kleiner Bub hatte ich noch wenig Ahnung von der Welt, das liebe Geld schien irgendwie immer da zu sein, wenn ich mir etwas Neues zum Spielen wünschte, das Essen auf dem Tisch wurde nie weniger und Zeit zum Spielen schien unbegrenzt da zu sein. Weiterlesen von ‘Hatte ich als Kind auch schon Probleme?/ Ein Fragment’

Kuchen backen

„Schatz, was möchtest du am Wochenende für einen Kuchen essen?“
Für gewöhnlich kommt diese Frage jeden Freitag. Frau fragt Mann immer freitags morgens nach dem gemeinsamen Frühstück in der Küche, was er denn Leckeres übers Wochenende vernaschen will. Einen Anlass muss es dafür nicht geben. Wenn Mann nicht schon selbst den Vorschlag seiner Kaffeebeilage geäußert hat, kann er sich sicher sein, dass er gefragt wird. Die Antwort lässt dann meistens nicht lange auf sich warten. Und sollte Mann mal nichts einfallen, wird ihm ein Kuchen-Back-Buch mit lauter bunten Abbildungen unter die Nase gehalten. In diesem sind dann aber fast immer schon ein Paar Rezepte für ihn mit Zettelchen markiert. Die Auswahl soll ja nicht Stunden dauern und am Ende soll auf keinen Fall die Standartantwort „Rührkuchen wäre mir am Liebsten“ aus seinem Mund kommen. Ist die Entscheidung gefallen, trennen sich die Wege der beiden. Weiterlesen von ‘Kuchen backen’

Die Geisteswissenschaften. 2. Klasse-Studium

Dem Studium der Geisteswissenschaften wird an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg ein sehr geringer Stellenwert beigemessen. Wirtschaftstudenten und Maschinenbauer, Informatiker oder Mediziner belächeln Fächer wie die Germanistik oder die Politikwissenschaft. Stempeln sie gar als nicht zwingend notwenig ab. Die Uni würde auch ohne diesen Zweig der Wissenschaft prima funktionieren. Noch mehr Geld würde so für andere, „wichtige“ Studienfächer da sein und nicht sinnlos verschwendet werden. Geht man über den Campus der Uni, so sind Sätze wie die eben aufgeführten keine Seltenheit. Weiterlesen von ‘Die Geisteswissenschaften. 2. Klasse-Studium’

Magdeburg sollte dick auftragen

Wandmalerei als Kunstform für ein optisch bunteres und freundlicheres Magdeburg.

Magdeburg. Grau und trist erwacht diese Stadt jeden Morgen aus seiner Nachtruhe. Die bunten Träume seiner Einwohner der letzten Nacht sind schnell verflogen. Blechern schieben sich endlos scheinende Autokolonnen durch zart beleuchtete Straßen. Das Scheinwerferlicht zeichnet einfarbige Schatten von vorbeieilenden Menschen an eintönigen Häuserwänden. Schwarze Gestalten bewegen sich einsam und anonym auf grauem Untergrund in den anbrechenden Tag. Das heutige Magdeburg wirkt so schlaff, farblos und traurig wie Stummfilme vergangener Jahrzehnte. Unzählige Gebäude stehen leer und verlassen oder unsaniert und abbruchreif am Straßenrand. Nackte Betonflächen wohin das Auge auch nur schaut. In diesen Stunden ist Farbe lediglich in den Bremslichtern der Autos oder an der Ampelanlage auf der nächsten Kreuzung zu finden. Doch auch zur Mittagszeit wird die Stadt nicht wirklich bunter und freundlicher. Was dem Frühaufsteher in den Morgenstunden noch als graue glanzlose Wandfläche begegnet, erstrahlt auch im Tageslicht nicht wirklich heller und prächtiger. Die Stadt braucht unbedingt einen farblichen Anstrich. Weiterlesen von ‘Magdeburg sollte dick auftragen’

Kaffee ist wie Benzin. Täglicher Treibstoff unserer Gesellschaft (gekürzte Fassung)

Kaffee ist wie Benzin. Jeden Morgen bringt er ganze Städte, Länder und Kontinente in Schwung und somit weltweit Millionen Menschen zum Geldausgeben. Am Tag sind das dann etwa 165 Millionen Dollar. Was sie da kaufen, ist der nach Erdöl meistgehandelte Rohstoff der Welt. Die Welt scheint in braunen Bohnen zu versinken. Während sich Verbraucher im Norden über niedrige Preise freuen, müssen Bauern im Süden hungern. Gezwungen durch die Industrieländer müssen viele harte arbeiten, damit einige wenige eine unverwechselbaren Genuss erleben können. Weiterlesen von ‘Kaffee ist wie Benzin. Täglicher Treibstoff unserer Gesellschaft (gekürzte Fassung)’

Eine Nacht mit Sabrina Love

Eher selten bekommt man bei uns in Deutschland etwas von jungen lateinamerikanischen Autoren zu lesen. Daher war das, was der zufällige Griff ins Bücherregal ans Tageslicht brachte, ein mehr als glücklicher und erwähnenswerter Griff.
Die Handlung dieser Komödie Eine Nacht mit Sabrina Love, geschrieben von Pedro Mairal ist schnell erzählt.
Daniel, ein unerfahrener Junge vom Lande, bekommt die einmalige Gelegenheit nach Buenos Aires zu fahren, um dort seine ersten sexuellen Erfahrungen mit einer Prostituierten (Sabrina Love) zu machen. Weiterlesen von ‘Eine Nacht mit Sabrina Love’

Pelota. Ein baskischer Volkssport

Wer noch nie diesen Begriff gehört hat, wird sich auch nicht viel darunter vorstellen können. Es handelt sich um eine Ballsportart, die im Wettstreit mit einem Gegner auf einem Spielfeld – ähnlich dem Spielfeldes beim Squash – entweder mit einem Schläger oder mit der abgetapten Hand gespielt wird. Eine Sportart mit Geschichte und traditionellen Wurzeln.
Die baskische Rückschlag- Ballsportart Pelota (spanisch und baskisch; deutsch: ball) wird in verschieden Abwandlungen gespielt. Die Seele des Spiels lebt in den Herzen der Basken noch heute. In jedem baskischen Dorf findet der aufmerksame Besucher drei Dinge: eine Kirche, einen Friedhof und einen frontón, das Pelotaspielfeld. Bleibt man bei den Wurzeln des Spiels, so wurde es auf zwei Kontinenten im Wettstreit mit Gegner ausgetragen. Auf dem europäischen Festland im Baskenland (hier als Nationalsport) und als Spiel der präkolumbischen Mayas, Azteken und Tolteken auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Weiterlesen von ‘Pelota. Ein baskischer Volkssport’