Es geschieht meist unerwartet und ganz plötzlich. In der einen Minute ist die Welt noch in bester Ordnung, wir sind beschwingt und ohne schlechte Ahnung, doch schon ein paar Atemzüge später kündigt sich die nun bevorstehende Tortur an.
Erst nur leicht, als kleine Aufforderung, noch mit einem Lächeln, welches nicht all zu ernst genommen wird. Aber als wüssten wir es nicht besser, denn schließlich ist es jedes Mal ähnlich, sind wir überrascht wie hartnäckig dieses Lächeln ist. Es geht nicht von allein, will bleiben und wird unangenehm, dieses Lächeln verwandelt sich zum bösen Grinsen, lässt uns verkrampfen und macht unsere Gesichtszüge unkontrolliert.
Tief Luft holen, von einem Bein aufs andere treten und ablenkende Gedanken sind eher aussichtslose Gegenmaßnahmen, denn gewinnen können wir nicht. Egal ob wir das Lächeln verdrängen oder es vertrösten wollen, es gibt nicht nach. Unsere Augen fangen an panisch ein stilles Örtchen zu suchen, doch weit und breit scheint keine Abhilfe. Schon dem Ende nahe, im Schweiße des Angesichts und von Schmerzen gepeinigt fragen wir uns:„ Soll es das gewesen sein?“
Wir irren umher mit der pochenden Bitte nach Auskunft wie denn das nur möglich sein kann.
Doch irgendwie schaffen wir es immer, kurz bevor wir dann in Ohnmacht fallen, nachdem sich alles in uns zusammenge- zogen hat und das anfängliche Lächeln uns lächerlich macht, finden wir Erleichterung.
Denn in Anbetracht der Tatsache, dass die menschliche Blase nur einen halben Liter Flüssigkeit fasst, verwundert es nicht, dass der erlösende Gang zur Toilette dem Aufstieg ins Nirwana gleich kommt. Wir finden Erlösung, der Körper Entspannung und unser Geist kann endlich wieder klar denken.
Heureka!


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