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	<title>Der Amateur</title>
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		<title>Kein Selbstmord am Samstag</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 04:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürger, Bosse und Beamte]]></category>

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		<description><![CDATA[Städtische Gemeinschaftsgärten für eine bessere Welt

Mit dem Song Samstag ist Selbstmord besang die Hamburger Band Tocotronic einst die Trostlosigkeit des Wochenendes, das mit Gemütlichkeit, Gartenarbeit und zu viel Freizeit noch die ganze Menschheit zugrunde richten würde. Tocotronics Ablehnung einer ritualisierten Freizeitgestaltung im übergemütlichen Garten mag harsch ausfallen, aber sie steht für die verbreitete Auffassung, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Städtische Gemeinschaftsgärten für eine bessere Welt</strong></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/anarchitect/3778933839"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/samstag1.jpg" alt="Community Garden in Cambridge, Massachusetts" /></a></p>
<p>Mit dem Song <em>Samstag ist Selbstmord</em> besang die Hamburger Band Tocotronic einst die Trostlosigkeit des Wochenendes, das mit Gemütlichkeit, Gartenarbeit und zu viel Freizeit noch die ganze Menschheit zugrunde richten würde. Tocotronics Ablehnung einer ritualisierten Freizeitgestaltung im übergemütlichen Garten mag harsch ausfallen, aber sie steht für die verbreitete Auffassung, dass Gartenbau langweilig, rückständig und bieder sei. Diese Vorstellung ist in Deutschland sicherlich geprägt durch die Mehrzahl an Gärten, die eingezäunt in Einfamilienhaussiedlungen und Gartensparten für den Rückzug in die private Monotonie stehen.<br />
<span id="more-758"></span></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/anarchitect/3763810793"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/samstag2.jpg" class='alignright' alt="Community Garden in Somerville, Massachusetts" /></a></p>
<p>Im Kontrast dazu erleben wir gerade weltweit insbesondere in Nordamerika ein Aufkeimen offener Gemeinschaftsgärten (community gardens), in denen Städter unabhängig von Herkunft, Alter und Einkommen gemeinsam Gemüse anbauen. Die Flächen werden den Gärtnern in der Regel von der Stadt günstig oder kostenlos zur Verfügung gestellt, zum Teil unter der Voraussetzung, dass in erster Linie Essbares angebaut wird und der Garten der Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Die Beete werden dann entweder gemeinschaftlich oder individuell kultiviert, was bedeutet, dass es normalerweise mehr Gärtner pro Fläche gibt als in hiesigen Gartenvereinen. Somit müssen die Gärtner nicht ihre ganze Freizeit der Gartenpflege widmen und können während Reisen die Wässerung und Ernte einfach auf andere Gärtner übertragen.</p>
<p>Die Motivationen sich in einem Gemeinschaftsgarten zu betätigen sind so vielfältig wie die Gärtner selber. Jene Mitmenschen unter uns, die sich tagsüber mit digitalen und leblosen Sachen verdingen, schätzen es mit allen Sinnen mit der (kultivierten) Natur in Berührung zu kommen. Gärten schmecken und riechen dufte, fühlen und hören sich äußerst gut an und schauen darüber noch fantastisch aus. Gartenanfänger müssen sich nicht auf die Beackerung einer großen Fläche verpflichten und können leicht von den Erfahrungen anderer lernen. Sich in Gemeinschaftsgärten zu engagieren heißt oft auch etwas für die Gemeinschaft zu tun, denn oft wird ein Teil der Erträge an Volx- und Suppenküchen, Frauenhäuser und Obdachlosenheime weitergegeben.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/anarchitect/3779722970"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/samstag3.jpg" class='alignleft' alt="Community Garden in Somerville, Massachusetts" /></a></p>
<p>Zwar säumt der grüne Teppich nach wie vor die Grundstücke der meisten amerikanischen Vororte, allerdings haben sich über die letzten Jahre Gemeinschaftsgärten kontinuierlich in urbanen Ballungsräumen ausgebreitet. Dieser Trend wird sicher im Laufe der aktuellen Wirtschaftskrise und bei weiter steigenden Lebensmittelpreisen anhalten. Das weltweite Aufkommen von Gemeinschaftsgärten scheint wie eine Renaissance einer fast vergessenen Gartenbewegung. Die frühen Kleingärten waren aus der Armut und Unterernährung unter der städtischen Arbeiterschicht entstanden. Später wurden sie zunehmend auch als naturnaher Ort der Erholung und Entspannung verstanden. Während diese Faktoren auch für die heutigen Gemeinschaftsgärten gelten, sind letztere auch von aktuellen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst.</p>
<p>Viele Menschen sind der Agrar- und Lebensmittelindustrie zunehmend misstrauisch und möchten wissen wo ihre Nahrungsmittel herkommen. Bei Gemüse aus einem städtischen Gemeinschaftsgärten können sie sich sicher sein wo und wie es angebaut wurde. Ein Gemeinschaftsgarten kann auch ein offener Ort der Begegnung zwischen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen sein. In Deutschland wurde das Konzept interkultureller Gärten entwickelt, in denen Migranten und Deutsche aufeinander treffen und Erlebtes austauschen. Insbesondere für Flüchtlinge aus Krisengebieten können diese Gärten als Ort praktischer Solidarität und Therapie gesehen werden. Gemeinschaftsgärten sind oft auch fassbare Projekte basisdemokratischer Selbstverwaltung, in denen Gärtner gemeinsam über Fruchtfolge, Arbeitsverteilung und Kulturveranstaltungen entscheiden.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/anarchitect/3737592337"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/samstag4.jpg" alt="Community Garden in Calgary, Kanada" /></a></p>
<p>Betrachtet mensch die großen Herausforderungen unserer Zeit wie globale Erwärmung, soziale Entfremdung und politische Ohnmacht, so stellt ein Samstag im Gemeinschaftsgarten keinen Selbstmord sondern einen spannenden, lokalen und konkreten Handlungsansatz dar. Städtische Gemeinschaftsgärten reduzieren Transportwege und Preise von ökologischen Lebensmitteln erheblich, bringen Menschen verschiedener Hintergründe näher zusammen und schaffen ein Stück Selbstbestimmung in einem weitgehend fremdbestimmten Alltag.</p>
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		<title>Das Buch der Bücher</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/das-buch-der-bucher/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 14:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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Es gibt Dinge im Leben, deren Sinn man trotz aller Bemühungen nie ganz versteht. Was hat die Liebe zum gedruckten Wort etwa damit zu tun, in Messenhallen mit der Gemütlichkeit einer Shopping-Mall, eingezwängt in einer Herde dick bebeutelter Menschen und von ihr zwischen Regalen und Verkaufsständen, Druckwerken und Durstlöchern, Hörbüchern und Bockwürsten hindurch umhergetrieben zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/07/Buch-der-Bücher-Blog.jpg" alt="Das Buch der Bücher" width="500" height="375" class="alignnone size-full wp-image-753" /></p>
<p>Es gibt Dinge im Leben, deren Sinn man trotz aller Bemühungen nie ganz versteht. Was hat die Liebe zum gedruckten Wort etwa damit zu tun, in Messenhallen mit der Gemütlichkeit einer Shopping-Mall, eingezwängt in einer Herde dick bebeutelter Menschen und von ihr zwischen Regalen und Verkaufsständen, Druckwerken und Durstlöchern, Hörbüchern und Bockwürsten hindurch umhergetrieben zu werden? <span id="more-748"></span>Es ergibt doch keinen Sinn, Bücher wie Autos oder Fernseher auszustellen, weil sich ihre Qualität erst im vollständigen Lesen zeigen kann. Liegt es an meiner ausgeprägten Misanthropie, oder stehen Büchermessen nicht tatsächlich im Gegensatz zum Charakter des Lesens als einer ganz persönlichen, in geistiger Zurückgezogenheit ausgeführten Tätigkeit? Nur die alleinige Konzentration auf den Text ermöglicht, neben der bloßen Wahrnehmung der einzelnen Wörter, auch das Erleben und Verstehen des Geschriebenen. Aus genau diesem Grund ist ein Leser nicht multitaskingfähig. Lesen ist schlicht eine interaktionsfreie Oase. Einfach mal den Mund halten und die Finger weg von Computer, Handy und ihren unzähligen Verwandten.<br />
Das Buch – Hörbücher zähle ich ausdrücklich nicht dazu – konnte sich erstaunlich lange der Digitalisierung unserer Lebenswelt widersetzen. In dieser Welt digitaler Medien und grenzenloser Interaktion ist es zu einem Anachronismus geworden. Nun bröckelt allerdings auch noch diese letzte analoge Festung. So galt auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse bereits ein Schwerpunkt dem elektronischen Buch. Elektronische Dokumente gibt es beinahe schon so lange, wie es Computer gibt, demnach eine gefühlte Ewigkeit. Vor allem Dateien im .pdf-Format begegnen uns ständig bei unseren Reisen ins Innere des Netzes. Dennoch konnten sie sich bisher, jenseits wissenschaftlicher Publikationen, nicht als ernstzunehmender Ersatz für ihre gedruckten Geschwister etablieren. Dies liegt in erster Linie daran, dass diese sogenannten e-books bis jetzt in ausreichender Qualität nur am Computer selbst gelesen werden konnten. Lesen bedeutet für die meisten Menschen jedoch Entspannung, welche allerdings nur für  wenige vor dem Computer zu erreichen ist; da helfen auch nicht die kleinsten und leichtesten Notebooks. Computer, auch wenn sie noch so mobil sein mögen, sind nun mal vor allem Arbeitsinstrumente, wenn es dabei auch Ausnahmen geben mag. Schon die Haltung die man vor ihnen zwangsläufig einnimmt schränkt die Möglichkeiten des entspannten Lesens erheblich ein.<br />
Inzwischen scheint diese technische Hürde aber überwunden. Es gibt nun Geräte, zum Teil sogar handlicher als ein gedrucktes Buch, deren Displays ermüdungsarmes Lesen ermöglichen. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, e-books direkt aus dem Internet zu kaufen und kabellos zu laden. Zusätzlich können Zeitungen oder Magazine abonniert werden und das alles, ohne die Lesegeräte mit einem Computer zu verbinden. Da begrenzte Speicherkapazitäten heutzutage und zumal bei dem vergleichsweise geringen Speicherplatzbedarf von e-books keine wirkliche Einschränkung bedeuten, fassen diese Geräte ganze Bibliotheken. Dabei unterbieten sie in Größe und Gewicht sogar einige Taschenbücher. Neben der praktischen Bequemlichkeit ist ein grundlegender Vorteil offensichtlich. Gegenüber gedruckten sparen elektronische Bücher erhebliche Ressourcen ein, und schonen damit die Umwelt; wobei der Stromverbrauch der Lesegeräte allerdings nicht vergessen werden darf. Hinzu kommt der partizipative Aspekt von e-books, welcher keinesfalls vernachlässigt werden sollte. Diese Technologie ermöglicht es jedem Menschen, sein eigenes Buch zu veröffentlichen, unabhängig von den kommerziellen Vermarktungschancen seines Inhalts. Zudem ist im Vergleich die elektronische Version eines Buches naturgemäß stets deutlich günstiger als die gedruckte. Bücher, bei denen das Urheberrecht (in Deutschland nach 70 Jahren) erloschen ist, können sogar kostenlos aus dem Internet geladen werden. Die beste Möglichkeit dafür bietet das internationale gemeinnützige „Project Gutenberg“.[1] Das bereits 1971 gegründete Projekt kann inzwischen auf ein Angebot von über 25.000 Büchern in mehr als 20 Sprachen verweisen und die Zahl wächst stetig weiter. Gut 500 e-books davon sind in deutscher Sprache erschienen, unter anderem Werke Heinrich Heines und Franz Kafkas, aber auch englische Klassiker von William Shakespeare. Eines haben alle e-books gemeinsam: Die Möglichkeit zur Volltextsuche. Vor allem  im Umgang mit Sach- und Fachtexten ist dies von unschätzbarem Vorteil.<br />
Trotz dieser überzeugenden Möglichkeiten werden die neuen Lesegeräte für e-books vermutlich keine technische Revolution ähnlich der Digitalisierung der Fotografie auslösen. E-books stoßen auf eine Mauer von Vorurteilen, welche die Vorbehalte die es gegenüber der Digitalfotografie anfangs gab, in ihrer unerschütterlichen Resistenz bei weitem übertreffen. Diese grundsätzliche Ablehnung liegt nicht unbedingt in einem irrationalen Technik-Skeptizismus lesender Menschen begründet. Der Grund betrifft vielmehr die Natur des Lesens als einer enttechnisierten Zone unseres Alltagslebens. Weitaus stärker als in der Musik oder Fotografie sind im gedruckten Buch Information und Medium in einzigartiger Form miteinander verschmolzen. Die Ablösung des Textes von seinem Träger ist daher ungleich schwerer zu vollziehen, was schon an der Bezeichnung „e-book“ deutlich wird. Während zum Lesen nie mehr nötig war als das Medium Buch selbst, sind wir bei Musik und Fotografie seit jeher an die Verwendung mechanischer Abspiel- bzw. Aufnahmegeräte gewöhnt. Der Umstieg von der Analog- zur Digitaltechnik war so nur ein vergleichsweise kleiner Schritt, welcher zudem fast nur Vorteile gegenüber der Handhabung und Qualität der bisherigen Technologie bot. Das Lesen eines elektronischen Buches erfordert eine weitaus größere Umstellung, nicht nur in der Bedienung, sondern vor allem in der Haptik. Das Blättern und Streichen durch eine Fülle dünner Papierseiten und der Geruch gedruckter Worte sind eng mit dem eigentlichen Leseerlebnis verbunden. Hinzu kommt, dass Bücher über etliche Jahrhunderte zu einem wichtigen Statusobjekt und Wohnaccessoire geworden sind, auf das vor allem sich für gebildet haltende Menschen nicht verzichten können. Bourdieu hätte diesen Zweck als Distinktion bezeichnet. Hesse und Sartre werden eben im Wohnzimmer nicht nur aufbewahrt, sondern leisten ihren Beitrag zur Abgrenzung und Verortung innerhalb der Gesellschaft. Ein vermeintlich prall gefülltes Lesegerät wird diese Aufgabe nie erfüllen können.<br />
Angesichts der Vorteile von elektronischen Büchern mögen diese Gegenargumente häufig irrational klingen, doch Poesie und Belletristik pfeifen schließlich auch auf Vernunft. Indessen wird bei der Auseinandersetzung mit dem Thema oft eines missverstanden: Es ist keinesfalls eine Frage des Entweder/Oder. Am Beispiel der Digitalfotografie wird deutlich, dass auch digitale Technik gedruckte Medien nicht zwangsläufig überflüssig macht. Ganz im Gegenteil sie kann dazu beitragen Auswahl und Qualität zu verbessern.<br />
Einen entscheidenden Vorteil könnte der Durchbruch der e-books auf jeden Fall haben:  Büchermessen bestehen in Zukunft vielleicht nur noch aus Lesungen. Auf Regale mit sinnlos ausgestellten Büchern oder Prospekten sowie auf Menschen- und Beutelmassen könnte dann endlich verzichtet werden.</p>
<p>[1] Achtung, nicht zu verwechseln mit dem deutschen kommerziellen Angebot „Projekt Gutenberg“.</p>
<p>Project Gutenberg: <a href="http://www.gutenberg.org">http://www.gutenberg.org</a></p>
<p><em>Foto von noellium auf Flickr<br />
(<a href="http://www.flickr.com/photos/designosophy/2298109777/">http://www.flickr.com/photos/designosophy/2298109777/</a>)</em></p>
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		<title>Ältere Damen und die Jugend</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Tisch, Tee und Sommerluft. Mit mir allein und Augen und Ohren in die Welt gerichtet. Ältere Damen am Nachbartisch.
Und: „Guten Tag, Frau Welke!“ Und: „Was machen die Pflaumen?“
[…]
„Sechsundvierzig/ Siebenundvierzig, bevor ich geheiratet habe, was hat man da gehabt?“
[…]
Geschichten, die sich durch verstaubte Tage in die Gegenwart retten. Belebte alte Welt. Mal freudig, mal voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.uwepasbrig.de"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/07/Damen-und-Jungvolk.JPG" alt="Damen und Jungvolk" width="500" height="312" class="alignnone size-full wp-image-739" /></a></p>
<p>Ein Tisch, Tee und Sommerluft. Mit mir allein und Augen und Ohren in die Welt gerichtet. Ältere Damen am Nachbartisch.<br />
Und: „Guten Tag, Frau Welke!“ Und: „Was machen die Pflaumen?“<br />
[…]<br />
„Sechsundvierzig/ Siebenundvierzig, bevor ich geheiratet habe, was hat man da gehabt?“<br />
[…]<span id="more-738"></span><br />
Geschichten, die sich durch verstaubte Tage in die Gegenwart retten. Belebte alte Welt. Mal freudig, mal voller Melancholie erblickt das schon Gewesene das Licht des Hier und Jetzt. Beeindruckend: diese Ruhe der gesicherten Verortung des Selbst in der Zeiten Spiel. Beide Beine auf dem Boden, in der Hand eine Tasse alltäglichen Kaffees und unbekümmerte Reden über Fenchel und Rosmarin und den Vater, wie er damals [...] und die Mutter und den ersten Mann.<br />
[…]<br />
„Warum machen die sich so kaputt?“<br />
[…]<br />
„Die“, das sind wohl die jüngeren Menschen, die anderen Generationen. Ich höre Unverständnis über die Rauheit und Kantigkeit des modernen Lebens. Verwunderung über Lichter, Farben und Exzesse einer für sie kaum noch greifbaren Gegenwart. Teil sind sie und doch nur ruhender Pol in einer hektisch zappelnden Masse. Dann ziehen sie weiter, die älteren Damen, frierend ins Sonnenlicht.</p>
<p>Hinter einer Hecke taucht es dann auf, das junge Volk mit Schießgerät aus Plaste. Sehen nicht nach links, nicht nach rechts. Sehen sie nicht, die älteren Damen. Hitzige kleine Wesen, die sich mit ihrer Kreativität und ihrem Entdeckungsdrang die Welt zu erschließen suchen. Drang nach Erfahrung, der mit jedem Schritt durch die Jahre verweicht. Auflösung, Abreißen, Aufbrechen. Eingepflanzte Not durch bunte Bilder und die Lüge von der Lehre des Habens. Medial gestaltete gepimpte Geschwüre, die sich einnisten, wachsen, bleiben. Bleiben und verderben, was einst noch voller Neugier und Inspiration war. Diese jungen Menschen, welche Geschichten werden sie dereinst erzählen?</p>
<p>Foto: <a href="http://www.uwepasbrig.de/">Uwe Pasbrig Images</a></p>
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		<title>Brot am Haken</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/brot-am-haken/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 06:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürger, Bosse und Beamte]]></category>
		<category><![CDATA[Brot Haken Bäckerei sozial Engagement Magdeburg Utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Man stelle sich folgende Szene in einer Bäckerei vor: 
„Schönen Guten Tag.“
„Guten Tag.“
„Was kann ich für Sie tun?“
„Ähm, ich hätte gerne eine Berliner Kruste, geschnitten. Und dann geben Sie mir bitte noch drei Röggelchen und zwei normale Brötchen.“
„Die rRunden oder länglichen?“
„Die runden bitte. Und wenn es geht, die etwas dunkleren.“
„Das macht dann vier achtzig. Kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.uwepasbrig.de/index.php?showimage=66"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/07/Brot_am_Haken2.JPG" alt="Brot_am_Haken" width="500" height="273" class="aligncenter size-full wp-image-730" /></a></p>
<p>Man stelle sich folgende Szene in einer Bäckerei vor: </p>
<p>„Schönen Guten Tag.“<br />
„Guten Tag.“<br />
„Was kann ich für Sie tun?“<br />
„Ähm, ich hätte gerne eine Berliner Kruste, geschnitten. Und dann geben Sie mir bitte noch drei Röggelchen und zwei normale Brötchen.“<br />
„Die rRunden oder länglichen?“<br />
„Die runden bitte. Und wenn es geht, die etwas dunkleren.“</p>
<p>„Das macht dann vier achtzig. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?“<br />
„Ja. Ich kaufe noch ein Brot am Haken. Ein kleines Landbrot bitte.“<br />
„Vielen Dank. Das macht dann zusammen fünf fünfundneunzig.“<br />
„Okay.“</p>
<p>Auf den ersten Blick klingt der kurze Verkaufsdialog wie ein ganz normales Gespräch beim Einkauf des Bäckers deines Vertrauens. Auf den zweiten Blick dann aber vielleicht doch nicht ganz. Brot am Haken: „Was soll denn das sein?“<br />
<span id="more-724"></span> In der aktuellen Finanzkrise, in der immer mehr Menschen durch die unverantwortlichen Kapitalmarktspekulationspraktiken einiger gieriger Bänker und Broker ihren Job verlieren, Kürzungen ihrer Gehaltschecks hinnehmen müssen oder aus Angst vor der finanziellen Ungewissheit ihr Konsumverhalten umstellen, können sich immer mehr Menschen in unserem Land nicht einmal die nötigen Grundnahrungsmittel leisten. Immer öfter überlegen sie, ob der Geldbeutel wirklich den Kauf eines frischen Brotes oder Brötchens beim Bäcker möglich macht. Und immer öfter sieht man, dass sie, anstatt frische Teig- und Brotwaren zu kaufen, zum günstigeren Pendant im Supermarktregal greifen oder ganz darauf verzichten. Die Aktion Brot am Haken könnte solchen Menschen helfen.<br />
Die Sache ist im Grunde ganz einfach:wie der Dialog oben bereits gezeigt hat, kann der Kunde beim Bäcker zusätzlich zum Einkauf ein Brot oder eine Tüte Brötchen oder was er sonst so will kaufen und den Kassenbon dafür dann an einen Haken über der Ladentheke hängen. Der Bäcker muss erst einmal nichts weiter tun. Lediglich die Haken sollte er vor dem Beginn der Aktion entweder über der Theke oder an einem anderen Ort im Laden angebracht haben.<br />
Kommt nun ein „bedürftiger Kunde“ herein und nimmt sich den Bon vom Haken, so packt der Bäcker die „gespendeten Teig- oder Brotwaren“ in die Tüte und reicht sie der Person. Und sollte an dem Tag der Spende der Bon nicht eingelöst werden, so bleibt er eben so lange hängen, bis ihn doch jemand vom Haken nimmt.</p>
<p>Die Idee/ Aktion habe nicht ich mir ausgedacht – aber sie ist es unbedingt wert, nach Außen getragen zu werden. Sie stammt aus Hamburg. Dort soll es eine Bäckerei geben, die Brot am Haken anbietet. Sie gibt „Bedürftigen“ die Möglichkeit, kostenlos und, ohne öffentlich und direkt betteln zu müssen, ein frisches Brot oder eine Tüte Brötchen zu erwerben. Anonym und ohne viel Aufsehens für den „Bedürftigen“ wird so eine Form von sozialer Hilfe (Sachspenden- Hilfe, soziale Hilfe wäre eine Hilfe wie z.B. Kinderbetreuung) in Spendenform (nicht finanziell) angeboten.<br />
Der Partner für eine solche Aktion sollte idealer Weise ein Bäcker/ eine Bäckerei-Kette sein, wo viele Leute ihr Brot kaufen. Das Klientel sollte gemischt sein: Leute die geben können und Leute die nehmen würden. Denn wenn das Gleichgewicht nicht gegeben ist (zu viele Brot am Haken-Spender und zu wenig „Bedürftige“), würde sich die Aktion nur bedingt lohnen. Andersherum allerdings (viele „Bedürftige“ und wenig Brot am Haken-Spender) würde sich die Sache immer lohnen.</p>
<p>* die Preisnennung ist willkürlich</p>
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		<title>Wall Street $tuka</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/wall-street-stuka/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 17:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürger, Bosse und Beamte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuka]]></category>
		<category><![CDATA[Wall Street]]></category>

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		<description><![CDATA[Let us etwas vormachen.
Let&#8217;s uns etwas vormachen!
Let uns ourself vorkommen lassen
als wären wir die Letzten, Einzigen, Wahren,
und morgen wär erst übermorgen.
Let&#8217;s uns etwas vormachen!
Let us einen Flakscheinwerfer kaufen
der uns in mildem Licht erstrahlen lässt.
Der um seiner selbst gewaehltigen Willkür und Leuchtkraft willen
Unbescheidenheit zur Zierde erklärt!
Unbescheidenheit zur Zierde erklärt
und New York durch ourself ersetzt!
Let&#8217;s us erscheinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Let us etwas vormachen.<br />
Let&#8217;s uns etwas vormachen!</p>
<p>Let uns ourself vorkommen lassen<br />
als wären wir die Letzten, Einzigen, Wahren,<br />
und morgen wär erst übermorgen.</p>
<p>Let&#8217;s uns etwas vormachen!<br />
Let us einen Flakscheinwerfer kaufen<br />
der uns in mildem Licht erstrahlen lässt.<br />
Der um seiner selbst gewaehltigen Willkür und Leuchtkraft willen<br />
Unbescheidenheit zur Zierde erklärt!<br />
Unbescheidenheit zur Zierde erklärt<br />
und New York durch ourself ersetzt!</p>
<p>Let&#8217;s us erscheinen lassen, wir wären wir,<br />
wären wir?<br />
wären wir selbst aus Unbescheidenheit &#038; zweifelhafter Neigung.</p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/let-us-etwas-vormachen_final1.jpg" title="Graphischer Text"><br />
<img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/let-us-etwas-vormachen_preview1.jpg" alt="let us etwas vormachen graphischer Text" title="let us etwas vormachen" class="alignnone size-full wp-image-653" /><br />
</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8216;Wir bezahlen eure Krise nicht&#8217;</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/wir-bezahlen-eure-krise-nicht/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/wir-bezahlen-eure-krise-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 16:26:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürger, Bosse und Beamte]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verteilung des Nettovermögens auf die Bevölkerung in Deutschland zeigt der Wochenbericht 45/2007 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung:

Die reichsten 1% besitzen über 20% des Vermögens.
Die reichsten 10% besitzen etwa 60% des Vermögens.
Die ärmsten 10% besitzen &#8211; 1,6% des Vermögens, also Schulden.
Die reicheren 50% besitzen 99,9% des Vermögens.
Die ärmeren 50% besitzen 0,1% des Vermögens. 
Und finanzielles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verteilung des Nettovermögens auf die Bevölkerung in Deutschland zeigt der <a href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/74780/07-45-1.pdf">Wochenbericht 45/2007</a> des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung:</p>
<blockquote><p>
Die reichsten <strong>1% besitzen über 20%</strong> des Vermögens.<br />
Die reichsten <strong>10% besitzen etwa 60%</strong> des Vermögens.<br />
Die ärmsten <strong>10% besitzen &#8211; 1,6%</strong> des Vermögens</strong>, also Schulden.</p>
<p>Die reicheren <strong>50% besitzen 99,9%</strong> des Vermögens.<br />
Die ärmeren <strong>50% besitzen 0,1%</strong> des Vermögens. </p></blockquote>
<p>Und finanzielles Vermögen bedeutet MACHT.</p>
<p>Eine Analyse des <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,604619,00.html">größten Bankraubs aller Zeiten</a> liefert René Zeyer im Manager Magazin:</p>
<blockquote><p><em>Es war ein Komplott von ein paar zufällig an den Schalthebeln Sitzenden, die sich maßlos bereicherten, gegen den Rest der Menschheit &#8211; wo jeder sein Scherflein beigetragen hat und noch beitragen wird zu diesem neuen Reichtum der wenigen Räuber.</p>
<p>Wenn man die allein im Hypothekarsektor angefallenen Kommissionen, Fees, Spesen, Kickbacks und Boni auf konservativ geschätzte zehn Prozent der in den letzten drei Jahren im &#8220;Financial Engineering&#8221; umgesetzten 10.000 Milliarden Dollar ansetzt, dann handelt es sich nur hier schon um einen Diebstahl von 1000 Milliarden Dollar. Das gibt dem Wort Banküberfall eine ganz neue Bedeutung, dagegen verblassen die gesammelten Raubzüge der Geschichte der Menschheit.</em></p></blockquote>
<p>Ebenfalls im Manager Magazin werden von Henrik Müller einige <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,608516,00.html">mögliche Szenarien</a> für die kommenden Jahre beschrieben. Ein sehr wahrscheinliches:</p>
<blockquote><p><em>Kalte Sanierung. Seriös, aber schmerzhaft. Der Staat erhöht seine Einnahmen, indem er den Bürgern mehr Geld abknöpft. Die Steuerquoten steigen. Zugleich werden die Ausgaben zurückgefahren. </em></p></blockquote>
<p><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/14678541924994e6e7e6b46000089905-150x150.jpg" alt="Wolf Wetzel" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-696" />Den deutlichen Standpunkt <a href="http://muenchen.verdi.de/politik_vor_ort/wir_bezahlen_eure_krise_nicht"><strong>&#8220;Wir bezahlen eure Krise nicht&#8221;</strong></a> vertritt allerdings neben Ver.di auch Wolf Wetzel, der am <a href="http://londeroth.org/~terminemd/terminemd/fau-veranstaltung-in-der-linkskurve-leiterstrase-2/">06.02. in der Linkskurve</a> gelesen und diskutiert hat. Wobei &#8220;wir&#8221; genau diejenigen sind, die dieses Fiasko <a href="http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/prekaer/wetzel.html">nicht zu verantworten</a> haben und uns nicht auf unseren Jachten in der Südsee werden trösten können.<br />
<span id="more-670"></span></p>
<p>Dokumentiert durch die AG Friedensforschung der Universität Kassel beschreibt Dieter Klein die <a href="http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Armut/armutsbericht.html">Auswirkungen des internationalen Großvermögens auf die Krisen der Finanzmärkte</a>:</p>
<blockquote><p><em>Es sind die Superreichen, deren Geldkapital rund um die Erde auf der Jagd nach profitablen Anlagemöglichkeiten ist. Auf der Flucht vor den selbst verursachten Krisen auf den Finanzmärkten wird beispielsweise mit spekulativen Zielen in Rohstoffe und Nahrungsgüter investiert. Das hat nach Expertenschätzungen im Frühjahr 2008 20% bis 40% der Preisexplosion von Hauptnahrungsmitteln wie Reis, Weizen und Mais hervorgerufen – mit katastrophalen Folgen für Millionen Arme.</p>
<p>Es ist das hochmobile Geldvermögen der Superreichen, das angelegt von Banken, Investmentfonds und Versicherungskonzernen innerhalb kurzer Zeit in Boomregionen und -branchen hineinfließt, aber genauso schnell wieder abgezogen werden kann. Mit dieser Drohung wird Druck auf Regierungen und Unternehmen ausgeübt, Löhne und soziale Standards zu senken, Umweltstandards niedrig anzusetzen sowie öffentliche Güter und öffentliches Eigentum zu privatisieren. Die Folge ist, dass Bürgerinnen und Bürger bisher garantierte Rechte auf öffentliche Daseinsvorsorge – z.B. im Gesundheits- und Bildungsbereich – verlieren und in Kundinnen und Kunden verwandelt werden, deren Teilhabe an notwendigen Lebensbedingungen immer mehr von ihren höchst unterschiedlichen oder gar nicht gefüllten Geldbeuteln abhängt. Das Ergebnis ist wachsende Armut vieler ohnehin Einkommensschwacher als Kehrseite anschwellenden Reichtums.</em></p></blockquote>
<p>Zum Entwurf des <a href="http://www.axel-troost.de/article/2499.lebenslagen_in_deutschland_der_3_armuts_und_reichtumsbericht_der_bundesregierung.html">3. Armuts- und Reichtumsberichtes</a> der Bundesregierung macht Klein ebenfalls <a href="http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Armut/armutsbericht.html">sehr kritische Anmerkungen</a>:</p>
<blockquote><p><em>Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2005 enthielt immerhin noch eine Berechnung des Anteils der verschiedenen Zehntel aller Haushalte am Nettogesamtvermögen. Im Reichtumsbericht 2008 wurde der Intimschutz des Reichtums weiterentwickelt – eine vergleichbare Übersicht zur Vermögensungleichheit (zu unterscheiden von Einkommensungleichheit) fehlt darin.</em></p></blockquote>
<p>In Summe sieht das also stark abgekürzt etwa so aus: eine kleine Gruppe von Reichen und Superreichen zockt jahrelang über Investmentfonds hochriskant, aber auch hocheinträglich auf Metaebene mit unkalkulierbaren Risiken und überlässt ihr Geld halbseidenen Bänkern, die unverstehbare Finanzprodukte entwickelt und sich ihre ganz großen Kuchenstücke bei jeder Transaktion abgeschnitten haben. Die breite Basis dieser Finanzprodukte wurde dabei in den USA ohne Absicherung einer großen Masse von Habenichtsen z.B. als Immobilienkredite und Kreditkartenkredite angedreht, führt infolge der Verflechtung der Großbanken und Investmentfonds zu einer Blockade des internationalen Finanzsystems und damit zur größten Wirtschaftskrise der Menschheitsgeschichte mit in den nächsten Monaten und Jahren <a href="http://www.zeit.de/2009/09/USA">dutzenden, vielleicht auch hunderten Millionen ruinierten Arbeitnehmern</a>. </p>
<p>Die Gewinne allerdings sind bereits mitgenommen bzw. die Verluste im -zig Millionenbereich für einen Großinvestor üblicherweise nicht so existenzbedrohend, wie es für einen Sozialgeldempfänger der Verlust von vielleicht 300€ wären. Steuern auf die Gewinne wurden den Staaten vermutlich weitgehend durch Finanztricksereien entzogen (siehe aktuelle Diskussion um Steueroasen). Den Crash sollen aber heute und in den kommenden Jahrzehnten weltweit die arbeitenden Steuerzahler bezahlen (&#8221;Sozialisation von Verlusten&#8221;, in Deutschland über sog. Konjunkturpakete und über Staatsbürgschaften sowie über die in den kommenden Jahren zwangsläufig zu erwartenden Einschnitte in den sozialen Transferleistungen), also die, die mit ihrem Geld nicht zehnarmig jonglieren können und die ohnehin durch die bald galoppierende Arbeitslosigkeit von steigender Armut betroffen sein werden. Auf Deutschland bezogen wird gleichzeitig die Entwicklung dieser Umverteilung im Armutsbericht vermutlich gezielt verschleiert, indem die Zunahme des Vermögens der Reichsten nun nicht mehr Gegenstand des Reports ist. </p>
<p>Schleimig, absurd und ganz und gar inakzeptabel, umso mehr, als in Deutschland Bund und Kommunen bereits 2008 mit ca. <a href="http://staatsverschuldung.de/">1600 Milliarden € verschuldet</a> waren, was weitere Kreditaufnahmen in den aktuell diskutierten Größenordnungen kaum zulassen dürfte (die bei Banken aufgenommen werden, um Banken zu stützen, die anschließend verstaatlicht werden -sic-). Die Verschuldung beträgt 2008 etwa 20.000 EUR pro Kopf der Bevölkerung. 2007 gab der Staat 13% des Steueraufkommens alleine zur Schuldentilgung aus, also jeden siebten Euro. </p>
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		<title>Internetprojekte als libertärer Faktor &#8211; Kiva</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 23:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Kiva]]></category>
		<category><![CDATA[libertär]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Dynamik, die große Nutzergruppen in Web-Communities entfalten, wird zu kommerziellen Zwecken in Produktbörsen wie Ebay oder Amazon genutzt. Auch unkommerzielle Projekte á la Wikipedia, die jedoch einen libertären und aufklärerischen Anspruch formulieren, konnten sich sehr erfolgreich etablieren. Daneben gibt es weitere, weniger bekannte Internetprojekte mit sozial wertvollem Hintergrund, von denen in loser Folge einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dynamik, die große Nutzergruppen in Web-Communities entfalten, wird zu kommerziellen Zwecken in Produktbörsen wie Ebay oder Amazon genutzt. Auch unkommerzielle Projekte á la Wikipedia, die jedoch einen libertären und aufklärerischen Anspruch formulieren, konnten sich sehr erfolgreich etablieren. Daneben gibt es weitere, weniger bekannte Internetprojekte mit sozial wertvollem Hintergrund, von denen in loser Folge einige vorstellt werden.</p>
<p><a href="http://www.kiva.org"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/amateur_kivalogo.png" alt="Kiva logo" title="amateur_kivalogo" width="250" height="111" class="size-medium wp-image-587" /></a><br />
<span id="more-560"></span><br />
Armut, und zwar existenzielle Armut, macht es selbst hoch motivierten Menschen in vielen Winkeln der Erde nahezu unmöglich, aus eigener Kraft eine menschenwürdige Lebensgrundlage zu entwickeln, geschweige denn sozial aufzusteigen. Die non-profit Organisation <a href="http://www.kiva.org">Kiva</a> bietet empörten Internetbenutzern eine Plattform, aktiv etwas daran zu ändern, indem sie finanziell schwache Kleinunternehmer unterstützen, ohne den Umweg über aufgeblähte Hilfskonzerne gehen zu müssen. </p>
<p><strong>Mikrokredite statt Almosen</strong></p>
<p>Kiva existiert seit Ende 2005. Vermittelt werden Kleinkredite an Einzelpersonen und Gruppen fernab blühender ökonomischer Landschaften, so nach Kambodscha, Bolivien oder Togo. Das nötige Kleingeld stellen Mitglieder der Kiva-Community, also möglicherweise bald auch Du, in selbst gewählten Anteilen zur Verfügung. Ein Netzwerk unkommerzieller Mikrofinanzeinrichtungen, genannt Field Partners, stellt vor Ort den Kontakt zwischen Kreditnehmerinnen und Kiva her, verwaltet Kreditvergabe und -rückzahlung und sorgt über ihre Landeskenntnisse für eine transparente und seriöse Abwicklung, wie sie der Wohlwollenden aus der Ferne sonst nicht möglich wäre (*). Nach eigenen Angaben hat Kiva bisher 22 Millionen Dollar an Krediten vergeben; 100% der verliehen Gelder kommen bei den Field Partners an.</p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/amateur_kiva.jpg"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/amateur_kiva-300x67.jpg" alt="" title="Kiva-Profil" width="300" height="67" class="alignleft size-medium wp-image-568" /></a><br />
Kreditnehmer werden in Profilen präsentiert, so dass Einblick in Lebenssituation, unternehmerische Pläne und benötigte Kredithöhe möglich ist. Dadurch können Kiva-Mitglieder gezielt bestimmte Personenkreise und Geschäftsabsichten fördern. Es wäre z.B. denkbar, dass frau gezielt eine Gruppe afrikanischer Frauen bei landwirtschaftlichen Unternehmungen unterstützen will. Oder dass man der Meinung ist, sein verliehenes Geld sei sinnvoll bei einem bolivianischen Einzelunternehmer angelegt, der in einem Dorf einen Internetzugang eröffnen möchte und  es so nebenbei der Dorfbevölkerung ermöglicht, sich über faire Marktpreise für ihre Produkte zu informieren. Der Gewinn der Kreditnehmerinnen bildet die ökonomische Basis für eine freiere und stärker selbst bestimmte Lebenssituation, so dass es ihnen in Zukunft möglich wird, alleinverantwortlich zu handeln. Zudem müssen sie sich nun nicht mehr von Kredithaien auffressen lassen, die Kleinkredite üblicherweise mit zweistelligen monatlichen Zinsen belegen.</p>
<p><strong>Risiko</strong></p>
<p>Jeder Kiva-Kreditgeber trägt sein Ausfallrisiko allerdings selbst und erhält, was für ein gemeinnütziges Projekt ohnehin klar sein sollte, keine Zinsen. Das Ausfallrisiko wird durch die akkreditierten Field Partners vor Ort abgeschätzt; diese wiederum sind auf der Kiva-Webseite über eine Skala bewertet, da es eben Stellen auf dieser Welt gibt, an denen  Lebensrisiken größer als an anderen ausfallen. <a href="http://www.kiva.org/about/risk/overview">Risiken </a> existieren auf der Ebene der Unternehmer (z.B. durch Zahlungsunfähigkeit), der Field Partners (z.B. durch Missmanagement) und der Lebensräume (z.B. durch Kriegshandlungen). Mit einer Erfolgsrate von 97,6% zurück gezahlter Kreditsummen liegt Kiva in etwa gleichauf mit pofitorientierten Mikrofinanzinstitutionen.</p>
<p>Dem Kreditgeber bleibt es überlassen, ob er Menschen in stärker gefährdeten Regionen, die aber möglicherweise auf einen Mikrokredit umso eher angewiesen sind, beleiht und dadurch ein höheres Ausfallrisiko in Kauf nimmt. Der Geldtransfer erfolgt über Paypal, wobei der Dienstleister hier netterweise auf die Transaktionskosten verzichtet. </p>
<p><strong>Schöne Sache, das</strong></p>
<p>Die über Kiva praktizierte Art von Unterstützung armer und ärmster Menschen ist vermutlich besonders effektiv, weil so Eigeninitiative und Selbstverantwortung gefördert werden. Im Gegensatz zu Spenden, die anschließend „weg“ sind, wird das zurück gezahlte Geld wahlweise auf das eigene Konto zurück gebucht oder erneut an weitere Kreditnehmerinnen geliehen, so dass ein Fluss an Förderung entsteht. Die Umsetzung ermöglicht eine zumindest ansatzweise Einsicht in die Lebenswelt der Kleinunternehmerinnen und eine Idee davon, welche Schicksale sich hinter dem Bedürfnis nach einem Kleinkredit verbergen. </p>
<p>Die Kiva-Webseite liefert etliche Hintergrundinformationen zu Aufbau und Funktionsweise der Organisation. Über Kiva Geld zu verleihen ist, einen bereits vorhandenen Paypal Account voraus gesetzt, unkomplizierter als Homebanking. Kiva.org ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie etablierte Bausteine kommerzorientierter Webseiten zu einem unterstützenswerten Zweck eingesetzt werden können (&#8221;Shopping Basket&#8221;, Geld-Transaktion, Weiterempfehlung an Freunde&#8230;). Beeindruckend ist dabei, dass Kiva auf eine große Community von Förderwilligen bauen kann, die das Konzept nun schon seit einigen Jahren trägt und die nach Statistik der letzten Woche alle 21 Sekunden eine Verleihtransaktion ausführt. Nutzer können sich in Teams zusammen finden; das Nutzerteam mit dem größten Verleihvolumen sind dabei die &#8220;Atheists, Agnostics, Skeptics, Freethinkers, Secular Humanists and the Non-Religious&#8221;, nicht aber die &#8220;Kiva Christians&#8221; &#8211; eine Tatsache, die Kiva sympathisch macht. </p>
<p>=======================================================</p>
<p>(*) Dazu eine Anmerkung: schon das vor 150 Jahren entwickelte Raiffeisen-Modell basiert auf dem Selbsthilfe- und Solidaritätsprinzip. Das 1976 in Bangladesch vom späteren Friedensnobelpreisträger  Muhammad Yunus initiierte Programm der Mikrokredite, nach dem heute viele Mikrofinanzinstitute in den Entwicklungsländern arbeiten, ist inzwischen leider von profitorientierten Fondsgesellschaften als Geschäftsfeld entdeckt worden.</p>
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		<title>Pause</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 01:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/A38JHHCQ7-s&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/A38JHHCQ7-s&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>¸,ø¤°`wan`°¤ø,¸</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 13:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kenner, Könner, Liebhaber]]></category>

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		<description><![CDATA[
00&#8242;00&#8221; ~ wan
01&#8242;59&#8221; ~ fahrstuhl ungesagt
07&#8242;28&#8221; ~ kerf
17&#8242;23&#8221; ~ it seeks a mouth
22&#8242;33&#8221; ~ follow machines
27&#8242;38&#8221; ~ .figurine
Download audio file (elfenbeinku3ste - wan.mp3)

fahrstuhl ungesagt
Da steht ein aufgeweckter Junge und der sagt&#8230; &#124;&#124; x2
Da läuft ein Hase über das Feld und der sagt&#8230; &#124;&#124; x2
Läuft an mir vorbei durch das Einerlei
wie ein junger Gott; wem drückt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href = http://www.deramateur.de/blog/wan/#video><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/infolder01.jpg" alt="wan video" title="wan video" class="aligncenter size-medium wp-image-481" /></a></p>
<p><small>00&#8242;00&#8221; ~ </small><strong><em>wan</em></strong><br />
<small>01&#8242;59&#8221; ~ </small><strong><em>fahrstuhl ungesagt</em></strong><br />
<small>07&#8242;28&#8221; ~ </small><strong><em>kerf</em></strong><br />
<small>17&#8242;23&#8221; ~ </small><strong><em>it seeks a mouth</em></strong><br />
<small>22&#8242;33&#8221; ~ </small><strong><em>follow machines</em></strong><br />
<small>27&#8242;38&#8221; ~ </small><strong><em>.figurine</em></strong></p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - wan.mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - wan.mp3)</a><br /><br />
<span id="more-327"></span><br />
<em><strong>fahrstuhl ungesagt</strong></em></p>
<p>Da steht ein aufgeweckter Junge und der sagt&#8230; || x2<br />
Da läuft ein Hase über das Feld und der sagt&#8230; || x2</p>
<p>Läuft an mir vorbei durch das Einerlei<br />
wie ein junger Gott; wem drückt da der Schuh?<br />
Gleich ist er vorbei, eben hab ich noch&#8230;<br />
ich fahre ins Erdgeschoss, dort bist vielleicht auch Du.</p>
<p>Dort liegt ein formloses Schreiben und das sagt&#8230; || x2<br />
Da springt ein ausgekochtes Schlitzohr und das sagt&#8230; || x2</p>
<p>Läuft an mir vorbei durch das Einerlei<br />
und  der Freundeskreis beisst mir in den Schuh.<br />
Gleich ist schon vorbei, ich dachte vorhin noch<br />
ich fahre ins Dachgeschoss und schaue von ferne zu.</p>
<p>Der erste Spatenstich in der Ödenei verringert den Gehalt und dann ein lauter Fluch. Pure Wortgewalt im Fahrgestell, früher dachte ich noch, das gehört dazu.</p>
<p>Und eine ungewollte Schwangerschaft<br />
trifft eine abgebrochene Lehre und sagt; und sagt; und sagt:<br />
Gib mir meinen Mut zurück!</p>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p>
Download as <strong><a href="http://www.deramateur.de/audio/elfenbeinku3ste - wan.mp3">mp3</a></strong> (right click->save target as)</p>
<p>Work from around the 1996 years. Recorded at Nudel-In-Odol Studios, Berlin, Germany. Mixed in Van Dijckstraat, Den Haag, The Netherlands and Magdeburg, Germany. </p>
<p><!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width: 0" src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.png"/></a><br />
<small>This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.</small><br />
<small><br />
original title: &#8220;wan&#8221;<br />
translated title: &#8220;work&#8221;<br />
lyrics &#038; sound: elfenbeinku3ste<br />
recorded &#038; produced at Nudel-In-Odol-Studios Berlin &#038; Den Haag<br />
composition and main tracks of <em><strong>kerf </strong></em>: Martin Pruss, aka Nadenne Prost<br />
additional text: <strong><em>it seeks a mouth</em></strong> related to a <a href="http://mailman.lbo-talk.org/1999/1999-November/019295.html">text by S. Beckett</a><br />
video &#038; image source: self hacked<br />
</small><br />
<a name="video"><br />
<object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nUNIjwfJp-w"></param> <embed src="http://www.youtube.com/v/nUNIjwfJp-w" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object></a></p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - wan.mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - wan.mp3)</a><br /></p>
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		<title>Der Amateur #5 &#8211; Körper unter Druck</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/der-amateur-5-korper-unter-druck/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 13:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>amateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jeder Ausgabe von &#8216;Der Amateur&#8217; geht ein aufwendiger und sorgfältiger Schaffens-Prozess voraus, der die Grundlage für seine einzigartige Persönlichkeit bildet. Diesmal haben wir uns dafür ganze anderthalb Jahre Zeit gelassen. Entstanden ist ein Geschöpf, welches makellos geformte Schönheit, zeitlose Poesie und brilliante Beobachtungen in vollendeter Bescheidenheit miteinander vereint.
Für den Druck in feinster Handarbeit (die Seitenzahlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/img_0564_gauss_unsharpmask_sm.jpg'><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/img_0564_preview_w170' alt='Lange Schwangerschaft - DA #5' title='Tischgedeck groß' class='alignleft' /></a></p>
<p>Jeder Ausgabe von &#8216;Der Amateur&#8217; geht ein aufwendiger und sorgfältiger Schaffens-Prozess voraus, der die Grundlage für seine einzigartige Persönlichkeit bildet. Diesmal haben wir uns dafür ganze anderthalb Jahre Zeit gelassen. Entstanden ist ein Geschöpf, welches makellos geformte Schönheit, zeitlose Poesie und brilliante Beobachtungen in vollendeter Bescheidenheit miteinander vereint.</p>
<p>Für den Druck in feinster Handarbeit (die Seitenzahlen sind handgemalt!) vergingen noch einmal drei Monate &#8211; aber nun ist es soweit: das Tischgedeck steht bereit. Drum Platz genommen und hurtig zugegriffen! Das Heft, in grau und in Farbe, gibt es <a href='http://www.deramateur.de/DerAmateur05.pdf'>hier</a>. Unter dem Menüpunkt <a href='http://www.deramateur.de/blog/magazin/'>Das Magazin</a> warten zudem die älteren, aber dennoch jung gebliebenen Ausgaben darauf, gleich mit geladen und gelesen zu werden. Besonders glückliche Menschen finden &#8220;Körper unter Druck&#8221; darüber hinaus, auf feinstes Recyclingpapier gebannt, in Magdeburg und auf der ganzen Welt. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>45 Gramm</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/45-gramm/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/45-gramm/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 12:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/?p=256</guid>
		<description><![CDATA[
Manchmal sagen Zahlen mehr als tausend Worte. Ein A4-Blatt ganz normalen Druckerpapiers wiegt ca. 5 Gramm, das Heft &#8216;Der Amateur #5&#8242; wiegt etwa 45 Gramm.  Jeder einzelne Mensch in diesem Land liest, beschreibt, zerreißt, ignoriert, entsorgt, kurzum verbraucht im Jahr ca. 233 Kilogramm Papier, Pappe und Karton (Stand 2005). Theoretisch sind das 46.600 A4-Seiten oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.deramateur.de/DerAmateur05.pdf'><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/amateurcover5_preview.jpg' alt='Foto von HolySnappers (Flickr)' title='download elektrische Version Der Amateur #5' class='alignleft' /></a></p>
<p>Manchmal sagen Zahlen mehr als tausend Worte. Ein A4-Blatt ganz normalen Druckerpapiers wiegt ca. 5 Gramm, das Heft &#8216;Der Amateur #5&#8242; wiegt etwa 45 Gramm.  Jeder einzelne Mensch in diesem Land liest, beschreibt, zerreißt, ignoriert, entsorgt, kurzum verbraucht im Jahr ca. 233 Kilogramm Papier, Pappe und Karton (Stand 2005). Theoretisch sind das 46.600 A4-Seiten oder 5178 Hefte von &#8216;Der Amateur&#8217;. Im Jahr 1950 waren es nur 32 Kilogramm pro Einwohner. Sind wir in dieser Zeit ein Volk von Bücherwürmern und Leseratten geworden? Oder erging es dem Papier nur wie anderen natürlichen Ressourcen, wie etwa Wasser, Energie und Nahrung?  Steigt die verfügbare Menge eines Gutes, sinkt sein Wert. Für diese Einsicht braucht Mensch keinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Mit dem Überangebot an Papier verliert jedoch nicht nur das Material an Wert für uns, sondern auch die Ideen, welche es treu bis zu seinem Ende beherbergt. Heute waten wir in einer Flut von gedruckten Konsumanreizen und Printprodukten von mannigfaltiger Quantität, aber zweifelhafter Qualität. 233 Kilogramm, 46.600 A4-Seiten, angesichts dieser Zahlen verliert sich, was davon zählt.  Aus diesem Grund hat sich &#8216;Der Amateur&#8217; für ein Geben und Nehmen entschieden. Jedes Heft wird zu 100% auf recyceltem Papier gedruckt und teilweise aus dem Recycling von bedrucktem Papier finanziert.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Guerilla Gardening kommt nach Magdeburg</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/guerilla-gardening-kommt-nach-magdeburg/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 20:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürger, Bosse und Beamte]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jedenfalls wünschen sich das die Gartenguerrilleros Gregor Schneider (Stadtplaner) und Oliver Schilling (Architekt) von Raum391 [1]. Um diesem Anliegen weiter Anschub zu verleihen, gab es jüngst im ÖZIM einen Vortrag, den ich verpasst habe, und der Blog zur Bewegung ist auch schon eingerichtet [2].  Auf dem Blog liest mensch dann auch, was die Motivation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/guerilla_gardening_500.jpg" alt="pbo31 von Flickr" width="250" class="alignright"></p>
<p>Jedenfalls wünschen sich das die Gartenguerrilleros Gregor Schneider (Stadtplaner) und Oliver Schilling (Architekt) von <a href="http://www.raum391.de/">Raum391</a> [1]. Um diesem Anliegen weiter Anschub zu verleihen, gab es jüngst im ÖZIM einen <a href="http://magdeburg.webuni.de/?mod=topic&amp;id=15681">Vortrag</a>, den ich verpasst habe, und der <a href="http://seed391.wordpress.com/">Blog</a> zur Bewegung ist auch schon eingerichtet [2]. <span id="more-228"></span> Auf dem Blog liest mensch dann auch, was die <a href="http://seed391.wordpress.com/projekt/willkommen/guerilla-gardening/">Motivation</a> ist: &#8220;Wir sind Bürger. Wir haben Pflichten. WIR SIND MAGDEBURG.&#8221; Dann kann dem Partisanenkampf für ein noch grüneres, bunteres und schöneres Magdeburg ja nix im Wege stehen. Die Blumenbewegung sucht auch <a href="http://seed391.wordpress.com/projekt/willkommen/wir/sponsoren/">Sponsoren</a> und zu bestellen sind die Gartenguerrilleros auch noch. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Gardening">Guerilla Gardening</a> [3] ist eine feine Sache, aber ebenso wie gutes Graffiti und Streetart bedarf es nicht zwangsläufig einer eingeschworenen Öffentlichkeit oder Sponsoring, sondern der klandestinen Aktion und des dazugehörigen subversiven und kreativen Potenzials. Wie Schneider und Schilling das urbane Gärtnern anpreisen, erinnert ein wenig an <a href="http://www.anarchitect.org/log/2005/11/26/sauberkeit-und-gute-laune/">Sauberkeitskampagnen</a> der Magdeburger Stadtverwaltung.</p>
<p>Der Witz (lies: die Tragik) ist doch, dass Schönheit blumenverzierter Verkehrsinseln oder Sauberkeit hundekotbefreiter Gehwege die gesamtgesellschaftliche Scheiße unberührt lassen. Sicher, wenn wir uns beim gemeinsamen urbanen Gärtnern besser kennen lernen, ist das schon mal etwas. Blumenbeete sind toll, keine Frage. Aber was ist mit Ernährung? Brachflächen ungefragt zu begrünen ist nett… Ist es aber möglich darauf <a href="http://www.anarchitect.org/log/2006/05/24/start-a-community-garden-in-your-neigborhood-now/">Gemeinschaftsgärten</a> zu starten? Wie war das noch mal mit Privateigentum? Welche Rolle spielt freies Saatgut im agrarindustriellen Kontext? Ich bin gespannt, was sich aus der Idee hier in Magdeburg ergibt. Aber es kann beim Guerilla Gardening um mehr gehen als ums Aufhübschen öder Innenstädte.</p>
<p>Links:<br />
[1] Raum391: http://www.raum391.de<br />
[2] Projektblog: http://seed391.wordpress.com<br />
[3] Guerilla Gardening auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Gardening</p>
<p>Foto von pbo31: <a href="http://flickr.com/photos/pbo31/120892044/">http://flickr.com/photos/pbo31/120892044/</a></p>
<p><em>Dies ist eine <a href="http://www.anarchitect.org/log/2008/07/07/guerilla-gardening-kommt-nach-magdeburg/">schamlose Wiederverwertung</a> aus meinem persönlichen Weblog</em></p>
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		<title>Die Dinge, die uns besitzen</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/die-dinge-die-uns-besitzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 14:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürger, Bosse und Beamte]]></category>

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Wer einmal umgezogen ist, kennt das Phänomen. Es hat sich mit der Zeit einiges zusammengetragen. In Schubläden, Schränken und Kisten. Auf Ablage, Tisch und Fensterbrett. Es sind Dinge, die einst nützlich, interessant oder bedeutend waren, aber mit der Zeit wurde aus der Ansammlung von Unikaten eine Dinghalde. Wie sie da so liegen, sich in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/dave_500.jpg' alt='Foto von HolyHolySnappers (Flickr)' width='250' class='alignleft' /></p>
<p>Wer einmal umgezogen ist, kennt das Phänomen. Es hat sich mit der Zeit einiges zusammengetragen. In Schubläden, Schränken und Kisten. Auf Ablage, Tisch und Fensterbrett. Es sind Dinge, die einst nützlich, interessant oder bedeutend waren, aber mit der Zeit wurde aus der Ansammlung von Unikaten eine Dinghalde. Wie sie da so liegen, sich in den Vierwänden zusammenrotten, verlieren die Dinge langsam aber sicher die frühere Wertschätzung und werden zu bedrückendem Ballast.<br />
<span id="more-216"></span><br />
Was ist ein Buch wert, an dessen Inhalt mensch sich kaum erinnert, das zwischen all den anderen Ziegeln aus Papier versauert und darauf wartet, wieder oder überhaupt gelesen zu werden? Was wird aus Klamotten vergangener Jahre, die nicht mehr getragen werden, aber an denen Erinnerungen hängen? Was nützt dir die Zeitschriftensammlung, die du eifrig geordnet aufgehoben, aber doch nur zum geringen Teil gelesen hast, weil so oft eine unberührte Ausgabe der nächsten folgte, und du bei Informationsbedarf ohnehin eher das Netz bemühst? Was bringt dir das Küchengerät, womit du deine einstige Lieblingsspeise so hervorragend zubereiten kannst, dass sie dir nun nach x-maligen Verzehr zum Halse raushängt? Warum messen wir gewissen Dingen nur beim Umräumen oder Ausziehen Bedeutung und Wert bei?</p>
<p>Dinge sind ein wenig wie Erinnerungen. Je länger ein Mensch lebt, desto mehr sammeln sie sich an; in den Schubladen und Schränken unserer Wohnungen (oder Köpfe). Aber das Gedächtnis eines Menschen beherrscht neben des Erinnerns die wertvolle Fähigkeit, Erinnerungen loszulassen. Weil wir vergessen, können wir einerseits mit schlechten Erlebnissen der Vergangenheit umgehen und andererseits in der Gegenwart handeln. Während unser Gedächtnis unterbewusst die Auswahl für uns trifft, belagern uns die materiellen Dinge der Vergangenheit in der Gegenwart. Sie belagern nicht nur unsere Wohnstätte, sondern bereiten uns ein schlechtes Gewissen, wenn es Zeit wird zu scheiden. Sie lähmen uns, in die Zukunft zu schreiten.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/dave2_500.jpg' alt='Foto von HolyHolySnappers (Flickr)' width='250' class='alignright' /></p>
<p>Der Futurist Bruce Sterling erdenkt sich Objekte, deren Geschichte, Verwendung und aktueller Ort über Technologien wie RFID und GPS nachvollziehbar machen. Sie würden es möglich machen, eine Art Suchanfrage an den Haushalt zu stellen, „zeig mir alle Dinge, die ich über ein Jahr nicht mehr verwendet habe.“ Eine sicherlich etwas einfachere, aber ebenso effektive Methode ist das Kistensystem. Statt bei Einzug in eine neue Wohnung alle Umzugskartons sofort auszupacken, könnten jene Kisten die über ein Jahr lang nicht geöffnet wurden, sofort ausrangiert werden. Natürlich wäre sicherheitshalber ein prüfender Blick notwendig. Aber genau bei dieser Überprüfung kommt das schlechte Gewissen längst vergangener Wertschätzung geballt zur Geltung, und die Dinge versuchen ihre Besitzer in Besitz zu nehmen. Was unser Kopf oft zurecht vergessen hätte, lagert, lungert und schlummert um uns herum und wartet auf den Tag der Wiederentdeckung. Der Versuch, sich von angesammelten Dingen zu trennen, wird zum Kampf.</p>
<p>Wie können wir uns aber von Dingen lösen, ohne auf ihre Nützlichkeit zu verzichten? Dinge machen uns immerhin auch das Leben leichter, angenehmer und interessanter. Dawn Danby von WorldChanging plädiert für Produkt-Dienst-Szenarios, die die Verwendung von Dingen statt deren Besitz vorsehen. Sie verweist auf die Bohrmaschine, die nur 20 Minuten in ihrer gesamten Lebensdauer zum Bohren kommt [1]. Wie kann es sein, dass wir einem Gerät so viel Raum (und Geld) zustehen, das letztendlich nur dazu da ist, ab und zu ein Loch in die Wand zu machen? Ein Großteil der Werkzeuge, Gegenstände und Geräte liegen oder stehen ungenutzt rum. Haushalte verfügen zusammengenommen über eine enorme Anzahl redundanter Geräte wie zum Beispiel Waschmaschinen und Staubsauger, die zum großen Teil ihres Dinglebens verkümmern. Warum brauchen wir alle unsere eigenen Bohrmaschinen, Hämmer und Wasserwaagen? Warum gibt es dafür keine Werkzeugbibliothek um die Ecke? </p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/books_500.jpg' alt='Foto von glynnish (Flickr)' width='250' class='alignleft' /></p>
<p>Es ist keine neue Idee, nützliche Dinge miteinander zu teilen. Das sicherlich prominenteste und erfolgreichste Beispiel ist das Buch. In Bibliotheken erfahren tausende von Büchern, wonach die vereinsamten Geschwister in unseren privaten Regalen nur von träumen können. Sicher verleihen wir auch das ein oder andere, aber auf alle Bücher bezogen ist es die Seltenheit. Bibliotheksbücher allerdings werden von vielen Menschen gelesen und letztendlich auch getragen. Niemand könnte sich eine so breite Vielfalt alleine leisten. Mag sein, dass die Auswahl nicht immer die ist, die mensch sich selbst wünschen würde, aber das lässt sich ändern. Bibliotheken nehmen Leserwünsche entgegen und werden sich in Zukunft auch mehr nach ihren LeserInnen richten [2].</p>
<p>Die Vielfalt, die eine Bücherbibliothek für ihre Leser bereitstellt, kann auf andere Bereiche wie Werkzeuge oder Haushaltsgeräte übertragen werden. Alleine kann und will ich mir nur eine geringe Auswahl von Werkzeugen und Geräten leisten. Was soll ich mit einem Wok, den ich nur einmal in 3 Monaten bemühe? Was bringt mir eine Stichsäge, die ich womöglich nur einmal im Jahr benötige? Wenn sich aber mehrere Menschen Anschaffung, Pflege und Verwendung von nützlichen Dinge teilen würden, könnte eine Dingbibliothek von wesentlich größerer Vielfalt und höherer Qualität entstehen. Diese Dinge müssen schon höherwertig sein, weil sie tatsächlich eingesetzt werden.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/bikeshop_500.jpg' alt='Foto von youngrobv (Flickr)' width='250' class='alignright' /></p>
<p>Im Mobilitätsmetier zum Beispiel hat sich diese Idee bereits etabliert. In vielen Großstädten gibt es Carsharing-Gemeinschaften [3], in denen sich Menschen zusammenschließen, die auf das Auto als Fortbewegungsmittel nicht gänzlich verzichten wollen, aber es auch nicht täglich benötigen. Während die Teilnehmer sich die Kosten für Anschaffung und Wartung teilen, stehen ihnen die Autos auf öffentlichen Parkplätzen fahrbereit zur Verfügung. Aber auch für Fahrradliebhaber hält das Prinzip des Teilens einige Annehmlichkeiten bereit. Ist das Fahrrad gerade kaputt, muss es nicht Wochen lang als Ausrede für motorisierte Fortbewegung herhalten. Für die Reparatur von Fahrrädern sind Selbsthilfewerkstätten eine tolle Sache, um Rat und Hilfe auszutauschen und sich Räumlichkeiten und Werkzeuge zu teilen. </p>
<p>Für viele Dinge wäre allerdings die Infrastruktur einer Bibliothek zu aufwändig. Klamotten, Geschirr oder andere Alltagsgegenstände, die längerfristig von einer Person oder in einem Haushalt eingesetzt werden, bedürfen keiner Leihstruktur und könnten auch unproblematisch Besitzer wechseln. Dafür stellen Umsonstläden [4] eine äußerst charmante Institution dar. Sie unterwandern den Warenfetisch und tragen progressiv zur Entknappung bei. So kann Dingbedürfnissen jenseits von Marktmechanismen nachgegangen werden – wenn die Dinge denn im Laden gerade verfügbar sind. Gerade bei Umzügen und Haushaltsauflösungen treten große Mengen von Dinge zu Tage, deren allgemeiner Gebrauchswert ungebrochen ist. Hier stellt der Umsonstladen eine geeignete Anlaufstelle dar, um unbürokratisch Dinge in den Kreislauf einer sich entwickelnden Gratisökonomie zu führen oder bei Haushaltsgründung darauf zuzugreifen. Der Magdeburger Umsonstladen Lirumlarum öffnet zweimal in der Woche (Montag- und Freitagnachmittag) seine Türen zur praktischen Gratisökonomie [5] und freut sich sowohl über Geber als auch Nehmer.</p>
<p>Ist der Mensch zur Emanzipation von den Dingen bereit, öffnen sich völlig neue Perspektiven. Lasst aus Dinghalden Umsonstläden und Dingbibliotheken werden!</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Alex Steffen (auch von WorldChanging) spricht in der Radiosendng Spark der CBC auch über den Trend weg von Besitz zur Benutzung von Dingen [6].</p>
<p>Links:<br />
[1] <a href="http://www.worldchanging.com/archives/002198.html">Product-Service Scenarios for the Bright Green City</a> (WorldChanging)<br />
[2] <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bibliothek_2.0">Bibliothek 2.0</a>  (Wikipedia)<br />
[3] <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carsharing">Carsharing</a>  (Wikipedia)<br />
[4] <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umsonstladen">Umsonstladen</a> (Wikipedia)<br />
[5] <a href="http://www.umsonstladen.blogspot.com/">Umsonstladen »Lirumlarum« Magdeburg</a><br />
[6] <a href="http://www.cbc.ca/spark/blog/2008/01/unedited_interview_with_alex_s.html">Volles Interview mit Alex Steffen auf CBC Spark (englisch)</a></p>
<p>Fotos von:<br />
- HolyHolySnappers: <a href="http://flickr.com/photos/lawrencebraunphoto/462951793/">Foto 1</a> und <a href="http://flickr.com/photos/lawrencebraunphoto/462951739/">Foto 2</a> (Flickr)<br />
- <a href="http://flickr.com/photos/glynnis/218801706/">glynnish</a> (Flickr)<br />
- <a href="http://flickr.com/photos/youngrobv/512177041/">youngrobv</a> (Flickr)<br />
er</p>
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		<title>Der Körper als Mittel zum Zweck</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/der-korper-als-mittel-zum-zweck/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 10:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Eröffnung eines Figurformungszentrums in Magdeburg mit dem wunderbaren Slogan ‚design your body’ ist Anlass der Auseinandersetzung mit dem Körper als zu bearbeitender Dauerbaustelle. Nun ist festzustellen, dass der Fleischberg, den wir Körper nennen, neuerdings auch in soziologischem Kontext intensiv debattiert wird. Lange Zeit galt er als etwas biologisch Gegebenes und niemand wäre auch nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/koerper2.jpg' alt='koerper2.jpg' width='350'/></p>
<p><code>Die Eröffnung eines Figurformungszentrums in Magdeburg mit dem wunderbaren Slogan ‚design your body’ ist Anlass der Auseinandersetzung mit dem Körper als zu bearbeitender Dauerbaustelle. Nun ist festzustellen, dass der Fleischberg, den wir Körper nennen, neuerdings auch in soziologischem Kontext intensiv debattiert wird. Lange Zeit galt er als etwas biologisch Gegebenes und niemand wäre auch nur auf den Gedanken gekommen, ihn unter soziologischen Gesichtspunkten zu verhandeln.</code></p>
<p>“<em>Ha, weit gefehlt</em>!”, ruft uns da der gemeine Soziologe entgegen. Stellen wir uns einen zerzausten Unausgeschlafenen vor, jener welcher wohl in irgendeiner Großstadt in den letzten Nischen des verrauchten Milieus an einer Tasse schwarzen Kaffees nippt.<br />
„<em>Die Körperdebatte ist mir durchaus nicht fremd, obschon sie vor noch nicht allzu langer Zeit in soziologischen Kreisen schlichtweg nicht verhandelt wurde…</em>“.<br />
Nun, das erwähnte ich bereits.<br />
<span id="more-214"></span>Dies änderte sich nun jedoch mit der Annahme, der Körper sei Produkt kultureller Formung und unterläge historischen Entwicklungen. Ausgangspunkt seien hier die jeweiligen gesellschaftlichen Strukturen, nach denen sich der Umgang mit dem Körper richte.<br />
“<em>Da haben Sie mal einen feinen Gedanken</em>!”.<br />
Vielen Dank, Herr&#8230; wie darf ich Sie eigentlich nennen? Da Sie sich hier schon ungefragt einmischen?<br />
„<em>Möbius!</em>“<br />
Herr Möbius, aber der Gedanke der kulturellen Formung des Körpers stammt gar nicht von mir – natürlich nicht. Den hat u. a. der Franzose Pierre Bourdieu zu verantworten, aber das wissen Sie ja sicherlich. Nach ihm ist der Körper Speicher einer Geschichte &#8211; Instrument, Schauplatz und außerdem Kapital. Durch den gezielten Einsatz des eigenen Fleisches könnten soziale Gewinne erzielt werden. Persönliche Rendite lässt sich dann einfahren, wenn handwerkliches, sportliches, stimmliches oder Bewegungstalent vorzuweisen sind. Auch Gesundheit und vor allem gutes Aussehen rangieren auf der Körper-Kapital-Skala ganz weit oben.<br />
„<em>Richtig, richtig! Bourdieu unterstrich, dass sich materieller oder immaterieller Erfolg in Form von sozialer Anerkennung und Ansehen relativ schnell durch bestimmte Investitionen am eigenen Körper erreichen lassen. Dies gilt für den Arbeits- oder auch den Beziehungsmarkt. Die Kontrolle des eigenen Körpers, die Zurichtung auf ein ideales Maß &#8211; das verspricht Erfolg im Beruf und Spaß in der Freizeit. Und an dieser Stelle greifen nun Ihre Fitnesscenter, oder um was es Ihnen hier auch immer gehen mag</em>“.<br />
Ähm, ja vielen Dank Herr, ähm, Möbius. Das ist wirklich sehr freundlich. Na, wo war ich? Körper – Anerkennung – gutes Aussehen… ach ja richtig. Ich find es ja unheimlich wichtig zu unterstreichen, dass das, was Menschen in den jeweiligen Epochen der Geschichte für gutes Aussehen hielten, variierte. So galt zum Beispiel ein durch ein Korsett geformter Frauenkörper einst als äußerst erstrebenswert.<br />
„<em>Wichtig ist nur zu wissen, was gerade en vogue ist auf dem sich ständig entwickelnden Körper-Formungs-Markt.</em>“<br />
Das ist ja nun nicht das Problem, Herr M.! Dank massenmedialer Präsenz des Körpers, bzw. seinem Ideal ist dies ein Leichtes.  Im Fernsehen, in Zeitschriften, überall wird der schlanke, muskulöse, bewegliche Körper als ästhetisch und erotisch inszeniert und zelebriert. Die eigene Unzulänglichkeit wird in Form von Werbeplakaten täglich neu vor Augen geführt.<br />
„<em>In der Gesellschaft kursieren Ideen, Wertvorstellungen und Weltbilder, welche die Sicht auf den eigenen und den Körper der anderen prägen. Es gibt somit keine natürliche Auffassung vom und Einstellung zum Körper. Jene Phänomene, welche von der Allgemeinheit als dem Wesen des Menschen ‘natürlich’ zugehörig betrachtet werden, werden als durch kulturelle Prozesse hervorgebracht gesehen. Es handelt sich hier nicht um biologische Gegebenheiten, sondern um soziale Praktiken. Willkürliche Grenzen werden als legitim und natürlich anerkannt und eben nicht als willkürlich gesehen, so zum Beispiel die Geschlechtsrollen.</em>“<br />
Das klingt mir viel zu theoretisch und lebensfern. Was heißt das konkret für den Alltag der Menschen, Herr Möbius? Erklär&#8217;n se mal!<br />
„<em>Das kann doch so schwer nicht zu verstehen sein! Der eigene Köper wird zunehmend zum Gegenstand der Gestaltung. Das Schönheitsdiktat zum elementaren Teil des Selbst &#8211; der eigenen Identität. Der junge, attraktive Körper wird zum Objekt der Anbetung, das Fitnesscenter zur Kathedrale der Postmoderne. Menschen können durch ihr äußeres Erscheinungsbild ihrer Individualität Ausdruck verleihen.</em>“<br />
Ja, gut. Ich hab’s ja nun verstanden! Was aber noch hinzukommt, ist ein ganzer Industriezweig, der von der Kommerzialisierung des Körpers lebt &#8211; Kosmetika, Schlank- und Fitmachangebote, Fett-weg-Programme. Mit einer Vielzahl an Produkten wurde und wird Frauen  &#8211; und in zunehmendem Maße auch Männern &#8211;  suggeriert, ständig an ihrem Äußeren arbeiten zu müssen. Und in eben jenen  Figurformungszentren kann der eigene Körper von diversen Maschinen bearbeitet werden. Schweiß muss ordentlich fließen, das Blut gut zirkulieren, dann wird das Fett besser abtransportiert – an den Problemzonen. Ja, wer hat denn hier eigentlich Problemzonen, Herr Möbius?<br />
“<em>Ja ganz recht. Allein die Begrifflichkeit müsste schon zu denken geben. Aber die Hauptproblemzone ist eben der Kopf und der ist regelrecht vergiftet von massenmedialer Präsenz irgendwelcher Körperideale.</em>”<br />
Na, jetzt sprechen wir eine Sprache! Die eigene Körperform ist selbst verantwortet, so ist doch die allgemeine Vorstellung. In der Zähmung des störrischen Fleisches soll sich der Mensch als diszipliniert und erfolgreich im Umgang mit sich selbst zeigen.<br />
„<em>Stichwort: selbstzerstörerische Dressur des Fleisches.</em>“<br />
 Danke, Herr M.! sagte ich das nicht ganz ähnlich? &#8230;<br />
	„<em>Ach und eins noch. Ich würde mal behaupten, dass wir in einer Inszenierungsgesellschaft leben… aber ich hab jetzt keine Zeit mehr Ihnen das auch noch plastisch zu machen!</em>“<br />
Ja, wo wollen Sie denn hin, Herr Möbius?<br />
&#8220;<em>Die Lebensabschnittsgefährtin aus dem Fitnessstudio abholen</em>&#8220;.<br />
Naja, dann.</p>
<p><em>Foto von <a href="http://flickr.com/photos/procsilas/47367938/">procsilas auf Flickr</a></em></p>
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		<title>Brainwashing &#8211; Gehirne im Weichspülgang</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/brainwashing-gehirne-im-weichspulgang/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/brainwashing-gehirne-im-weichspulgang/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 07:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/brainwashing-gehirne-im-weichspulgang/</guid>
		<description><![CDATA[ Wundersame Werbewelten. Ein Land jenseits von Gut und Böse, die Grenze zur Debilität unumkehrbar überschritten. Sein Souverän: flauschige Vogelküken und nackerte Wonneproppen, die aus großflorigen Badetüchern die Beisichgebliebenen grüßen. Seine Hauptstadt: Alzheimer City. Weiße Riesen waschen die Gehirne der Konsumenten windelweich und blütenfrisch, untermalt von endlosen Seifenopern.
Dieser Idylle vorgelagert ist ein Suburbia namens Leno®. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.jpg' title='lenor_mystery_640.jpg'><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.thumbnail.jpg' alt='lenor_mystery_640.jpg' class='alignleft' /></a> Wundersame Werbewelten. Ein Land jenseits von Gut und Böse, die Grenze zur Debilität unumkehrbar überschritten. Sein Souverän: flauschige Vogelküken und nackerte Wonneproppen, die aus großflorigen Badetüchern die Beisichgebliebenen grüßen. Seine Hauptstadt: Alzheimer City. Weiße Riesen waschen die Gehirne der Konsumenten windelweich und blütenfrisch, untermalt von endlosen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seifenoper">Seifenopern</a>.<br />
Dieser Idylle vorgelagert ist ein Suburbia namens Leno®. Seinen Bewohnern konnte dank ihrer voraus getragenen Duftmarke bisher unaufwändig aus dem Weg gegangen werden. Das soll sich nun jedoch ändern: was gestern noch eine aufdringlich müffelnde Lauge war, die für teuer Geld hochtechnologisch in Klärwerken dem Abwasser abgerungen wurde, ist zu <a href="http://www.lenor.de/mystery">Lenor Mystery</a> mutiert worden. Und das geht dann wahrscheinlich so:<br />
<span id="more-209"></span><br />
*) Man bezahle mehrere Büroetagen zynischer Kreativer dafür, einen sehr teuren Haufen Durchfall zu produzieren: Brainstorming. Jeder muss und alle dürfen mal, denn auch der Teufel scheißt bekanntlich immer auf den größten Haufen.<br />
*) Auf deren Output hin mische man ein Quartett greller Farben in seinen Weichspülfusel und mache so aus nur einem drögen Konsumprodukt gleich vier: das Li-La-Laune-Leno®. Immerhin hat das schon zu der Zeit sehr gut funktioniert, als die Zielgruppe noch Kind war und man ihr billigst gefrorenes Wassereis mit Bunt drin andrehen konnte.<br />
*) Indem man das ganze &#8220;Mystery Collection&#8221; nennt, suggeriere man, es ginge darum, sich Weichspülerplastikflaschen als edle Sammlerobjekte in die Schrankwand zu stellen.</p>
<p>Dass es zwar Zeitgeist ist, vor den Problemen einer technisierten Welt in Aberglaube, Ex-und-Hopp-Esoterik und das Bildzeitungshoroskop zu flüchten, ist den Fachleuten der Werbewirtschaft natürlich nicht verborgen geblieben. Dass die zivilisationsmüde Kauflustige Waschmaschine, TV, www und Fernreisen ausgiebig in Anspruch nimmt, aber auch. Zumindest ein Teil deponiert sehr gerne ihre Nöte gegen Einwahlgebühren bei den scheinselbstständigen Angestellten von Call In TV-Sendern, die Engelskontakte, Bernsteinorakel, &#8220;Bestellungen beim Universum&#8221; und weitere wunderliche Hirnerweichungen versprechen. Von dieser Ausgangsposition gilt es, die moderne Familienmanagerin in einer grandiosen Werbekampagne abzuholen:<br />
*) Imperativ ausgeschalte Slogans der Sorte<br />
<blockquote>Erleben Sie, wie Lenor Mystery Sie jeden Tag mit geheimnisvoll-fazinierenden Düften aufs Neue verzaubert</p></blockquote>
<p> sind ihre stahlbetonbewehrten Eckpfeiler.<br />
*) Bilder von weich gezeichneten, anorektischen Backfischen in Engelsgewändern stehen für Mysteryaffinität, erzeugen gleichzeitig die nötige Reinheitssymbolik.</p>
<p>Damit ist das Großhirn nun bereits schön bräsig weichgespült. Ein Auswringen des Stammhirninhalts nach Art eines nassen Feudels wird allerdings erst möglich durch den Einsatz des Klischées, der ferne Osten sei ein Hort zwangsläufiger und immer währender <a href="http://www.stern.de/politik/panorama/613783.html?">Weisheit und Spiritualität</a>: ab ins Nirvana.<br />
*) Eine mit Grafiksoftware intensiv nachbearbeitete Darstellung eines Sonnenuntergangs wie aus einem idealen Südseeurlaub-Fotoalbum lenkt ab von unschönen Realthemen wie Umweltverschmutzung durch Waschzwang.<br />
*) Ein <a href="http://www.spotfever.de/seiten/single_spot.php?spot_id=374">TV-Werbespot</a>, unterlegt mit rammdösigen Möchtegern-Exotik-Sounds, verspricht eine allumfassende Beeinflussung der Zielgruppe hin zur Kaufhandlung. Töne wirken bekanntermaßen stark auf das Gefühlszentrum und dienen hier offenbar dazu, den Restverstand zu betäuben und die gewünschte hypnotische Wirkung zu programmieren, die dann später am Kaufregal den Griff zur Flasche bewirken soll.<br />
*) Aufbau und Betrieb einer <a href="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.jpg">Webseite</a> gehören im aufsteigenden Spätmittelalter genau so zu jeder anständigen Einflüsterung wie demnächst wieder die Hexe auf den Scheiterhaufen. Das Angebot &#8220;Ihre Sumatra Duftpostkarte&#8221; befriedigt, ergänzt durch das &#8220;Mystery Tagesorakel&#8221;, den latenten Wunsch nach mehr Exotik in der grauen Waschküche und ist fast so stilvoll, wie im Bumsbomber mit Badeschlappen an den Füßen billig nach Thailand zu jetten. Mit Stammeleien wie </p>
<blockquote><p>Seit Jahrtausenden bestimmen die Menschen ihren Weg mit dem Lauf der Sterne, indem sie versuchen, die Zeichen des Himmels zu deuten. Das Mystery-Orakel offenbart die Kräfte aus der Unendlichkeit</p></blockquote>
<p>werden die Seitenbesucher zur Eingabe ihres Geburtsdatums bewegt. Daraus lassen sich dann leicht Statistiken ableiten, die es dem <a href="http://www.transnationale.org/companies/procter_gamble.php">Herstellerkonzern</a> vermutlich völlig pragmatisch ermöglichen werden, die Konsumenten noch gezielter aufzuweichen. Ein Besucher erhält zum Dank vorformulierte Satzbausteine mit zweifelhafter Zeichensetzung aus dem Content Management System:</p>
<blockquote><p>
Ihr Wohlfühltipp des Tages<br />
Lassen Sie sich heute nicht von Ihrer Meinung abbringen so kommen Sie weiter!
</p></blockquote>
<p>Das zu Rate gezogene Expertenteam lässt sich nicht von seiner Meinung abbringen und krönt sein Redesign damit, die altbekannte Pampe in <a href="http://www.lenor.de/classic">Lenor Classic</a> umzubenennen, so aus dem überholungsbedürftigen Normalen von gestern das angeblich edle Tröpfchen für heute zu destillieren. Diese Art der Nostalgie hat ja schon in der braunes-Zuckerwasser-mit-CO2-Branche ein Vorbild. </p>
<p>Mysteriöserweise wurde es aber als überflüssig empfunden, die bunte Seifenlauge biologisch abbaubar zu gestalten, um über solches Handeln tatsächlich tiefgründiges Weltbewusstsein und grenzenlose Weisheit zu demonstrieren. </p>
<p><strong>Alzheimer für Fortgeschrittene: vergiss es.</strong></p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.jpg' alt='lenor_mystery_640.jpg' /></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
<strong>Randbemerkungen</strong></p>
<p>Weichspüler wurden in den Testberichten der Zeitschrift Ökotest aus den Jahren 1999 und 2000 generell als nicht empfehlenswert beurteilt.<br />
Auch nicht die Erleuchtung, aber immerhin eine im konventionellen Handel erhältliche, biologisch weitgehend abbaubare Alternative zu herkömmlichen Waschmitteln ist das &#8220;Frosch&#8221;-Waschmittel. </p>
<p>Alle Markennamen, Warenzeichen und eingetragenen Warenzeichen, die in diesem Beitrag genannt werden, sind Eigentum Ihrer rechtmäßigen Eigentümer und dienen hier nur der Beschreibung.</p>
<p><strong>Links</strong></p>
<p>&#8220;The brands are our references. They want to be our friends, fill our imagination, bring self-fulfilment and relief, promise success and happiness. They claim they help build a better world. Beyond the image, what is the reality?&#8221; Quelle: <a href="http://www.ethishop.org/aide.php">ethishop.org</a></p>
<p>Brainwashing &#8211; es funktioniert! Oder werden <a href="http://www.ciao.de/Lenor_Mystery_Shangri_La__7753690">solche Beiträge</a> gezielt in Auftrag gegeben?</p>
<p>Eigenwerbung einer Klitsche, die Visualisierungen für die Werbefilmbranche produziert:<br />
&#8220;Entstanden sind drei Spots für “Weißer Riese” Megaperls und “Weißer Riese” Sommerfrische. In allen Spots wurden nahezu alle Einstellungen nachbearbeitet. Dazu gehörte das Hinzufügen von Flecken auf Nenas Hemd, das Ausmaskieren und Ersetzen des Himmels, das Retuschieren der Originalblüten sowie die Farbkorrektur im Online System 844X. Eine Hauptaufgabe bestand darin, in den Spot für das Sommerfrische Gel in 3D Studio Max generierte Blüten einzufügen, welche sich an die Originalblüten anlehnen sollten. Es entstanden zwei Einstellungen, in denen Blüten in die Luft geworfen werden und diese fallen. Des weiteren wurden im Packshot Blüten im Gras hinzugefügt.&#8221; <a href="http://www.capture-mm.de/de/weisser_riese_megaperls.htm">Quelle</a></p>
<p>Die nächste Runde im Werbewahnsinn ist eingeläutet:<a href="http://printfuture.ingridszurowski.de/?p=49">3D-Werbeposter</a></p>
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		<title>Maschinenübersetzungslyrik</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/maschinenubersetzungslyrik/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 20:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[Objet trouvé, gefunden auf dem www-Portal alicun.com. Originaltext spanisch, auf deitsche Sprack abgerufen, ganz offensichtlich automatisch übersetzt:
Vergessen Sie nicht, um unsere Bedingungen in zu lesen und anzunehmen der verbundene Messwert. , wenn Sie fortfahren, materielle unsere zu verwenden, verstehen wir, die sie annehmen, andernfalls sollten das Netz nur lassen
Die Quantität der Frontseiten, die hier rechts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Objet trouvé, gefunden auf dem www-Portal alicun.com. Originaltext spanisch, auf deitsche Sprack abgerufen, ganz offensichtlich automatisch übersetzt:</p>
<blockquote><p>Vergessen Sie nicht, um unsere Bedingungen in zu lesen und anzunehmen der verbundene Messwert. , wenn Sie fortfahren, materielle unsere zu verwenden, verstehen wir, die sie annehmen, andernfalls sollten das Netz nur lassen</p>
<p>Die Quantität der Frontseiten, die hier rechts erscheinen, sie sind real, sind sogar Bargeld die, die gerade gestiegen sind, das heißt, daß das Maß durchgeführtes Al dieselben wie die Besuche online ist, in der realen Zeit</p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - maschinenuebersetzungslyrik.mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - maschinenuebersetzungslyrik.mp3)</a><br /><br />
<span id="more-208"></span><br />
Das Format der Netzänderungen und wird von der unterschiedlichen Form entsprechend der Auflösung des Besuchers gezeigt, für den, wenn Sie merken, daß etwas Abstände selbst oder glauben, das das Design krank ist, wir Ihnen danken, die verwenden unsere FOREN , Beständigkeit der möglichen Störung zu lassen, uns dem Forscher erklärend, die verwenden und der Auflösung oder dem Brunnen schicken uns eine Post das Problem erklärend. (wenn es etwas Ausfall ist, versprechen wir soviel, ihn hinsichtlich der Antwort zur ganzer Post zur grösseren Kürze zu reparieren.) Aber, bevor Sie lesen sollten FAQ , daß dort die Antwort</p>
<p>Seien Sie, sind wir fortfahren zu sagen, möglich, daß wir alle Sie, damit uns mehr Leute kennen Sie, Sie wählen einmal am Tag in irgendwelchen der Oberseiten, die wir der Name des Netzes mit Freunden und bekannten in jedem möglichem Platz haben, kommentieren, (Foren, email, Programme p2p, um Musik abzusteigen, etc..) benötigen, </p>
<p>Wenn Sie mitarbeiten wollen, oder will einfach Besuche ändern, wenn Sie zusammenarbeiten oder Besuche einfach ändern möchten, kann etwas der folgenden 4 Punkte tun:</p>
<p>Unternehmen für Foren: Wenn von etwas Forum eifrig seien Sie und dieses Unternehmen nehmen Sie, hilft uns, zu steigen das pagerank. Mit den Codes der Fahne oder der Taste können wir Änderung tun. (sie tritt in Verbindung). Wenn Sie ein Netz haben und ein Search Engine der Vorwahlknöpfe setzen möchten, kann dieses setzen (ein Service scheint mehr als Ihr Netz), </p>
<p>vergessen Sie nicht von:<br />
uns Frontseiten zu schicken<br />
zu denken, um zu verbessern</p></blockquote>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p>Download as <strong><a href="http://www.deramateur.de/audio/elfenbeinku3ste - maschinenuebersetzungslyrik.mp3">mp3</a></strong> (right click->save target as)</p>
<p><!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width: 0" src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.png"/></a><br />
<small>This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.</small><br />
<small></p>
<p></small></p>
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		</item>
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		<title>Kriegsweihnacht 2007</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/kriegsweihnacht-2007/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/kriegsweihnacht-2007/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 12:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

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		<description><![CDATA[ Als der Rettungswagen morgens gegen fünfe doch noch eintraf, war bereits alles vorbei: die Gans gegessen, die Lieder gesungen, die Tanne abgebrannt. Die Familie stand um ein altes Ölfass gedrängt und wärmte ihre Hände an einem rußigen Feuer aus dürrem Holz und Magerquark. Fortgeworfene Zigarettenkippen wurden aufgelesen und herum gereicht &#8211; Schiffszwieback und Rumverschnitt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/recycling_sm.jpg" alt="Obsoletes Paar Damenschuhe auf Recyclingcontainer" class='alignright' /> Als der Rettungswagen morgens gegen fünfe doch noch eintraf, war bereits alles vorbei: die Gans gegessen, die Lieder gesungen, die Tanne abgebrannt. Die Familie stand um ein altes Ölfass gedrängt und wärmte ihre Hände an einem rußigen Feuer aus dürrem Holz und Magerquark. Fortgeworfene Zigarettenkippen wurden aufgelesen und herum gereicht &#8211; Schiffszwieback und Rumverschnitt machten die Runde.</p>
<p>Unser Opa lag zu diesem Zeitpunkt bereits unter Verpackungsmaterialien begraben; nur die rostige Spitze seiner Pickelhaube überragte den Zellstoffberg und gab Kunde von verlorenen Schlachten: vor Verdun, vor Stalingrad, vor Waterloo und Dünkirchen; von Granatsplittern, von Schützengräben, Schürzenjägern und Herzattacken.</p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - XXLmess.mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - XXLmess.mp3)</a><br /><br />
<span id="more-204"></span></p>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p>Download as <strong><a href="http://www.deramateur.de/audio/elfenbeinku3ste - XXLmess.mp3">mp3</a></strong> (right click-&gt;save target as)<br />
<!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img /></a><br />
<small>This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.</small></p>
<p><small><br />
original title: &#8220;Kriegsweihnacht&#8221;<br />
translated title: &#8220;XXLmess&#8221;<br />
sound &amp; lyrics: elfenbeinku3ste<br />
image source: do-it-yourself. Obsoletes Paar Damenschuhe auf Recyclingcontainer.<br />
</small><br />
<img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/recycling_big.jpg' alt='Obsoletes Paar Damenschuhe auf Recyclingcontainer' /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich fahr&#8217; auf Glas oder: Der Reifen ist rund</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/ich-fahr-auf-glas-oder-der-reifen-ist-rund/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 20:33:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kenner, Könner, Liebhaber]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/ich-fahr-auf-glas-oder-der-reifen-ist-rund/</guid>
		<description><![CDATA[Der Amateur kocht. Heute: Aus der Reihe &#8220;Urbane Spezialitäten &#8211; Gummi-Flunder auf scharfem Glasscherben-Sorbet&#8221;. 

Zutaten:
1 Handvoll Glassplitter (vorzugsweise von 2 Flaschen besten Sternburger-Pilses)
1 Idee Nägel
2 EL Reißzwecken
100g scharfe Rosen-Dornen
1 Messer
1 ahnungsloser Radfahrer
1 Stück Weg 2&#215;2m oder Radweg 1&#215;2m
Zum guten Gelingen gehören außerdem ein oder mehrere Radfahrer mit intakter Bereifung.
Hobbyköche können sich mit diesem exklusiven Rezeptvorschlag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Amateur kocht. Heute: Aus der Reihe &#8220;Urbane Spezialitäten &#8211; Gummi-Flunder auf scharfem Glasscherben-Sorbet&#8221;. </strong></p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/bike.jpg' alt='bike.jpg' width='220'/></p>
<p><em>Zutaten:</em></p>
<p>1 Handvoll Glassplitter (vorzugsweise von 2 Flaschen besten Sternburger-Pilses)<br />
1 Idee Nägel<br />
2 EL Reißzwecken<br />
100g scharfe Rosen-Dornen<br />
1 Messer<br />
1 ahnungsloser Radfahrer<br />
1 Stück Weg 2&#215;2m oder Radweg 1&#215;2m</p>
<p>Zum guten Gelingen gehören außerdem ein oder mehrere Radfahrer mit intakter Bereifung.</p>
<p>Hobbyköche können sich mit diesem exklusiven Rezeptvorschlag auf einschneidende Genüsse freuen!<br />
<span id="more-203"></span></p>
<p><em>Zubereitung:</em></p>
<ol>
<li>Man nehme eine Handvoll Glassplitter und gebe sie in eine große Schüssel. Es empfiehlt sich hierbei das Tragen von Handschuhen.
</li>
<li>Um sicherzugehen, dass das Rezept auch gelingt, gebe man behutsam 2 EL Reißzwecken hinzu. Vorsichtig umrühren!
</li>
<li>Fortgeschrittene Gourmets geben eine große Prise Dornen hinzu, Romantiker können auch ganze Rosen all along the way streuen, dazu auch Punkt 5.
</li>
<li>Als Untermalung und emotionale Einstimmung wählt der Musikfreund den Titel &#8220;Ich geh auf Glas&#8221; von Rosenstolz.
</li>
<li>Die bisher angerührte Masse wird gleichmäßig zu den Dornen / Rosen, sofern vorhanden und gewünscht auf ein 2&#215;2m großes Stück Gehweg oder das 1&#215;2m große Stück Radweg verteilt. Für gutes Gelingen empfiehlt es sich, Wege in einem urbanen Ballungszentrum mit hohem Radfahreraufkommen auszuwählen.
</li>
<li>Wer Nägel mit Köpfen machen möchte, streut diese als Garnierung auf die gleichmäßig verteilte Masse.
</li>
<li>Nun lassen Sie den Dingen ihren natürlichen Lauf (ein Dabeisein beim Garprozess ist aus strafverfolgungsrelevanten Gründen nur eingeschränkt empfehlenswert). Ungeduldige können Radfahrer mit freundlichen Hinweisen auf mögliche Schleichwege zielsicher durch die hübsch garnierte Spezialität auf dem Radweg lotsen.
</li>
</ol>
<p>Et voilà &#8211; Gummi-Flunder auf Glasscherben-Sorbet á la cuisine, guten Appetit!</p>
<p>Es grüßt, der AMATEUR&#8230;..Kirsten, Juliane &amp; Ulrike.</p>
<p>P.S.: Die von Scherben und spitzen Gegenständen im Reifen geplagte Fahrradfahrfraktion des Amateurs hat diese Spezialität übrigens schon lange satt&#8230;.</p>
<p><em>Foto von <a href="http://flickr.com/photos/clickykbd/2085000684/">clickykbd auf Flickr</a></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>2/3 Eimer</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/3-eimer/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/3-eimer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 18:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>
		<category><![CDATA[Eimer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/3-eimer/</guid>
		<description><![CDATA[
Download audio file (elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3)

Vor mir stehen 3 Eimer:
der eine sagt &#8220;eins&#8221;, der eine sagt &#8220;zwei&#8221;, der andere redet nie.
Vor mir stehen 3 Eimer:
der eine ist grün, der eine ist blau, der andere ist blind.
Vor mir stehen 3 Eimer:
der eine ist voll, der eine ist leer, der andere ist egal.
Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/eimer_small.jpg' alt='Eimer' /></p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3)</a><br /><br />
<span id="more-200"></span></p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
der eine sagt &#8220;eins&#8221;, der eine sagt &#8220;zwei&#8221;, der andere redet nie.</p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
der eine ist grün, der eine ist blau, der andere ist blind.</p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
der eine ist voll, der eine ist leer, der andere ist egal.</p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
einer lacht und einer weint, der andere ist langweilig.</p>
<p>Vor mir stehen 2 Eimer:<br />
einer ist jung, einer ist schön, den anderen schmeisse ich weg. </p>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p>Download as <strong><a href="http://www.deramateur.de/audio/elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3">mp3</a></strong> (right click-&gt;save target as)<br />
<!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img /></a><br />
<small><br />
This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.<small><br />
<small><br />
original title: &#8220;3 Eimer (Den Haag wiedergemischt)&#8221;<br />
translated title: &#8220;3 buckets (Den Haag remix)&#8221;<br />
sound &amp; lyrics: elfenbeinku3ste<br />
image source: Peter Hahn &#8211; thx!<br />
<small><br />
<img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/eimer.jpg' alt='Eimer' /><img /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wir waren da!</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/wir-waren-da/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 10:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Amateur]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibwerkstatt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/wir-waren-da/</guid>
		<description><![CDATA[
Die Mission &#8220;FH-Neue-Leute-Rekrutierung&#8221; ist nun endlich gestern über die Bühne gegangen. 20 Minuten reichten uns -Marco und mir- dann schlußendlich aus, um im Hörsaalgebäude der FH die alten Ausgaben des Amateurs unter die Studierenden zu bringen. Mit ein Paar informativen Gesprächen konnten wir &#8211; so denken und hoffen wir &#8211; einige neue Mitglieder gewinnen. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2007/11/wir-waren-da.jpg' title='wir-waren-da.jpg'><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2007/11/wir-waren-da.jpg' alt='wir-waren-da.jpg' /></a></p>
<p>Die Mission &#8220;FH-Neue-Leute-Rekrutierung&#8221; ist nun endlich gestern über die Bühne gegangen. 20 Minuten reichten uns -Marco und mir- dann schlußendlich aus, um im Hörsaalgebäude der FH die alten Ausgaben des Amateurs unter die Studierenden zu bringen. Mit ein Paar informativen Gesprächen konnten wir &#8211; so denken und hoffen wir &#8211; einige neue Mitglieder gewinnen. Wenn der gestrige Tag wirklich erfolgreich gewesen sein sollte, dann wird sich das am nächsten Montag um 19 Uhr in der Schreibwerkstatt zeigen. Wir freuen uns auf alle neuen Schreiberlinginnen und Schreiberlinge und heißen Euch alle herzlich willkommen.<br />
<strong>Nachtrag:</strong><br />
Ich wollte nur noch mal unterstreichen, dass wir keine apple-Vertragshändler sind und in der FH nicht auf Verkaufstournee waren. Etwaige Vermutungen &#8211; das Bild könnte so interpretiert werden &#8211; sind flasch. (Marco wurde nämlich angefragt, ob sein MacBook zu verkaufen sei. Wir verneinten natürlich.)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
	</channel>
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