A woman called the Canon help desk with a problem with her printer. The tech asked her if she was “running it under Windows”. The woman responded: “No, my desk is next to the door. But that’s a good point. The man sitting in the cubicle next to me is under a window, and his is working fine.”
Wer kennt sie nicht, die Witze über Frauen und Technik. Frauen haben keine Ahnung, verstehen kein Wort und sind auch sonst nicht besonders interessiert an so Dingen, die fernab jeglicher weiblicher Natur erscheinen.
Ja und weiter? Wie sieht es denn im IT-Bereich aus? Frauen und Informatik, passt das zusammen, oder ist das etwas, das einander nicht braucht – wie Fisch und Fahrrad?! (Anm.: Angelehnt an den (nicht unumstrittenen) Satz „Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad“, ein Spruch der Frauenbewegung, der mit dem alten Vorurteil aufräumen sollte, eine Frau ohne Mann sei nur ein halber Mensch.)
Historisch gesehen war Programmierung ein Frauenberuf, der schon seit den 40er Jahren existiert. Die als wichtiger angesehene Hardware blieb den Männern überlassen. Mit der zunehmenden Entwicklung von Programmiersprachen, Betriebssystemen und weiteren Anwendungen in den 50ern trat die Software allmählich in den Vordergrund, und ihre Wichtigkeit wurde verstärkt erkannt. Gleichzeitig vermännlichte sich der Beruf in zunehmendem Maße. Es ist sogar so, dass mit der Einführung des Informatikunterrichts an den Schulen und den PCs in den Haushalten Mitte der 80er Jahre die Frauenbeteiligung am Informatikstudium kontinuierlich sank. Für Deutschland bedeutet das ein Sinken von etwa 20-25% auf 7-10%.
Ein vorherrschendes kulturell männlich kodiertes Verständnis von Technik und ein Verständnis von Informatik als Ingenieurswissenschaft haben zu Einseitigkeiten, also einer männlich definierten Computerkultur und Informatik geführt, die Frauen weitgehend ausschließt. Dies bringt eine
einseitige Prägung des Fachs mit sich. Dieses von Männern für Männer Gemachte zieht Männer stärker an als Frauen. Frauen bringen sich deshalb auch nicht mit ihren Prägungen ein, mit der Wirkung: Informatik und Computer sind und bleiben eine männliche Domäne, so Britta Schinzel (Professorin für Informatik und Gesellschaft an der Universität
Freiburg). Eine Gesellschaft kann nur Vorteile daraus ziehen, wenn Frauen ihre Fähigkeiten in alle Lebens- und Arbeitsbereiche einbringen.
Laut statistischem Bundesamt liegt der Prozentsatz von Studentinnen in der Informatik in Deutschland derzeit noch immer unter 15%. Der Vergleich zu anderen Ländern zeigt, dass dies nicht so sein muss. In Zahlen: Schweden hat einen Anteil von 38%, Irland 36% und England immerhin 25% (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2001 und 2002/3).
Auch wenn Frauen das Internet weniger nutzen als Männer (März 2004 Frauen = 47% und Männer =64,1%), ist eine positive Entwicklung bei den Mädchen zu verzeichnen. Während bei Jungen mit Computererfahrung der Anteil an Internetnutzern nur um fünf Prozentpunkte angestiegen ist, fiel der Zuwachs bei Mädchen doppelt so stark aus (plus elf Prozentpunkte). Somit zählen erstmals mehr computererfahrene Mädchen (62%) als Jungen (58%) zu denen, die zumindest selten das Internet nutzen (Studie KIM 2003 – Kinder und Medien).
Also…Fisch und Fahrrad? Nein! Auch Frauen sind zunehmend auf Kenntnisse im Bereich der Informatik angewiesen und wollen augenscheinlich auch vermehrt dazulernen (es gibt mittlerweile schon einen Informatikstudiengang für Frauen an der Hochschule Bremen).
Und auch die Mädchen scheinen sich nicht vom männlich geprägten Internet abschrecken zu lassen und gestalten es mit – heute und in Zukunft.
Weitere Links zum Thema Frauen und Informatik:
http://www.werde-informatikerin.de/
http://www.frauen-informatik-geschichte.de/
http://www.powercat.de/


Das Gebäude der Fakultät für Informatik der Uni Magdeburg ist nach einer Frau benannt: Ada Lovelace (siehe http://www.cs.uni-magdeburg.de/Geb%C3%A4ude.html).
Ein wichtiges Detail: die Benutzung des Internets hat mit Informatik ungefähr so viel zu wie das Fahren eines Automobils mit Maschinenbau oder das Lesen eines Buches mit dem Buchdruck oder mit dessen Autorenschaft ;). Vielmehr ist das, was üblicherweise als “das Internet” wahrgenommen wird, lediglich die Benutzungsoberfläche einer sehr komplexen Maschinerie, deren Aufbau, Management und Betrieb sicher Informatik als theoretische Basis voraus setzt. Zwischen Anwendung und Informatik stehen in der Praxis aber noch verschiedene Ebenen von Ingenieur-, Systemprogrammier-, Design- und weiterem Wissen, z.B. von Vermarktungswissen oder journalistischem Wissen.
Zum Begriff Informatik siehe z.B.Wikipedia: “Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Informationen, insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen. Historisch hat sich die Informatik als Wissenschaft aus der Mathematik entwickelt [...]. Computer stellen nur ein Werkzeug und Medium der Informatik dar, um die theoretischen Konzepte praktisch umzusetzen.”. Der Rechner als Mittel zum Zweck ist also nur ein (technologisch austauschbares) Stück Technik – er könnte ebensogut hydraulisch aus Eimern, Schläuchern, Ventilen, Pumpen und Wasser konstruiert werden. Oder eben als mechanische Maschine, wie es die von Babbage konstruierte Differenz-Maschine war, an der Lovelace mitwirkte.
ach nee,
erst heute morgen, gleich nach dem Erwachen muss es wohl gewesen sein, da dachte ich an all die Text-Leichen, die da in Kellern – oder wahlweise auch beim Amateur – rumliegen. Dieser Artikel zählt ebenso dazu… Ich hoffte inständig kein Mensch möge je mehr einen Blick darauf werfen – und prompt – als hätte ich es spüren können… naja, ich habe wohl zu meinen Leichen zu stehen… Obschon der neuen Erkenntnisse bezüglich unserer Hirnvorgänge (so im letzten SPIEGEL gelesen – ein Link wäre an dieser Stelle zu viel Aufmerksamkeit für einen Artikel, welcher morgen schon wieder vergessen ist)… äh, was wollte ich sagen? ach ja, vielleicht legst du dich unter einen Kernspin-Tomograf und lässt dir einfach diesen meinen ollen Beitrag entfernen. Wenn du Glück hast wird auch wirklich nur der ‘gelöscht’. Ja, und dann musst du nur noch versprechen nie nie nie wieder alte Beiträge von mir zu lesen. Hm. Das gilt dann auch in ein paar Jahren für die Beiträge der nächsten Ausgabe.
P.S. Recht hast du.