
Überdimensionale Bilder. Auftragskunst. Teil einer Stadtkultur.
Murals (engl.) = Wandmalerei, Wandgemälde
Nach ausführlicher Recherche im Netz und zahlreichen Wörterbuchnachschlägen griff ich die Geschichte von Rich aus L.A. als Beispiel von Wandmalerei (Murals oder auch Morales) auf. Murals lassen sich verstreut über den ganzen Globus finden, haben alle das gleiche Ziel und scheinbar auch die gleiche Technik. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine Kunstform, die erst in unserem Jahrhundert als Technik entdeckt und praktiziert wurde. Schon da Vinci malte seine Deckenbilder als Wandmalerei. Leider war es mir nicht möglich Informationen über mexikanische Murals zu finden, da ich der mexikanischen Sprache nicht mächtig bin. Gerne hätte ich die politische Geschichte in Bildern und Schrift festgehalten. Daher soll nun im Folgenden die Kunstform der Murals am Bsp. L.A.’s vorgestellt werden.
Nach einem Umzug von der East Coast an die West Coast der Vereinigten Staaten von Amerika enttäuschte ihn das Stadtleben im Smogpool L.A. dermaßen, das er feststellte
„that I was going to have to find something good about the place fast. What I quickly found was murals. They are the only physical part of Los Angeles that makes sense; the only area where human beings try to take back part of their environment from featureless sprawl and advertising blare. The Los Angeles environment, if nothing else, is at least rich in sun and blank walls. I quickly noticed that murals were beautiful, meaningful, and a set of visual landmarks that could help me learn L.A. So I bought a cheap point-and-shoot camera, got a copy of Robin Dunitz’ book Street Gallery, and started to take a couple of hours at a time to drive around the city and take pictures of murals. I suppose that it started as a sort of birder’s impulse; if I was going to look at murals, why not take pictures of them? But my work for environmental groups left me with skills for setting up database-backed Web sites, and I thought it would be good to make a Web site for the pictures. The search took me to every part of Los Angeles county, including places that I undoubtedly would never have otherwise visited. Occasionally I’d spook the local drug dealers with my camera, but more often I’d meet people who really cared about the murals in their neighborhoods, and I started to understand a little about muralism and graffiti art.”
Er stellte schnell fest, dass er die Kunstform der Murals immer an den selben Orten in der Stadt wieder finden konnte. Doch noch erstaunlicher war für ihn die Erkenntnis,
„that murals are affected by what the neighborhood wants. Los Angeles is separated into fairly well defined areas by culture, race, and class as well as by geography, and I could probably see where I was in the city without a map just by seeing the mural styles.“
Im Gegensatz zu der „europäischen“ Kunstform des Graffiti sind Murals große, überdimensionale Bilder die auf großflächige Wände aufgetragen werden. Da aber in großen Städten (vor allem in Amerika) die freien und möglicher Weise zur Verfügung stehenden Flächen an finanzstarke Firmen zwecks Werbeeinnahmen vermietet werden, lassen sich Murals nur an großen Flächen finden, die gesponsert wurden. Dort gibt es dann private Finanziers, die den Künstlern die Möglichkeit geben, sich zu verwirklichen. Denn
„some artists are attracted to a neighborhood that supports their particular type of work, and they in turn help to define the visual style of their area.“
Schaut man sich einige der Bilder an, die auf Rich’s Seite einzusehen sind, wird einem schnell bewusst, weshalb es sich bei dieser Art von Kunst um Auftragskunst handeln muss. Einige der von ihm fotografierten und dokumentierten Bilder sind riesig. Mit einer illegalen Nachtaktion des Sprayens von Graffitis wäre ein solcher Aufwand niemals unentdeckt geblieben und hätte aller Wahrscheinlichkeit zu einer Verhaftung geführt. Murals lassen sich aber nicht nur an Außenwänden von Gebäuden finden. Auch gab oder gibt es immer noch Aufträge zur Gestaltung von Innenräumen und Wänden. Die Bildervielfalt muss in L.A. so groß sein, dass man bei einem Besuch der Stadt sogar Bustouren buchen kann, bei welchen man diese Kunstwerke gezeigt und erläutert bekommt.
Dieser Beitrag soll der Einstieg in das Thema der Murals sein. Mehr soll und wird folgen. Für alle Anregungen zu diesem Thema, Literatur und Internetlinks, bin ich dankbar.
Informationen zu diesem Thema sind unter anderem hier:
• http://home.att.net/~rpmurals/murals.html
• http://rpmurals.home.att.net/
• http://www.lamurals.org/
• http://kentsart.8m.com/what.html
• http://www.sparcmurals.org/sparcone/
• http://www.diegorivera.com/index.php zu finden.


1 Antwort zu “Murals”