Archiv für die Kategorie 'Kenner, Könner, Liebhaber'

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wan video

00′00” ~ wan
01′59” ~ fahrstuhl ungesagt
07′28” ~ kerf
17′23” ~ it seeks a mouth
22′33” ~ follow machines
27′38” ~ .figurine


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Ich fahr’ auf Glas oder: Der Reifen ist rund

Der Amateur kocht. Heute: Aus der Reihe “Urbane Spezialitäten – Gummi-Flunder auf scharfem Glasscherben-Sorbet”.

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Zutaten:

1 Handvoll Glassplitter (vorzugsweise von 2 Flaschen besten Sternburger-Pilses)
1 Idee Nägel
2 EL Reißzwecken
100g scharfe Rosen-Dornen
1 Messer
1 ahnungsloser Radfahrer
1 Stück Weg 2×2m oder Radweg 1×2m

Zum guten Gelingen gehören außerdem ein oder mehrere Radfahrer mit intakter Bereifung.

Hobbyköche können sich mit diesem exklusiven Rezeptvorschlag auf einschneidende Genüsse freuen!
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mondsüchtig

Der Lyriker im Mond
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Dreieinhalb Minuten

vinyl.jpg

[…]
It´s about being able to fly
It´s about dying nine times
[…]

Zum Glück fehlt immer nur ein Quäntchen, das i-Tüpfelchen, die Früchte, die außerhalb der Reichweite hängen. Wenn dann, ach hätte ich doch nur, wäre, wollte, könnte ich….
Ja könnte ich doch nur so oder so sein, damit du mich bemerkst, mich siehst, mit mir sprichst. Diese selbstzerstörerische Gier zu meinen, immer genau das zu brauchen, was man niemals bekommen wird, wie etwa das schreckliche Gefühl sich wieder einmal unglücklich verliebt zu haben und die Ohnmacht, sich dagegen wehren zu können, nähren die Angst vor Zurückweisung, wieder einmal nicht gut genug zu sein und versagt zu haben. Nun, sagst du, es muss ja auch nicht immer gleich Liebe sein, vielleicht willst du erwachsen werden oder weniger schüchtern. Weniger vorlaut oder gut im Bett. Frei sein vielleicht oder glücklich. Was auch immer – höre Musik, mein Freund! Weiterlesen von ‘Dreieinhalb Minuten’

Tanz in den Mai

Grünland
Bewegendes Singspiel.

Bestehend in einem schriftlichen Prolog und fünf auditiv vermittelten Kurzakten, teils inspiriert von einem Gedicht des Christian Adolph Overbeck.

praecox

Rosenkohl nach Aschermittwoch,
Ferkelspäne und Schalmei,
Sauerbraten oder Grützwurst:
ruf’ mich an, ich bin dabei!

Bockbier auf der Gänseweide,
Erika auf grüner Heide,
schnuckenhafter Spaßgesang:
ruf’ mich an, wir kommen beide!

Sorgenlose Tanzparade,
Schlagbaum unterm Maienkranz,
Feuerräder spring’n zu Tale:
ruf mich an, viel Spaß, dein Schwanz.
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Alltag, regelmäßig

Am Schuppen rotten sich Skinheads zusammen.Am Stadttor trifft sich der Bürgerverein zu einer Exkursion in den Stadtwald.Der Ringverein ‘Immertreu’ tagt heute in der Zilleklause.Der Demonstrationszug erreicht soeben den Marktplatz.

Der Polizeisportverein ermittelt seinen Jahressieger im Bungeejumping.

Ein Birk’lein stund am Wiesengrund.Bunte Pferdchen auf dem Kinderkarussell.Spaßguerilla in der U-Bahn,und ein erfrorener Bettler in meinem Himbeereis.

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Noch eine Chance (not a funky song)

Detail eines Getreidespeichers im Alten Handelshafen Magdeburg



Empfehlenswerter Tonträger als Anspieltipp: Die Kassierer – Tauben vergiften. Das sind sehr hübsch interpretierte Cover-Versionen von Georg Kreisler-Chansons. Die Bande verscherbelt ihre CDs u.a. im Selbstvertrieb.
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Den Horizont erjagen

Boerdebrauerei Fabrikgelände



Anderster-als-sonst an zu sehen: inspirierende, wenngleich auch teils ein wenig arg verdrogte Bilder des japanischen Künstlers Naoto Hattori – never mind the price labels.
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Drosophila Glueckauf

Drosophila melanogaster Weiterlesen von ‘Drosophila Glueckauf’

Magdeburg sollte dick auftragen

Wandmalerei als Kunstform für ein optisch bunteres und freundlicheres Magdeburg.

Magdeburg. Grau und trist erwacht diese Stadt jeden Morgen aus seiner Nachtruhe. Die bunten Träume seiner Einwohner der letzten Nacht sind schnell verflogen. Blechern schieben sich endlos scheinende Autokolonnen durch zart beleuchtete Straßen. Das Scheinwerferlicht zeichnet einfarbige Schatten von vorbeieilenden Menschen an eintönigen Häuserwänden. Schwarze Gestalten bewegen sich einsam und anonym auf grauem Untergrund in den anbrechenden Tag. Das heutige Magdeburg wirkt so schlaff, farblos und traurig wie Stummfilme vergangener Jahrzehnte. Unzählige Gebäude stehen leer und verlassen oder unsaniert und abbruchreif am Straßenrand. Nackte Betonflächen wohin das Auge auch nur schaut. In diesen Stunden ist Farbe lediglich in den Bremslichtern der Autos oder an der Ampelanlage auf der nächsten Kreuzung zu finden. Doch auch zur Mittagszeit wird die Stadt nicht wirklich bunter und freundlicher. Was dem Frühaufsteher in den Morgenstunden noch als graue glanzlose Wandfläche begegnet, erstrahlt auch im Tageslicht nicht wirklich heller und prächtiger. Die Stadt braucht unbedingt einen farblichen Anstrich. Weiterlesen von ‘Magdeburg sollte dick auftragen’