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	<title>Der Amateur &#187; Mensch</title>
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		<title>Ältere Damen und die Jugend</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Tisch, Tee und Sommerluft. Mit mir allein und Augen und Ohren in die Welt gerichtet. Ältere Damen am Nachbartisch.
Und: „Guten Tag, Frau Welke!“ Und: „Was machen die Pflaumen?“
[…]
„Sechsundvierzig/ Siebenundvierzig, bevor ich geheiratet habe, was hat man da gehabt?“
[…]
Geschichten, die sich durch verstaubte Tage in die Gegenwart retten. Belebte alte Welt. Mal freudig, mal voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.uwepasbrig.de"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/07/Damen-und-Jungvolk.JPG" alt="Damen und Jungvolk" width="500" height="312" class="alignnone size-full wp-image-739" /></a></p>
<p>Ein Tisch, Tee und Sommerluft. Mit mir allein und Augen und Ohren in die Welt gerichtet. Ältere Damen am Nachbartisch.<br />
Und: „Guten Tag, Frau Welke!“ Und: „Was machen die Pflaumen?“<br />
[…]<br />
„Sechsundvierzig/ Siebenundvierzig, bevor ich geheiratet habe, was hat man da gehabt?“<br />
[…]<span id="more-738"></span><br />
Geschichten, die sich durch verstaubte Tage in die Gegenwart retten. Belebte alte Welt. Mal freudig, mal voller Melancholie erblickt das schon Gewesene das Licht des Hier und Jetzt. Beeindruckend: diese Ruhe der gesicherten Verortung des Selbst in der Zeiten Spiel. Beide Beine auf dem Boden, in der Hand eine Tasse alltäglichen Kaffees und unbekümmerte Reden über Fenchel und Rosmarin und den Vater, wie er damals [...] und die Mutter und den ersten Mann.<br />
[…]<br />
„Warum machen die sich so kaputt?“<br />
[…]<br />
„Die“, das sind wohl die jüngeren Menschen, die anderen Generationen. Ich höre Unverständnis über die Rauheit und Kantigkeit des modernen Lebens. Verwunderung über Lichter, Farben und Exzesse einer für sie kaum noch greifbaren Gegenwart. Teil sind sie und doch nur ruhender Pol in einer hektisch zappelnden Masse. Dann ziehen sie weiter, die älteren Damen, frierend ins Sonnenlicht.</p>
<p>Hinter einer Hecke taucht es dann auf, das junge Volk mit Schießgerät aus Plaste. Sehen nicht nach links, nicht nach rechts. Sehen sie nicht, die älteren Damen. Hitzige kleine Wesen, die sich mit ihrer Kreativität und ihrem Entdeckungsdrang die Welt zu erschließen suchen. Drang nach Erfahrung, der mit jedem Schritt durch die Jahre verweicht. Auflösung, Abreißen, Aufbrechen. Eingepflanzte Not durch bunte Bilder und die Lüge von der Lehre des Habens. Medial gestaltete gepimpte Geschwüre, die sich einnisten, wachsen, bleiben. Bleiben und verderben, was einst noch voller Neugier und Inspiration war. Diese jungen Menschen, welche Geschichten werden sie dereinst erzählen?</p>
<p>Foto: <a href="http://www.uwepasbrig.de/">Uwe Pasbrig Images</a></p>
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		<title>Der Körper als Mittel zum Zweck</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 10:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Eröffnung eines Figurformungszentrums in Magdeburg mit dem wunderbaren Slogan ‚design your body’ ist Anlass der Auseinandersetzung mit dem Körper als zu bearbeitender Dauerbaustelle. Nun ist festzustellen, dass der Fleischberg, den wir Körper nennen, neuerdings auch in soziologischem Kontext intensiv debattiert wird. Lange Zeit galt er als etwas biologisch Gegebenes und niemand wäre auch nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/koerper2.jpg' alt='koerper2.jpg' width='350'/></p>
<p><code>Die Eröffnung eines Figurformungszentrums in Magdeburg mit dem wunderbaren Slogan ‚design your body’ ist Anlass der Auseinandersetzung mit dem Körper als zu bearbeitender Dauerbaustelle. Nun ist festzustellen, dass der Fleischberg, den wir Körper nennen, neuerdings auch in soziologischem Kontext intensiv debattiert wird. Lange Zeit galt er als etwas biologisch Gegebenes und niemand wäre auch nur auf den Gedanken gekommen, ihn unter soziologischen Gesichtspunkten zu verhandeln.</code></p>
<p>“<em>Ha, weit gefehlt</em>!”, ruft uns da der gemeine Soziologe entgegen. Stellen wir uns einen zerzausten Unausgeschlafenen vor, jener welcher wohl in irgendeiner Großstadt in den letzten Nischen des verrauchten Milieus an einer Tasse schwarzen Kaffees nippt.<br />
„<em>Die Körperdebatte ist mir durchaus nicht fremd, obschon sie vor noch nicht allzu langer Zeit in soziologischen Kreisen schlichtweg nicht verhandelt wurde…</em>“.<br />
Nun, das erwähnte ich bereits.<br />
<span id="more-214"></span>Dies änderte sich nun jedoch mit der Annahme, der Körper sei Produkt kultureller Formung und unterläge historischen Entwicklungen. Ausgangspunkt seien hier die jeweiligen gesellschaftlichen Strukturen, nach denen sich der Umgang mit dem Körper richte.<br />
“<em>Da haben Sie mal einen feinen Gedanken</em>!”.<br />
Vielen Dank, Herr&#8230; wie darf ich Sie eigentlich nennen? Da Sie sich hier schon ungefragt einmischen?<br />
„<em>Möbius!</em>“<br />
Herr Möbius, aber der Gedanke der kulturellen Formung des Körpers stammt gar nicht von mir – natürlich nicht. Den hat u. a. der Franzose Pierre Bourdieu zu verantworten, aber das wissen Sie ja sicherlich. Nach ihm ist der Körper Speicher einer Geschichte &#8211; Instrument, Schauplatz und außerdem Kapital. Durch den gezielten Einsatz des eigenen Fleisches könnten soziale Gewinne erzielt werden. Persönliche Rendite lässt sich dann einfahren, wenn handwerkliches, sportliches, stimmliches oder Bewegungstalent vorzuweisen sind. Auch Gesundheit und vor allem gutes Aussehen rangieren auf der Körper-Kapital-Skala ganz weit oben.<br />
„<em>Richtig, richtig! Bourdieu unterstrich, dass sich materieller oder immaterieller Erfolg in Form von sozialer Anerkennung und Ansehen relativ schnell durch bestimmte Investitionen am eigenen Körper erreichen lassen. Dies gilt für den Arbeits- oder auch den Beziehungsmarkt. Die Kontrolle des eigenen Körpers, die Zurichtung auf ein ideales Maß &#8211; das verspricht Erfolg im Beruf und Spaß in der Freizeit. Und an dieser Stelle greifen nun Ihre Fitnesscenter, oder um was es Ihnen hier auch immer gehen mag</em>“.<br />
Ähm, ja vielen Dank Herr, ähm, Möbius. Das ist wirklich sehr freundlich. Na, wo war ich? Körper – Anerkennung – gutes Aussehen… ach ja richtig. Ich find es ja unheimlich wichtig zu unterstreichen, dass das, was Menschen in den jeweiligen Epochen der Geschichte für gutes Aussehen hielten, variierte. So galt zum Beispiel ein durch ein Korsett geformter Frauenkörper einst als äußerst erstrebenswert.<br />
„<em>Wichtig ist nur zu wissen, was gerade en vogue ist auf dem sich ständig entwickelnden Körper-Formungs-Markt.</em>“<br />
Das ist ja nun nicht das Problem, Herr M.! Dank massenmedialer Präsenz des Körpers, bzw. seinem Ideal ist dies ein Leichtes.  Im Fernsehen, in Zeitschriften, überall wird der schlanke, muskulöse, bewegliche Körper als ästhetisch und erotisch inszeniert und zelebriert. Die eigene Unzulänglichkeit wird in Form von Werbeplakaten täglich neu vor Augen geführt.<br />
„<em>In der Gesellschaft kursieren Ideen, Wertvorstellungen und Weltbilder, welche die Sicht auf den eigenen und den Körper der anderen prägen. Es gibt somit keine natürliche Auffassung vom und Einstellung zum Körper. Jene Phänomene, welche von der Allgemeinheit als dem Wesen des Menschen ‘natürlich’ zugehörig betrachtet werden, werden als durch kulturelle Prozesse hervorgebracht gesehen. Es handelt sich hier nicht um biologische Gegebenheiten, sondern um soziale Praktiken. Willkürliche Grenzen werden als legitim und natürlich anerkannt und eben nicht als willkürlich gesehen, so zum Beispiel die Geschlechtsrollen.</em>“<br />
Das klingt mir viel zu theoretisch und lebensfern. Was heißt das konkret für den Alltag der Menschen, Herr Möbius? Erklär&#8217;n se mal!<br />
„<em>Das kann doch so schwer nicht zu verstehen sein! Der eigene Köper wird zunehmend zum Gegenstand der Gestaltung. Das Schönheitsdiktat zum elementaren Teil des Selbst &#8211; der eigenen Identität. Der junge, attraktive Körper wird zum Objekt der Anbetung, das Fitnesscenter zur Kathedrale der Postmoderne. Menschen können durch ihr äußeres Erscheinungsbild ihrer Individualität Ausdruck verleihen.</em>“<br />
Ja, gut. Ich hab’s ja nun verstanden! Was aber noch hinzukommt, ist ein ganzer Industriezweig, der von der Kommerzialisierung des Körpers lebt &#8211; Kosmetika, Schlank- und Fitmachangebote, Fett-weg-Programme. Mit einer Vielzahl an Produkten wurde und wird Frauen  &#8211; und in zunehmendem Maße auch Männern &#8211;  suggeriert, ständig an ihrem Äußeren arbeiten zu müssen. Und in eben jenen  Figurformungszentren kann der eigene Körper von diversen Maschinen bearbeitet werden. Schweiß muss ordentlich fließen, das Blut gut zirkulieren, dann wird das Fett besser abtransportiert – an den Problemzonen. Ja, wer hat denn hier eigentlich Problemzonen, Herr Möbius?<br />
“<em>Ja ganz recht. Allein die Begrifflichkeit müsste schon zu denken geben. Aber die Hauptproblemzone ist eben der Kopf und der ist regelrecht vergiftet von massenmedialer Präsenz irgendwelcher Körperideale.</em>”<br />
Na, jetzt sprechen wir eine Sprache! Die eigene Körperform ist selbst verantwortet, so ist doch die allgemeine Vorstellung. In der Zähmung des störrischen Fleisches soll sich der Mensch als diszipliniert und erfolgreich im Umgang mit sich selbst zeigen.<br />
„<em>Stichwort: selbstzerstörerische Dressur des Fleisches.</em>“<br />
 Danke, Herr M.! sagte ich das nicht ganz ähnlich? &#8230;<br />
	„<em>Ach und eins noch. Ich würde mal behaupten, dass wir in einer Inszenierungsgesellschaft leben… aber ich hab jetzt keine Zeit mehr Ihnen das auch noch plastisch zu machen!</em>“<br />
Ja, wo wollen Sie denn hin, Herr Möbius?<br />
&#8220;<em>Die Lebensabschnittsgefährtin aus dem Fitnessstudio abholen</em>&#8220;.<br />
Naja, dann.</p>
<p><em>Foto von <a href="http://flickr.com/photos/procsilas/47367938/">procsilas auf Flickr</a></em></p>
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		<title>mondsüchtig</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/mondsuchtig/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jun 2007 13:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kenner, Könner, Liebhaber]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/trans-eurasia-express/</guid>
		<description><![CDATA[


Irgendwann ist die Reise zu Ende. Wir werden dem Zug entsteigen und unser Handgepäck im Lastennetz vergessen.
Der Schaffner sitzt im Gleisbereich und träumt. Seine Pfeife formt Seifenblasen, die schillernd an Tiefe gewinnen.
Das Ächzen der altertümlichen ICE-Lokomotive weicht einem Raunen in den Reihen der Neuankömmlinge. Ihr Dampf entweicht geruchlos.
Im Reisezentrum laden orangene Verweilsessel zum Weiterreisen ein.
Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/SchnarchgeraeuscheW450Opt.jpg' alt='Der Lyriker im Mond' /><br />
<span id="more-177"></span></p>
<p><script src="http://www.besonic.com/media/player/mini.php?object=253958878589015190767:129814"></script><noscript><object width="200" height="60"><param name="movie" value="http://www.besonic.com/media/player/mini.swf" /><param name="flashvars" value="object=253958878589015190767:129814"/><param name="wmode" value="transparent"/><embed src="http://www.besonic.com/media/player/mini.swf" width="200" height="60" wmode="transparent" flashvars="object=253958878589015190767:129814" type="application/x-shockwave-flash"></embed></object></noscript></p>
<p>Irgendwann ist die Reise zu Ende. Wir werden dem Zug entsteigen und unser Handgepäck im Lastennetz vergessen.</p>
<p>Der Schaffner sitzt im Gleisbereich und träumt. Seine Pfeife formt Seifenblasen, die schillernd an Tiefe gewinnen.</p>
<p>Das Ächzen der altertümlichen ICE-Lokomotive weicht einem Raunen in den Reihen der Neuankömmlinge. Ihr Dampf entweicht geruchlos.</p>
<p>Im Reisezentrum laden orangene Verweilsessel zum Weiterreisen ein.</p>
<p>Wir werden uns zwanglos entblößen und, dem Anstand zu genügen, ein bequemes Weißhemd um unseren Leib winden.</p>
<p>Dann, unbescholten etwaiger Fahrplanverengungen, verschnauft das Transportmittel in der Ferne, und sein Brandungsrauschen entflieht im Schnarchgeräusch unserer Gaumenzäpfchen.</p>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p><!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width: 0" src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.png"/></a><br />
<small>This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.</small><br />
<small><br />
original title: &#8220;Trans Eurasia Express&#8221;<br />
translated titles: &#8220;Trans Eurasia Express &#8221;<br />
sound &#038; lyrics: elfenbeinku3ste<br />
image source: created by the author.</small></p>
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		<title>Hatte ich als Kind auch schon Probleme?/ Ein Fragment</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/hatte-ich-als-kind-auch-schon-probleme-ein-fragment/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2007 12:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/hatte-ich-als-kind-auch-schon-probleme-ein-fragment/</guid>
		<description><![CDATA[
Letzte Woche irgendwann saß ich mit einem guten Freund im urgemütlichen Layla, trank lecker Kölsch und diskutierte über Schäuble und den gläsernen Bürger, sprach über die kommenden Fußballduelle zwischen dem 1. FC Köln und dem FCM in der 2. Liga und über noch offene Baustellen in meinem Leben und große und kleine Probleme des Alltags.
Irgendwann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/fragenandiewelt.jpg' alt='' /></p>
<p>Letzte Woche irgendwann saß ich mit einem guten Freund im urgemütlichen Layla, trank lecker Kölsch und diskutierte über Schäuble und den gläsernen Bürger, sprach über die kommenden Fußballduelle zwischen dem 1. FC Köln und dem FCM in der 2. Liga und über noch offene Baustellen in meinem Leben und große und kleine Probleme des Alltags.<br />
Irgendwann fragte ich den Freund dann, ob man als Kind auch schon Probleme hatte. Denn das Leben schien mir damals – wenn ich jetzt so zurückblicke – doch recht einfach gestrickt gewesen zu sein. </p>
<p>Als kleiner Bub hatte ich noch wenig Ahnung von der Welt, das liebe Geld schien irgendwie immer da zu sein, wenn ich mir etwas Neues zum Spielen wünschte, das Essen auf dem Tisch wurde nie weniger und Zeit zum Spielen schien unbegrenzt da zu sein. <span id="more-175"></span>Alt waren immer die anderen. Das man auch mal so einer werden sollte, schien eine Ewigkeit entfernt. Freunde kamen und gingen. Blaue Flecken und aufgeschürfte Knie gehörten zum täglichen Wahnsinn. Um nichts musste ich mich wirklich kümmern. Früh morgens wurde es hell als die Sonne auf ging und am Abend wurde es dunkel als sie wieder unter ging. Das ich das wusste reichte völlig aus, um durch den Tag zu kommen. Ich stand auf, putze mir die Zähne, wusste schon im Bad, dass der Frühstückstisch von meiner Mutter gedeckt wurde, freute mich meine Schwester nach neun Stunden Schlaf wieder ärgern zu können und verschwand bis zum Mittag mit den Jungs im Großstadtdschungel unserer kleinen Einfamilienhaussiedlung. Wenn die Mutter zum Essen rief, musste ich antanzen, wenn ich aufgegessen hatte, konnte ich wieder abhauen und tun, wozu ich gerade Lust hatte. Wenn der Vater von der Arbeit nach Hause kam, war klar, dass es bald zum dritten Mal am Tag Essen geben sollte. Noch kurz vor Mutters Augen im Bad den Dreck des Tages aus dem Mund geputzt und schon war es dunkel. Nachdem das Licht im Zimmer ausging, war klar, neun Stunden Schlaf und alles geht wieder von vorne los.<br />
Ich würde behaupten, wirkliche Probleme hatte ich damals nicht. Zwar machte ich mir im Bett – nehmen wir das mal an – wohl schon Gedanken, was ich denn alles für tolle Abenteuer am nächsten Tag erleben werde, wie ich meine Mutter überreden kann, mir noch mal 5 Mark zu geben, damit ich mir ne Wundertüte voll mit Gummibärchen und saurem Weingummi kaufen kann, Probleme haben, würde ich das aber nicht nennen.<br />
Heute – mit der ganzen Verantwortung für sich selbst und en Partner, die Freunde und seine Mitmenschen – sieht das ganze Probleme-Problem schon ganz anders aus. Ging am Tag mal was zu Bruch, war das damals ein Problem meiner Eltern. Verbockt man heute etwas, muss man selbst dafür die Konsequenten tragen. </p>
<p>&#8230; to be continued</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Osmose</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/osmose/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 10:08:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/osmose/</guid>
		<description><![CDATA[Das Wecksignal ertönt. Dauer und Art des Signals sind, innerhalb sinnvoll erscheinender Grenzen, persönlicher Neigung entsprechend vorwählbar. Wir erwachen und beginnen unseren Tagesablauf.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wecksignal ertönt. Dauer und Art des Signals sind, innerhalb sinnvoll erscheinender Grenzen, persönlicher Neigung entsprechend vorwählbar. Wir erwachen und beginnen unseren Tagesablauf.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/transparent.gif' alt=''" width="86"/><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/himmel_P1010002i_01.jpg' alt='Himmelstuermer' /> </p>
<p>Die personale Bewegungsplanung berücksichtigt Termine, Verpflichtungen und körperliche sowie mentale Bedürfnisse. Auftretende Missverhältnisse zwischen Vorgabe und Ist werden automatisch erfasst und dienen als Grundlage für die selbsttätige Weiterentwicklung des neuronalen Regelungsnetzes, das dadurch auf Interferenzen zwischen den Individuen reagieren kann, Leerlaufzeiten und Unwägbarkeiten vermeidet.<span id="more-171"></span><br />
<br />
Das Verkehrsleitsystem ermöglicht ein Erreichen der Einsatzstelle in kürzest möglicher Zeit unter Verbrauch der geringest nötigen Energiemenge zur Bewältigung dieser Transaktion. Der globale Transportverbund garantiert einerseits dem Stand der Technik entsprechende maximale Sicherheits- und Pünktlichkeitsstandards; andererseits wird beim Unterschreiten der aktuell validen Kosten-Nutzen-Schwelle, die einen dem Allgemeinwesen gegenüber nicht zu verantwortenden Produktivitätsabfall bedeutet, ein höherer Gefährdungsgrad für ökonomisch weniger bedeutsame Personen bei der Routenplanung toleriert. Einige wenige weitere Faktoren in diesen Abwägungen stellen dar:<br />
-) Komfort des Fahrgastes,<br />
-) mentale Stimulierung durch turnusgemäß veränderte Streckenführung,<br />
-) Abnutzungsverhalten und Wartungsintervall des Transportmittels.<br />
Bestrebungen der Vergangenheit, Arbeitsplätze direkt in die Unterbringungseinrichtungen der Bürger zu integrieren, haben sich im Nachhinein, unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren, in vielen Ausprägungen als kontraproduktiv erwiesen und und werden nur noch in Spezialfällen praktiziert.<br />
<br />
Auf <em>einen</em> Tastendruck hin klingeln hunderte von Televideons im ganzen Land – noch im ersten Läuten bestätigen Legionen von Sachbearbeitern gleichzeitig den Aufbau der Fernkommuni- kationsverbindung und nehmen Aufträge, Weisungen, Befehle entgegen. Synchron zum Pochen der Weltzeituhr werden Maßnahmen entwickelt, Alternativen erwogen und verworfen, schließlich Entscheidungen gefällt.<br />
 Putzkolonnen in neutral-blauen Hemdschürzen entfernen Gummisohlenabrieb von den Korridoren und Unrat aus bereitgestellten Abfallsammelbehältnissen, wiewohl dieser Begriff heute etwas irreführend anmutet. Präziser formulieren wir daher: Putzkolonnen führen den Restrat dem Recycling zu.<br />
 Haushandwerker beseitigen die vielen kleinen, alltäglichen Verschleißerscheinungen der durchweg öffentlich zugänglichen Gebäude und beziehen einzelne Ersatzteile der zum Betrieb notwendigen Installationen aus automatisierten Hochregallagern.<br />
 Lageristen legen letzte Hand an vorkomissionierte Warensendungen und versehen die in verschiedenen Formaten durchstandardisierten Versandtupperinen mit dem Resultat ihrer Endkontrolle.<br />
 Führungskräfte treffen ein, nehmen zur Kenntnis, schütteln Hände, fordern und fördern. Der Output ihrer Untergebenen dient als Grundlage weit reichender Strategien, die freilich zentral verifiziert und optimiert werden. Das zuständige System übernimmt zusätzlich die rechnerische Einschätzung der Kreativität und Effizienz dieses Personenkreises, die in unmittelbarer Abhängigkeit von Machtposition und Verfügungsspielraum des betreffenden Befehlsgewaltigen in jeweils kürzeren oder längeren Zeiträumen durchgeführt wird.<br />
<br />
Auch hierbei erweist sich die zweite Parallel-Hybridrechnergeneration mit neu konzipiertem Multilayer-Bussystem den herkömmlichen Datenverarbeitungsanlagen speziell in Randbereichen der Berechnung den reinen Lichtleiterschaltungen als in höchstem Maße überlegen, da nunmehr durch die Fuzzyreadiness der integrierten Bioneuronen-Schaltkreise die Fähigkeiten der zwar alt bekannten, bisher jedoch nicht im Sättigungsbereich betriebenen Optoelemente voll zum Tragen kommen. Durch diese Fortschritte erscheint zudem erstmals der Einsatz rein dynamisch-biologischer Speicherkomponenten volkswirtschaftlich vertretbar.<br />
<br />
Roboterarme montieren PlasmaBooks, RailCabs, Raketentriebwerke. Zulieferbetriebe entstehen und werden bei abnehmender Produktivität zunächst umstrukturiert, bei anhaltend negativer Bilanz aufgelöst oder erfolgreicheren Firmenkonglomeraten angegliedert, die Belegschaft neuen Aufgaben zugeführt.<br />
 Unter Tage fahren unablässig Bergleute ein und aus. Zur Gewinnung von Bodenschätzen zerschlagen sie gewaltige Steinblöcke mit Vorschlaghämmern und reiner Körperkraft, die natürlich durch ein Exoskelett multipliziert wird. Konsequent fortentwickelte magneto-statische Stützvorrichtungen haben dieser in vergangenen Tagen gefahrvollen Tätigkeit den Schrecken genommen, sie de facto in eine der letzten Bewährungsproben für unausgelastete Werktätige gewandelt.<br />
 Hufe scharren. Nüstern beben und atmen gierig das die Stollen durchziehende Methan-Luft-Gemisch. Genomvariierte Hochleistungs-Grubenpferde transportieren die hochwillkommene &#8216;Last&#8217; durch kilometerlange Gänge dem Tageslicht entgegen.<br />
 Logistikzentren gleichen Bedarf und Produktion aufeinander ab und ermöglichen den reibungslosen Gütertransport von Ort A.0 nach Ort A.n über Zwischenstationen (A.1, A.2, &#8230;, A.n-1) mit n echt positiv, ganzzahlig endlich.<br />
<br />
In Rohrleitungen fließen Chemikalien, Grundstoffe, Flüssigkeiten verschiedenster Art und Konsistenz ihrer Destination entgegen. Im Zuge der Entwicklung höchstbelastbarer Stahl-Kohlenstoff-Proteinverbundstoffe und durch den Einsatz fortschrittlicher Keramik-Hanf-Dichtungen konnte die Fließgeschwindigkeit in der letzten Dekade um den Faktor 2,7 gesteigert werden, was nicht zuletzt dem gestiegenen Bedarf an Flüssigkunststoffen und Klärschlämmen Rechnung trägt. Durch die erhöhte Belastbarkeit dieser inzwischen viele hunderttausend Kilometer langen Tubus-Netzwerke, die durch den Einsatz hypraprobater Nanopartikel-Beschichtungen weiter fortentwickelt wird, rücken nunmehr Anwendungen im Bereich des Feststofftransportes in erreichbare Nähe, werden tatsächlich im Labormaßstab bereits heute praktiziert.<br />
 Doch das ist Zukunftsmusik, wenngleich wir diese Melodie sicher noch zu Lebzeiten vernehmen werden. Präsente Vorteile, die uns allen bereits heute zugute kommen, sind etwa die stark zurück genommenen Belastungen der Weltwirtschaft durch gesunkene Flüssiggas- und Sauerstoffpreise, von Substanzen also, die in früheren Jahren unter verhältnismäßig großem Aufwand per Magnetschwebebahn vom Produktionsort zur Konsumenten- Gemeinschaft transportiert werden mussten.<br />
<br />
Ein Glasgebirge sprießt am Horizont und rückt schnell näher. Wir entsteigen dem Trans-Eurasien-Expressluftschiff TEEL und sind zunächst von der Vielfalt der hier angebauten Nutzpflanzen überwältigt, entscheiden uns dann jedoch für eine Erkundung der Erdbeerfelder. Durch den groß angelegten Einsatz von Penicillonen und Antigenen wurde auf diesem Gebiet ein allein im letzten Jahre durchschnittlich 12prozentiger Zuwachs der Produktion verzeichnet. Ähnliche Erfolge vermelden Karoden-, Bananen-, Rohhanf- und Maniokplantagen, wenngleich die Tomatenernte im aktuellen Semiquartal durch explosionsartig vermehrtes Auftreten der sog. &#8216;Tomatenfliege&#8217; erheblichen, womöglich irreparablen Schaden genommen hat. Uns wird jedoch versichert, dass sich ein Team international renommierter Wissenschaftler dieses Problems bereits angenommen habe, eine Lösung unmittelbar bevor stünde.<br />
<br />
Rhythmisches Stampfen schwillt betörend an. In hochseeischen Fabrikationshallen arbeiten beeindruckend leistungsfähige 20 MN-Pressen und formen aus Marschreihen graufarbener Aluminiumbarren und dem auf Fließbändern aufgefädelten Inhalt tropfender Fischernetze das Äquivalent zum Kalorienbedarf einer wachsenden Erdbevölkerung.<br />
 Lieder erklingen. Kindergärtnerinnen führen ihre Schützlinge in Zweierreihen durch gigantische zoologische Gärten, in denen von nahezu jeder zeitgenössischen, dem Menschen nützlichen oder amüsanten Urlebensform eine Population verfügbar gemacht wurde. In speziellen Brutanlagen werden Pinguine und Leguane en gros zur Belieferung dieser Volksbildungsstätten produziert, während in anderen Anstalten Erbmaterial derjenigen greifbaren Arten in tiefgekühltem Stickstoff für eine potentiell spätere Verwendung archiviert wurde, deren Nutzwert bisher nicht fest steht.<br />
<br />
Wir schwenken südwärts. Hier stemmen sich weitflächig dimensionierte Parabolspiegel in der sirrenden Hitze der großen Wüstengebiete unserer Zentralsonne entgegen und transformieren den fokussierten Photonenstrom in ein potentes Werkzeug menschlicher Schaffenskraft. Armdicke Energiestrahlen aus purem Licht zerschneiden die Räume zwischen den Kontinenten. Nahezu verlustfrei erreichen sie mit Verzögerungen im Millisekundenbereich ihr Ziel und ermöglichen das planmäßig fortschreitende Abschmelzen der Polarkappen zum Nutzen der Süßwasser- und Festlandgewinnung.<br />
<br />
<img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/himmel_P1010004i.jpg' alt='Himmelkondensat' class='alignleft' />Ein Kometenschweif grüßt vom sternklaren Himmel. Wir blicken aufwärts. Satelliten und Sonden strecken tastend ihre Fühler in den Kosmos, rastern und registrieren, bestrahlen und senden. <em>Einem</em> Erdbegleiter kommt dabei, seinen wenig spektakulären technischen Daten zum Trotze, besondere Bedeutung zu, da er speziell für die Überwachung der ersten Forschungsreise eines Angehörigen der Weltgemeinschaft zur Andromeda konzipiert und im Orbit installiert wurde.</p>
<blockquote><p>Verschlafen kläffende Hunde steckten die Schnauzen unter den Torflügeln durch; ein Kirchenwärter schlug gemächlich die Stunde, und nach jedem Schlag wartete er, bis der Ton in der blauen Luft zergangen war wie eine Träne in einer großen Schale mit kaltem Wasser.  <small></small></p></blockquote>
<p>In der Ferne verklingt der Ruf eines einsamen Blauwals und wiegt den letzten Mohikaner in einen unruhigen Schlaf, dieweil das in einer sterilen Aufbewahrungslösung treibende Gehirn des Raumreisenden auf seinem Wege durch die Milchstraße bei jedem Klingeln eines Mikrowellenofens, das auf der fernen Erde vom Beginn einer nahrhaften Mahlzeit kündet, aus einem traumlosen Nicht-Wach-Zustand schreckt.<br />
<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br />
<br />
<small>Das Zitat stammt aus dem Ausriss eines Buches eines mir namentlich nicht gegenwärtigen russischen Schreibnochwaskijs.</small><br />
<small>Image sources: do-it-yourself, Himmel über Autobahn in den Morgenstunden des 15.12.2006 n.u.Z. (nachbearbeitet)</small><br />
<!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width: 0" src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.png"/></a><br />
<small>This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.</small><br />
<br />
<small>Ein nettes, auch thematisch passendes Video gibt&#8217;s hier: <a href="http://www.threeleggedlegs.com/repertoire/humans/">humans</a>,<br />
gefunden via <a href="http://schreibmaschine.deramateur.de/wp-trackback.php?p=444">http://schreibmaschine.deramateur.de/wp-trackback.php?p=444</a><br />
</small></p>
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		<title>Kuchen backen</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Dec 2006 10:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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„Schatz, was möchtest du am Wochenende für einen Kuchen essen?“
Für gewöhnlich kommt diese Frage jeden Freitag. Frau fragt Mann immer freitags morgens nach dem gemeinsamen Frühstück in der Küche, was er denn Leckeres übers Wochenende vernaschen will. Einen Anlass muss es dafür nicht geben. Wenn Mann nicht schon selbst den Vorschlag seiner Kaffeebeilage geäußert hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/Kuchen.jpg' alt='' /></p>
<p>„Schatz, was möchtest du am Wochenende für einen Kuchen essen?“<br />
Für gewöhnlich kommt diese Frage jeden Freitag. Frau fragt Mann immer freitags morgens nach dem gemeinsamen Frühstück in der Küche, was er denn Leckeres übers Wochenende vernaschen will. Einen Anlass muss es dafür nicht geben. Wenn Mann nicht schon selbst den Vorschlag seiner Kaffeebeilage geäußert hat, kann er sich sicher sein, dass er gefragt wird. Die Antwort lässt dann meistens nicht lange auf sich warten. Und sollte Mann mal nichts einfallen, wird ihm ein Kuchen-Back-Buch mit lauter bunten Abbildungen unter die Nase gehalten. In diesem sind dann aber fast immer schon ein Paar Rezepte für ihn mit Zettelchen markiert. Die Auswahl soll ja nicht Stunden dauern und am Ende soll auf keinen Fall die Standartantwort „Rührkuchen wäre mir am Liebsten“ aus seinem Mund kommen. Ist die Entscheidung gefallen, trennen sich die Wege der beiden. <span id="more-167"></span><br />
Frau bleibt in der Küche zurück. Das ausgewählte Kuchenrezept muss studiert werden. Akribisch durchforstet Frau nun ihre Vorratsschränke. In den meisten Fällen ist die eine oder andere Zutat dann doch immer zu besorgen. Erfahrungsgemäß weiß Frau, dass sie Hefe und Eier auf den Einkaufszettel als Notiz notiert. Hefe unterstreicht sie. „Zur Erinnerung. Sonst wird das nichts mit dem Kuchen zum Kaffee“, gibt sie dann immer als Antwort. Die Frage ihres Mannes, weswegen sie denn nur die Hefe unterstrichen habe, kommt jede Woche.<br />
Während die Frau also in der Küche nach den Zutaten sucht, geht der Mann aufs Klo. „Platz schaffen“, würde er sagen, wenn man ihn fragen würde. Schließlich schmeckt frischer Kuchen zwei Mal so gut. Da könnten es dann auch gerne schon mal zwei große Stückchen Kuchen mit Sahne werden. Und Reste hinterlassen will Mann ja schließlich auch nicht. Zu sehr fürchte er unbequeme Fragen. „Schmeckt dir der Kuchen heute nicht? Ist er angebrannt? Zu trocken? Oder etwa nicht süß genug?“ Dem kann Mann aus dem Weg gehen. Auf seinem Weg zum besagten Örtchen kommt er ins grübeln. Er kann sich nicht erinnern, welchen Kuchen er sich vor zwei Minuten ausgesucht hatte. Nachfragen wäre aber auch nicht gut. Wieder würde die Frau Fragen in den Raum werfen. Also lieber mal ne Sekunde nachdenken. Mehl und Eier werden sicherlich in jeden Kuchen gehören, und Hefe selbstverständlich auch, fördert eine erste Kuchenanalyse zu Tage. Und damit der Kuchen süß und lecker schmeckt, wird die Frau ganz gewiss auch Zucker in die Schüssel gegeben haben. Irgendwie müssen sich die Zutaten aber auch miteinander verbinden. Milch oder Wasser. Eine der beiden Flüssigkeiten würde bei seinem Kuchen den Weg in die Schüssel finden. Aber ob das schon für einen Kuchen reichen wird? Mehr als einen Teig bekommt man mit den wenigen Zutaten sicherlich nicht gebacken. Und dann noch das richtige Maß für alle Zutaten finden. Zum Glück muss er den ofenwarmen Kuchen nur essen. Sahne schlagen kann er.<br />
Die Frau weiß um die Gedanken ihres Mannes. Woher sie das weiß? Sie wird’s schon irgendwoher wissen. Ist ja schließlich ihr Mann. Also ruft sie ihm liebevoll hinterher, ob er wirklich einen solchen Kuchen haben wolle. Sie könne auch einen anderen backen. Das wäre für sie überhaupt kein Problem.<br />
Nun weiß auch der Mann wieder, welchen Kuchen er sich ausgesucht hatte. „Und Sahne würde gut dazu passen?“, ruft er in die Küche zurück. Dass die Antwort mit einem Ja erwidert wird, ist eigentlich nicht mehr von Belang. Sahne hätte es so oder so gegeben.</p>
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		<title>Acht Frauen – Acht Interviews zu weiblicher Sexualität</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Dec 2006 16:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist nun die Intention eines Interviews über weibliche Sexualität? Dies mag die erste Frage sein, die sich aufdrängt. Das Interesse für die Sexualität anderer Frauen entsprang persönlichen Erfahrungen und dem Wunsch nach Vergleich. Das Gefühl zu wenig zu wissen, über das was so wichtig zu sein scheint, dem Anschein nach überall präsent ist und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist nun die Intention eines Interviews über weibliche Sexualität? Dies mag die erste Frage sein, die sich aufdrängt. Das Interesse für die Sexualität anderer Frauen entsprang persönlichen Erfahrungen und dem Wunsch nach Vergleich. Das Gefühl zu wenig zu wissen, über das was so wichtig zu sein scheint, dem Anschein nach überall präsent ist und doch verschwiegen wird.<br />
So bin ich nicht der Meinung Sexualität sei ein Tabuthema, doch bekräftigen mich die Aussagen meiner acht Frauen in der Annahme, das zu wenig gesprochen wird, zu wenig Worte fallen und manches kaum reflektiert ist. Es kam mir manchmal vor, als sei dies ein Feld, auf dem jede für sich allein steht, Erfahrungen selten geteilt werden, obwohl Sexualität doch etwas ist, was jede/r in Begegnung mit sich selbst oder mit anderen irgendwann im Leben einmal erfährt.<br />
Ich interviewte acht Frauen aus meinem persönlichen Umfeld getrennt voneinander, wobei mal mehr und mal weniger Alkohol im Spiel war. Selten sind wir dann übereinander hergefallen. Die jüngste ist 19 Jahre alt, die älteste 27. Im Durchschnitt ergibt sich ein Alter von 23.<span id="more-165"></span></p>
<p>Wie sich herausstellte, hatten alle mit demselben Mann geschlafen. – Scherz.</p>
<p>Ich hätte die Interviewauswertung wie folgt überschreiben können: „Manchmal ist Sex der einzige Weg, ihm mal nah zu sein“. Dies klang mir zu pathetisch, doch ist die Möglichkeit, den Artikel genau so zu überschreiben erschreckend bis verblüffend. Jene mögliche Überschrift war bereits im Vorfeld einer der vielen Gedanken, die mich am meisten beschäftigten. Wenn es eine These gab, dann jene. Doch nun einmal der Reihe nach. Ich hatte einen Interviewleitfaden vorbereitet, der verschiedene, der Sexualität zugehörige Bereiche, einschloss. So hatte ich anfänglich die Ebene der Selbstbefriedigung vergessen – eine recht zähe Thematik, wie sich herausstellen sollte.</p>
<p>Klar ist, dass es sich hier nicht um Aussagen handelt, welche für die gesamte weibliche Welt repräsentativ wären. Die Studie wäre wohl nicht einmal als solche zu bezeichnen und hält bei weitem keinen wissenschaftlichen Standards stand. Jedoch nimmt sie die Aussagen der acht Frauen ernst. So haben viele die Interviews als befreiend erlebt, fanden es sehr schön gefragt zu werden. Auch die Tatsache, dass da jemand ist, der wirklich wissen will, wurde als sehr positiv empfunden. Schon allein dafür hat sich die Fragerei gelohnt. Die Auswertung wird sich eher an der Oberfläche bewegen, da sowohl unzureichende Daten, als auch ein Mangel an Zeit, keine tieferen Einblicke zulassen.<br />
An dieser Stelle sei betont, dass die männliche Sicht (ein großes Verzeihung an alle KonstruktivistInnen) auf einem anderen Blatt steht und nicht auf meinem – leider. Also, acht Frauen, acht subjektive Standpunkte und ich, die so verrückt ist, dies auswerten zu wollen…</p>
<p>Ist die Rede von sexuellen Erfahrungen, so stellt sich schnell die Frage nach dem Faktor, welcher eine Erfahrung zu einer sexuellen macht.<br />
An dieser Stelle will ich mit dem Aufzeigen möglicher Ergebnisse, sowie Tendenzen (zumindest innerhalb dieser begrenzten Gruppe), Merkwürdigkeiten etc. beginnen, was für die interviewten Frauen eine sexuelle Erfahrung ausmacht.<br />
Die jungen Frauen fanden hier unterschiedliche Ausdrücke für gewisse Regungen ihres Körpers. Da ist die Rede von „sexuellen Energien“, „Herzklopfen“ und einem „Kribbeln… und zwar da unten, aber innen“. Für die eine ist küssen „im Grunde schon eine sexuelle Erfahrung“, für die andere muss es da schon mehr sein. Auf jeden Fall ist Sexualität ohne den Körper nicht zu denken – logisch?! Da der Körper eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen scheint, galt es sich mit ihm auseinander zusetzen. Gefragt war nach dem Verhältnis zum eigenen Körper und ebenso, ob das eigene Körpergefühl einen Einfluss auf Sexualität habe. Im letzten Punkt waren sich alle einig. Ein veranschaulichendes Zitat: „Sexualität hat etwas mit dem Körper zu tun. Wenn man unoffen mit seinem Körper umgeht, dann ist Sex schwierig. […] Dein Kopf ist nicht frei, du kannst dich nicht fallen lassen, der Sex ist nicht so erfüllt“.<br />
In punkto Körpergefühl ist allerdings eine komplette Bandbreite an Aussagen auszumachen. Das Spektrum reicht von einem positiven Verhältnis zum eigenen Körper über ein sehr negatives bis zu Hass. In der Tat steht tatsächlich nur eine der Frauen wirklich uneingeschränkt positiv zu ihrem Körper. Ansonsten wird sich „eher arrangiert“. Eine der Frauen fand sich „nie hässlich“ (– wohl aber auch nie schön?), wieder eine andere mag ihren Körper an sich, „aber manche Sachen eben auch nicht“. Sowohl auffallend als auch erschreckend war, dass vier von acht Frauen die Pubertät nicht ohne Essstörung überstanden hatten. Ich will an dieser Stelle betonen, dass ich nicht der Meinung bin, mein Umfeld bestünde aus einem Haufen essgestörter Verrückter. Sie als durchschnittlich zu bezeichnen, wäre wohl aber auch an der Wahrheit vorbei. Allerdings sind sie Teil dieser Gesellschaft und können mit ihren Worten soziale Vorgänge – so will ich es mal nennen – erhellen. Nun an dieser Stelle eine interessante Sichtweise: „Frauen beziehen andere Probleme auf ihren Körper“. Eine Rolle spiele auch ein gewisses „Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen Frauen“, welches sich wohl dann einstellt, wenn ausreichend „Kontrolle und Disziplin“ im Umgang mit dem eigenen Körper geübt wird. Die Rede ist hier auch von „Aggressionen gegen sich selbst“, welche in Bulimie oder auch Magersucht ihren Ausdruck fänden. Mittlerweile haben alle vier dieses Kapitel in ihrem Leben hinter sich gelassen. „Ich versuche es unwichtiger erscheinen zu lassen – kein Kalorienzählen mehr, nicht mehr sechs bis sieben Mal am Tag auf die Waage. Aber: davor bist du niemals sicher. Wenn du einmal in die Maschine gekommen bist…man trägt es immer in sich“.<br />
Nun ist noch mal der Zusammenhang zur Sexualität herzustellen. Der Glaube daran, dass das Körpergefühl einen Einfluss auf das sexuelle Erleben habe, lässt sich anhand einiger Aussagen sehr gut nachzeichnen.<br />
„Ich fand mich abstoßend, da hatte ich keine Lust, dass mir irgendjemand zu nahe kommt“.<br />
„Ich hasse meinen Körper. Man sieht andere Frauen und vergleicht sich und stellt fest: ich sehe nicht so aus. Irgendwas stimmt nicht mit mir. Ich werte mich selbst ab. Das hat Auswirkungen. Ich zeige meinen Körper nicht – niemandem“.<br />
Ihrem subjektiven Empfinden nach ist ihr Körper unzureichend. Dabei saßen mir sehr schöne intelligente Frauen gegenüber. Ich habe den Eindruck, dass jene, die in ihrer Pubertät nicht so starke weibliche Rundungen (wie das schon klingt…) ausprägten ein positiveres Gefühl zu ihrem Körper entwickelten. Dennoch scheinen auch sie nicht frei von dem ein oder anderen Gedanken an ‚Problemzonen’…</p>
<p>Wie sind nun aber die jeweiligen Erfahrungen mit Sexualität? Wie wurde die erste sexuelle Begegnung mit einem anderen Menschen erlebt?<br />
Jene beiden, welche ihre erste sexuelle Erfahrung knutschenderweise mit einem „fremden Typ“ erlebten, empfanden dies eher neutral. Die Mehrheit hingegen hatte innerhalb einer festen Beziehung ihre erste sexuelle Erfahrung und erlebte diese als „eklig“, „sehr negativ“ oder fühlte sich unter Druck gesetzt. „Ich möchte das nie wieder haben, wenn das Sex sein soll“, so eine Aussage, die hier aber nicht repräsentativ für alle acht steht.</p>
<p>Ich bat die Frauen genau abzugrenzen, wann eine sexuelle Erfahrung für sie positiv und wann negativ sei. Welche ‚Bedingungen’ müssen gegeben sein? Hier ein Schlaglicht:<br />
Ein positives Erlebnis geht einher mit:<br />
„ungebunden sein; ohne Hemmungen; keine Lautstärke; Natur; kein Zeitdruck; kein Stress; habe mich geborgen gefühlt; war leidenschaftlich; Vertrauen; Wärme; Spaß; habe nichts um mich herum mitgekriegt; Gefühle waren da; Vertrauen; fallen lassen können; menschlich nah sein; los lassen; fallen lassen; Vertrauen; Liebe; ein Mann, den ich gern habe; müssten allein sein; viel Zeit; muss nicht mal einen Orgasmus haben; muss sich gut anfühlen; wenn ich merke, er ist bei mir; nur ich bin wichtig; wenn auch ich nichts anderes im Kopf habe; störungsfrei; gut kennen; Vertrauen; Entspannung; wenn ich nicht die ganze Zeit den Bauch einziehen muss; Liebe; Zuneigung; Romantik“.<br />
Bei der Beschreibung negativer Erlebnisse wurde folgendes genannt:<br />
„er hat nicht aufgehört; war gar nicht mehr da; wenn ich nicht dabei bin; in meinen Gedanken bin; wenn ich nicht will; totale Unsicherheit; wenn es weh tut; wenn ich mich unsicher und eklig fühle; wenn er nicht aufhört; Gewalt; wenn er versucht, mir seinen sexuellen Willen aufzuzwängen; wenn ich nicht will; hektisch; will fertig werden; One-Night-Stands; wenn er zu sehr auf sich bedacht ist“.</p>
<p>Welchen Stellenwert nimmt Sexualität im Leben der Befragten ein? Dies unterlag wohl häufig einem zeitlichen Wandel. Bezogen auf den Ist-Zustand lässt sich feststellen, dass Nähe und Wärme häufig als wichtiger empfunden werden. Auch Freundschaften oder „sich mit anderen Menschen zu verstehen“. Die eine oder andere möchte allerdings auch „ungern darauf verzichten“. Bei wieder einer anderen hat Sexualität einen „sehr hohen“ Stellenwert. Sie könne „Aufmerksamkeit daraus ziehen“ und Spaß hätte es auch schon immer gemacht. Jenem Empfinden stehen folgende Ansichten einer anderen Interviewten entgegen:<br />
„Sex ist eine Sache, die ich mache, weil jemand anders es wichtig findet“.<br />
„Ich fühle mich eher als Objekt, das zur Befriedigung eines Menschen beiträgt“. Und nicht zu vergessen: „Du bist halt auch dafür verantwortlich, dass du den Ständer wieder weg machst“. Dies klingt hier ganz schön einseitig. Jedoch tauchten jene Sätze auf… was soll ich also tun?<br />
So unterschiedlich wie die Frauen, ist nun also auch der Stellenwert, den sie Sexualität in ihrem Leben beimessen, sowie auch der Grund für „sexuelle Betätigung“. </p>
<p>Weiter im Text. Was würdest du an deiner Sexualität ändern, wenn du es könntest? So eine Frage. Da schlägt uns Experimentierfreudigkeit einiger Damen entgegen – nun, sagen wir dreier Damen. Experimenteller soll es sein. Dann der Wunsch nach dem Wunsch nach mehr Experimentierfreude – verstanden? – darauf wäre selbst ich nicht gekommen. Eine andere hat maximal etwas am Wetter auszusetzen. Wieder eine andere würde gern das negative Gefühl zu sich selbst ändern, da sie damit auch eine positivere Änderung ihrer Sexualität annimmt. Und schlussendlich der Wunsch nach mehr. Und zwar: „küssen und streicheln und kuscheln, ohne Verkehr“. </p>
<p>Nicht nur nach dem Bedarf nach Veränderung der eigenen Sexualität, auch danach, was an der medialen Darstellung weiblicher Sexualität störend sei, wurde gefragt. Hier stand vorerst die Frage nach der persönlichen Wahrnehmung in Bezug auf das Fernsehen im Raum. Eine pauschale Antwort schien hier oft nicht möglich, da „kein einheitliches Bild“ existiere. Alsbald richtete sich das Gespräch auf das Subjekt ‚Porno’. Hier gab es schon konkretere Statements:<br />
„Da spielt die Frau sexuell nicht wirklich eine Rolle;  wenn die Löcher der Ohren groß genug wären, dann würden sie die wahrscheinlich auch noch einbeziehen; Pornos sehe ich nicht; sind schlecht; sollen reizen; tun sie auch; sind zu zielstrebig; verschobenes Bild; ist nicht der Reiz, den ich möchte; Porno kann ich nicht lange gucken; zu viel Input; ich will das gar nicht wissen, was andere machen; vergleiche ich dann; ist Druck;  wenn es dem Mann gefällt…müsste man das jetzt machen?; Frauen werden objektiviert, auf ihren Körper reduziert, speziell in Pornofilmen; hat viel mit Macht zu tun; Frau wird gefickt; Machtgefälle zwischen Mann und Frau; keine gleichberechtigte Sexualität; bei den meisten geht alles zu schnell, mit zu wenig Gefühl; offen und expressiv;  Frau dreht sich um, der Mann kommt von hinten – ich hasse das; Pornos sind schrecklich; Frauen werden immer so dargestellt, als wollen sie einfach nur genommen werden (weiß allerdings nicht, wann sie den letzten Porno gesehen hat – ist lange her); Sprache ist schlimm; furchtbar; richtig heftig; viele Männer; finde ich nicht gut; habe eine Abneigung gegen die Darstellung des Körpers auf diese Art und Weise (rein sexuelle Darstellung); mein Körper passt da nicht rein“.<br />
Was gilt es demnach zu ändern?<br />
„Der Körper soll nicht so im Vordergrund stehen (v.a. Aussehen); Nacktsein soll nicht immer etwas mit Sexualität zu tun haben; mehr auf die Sexualität der Frau eingehen; Machtzuschreibungen – Frau wird genommen, ist passiv; eher den Menschen darstellen; der Mensch im Vordergrund, nicht der Körper; nicht nur einen Typ Körper darstellen, sondern tausende Sachen, die total normal sind (Cellulitis… so was)“.<br />
Dann der Wunsch nach mehr Raum für Fantasie, mehr Ästhetik oder auch weniger „hart, dolle, plump, krass“. „Weniger ist manchmal mehr“ und dies wohl auch im Bereich ‚Porno’. Ein Zitat, welches hervorragend geeignet ist, dem eben genannten ein Bild hinzuzufügen: „Ich brauch’ keine Nahperspektive von ’ner Muschi“.<br />
Eine Äußerung, die auch im Zusammenhang mit medialer Darstellung weiblicher Sexualität stand, führt zum nächsten Bereich: „einfacher Steckkontakt ist für Frauen nicht immer die beste Lösung“. Ich hatte den Frauen ein Zitat vorgelegt, welches sich wie folgt ließt: „Klitoral kommen 80% der Frauen besser als vaginal“.  Die Mehrheit der Frauen stimmt dieser Aussage zu.  „Ohne Klitoris geht nichts“; „Ich dachte, es wären 100%?!“. Ich persönlich dachte immer, die vaginale Penetration sei das A und O. Dieser Glaube hatte sich irgendwie im Laufe meines unsäglichen Lebens, durch irgendwelche, nicht mehr vollständig rekonstruierbaren Kanäle, zu mir durchgefressen. Und dann so was: „Sex war fast immer vaginal und dabei hatte ich, seit ich Sex habe, nur ein oder zwei Mal einen Höhepunkt, wohingegen ich bei der klitoralen Selbstbefriedigung mehrere Orgasmen hintereinander bekommen kann“. Für wen das ganze also? Hhm, na ja, ich will ja hier keine aufwiegeln…<br />
Wie steht es denn eigentlich mit der Offenheit dem eigenen Geschlecht gegenüber (herrje, das liest sich ja nun schon fast wie ein Pamphlet für ein Dasein als Wahl-Lesbe). Egal. Zwei Frauen haben keine Erfahrungen mit Frauen, in sexueller Hinsicht zumindest und haben auch kein Bedürfnis danach. Eine andere hat ebenfalls keine interessanten Episoden zu erzählen, „hat aber schon mehrmals darüber nachgedacht, aber es ist noch nie dazu gekommen“. Alle anderen haben andere Frauen schon einmal geküsst (häufig Freundinnen im Suff), doch nicht mehr. Die Rede ist hier von einer Hemmschwelle, die verhindere, tiefer gehende sexuelle Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht zu machen. Die Rede ist auch von einer „Schere im Kopf“. Ach, und dann weiß frau auch schon mal nicht wie sie „das machen soll“. Nur einmal kam es zu mutueller Masturbation (mutuell heißt ‚gegenseitig’ – ich musste dieses Wort einfach verwenden…). Sehr interessant fand ich die Aussage zweier Frauen, sie würden bei ihrer Selbstbefriedigung an Frauen und nicht an Männer denken (einige finden Frauenkörper auch viel schöner).<br />
Nun gelingt die Überleitung zur ‚zähen Thematik’ der Selbstbefriedigung nahezu geräuschlos. Möglich ist maximal ein winziges Stöhnen, wahrnehmbar aus der hintersten Ecke unseres Bewusstseins – hhm.<br />
„Das Thema an sich ist schwer zu besprechen; Männer holen sich einen runter und Frauen?; spiegelt noch mal Ungleichheit; ist bei Männern normaler; rede nicht darüber; fand ich damals (mit elf Jahren) schlimm; ist Tabuthema; hat mir nicht viel gebracht; habe Probleme mit meinem Körper, weil ich den nicht will und auch nicht kennen lernen will; vielleicht schon mit zwölf, aber schüchtern wie sau war ich; es war geheim und unendlich peinlich, auch für mich selbst; heute: ich rede darüber, aber selten mit wem anderes als dem Partner; aber so peinlich ist es nicht mehr; ich weiß es macht jeder; ich war 14 oder so, denk ich, vielleicht auch früher; eigentlich ist es etwas normales, aber mir fällt es sogar schwer, jetzt darüber zu sprechen; ich empfand das früher als etwas ekliges und perverses und ich habe mich den ganzen nächsten Tag dafür geschämt; mittlerweile bin ich damit offener, aber immer noch ziemlich verklemmt; mit meinem letzten Freund habe ich da recht offen drüber geredet; aber auch nur über seine Selbstbefriedigung; meine habe ich versucht zu verschweigen; mit Frauen nie darüber gesprochen; tabuisiert, peinlich zuzugeben“.<br />
Nun wollen wir nicht so schwarz malen. Hier ein Lichtblick:<br />
„Ich gehe offen damit um, dass ich mich selbst befriedige und das dies kurze Glücksmomente in mir auslöst; habe mir eine blau leuchtende Nachttischlampe erstanden <em>(Vibrator &#8211; ist allerdings nicht mehr in Benutzung)</em>“.</p>
<p>Ich kann es weder dem Amateur, noch mir selbst zumuten, hier noch weitere Ausführungen vorzunehmen. Material gäbe es da allerdings noch jede Menge. Abschließend möchte ich nun aber noch zusammenfassen, was meine acht Frauen einem Mädchen mit auf den Weg geben würden, welches seine ersten sexuellen Erfahrungen noch vor sich hat:<br />
„du solltest es wollen und nimm, wen du wirklich magst; vielleicht hast du auch Pech, wenn er dich nicht so sehr mag; zwangsweise wird das irgendwie abgedroschen sein: sie soll nichts tun, nur um den anderen glücklich zu machen und zu behalten; ist allerdings leichter gesagt…; klare Granzen setzen; soll sagen, was es will, was nicht; nicht gleich alles Preis geben; nicht sofort mit dem Typen schlafen; Ich finde schon, dass das was Besonderes ist, und sie sollte es nur machen, wenn SIE sich dafür bereit fühlt und nicht wenn ihre Freundinnen es auch machen; da ist jeder wann anders dafür reif; keine Panik; Wasser ist für alle da; entspann dich; pass auf dich auf; verhüte; dass sie immer das Recht hat, zu sagen, dass sie etwas nicht mehr möchte; du bist ja ne verklemmt frigide Kuh, wenn du heutzutage mit 15 noch Jungfrau bist; von der Gesellschaft nicht unter Druck setzen lassen; ich würde ihr sagen, dass sie sich für das erste Mal Zeit lassen soll und nicht gleich den Erstbesten ‚ran lassen’ soll; Sexualität kann etwas wunderbares sein, wenn man ein erfüllsames Gegenüber hat … und sie brauch keine Angst davor zu haben; soll gucken, dass das was sie macht ihr auch gefällt und ansonsten Mut aufbringen Nein zu sagen; selbstbewusst sein; kein schlechtes Gewissen machen lassen; soll vorerst selbst herausfinden, was ihr gefällt, um unangenehmen Situationen soweit aus dem Weg zu gehen“.<br />
Mit jenen Ratschlägen an die Nachwelt, will ich nun die Auswertung abschließen und bin mir nicht wirklich im Klaren, ob ich diesen Schriebs hier tatsächlich ‚Auswertung’ nennen kann. Wer nun auch noch ein Fazit erwartet, wird enttäuscht werden. Es gibt keins.</p>
<p>Acht Frauen, acht Mal Dank für ihre Offenheit – und ein Wunsch: gebt auf euch Acht. Oder habt Achtung vor euch selbst!</p>
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		<title>Futterneid im Nachtcafé</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Oct 2006 18:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[In TV-Diskussionen (hier konkret:  Sendung des &#8216;Nachtcafé&#8217; vom 6. Oktober 2006, SWR) ergibt sich hin und wieder die Situation, dass Teilnehmer sich als Vegetarier oder, der Mehrheit des Publikums wohl erst recht suspekt, als Veganer outen.
Nun bin ich weder Vegetarier noch Veganer. Ich empfinde diese Personenkreise dennoch nicht als meine natürlichen Feinde, sondern kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/Markenschweine.jpg' alt='Markenschweine-Erzeuger' class='alignleft'/>In TV-Diskussionen (hier konkret: <a href="http://www1.swr.de/nachtcafe/archiv/2006/10/06/index.html"> Sendung des &#8216;Nachtcafé&#8217; vom 6. Oktober 2006, SWR</a>) ergibt sich hin und wieder die Situation, dass Teilnehmer sich als Vegetarier oder, der Mehrheit des Publikums wohl erst recht suspekt, als Veganer outen.</p>
<p>Nun bin ich weder Vegetarier noch Veganer. Ich empfinde diese Personenkreise dennoch nicht als meine natürlichen Feinde, sondern kann die Motivation für ihre speziellen Ernährungsweisen durchaus nachvollziehen<span id="more-157"></span>, etwa bezgl.<br />
-) Tierschutz (nichtartgerechte und Massen-Tierhaltung, Industrialisierung),<br />
-) persönlicher Gesundheit (Förderung von Rheuma, Gicht, Magenkrebs durch übermäßigen Fleischkonsum,  Einsatz von Antibiotika &#038; anderen Substanzen in der Tieraufzucht und -mast),<br />
-) wirtschaftsethischer Bedenken (Zufütterung mit Getreide aus ärmsten Nationen),<br />
-) ökologische Bedenken (Überweidung, Überfischung),<br />
-) Weiteres.<br />
Das sind rational nachvollziehbare und überzeugende Motive, deren Bewusstheit durchaus einen fortschrittlichen &#038; nützlichen Charakter trägt und den Bedenkenträger als verantwortungsvoll handelnde Person adelt.</p>
<p>Dieser Eindruck manifestiert sich wohl aber nicht jedem Mitbürger. Wenn um die Wurst diskutiert wird, mutiert so mancher statt dessen mental zum futterängstlichen Hungerhaber. Gerne wird der Vegetarier/Veganer in solchen Runden erst einmal in die Ecke &#8220;Spinner&#8221; gedrängt, aus der er/sie (hier: Diskussionsteilnehmerin Silke Ruthenberg) sich dann argumentativ befreien muss, will sie nicht als Volldepp dastehen. Im Gegenzug muss sich aber derjenige, der trotz nachprüfbarer Fakten die Zähne oft und gerne in die Erzeugnisse der modernen Tierfleischproduktion schlägt, für sein teilweise schädliches und schändliches Verhalten nicht verteidigen, sondern ist im Schoße des Durchschnitts-Volksempfindens unangreifbar aufgehoben. </p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/Fleischerei.jpg' alt='Fleischerei' class='alignright'/>Mit einer deutlichen Darstellung der eigenen Position ist dann aber die Freundin der reinen Pflanzenkost noch lange nicht aus dem Schneider, denn als nächstes muss die Fleischverweigerin vom Mainstream mit allerlei Argumenten davon überzeugt werden, dass Fleischkonsum richtig &#038; wichtig ist: <strong>&#8220;Der Mensch ist, biologisch betrachtet, ein Allesfresser, was sich an seiner Gebissform ablesen lässt. Fleischkonsum ist natürlich, vegetarische Ernährung dagegen unnatürlich&#8221;</strong>.</p>
<p>Eine geeignete Entgegnung darauf könnte aus meiner Sicht sein, festzustellen, dass ein durchschnittlicher Mann gemäß seiner biologischen Anlagen durchaus in der Lage wäre, 5 Frauen gleichzeitig zu ehelichen oder Nachwuchs mit seinen weiblichen Geschwistern oder seinen direkten Nachkommen zu zeugen. Dennoch werden in kaum einer Volksgruppe dieser Erde solche Praktiken geduldet. Es erscheint also, als hätte die menschliche kulturelle Entwicklung aus bestimmten Gründen im Laufe eines jahrtausendelangen Bewusstwerdungsprozesses ergeben, dass nicht alles, was möglich, auch angemessen und nützlich ist. Eben so könnte sinnvoll sein, nicht alles zu essen, was mensch theoretisch essen kann.</p>
<p>Umgekehrt ist es natürlich nicht natürlich, dass der Mensch in Fluggeräten fliegt, in Häusern aus Beton wohnt oder durch den Einsatz moderner Medizin seine Lebensspanne erheblich verlängert hat, was aber offenbar kaum jemanden davon abhält, diese äußerst unnatürlichen Errungenschaften nicht trotzdem zu nutzen, von der industriellen Tierproduktion ganz zu schweigen. In diesem Falle ist es dem gesunden Volksempfinden also offenbar völlig egal, dass es nicht naturgegeben ist, in Badelatschen von Halle nach Malle zu jetten.</p>
<p>Ein weitverbreitetes, etwas infantil anmutendes Trugbild scheint überdies zu sein, unsere Vorfahren seien praktisch täglich keulenschwingend über gigantische Mammutherden hergefallen und hätten sich fast ausschließlich von Fleisch ernährt. Wie wir jedoch seit geraumer Zeit wissen, hat sich der Urzeitmensch zu einem großen Teil von Pflanzen (Beeren, Pilze, Nüsse, Wurzeln, Früchte, Gräser) ernährt, die er sich mühsam zusammen suchen musste. Für unsere Altvorderen waren längere Hungerperioden durchaus an der Tagesordnung. Beim nächsten Einkauf im Supermarkt dem gemäß das Äquivalent von 10000 Kalorien im Laden stehen zu lassen, täte sicher auch so mancher Wohlstandswampe gut.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/lachendesSchwein_01.jpg' alt='lachendes Schwein' class='alignleft'/>Ein anderes, gern gebrauchtes Argument ist: <strong>&#8220;Fleisch ist zur gesunden Ernährung nötig&#8221;</strong>. Dies mag in einer kleinen Menge bei gleichzeitiger, ausreichender körperlicher Aktivität möglicherweise zutreffen. Ob nun aber die tägliche Ladung Billig-Massentierhaltungsfleisch aus dem Supermarktregal als Grundlage der gesunden Ernährung einer zum Großteil bewegungsarm arbeitenden Bevölkerung geeignet ist, darf bezweifelt werden.</p>
<p>Mir drängt sich in Diskussionsrunden wie der oben genannten, in denen sich der eben noch gesittete Plebs im Hintergrund durch die Anwesenheit einer einzigen Veganerin im Fernsehstudio offenbar solchermaßen bedroht und um&#8217;s tägliche Schnitzel gebracht sah, dass sie aus dem Off auf plump-patschige Art ins Lächerliche gezogen werden musste, der Eindruck auf, als wären dies die selben Menschen, die sich, falls sie einige Jahrhunderte oder sogar nur Jahrzehnte früher gelebt hätten, bei Einforderung von Veränderungen wie Sklavenbefreiung, Abschaffung der Monarchie, Einführung der Demokratie oder des Frauenwahlrechts mit schallendem Gelächter auf die Schenkel geklopft hätten und sich dabei auf die „Natürlichkeit“ der Zustände berufen hätten.</p>
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		<title>Draußen vor der Tür</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2005 13:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Körperzucken im Neonlicht zu heißen Rhythmen, provozierend verführerische Blicke mit leicht geöffneten Lippen im Schweiße lasziver Bewegungen halbnackter Körper. Assoziationen, die wir mit exotisch erotischen Tänzen Lateinamerikas verbinden. Ausgelassen feiern, leben und genießen. Körperkult, Verehrung der Sinnlichkeit, Temperament und Feuer sind den Menschen auf der anderen Seite der Welt eigen. Doch auch in unseren Breitengraden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/d836c12ef4.jpg' class='alignleft' />Körperzucken im Neonlicht zu heißen Rhythmen, provozierend verführerische Blicke mit leicht geöffneten Lippen im Schweiße lasziver Bewegungen halbnackter Körper. Assoziationen, die wir mit exotisch erotischen Tänzen Lateinamerikas verbinden. Ausgelassen feiern, leben und genießen. Körperkult, Verehrung der Sinnlichkeit, Temperament und Feuer sind den Menschen auf der anderen Seite der Welt eigen. Doch auch in unseren Breitengraden hält die sexy Leichtigkeit des Seins Einzug. Wir tanzen uns in Ekstase, flirten mit allen Mitteln und genießen die uneingeschränkte Freizügigkeit, die das Leben so frei erscheinen lässt. Wir spielen Spielchen, geben uns so, wie wir und die anderen uns sehen wollen. Spielregeln gibt es keine, alles ist erlaubt. Wir bleichen jetzt nicht mehr nur Haare, sondern auch Zähne, malen rosa Bäckchen auf die natürlich gebräunte Solariumhaut. Wir minimieren Körperumfang und addieren etwas zur Körpchengröße, wir hüllen uns in Düfte und reden uns ein, auch bei der Partnerwahl einen guten Riecher zu haben. Und wenn es nicht klappt ist nichts dabei, denn wir haben ja die uneingeschränkte Möglichkeit zu wählen und zu wechseln.<span id="more-146"></span><br />
Im Zeitalter des Fortschritts ist alles machbar, von Null auf Hundert – ist nicht schwer. Mit einem Klick vernetzte Verabredungen mit der ganzen Welt und lukratives Städtehopping gibt es nun auch schon zu Dumping-Preisen.<br />
Die Schnelllebigkeit ist omnipräsent. Was heut der letzte Schrei ist, ist morgen schon zum Schreien langweilig. Blitzlichtgewitter und Rampenlicht können bald verblassen und nach ein paar Monaten tritt Vergessen an die Stelle des Interesses. Im Takt des schnellen Lebens hasten wir umher und dabei passiert es schon mal, dass wir bei der Sorge des Nachlaufens die Vorsorge vergessen.<br />
Bei Neuigkeiten tritt altes Wissen in den Hintergrund, wenn Themen nicht täglich in den Medien erscheinen versiegt der Aktualitätsstrom und versandet.<br />
Zu einer Wüste haben wir auch eine Krankheit gemacht, weil wir dachten, dass die Entfernung zu ihr viel zu groß sei, um betroffen zu sein.<br />
AIDS, diese vier Buchstaben stehen für eine tödliche und ansteckende Krankheit, aber auch für dritte Weltländer, fremde Kontinente und „Doch nicht hier bei uns!“. Doch auch wenn die Welle der großen Werbekampagnen, der Spielfilme, Songs und berühmten Fälle aus den Medien verschwunden ist, steht diese Krankheit noch immer draußen vor der Tür. Sie ist ein unliebsamer, unhöflicher Virus, der nicht um Erlaubnis fragt um einzutreten, er schleicht sich einfach rein, ohne Klopfen oder Vorwarnung und man bemerkt ihn erst, wenn er schon drin ist und nicht mehr gehen will. Und das dann auch nur wenn man sich zu einem Test durchringen kann. Trotz all der großartigen Fortschritte in der Medizin ist Aids immer noch eine tödliche Krankheit und sie ist immer noch präsent, nicht nur bei „denen“, nein auch hier bei uns.<br />
All die Hilfsmittel, die unser Leben erleichtern und uns das Gefühl geben, selbst den Regen pegeln zu können, haben uns unachtsam und sorglos werden lassen. Wir denken, dass uns das doch nicht passieren kann, der Partner sieht doch auch gesund aus, also warum verhüten, ohne macht es doch viel mehr Spaß!?<br />
Doch woher nehmen wir die Tollheit zu wissen wann wir wie mit der Gefahr spielen können?<br />
Gesund aussehen heißt noch lange nicht gesund im Inneren zu sein und in Mitteleuropa zu leben ist noch lange keine Garantie für Immunität vor allem Schlechten. Die Krankheit „befällt“ nicht nur die Armen oder Dummen, sondern all diejenigen, die einmal achtlos waren, egal wie gut die Noten in der Schule sind, wie glatt die Magisterprüfung lief oder wie toll sich das Geschäft rentiert.<br />
Wir wissen, dass eine Ansteckung möglich ist, wenn Blut, Samen- oder Scheidenflüssigkeit in das Blutsystem gelangt. Wir wissen, dass bei dem gemeinsamen Gebrauch von Spritzen Risiko zur Ansteckung besteht und dass durch Niesen und Anhusten HIV nicht übertragbar ist. Aber warum haben wir vergessen, dass man sich vor allem beim Sex infizieren kann? Ganz egal ob homosexuell oder heterosexuell. Und wussten wir nicht mal, dass Kondome auch ein Verfallsdatum haben, wie sie richtig gelagert werden und dass Latex- Kondome nur fettfreie Gleitmittel vertragen, weil Öle, Fette, Lotionen, Cremes und Vaseline zum Zerreißen führen können?<br />
Wo ist der aufgeklärte Geist geblieben, wenn man für ein paar Minuten Spaß das Risiko der tödlichen Krankheit in Kauf nimmt? Wie ist es möglich, dass in einer Zeit, in der 10 Jährige nur müde lächeln, wenn sie aufgeklärt werden sollen, weil sie ja sowieso schon alles wissen, wie ist es da möglich, dass das Wissen über Aids und die Verhütung so degeneriert ist?<br />
Nur ab und zu einmal etwas länger inne halten, auf den Verstand hören oder zumindest mal das Gewissen siegen lassen, das ist wesentlich klüger und sexy, denn man hat länger was davon.<br />
Das alles heißt ja nicht, dass wir keinen Spaß mehr haben dürfen und nur noch asketisch leben sollen. Das alles heißt auch nicht, dass wir uns nicht weiterhin ausprobieren dürfen, wir können trotzdem mit so vielen Menschen zusammen kommen wie wir es für richtig halten. Wir dürfen weiterhin flirten, tanzen und mitgehen, doch ständiger Begleiter sollte zwar nicht die Angst sein, aber das Kondom. Es schützt ja nicht nur vor Aids, sondern auch vor vielen anderen unangenehmen Krankheiten und das sollten wir uns Wert sein. Diese Verantwortung uns und den Geschlechtspartnern gegenüber sollten wir haben, solange wir frei und ungebunden Spaß haben, damit Aids wirklich draußen vor der Tür bleibt.<br />
Auch wenn die Zeitungen nicht mehr voll von Horrormeldungen über Aids sind und die roten Aidsschleifen entweder als Modeaccessoire oder nur einmal im Jahr zum Weltaidstag getragen werden, sollten wir bei all der Schnelllebigkeit langsam wieder anfangen uns zu erinnern und zu begreifen, dass die Krankheit existiert, denn sie steht direkt draußen vor der Tür.</p>
<p>Information und Beratung:<br />
<a href="http://www.aidsberatung.de">www.aidsberatung.de</a><br />
<a href="http://www.gib-aids-keine-chance.de">www.gib-aids-keine-chance.de</a><br />
<a href="http://www.aidshilfe.de">www.aidshilfe.de</a><br />
<a href="http://www.unicef.de/projekte.html?ac=144013"> http://www.unicef.de/projekte.html?ac=144013</a></p>
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		<title>Placer en latinoamericano</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/placer-en-latinoamericano/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2005 09:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Um sich ins Innere des Schwerpunktthemas „Lateinamerika“ zu begeben, sind wir „Amateure“ mal einen etwas anderen Weg gegangen. Statt kräfig in Büchern, Zeitschriftenartikeln und Aufsätzen zu kramen, zogen wir es vor, erst einmal unsere Sinne für diesen Themenkomplex zu sensibilisieren. Dabei legten wir besonderen Wert auf den Geschmackssinn, aber auch Augen und Nase kamen nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um sich ins Innere des Schwerpunktthemas „Lateinamerika“ zu begeben, sind wir „Amateure“ mal einen etwas anderen Weg gegangen. Statt kräfig in Büchern, Zeitschriftenartikeln und Aufsätzen zu kramen, zogen wir es vor, erst einmal unsere Sinne für diesen Themenkomplex zu sensibilisieren. Dabei legten wir besonderen Wert auf den Geschmackssinn, aber auch Augen und Nase kamen nicht zu kurz. Stellvertretend für den ganzen Kontinent traten mexikanisches Essen und chilenischer Wein an, um uns kulinarisch zu begrüßen. Bei diesem Essgelage gab im Einzelnen:<br />
Empanadas, Mexikanischen Reis, Nachos mit Bohnen und Käse, Kartoffelspalten mit Chili-Käse-Sauce, Tequila-Hähnchen, Maisbrot, Chili con Carne und Salsa-Sauce.<br />
Damit ihr selbst erleben könnt, wie Lateinamerika in etwa schmeckt, gibt es einige Genüsse hier zum nachkochen:<br />
<span id="more-129"></span></p>
<p><b>Chili con Carne (für 4-6 Personen):</b></p>
<p>Zubereitungszeit: 20 Minuten, Garzeit: 1 Stunde 20 Minuten.</p>
<p>Zutaten:</p>
<p>1 EL Öl; 1 große Zwiebel, gehackt; 2 Knoblauchzehen, zerdrückt; 1 TL Chilipulver; 1 EL gemahlener Kümmel; 1 kg Rinderhack; 1 Dose Tomaten (400 g), zerdrückt; 250 ml Rinderbrühe; 1 TL getrockneter Oregano; 2 TL Zucker; 2 EL Tomatenmark; 1 Dose Kidneybohnen (400 g), abgespült und abgetropft.</p>
<p>Zubereitung:</p>
<p>1. Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebel bei mittlerer Hitze 5 Minuten dünsten. Knoblauch und Chilipulver und Kümmel dazu geben. 1 Minute kochen.<br />
2. Fleisch zugeben und 5 Minuten bräunen, dabei mit einer Gabel zerkleinern.<br />
3. Tomaten, Brühe, Oregano und Zucker einrühren. Aufkochen, Hitze reduzieren und halb abgedeckt 1 Stunde unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.<br />
4. Tomatenmark und Bohnen einrühren, abschmecken. Bohnen 5 Minuten erhitzen, dann mit Maisbrot servieren, um die Flüssigkeit aufzusaugen. (Rezept für das Maisbrot folgt)</p>
<p>Tipp: anstatt der zerdrückten Tomaten könnt ihr auch fertige Salsa-Sauce aus der Flasche nehmen. Macht das Ganze noch schärfer!!!</p>
<p><b>Maisbrot (für 4-6 Personen):</b></p>
<p>Zubereitungszeit: 10 Minuten, Garzeit: 25 Minuten.</p>
<p>Zutaten:</p>
<p>150 g Polenta (Maisgrieß); 125 g Mehl; 1 TL Backpulver; 1 TL Salz; 1 Ei; 250 ml Buttermilch; 4 EL ÖL</p>
<p>Zubereitung:</p>
<p>Backofen auf 225°C vorheizen. Einen 20 cm großen Topf (mit feuerfestem oder abnehmbaren Stiel) oder eine Auflaufform mit reichlich Maisöl bestreichen. In den Backofen stellen und erwärmen, während der Teig gerührt wird. Die Polenta mit Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen, eine Mulde in die Mitte drücken. Das Ei, die Buttermilch und die 4 EL Öl gut schlagen, in die Mulde gießen und verrühren, bis die Zutaten vermengt sind. Im Topf oder in der Auflaufform 25 Minuten bräunen und fest werden lassen. Gut abkühlen lassen, bis es sich leicht aus der Form lösen lässt und in Stücke schneiden.</p>
<p><b>Tequila-Hähnchen ( für 6 Personen):</b></p>
<p>Marinierzeit: 2-4 Stunden, Zubereitungszeit: 20 Minuten.</p>
<p>Zutaten:</p>
<p>6 Hähnchenbrustfilets; 80 ml Tequila, 170 ml Limettensaft; Öl</p>
<p>Zubereitung:</p>
<p>1. Hähnchen auf einen Teller oder in eine Schüssel legen und mit einem Gemisch aus Tequila und Limettensaft begießen. Abgedeckt 2-4 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, gelegentlich wenden.<br />
2. Öl in der Pfanne gut erwärmen, Hähnchen aus der Marinade nehmen und von beiden Seiten gut anbraten bis sie schön braun sind.</p>
<p>Vorsicht: schmeckt richtig nach Tequila und wir hatten das Gefühl das Hähnchen macht genauso betrunken. So als kleiner Tipp für Fahrer!!!<br />
Tipp: gut mit mexikanischem Reis zu servieren!!!</p>
<p><b>Mexikanischer Reis ( Beilage für 8 Personen):</b></p>
<p>Zubereitungszeit: 10 Minuten, Garzeit: 25 Minuten.</p>
<p>Zutaten:</p>
<p>1 El Olivenöl; 1 kleine Zwiebel, gehackt; 1 Knoblauchzehe, gehackt; 200 g weißer Langkornreis; 125 ml passierte Tomaten; 250 ml Hühnerbrühe</p>
<p>Zubereitung:</p>
<p>1. Öl in einer großen Pfanne oder Topf erhitzen und die Zwiebel darin 5 Minuten weich dünsten. Knoblauch zugeben und 1 Minute andünsten, Reis zugeben und 1-2 Minuten rühren, bis der Reis mit Öl bedeckt ist.<br />
2. Passierte Tomaten und Brühe dazu geben und aufkochen. Bei sehr geringer Hitze abgedeckt 25 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdunstet und der Reis weich ist. Mit einer Gabel auflockern und als Beilage servieren.</p>
<p>Vorsicht: brennt sehr leicht an. Deshalb am Besten dabei stehen bleiben und regelmäßig umrühren!!!</p>
<p><b>Kartoffelspalten mit Chili-Käse-Sauce ( Vorspeise für 4 Personen):</b></p>
<p>Zubereitungszeit. 20 Minuten. Back- und Garzeit: 1 Stunde 20 Minuten.</p>
<p>Zutaten:</p>
<p>4 große Kartoffeln; Öl zum Fritieren</p>
<p>Chili-Käse-Sauce:<br />
30 g Butter; 2 Frühlingszwiebeln, in feine Rinde geschnitten; 1 kleine rote Chilischote, feingehackt; 1 Knoblauchzehe, zerdrückt; 185 g Crème fraiche; 250 g Cheddar, gerieben</p>
<p>Zubereitung:</p>
<p>1. Backofen auf 200°c vorheizen. Kartoffeln 1 Stunde in Alufolie mit etwas Öl backen.<br />
2. Kartoffeln kurz abkühlen lassen, halbieren und etwas ausschaben, dabei ca. 1 cm der Kartoffel an der Schale stehen lassen. Hälften völlig abkühlen lassen, dann noch einmal halbieren.<br />
3. Öl in eine Pfanne geben und Kartoffeln portionsweise frittieren, bis sie knusprig und goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.<br />
4. Für die Chili-Käse-Sauce Butter in einer Pfanne oder Topf zerlassen, Frühlingszwiebeln, Chilischote und Knoblauch zugeben und bei geringer Hitze 1-2 Minuten dünsten. Vom Herd nehmen und Crème fraiche und Cheddar zugeben. Auf den Herd stellen und zu einer glatten Mischung verrühren.</p>
<p>Tipp: um sich etwas Arbeit zu sparen kann man auch fertige Kartoffelspalten nehmen oder sie in einer Friteuse zubereiten (erspart die heißen Fettspritzer am Arm)!!!</p>
<p><b>Que Aprovece!</b></p>
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		<title>Ich niese also bin ich</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2005 20:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Habt ihr euch auch schon manches Mal gefragt, warum in aller Welt die Menschen niesen müssen? Die einen mehr, so wie ich, andere hingegen weniger. Denn wieder einmal sind wir in der nasskalten Jahreszeit angekommen und in Uni, Straßenbahn oder anderswo ist es jetzt ratsam, stets ein Taschentuch parat zu haben, um sich vor militanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habt ihr euch auch schon manches Mal gefragt, warum in aller Welt die Menschen niesen müssen? Die einen mehr, so wie ich, andere hingegen weniger. Denn wieder einmal sind wir in der nasskalten Jahreszeit angekommen und in Uni, Straßenbahn oder anderswo ist es jetzt ratsam, stets ein Taschentuch parat zu haben, <span id="more-122"></span>um sich vor militanten Ich–niese–dir–ins–Gesicht–ohne-Rücksicht-auf–Verluste–Menschen zu schützen.<br />
Warum habe ich bitteschön das Talent, mich immer vor Nieser zu setzen? Die zudem auch meistens sehr bakterienstreufreudig sind? Es gibt nichts Widerlicheres als eine volle Ladung Keime in den Nacken zu  bekommen, aber diese Erfahrung hat zumindest jeder von der Straßenbahn Abhängige schon einmal gemacht. Ich hingegen bin da ganz anders. Meine Nieser sind vornehm und zurückhaltend, um nicht zu sagen: aristokratisch, weil sauber und leise. Neider jedoch sagen, ich niese /nieste wie ein Eichhörnchen, Meerschweinchen, Hündchen oder Kätzchen – die Variationen dieser Beleidigungen sind vielfältig. Selbst völlig fremde Menschen fangen an zu lachen, wenn ich niese. Die Höflicheren unter ihnen unterdrücken das Grinsen wenigstens. Bitteschön, sollen sie doch! Wie schön muss es doch hingegen sein, im lateinamerikanischen Raum einer Allergie oder Erkältung zu frönen, denn dort ergeht „bei wiederholtem Niesen eine Kaskade von guten Wünschen: Salud (&#8221;Gesundheit&#8221;) beim ersten, Dinero (&#8221;Geld&#8221;) beim zweiten und Amor (&#8221;Liebe&#8221;) beim dritten Mal“ (Zitat aus Wikipedia, siehe unten). Toll! Das möchte ich auch gerne mal erleben. Doch der Aberglaube, dass beim Niesen die Seele entweiche, hält sich zu hartnäckig. So heißt es meistens nur spröde: „Gesundheit! Aas verrecke.“ In diesem Sinne wünsch ich euch eine fröhliche Erkältungszeit! Wer dennoch ein unzerstörbares Interesse am Thema Niesen &#038; Co gefunden hat, dem seien die folgenden Seiten wärmstens empfohlen: <em>http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/aktuell/?id=547207</em> und <em>http://de.wikipedia.org/wiki/Niesen</em>. Hier findet ihr zum Beispiel so nützliche Fakten wie die Geschwindigkeit, welche die Luft eines Niesers erreichen kann (richtige Lösung: 160 km/h). Ahoi, ihr Amateure.</p>
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		<title>Fairer Handel</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2005 09:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Geschäft des Genusses verdienen nur Wenige. Und diese Wenigen sind nicht die Bauern. Und wenn die Idee von fairem Handel nicht stärker in das Bewusstsein der Konsumenten gelangt, werden diese Bauern in der Dritten Welt wohl nie den wirklichen Preis ihrer Arbeit entlohnt bekommen. Für die seit nunmehr 30 Jahren bestehende Bewegung hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Geschäft des Genusses verdienen nur Wenige. Und diese Wenigen sind nicht die Bauern. Und wenn die Idee von <strong>fairem Handel</strong> nicht stärker in das Bewusstsein der Konsumenten gelangt, werden diese Bauern in der Dritten Welt wohl nie den wirklichen Preis ihrer Arbeit entlohnt bekommen. Für die seit nunmehr 30 Jahren bestehende Bewegung hat sich aber nach wie vor nichts an ihrem „Motto“ geändert, denn: die „Politik mit dem Einkaufskorb“ sichert Millionen in den Herkunftsländern eine menschenwürdige Existenz und dafür lohnt es zu konsumieren.<br />
<span id="more-117"></span></p>
<blockquote><p>Wer sich mal wieder etwas gönnen möchte, [der] sollte einkaufen gehen. Aber richtig! Darf’s [auch] ein bisschen mehr sein? Ja, mehr Qualität – sozial und ökologisch.“</p></blockquote>
<p> Und damit dieser Qualitätsanspruch dem Kunden garantiert werden kann, tragen fair gehandelte Produkte ein internationales Siegel, vergeben von der „unabhängigen“ Einrichtung <strong><a href="http://www.transfair.org/">Transfair</a></strong>. Diese Einrichtung definiert Kriterien für eine Produktion, die, um ökologisch wertvoll zu sein, Rücksicht auf Natur und Produzenten nimmt. Weitgehend ist die Meinung verbreitet, bei fair gehandelten Produkten handelt es sich lediglich um Produkte, die einen fairen Preis für die Produzenten garantieren sollen. Der Einsatz von Transfair umfasst aber mehr:<br />
<blockquote>„Standard sind umweltverträglich und schonende Anbau- sowie Verarbeitungsmethoden, der [hoffentlich] weitgehende Verzicht von Pestiziden, Dünger und anderen Chemikalien, die soziale Sicherung und <strong>“faire Löhne“</strong> [So gut dieses Idee auch klingen mag, meiner Meinung nach dreht in der ganzen Kette immer noch ein Rad zu viel: Wird denn der hier auf den Ladentisch gelegte Aufpreis im vollen Umfang, dass heißt ohne die Abzüge der Importeure und Verwaltungsapparate, an die Bauern ausgezahlt? Oder erhalten sie am Ende doch nur einen winzigen Bruchteil des Geldes, für welches ich den Aufpreis im Laden zahlt. Ist das   am Ende wieder fair gehandelt?] für die Arbeiterinnen und Arbeiter, die Einhaltung grundlegender Menschenrechte sowie das Verbot von Kinderarbeit.“</p></blockquote>
<p>Gehandelt werden diese Produkte dann hier in Deutschland in rund 800 deutschen Weltläden, sowie in über 20.000 Supermärkten und anderen Einzelhandelsketten (Rossmann bietet fair gehandelten Kaffee im Sortiment an). Somit kann über den fairen Preisaufschlag eine breite Palette von Produkten gefördert werden. Geschichtlich ist das Engagement aus christlich motivierten Gruppen hervorgegangen, die die Ungerechtigkeit (Ausbeutung der Bauern und ihrer Familien) auf den Weltmärkten nicht länger widerspruchslos hinnehmen wollten.<br />
Kaffee ist und bleibt das bekannteste Produkt, das fair gehandelt wird. Daher bietet es sich auch an, am Produkt Kaffee, den Handel von fair verkauften Produkten kurz zu erläutern. Die Palette, geht man in einen Eine Welt-Laden einkaufen oder auch nur „bummeln, ist jedoch weitaus größer und vielfältiger. Neben der wachsenden Produktpalette von Kaffee, das Siegel „Transfair“ ist nicht länger nur noch bei Filterkaffee zu finden, sondern auch auf Espressopackungen und löslichem Kaffe zu sehen, lassen sich Bananen, Honig, Fußbälle oder auch Tee dort finden und neben Kunsthandwerk erwerben.<br />
Schenkt man Statistiken Glauben, so ist Kaffee das beliebteste Getränkt (auch mich verwunderte es, dass in diesem Zusammenhang nicht von Bier die Rede war) in Deutschland. Mit rund 800 Tassen pro Kopf und Jahr (Quelle: siehe Von der Bohne bis zum Pad. In: tazthema fairer handel, Seite IV) rangiert es noch vor Coca Cola und Tee. Traurig bleibt leider anzumerken, dass nur 0,8 Prozent des in Deutschland konsumierten Kaffees aus fairem Handel stammt. Ein möglicher Grund kann der zuweilen abschreckend hohe Preis sein. Denn der geförderte Verkauf von fair gehandeltem Kaffee ist deshalb so hoch, weil der auf dem Weltmarkt gezahlte Preis pro Pfund für „Siegelkaffee“ doppelt so hoch liegt, wie der übliche Weltmarktpreis. Denn nur die wenigsten Verbraucher sind sich darüber im Klaren, welche mühsame Arbeit in der Herstellung von Kaffee steckt. Und auch darüber, zu welchem Preis die Kaffeepflücker dafür entlohnt werden. Eine Ursache für die schlechte Bezahlung war beispielsweise der in den letzen 4 Jahren stark schwankende Weltmarktpreis von Rohkaffee. Überproduktion und Preisdumping waren ausschlaggebend. Um diese extremen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt abzufedern und somit der Abhängigkeit für Kleinbetriebe entgegenzuwirken, gibt es einen garantierten Mindestpreis für die Erzeuger von 126 US-Dollar pro englischem Pfund Rohkaffee. Auch soll mit dem fair gehandelten Kaffee die soziale Absicherung und der Schutz der Gesundheit des Arbeiters gewährleistet und finanziert werden. Wie oben bereits erwähnt, soll auch ein kleiner Beitrag für die Umwelt geleistet werden. Mit einem garantierten Bio- Aufschlag soll bewirkt werden, dass viele fair gehandelte Kaffeesorten in ökologisch verträglicher Landwirtschaft angebaut werden.<br />
<blockquote>“Durch einen Mischanbau unter Schattenbäumen und mit Bodendeckern kann [somit] auf Pestizide und Düngemittel verzichtet werden.“</p></blockquote>
<p> Gut für uns Verbraucher und gut für die Leute vor Ort, die täglich damit in Berührung kommen. Und um den Verbrauchern &#038; den Händlern von Kaffee den umfassenden und gesamten Produktionsprozess, vom Pflücken der Kirschen bis zur Röstung der Bohnen näher zu bringen, ließ das <a href="http://www.gepa.de">Fairhandelshaus gepa</a> eigens einen Film drehen, in welchem zwei Genossenschaften in Costa Rica und Honduras vorgestellt werden. Bei Interesse ist das Viedeo über die gepa zu beziehen (Quelle: siehe Von der Bohne bis zum Pad. In: tazthema fairer handel, Seite IV).<br />
Ein fair gehandeltes Produkt mag durch den höheren Anschaffungspreis vielleicht nicht unbedingt besser schmecken, der Genuss verdoppelt sich jedoch, wenn man die soziale Tat mit dem Erwerb des Produktes in Beziehung stellt. </p>
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		<title>&#8230; und dann bekommst du eine Belohnung!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2005 08:25:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon früh in meiner Kindheit bekam ich diesen Satz zu Ohren und wusste ihn seitdem stets einzuordnen und zu meinem Besten zu nutzen. Damals wollten meine Eltern mich noch mit diesem Satz entweder zum Aufräumen meines Zimmers, zum Lesen eines Buches oder zum Hausaufgaben machen animieren. Sie hielten immer was sie versprachen. Auch wenn die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon früh in meiner Kindheit bekam ich diesen Satz zu Ohren und wusste ihn seitdem stets einzuordnen und zu meinem Besten zu nutzen. Damals wollten meine Eltern mich noch mit diesem Satz entweder zum Aufräumen meines Zimmers, zum Lesen eines Buches oder zum Hausaufgaben machen animieren. Sie hielten immer was sie versprachen. Auch wenn die Art der Belohnung stets anders und manchmal auch unbefriedigend für mich ausfiel, meine Eltern brachen nie ihr Versprechen und belohnten den von mir gezeigten „Ergeiz“.<br />
<span id="more-90"></span><br />
Erst neulich blätterte ich bei strahlend blauem Himmel und 30 Grad Außentemperatur in meinem Zimmer am Schreibtisch sitzend in der wunderbaren Zeitschrift für Populärkultur und Bewegungskunst <strong>LOWDOWN</strong> und stieß auf einen Artikel über ergeizige Surfbretthersteller im sonnigen Bundesstaat Kalifornien. Die Bilder des Artikels <strong>Stumbling Into Giants</strong> ließen mich an vergangene Urlaubs- und Ferientage am Strand im sonnigen San Diego zurück denken. Wie gerne hätte ich jetzt Ferien und würde den Schreibtisch in der Universitätsbibliothek Magdeburg gegen mein Board und Sand in den Schwimmshorts eintauschen, um dem Sonnenuntergang stressfrei entgegen zusurfen. Die Sehnsucht und das Verlangen nach Freiheit und dem damit verbundenen Nichtstun griffen in meinen Gedanken den Teil meines Gehirnapparats an, welcher diszipliniert und wissenshungrig meinen Körper jeden Tag aufs Neue an die Uni schleppt. Wieso dieser Mechanismus des konsequenten Arbeiten und Lernen trotz solcher Bilder, Erinnerungen und bestem Wetter vor meiner Haustür funktioniert?<br />
Ganz einfach. Die Motivation der Belohnung meiner Eltern aus frühen und glücklichen Kindertagen treibt mich noch heute dazu, erst die wichtigen Aufgaben im Moment zu erledigen, um im Augenblick der Erfüllung dieser Aufgaben jetzt schon wartend, die Belohnung in Empfang nehmen zu können. Geändert hat sich nicht viel. Der einzige Unterschied zu damals besteht heute lediglich darin, dass ich mir diese Belohnung selbst in Aussicht stelle. Im August habe ich meine Prüfung fürs Erste hoffentlich mit dem best möglichstem Ergebnis den Korrekteren zur Korrektur gegeben und kann mit meinen Eltern an die Nordseeküste reisen.<br />
Mit dieser Belohnung in Aussicht, die Wellen jeden Morgen und jeden Abend für einen begrenzten Zeitraum sehen zu können, lohnt es sich, die noch zu bewältigenden Aufgaben in Angriff zu nehmen.<br />
<strong>Mag die Sonne derzeit auch noch so verführerisch am Himmel hoch oben stehen und auf mich herab lachen, die Dinge die für eine gute Universitätslaufbahn zu erledigen sind, um später eine aussichtsreiche Anstellung zu finden, erledigen sich leider nicht von selbst. In meinem Leben wird es noch zahlreiche sonnige Tage geben, welche sich zu genießen lohnen. Die Belohnung wird also eines Tages auch für mich in Aussicht stehen.</strong></p>
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		<title>Vans Slip Ons- Eine Leidenschaft die man an den Füssen trägt</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2005 12:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Der etwas andere Schuh. Die Notwendigkeit eines solchen Beitrages lässt sich von Außenstehenden anzweifeln. Der Sinn dieser Liebeserklärung in der nun folgenden Lobhymne wird vielen skurril erscheinen. Das Lebensgefühl und der Umstand des Genusses einer solchen Schuhspezies welche in den 70er Jahren von Opas zum Strandspaziergang genutzt wurde, mag viele Noch-Nicht-Träger abschrecken, doch sollte dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/Vans.JPG' class='alignleft' />Der etwas andere Schuh. Die Notwendigkeit eines solchen Beitrages lässt sich von Außenstehenden anzweifeln. Der Sinn dieser Liebeserklärung in der nun folgenden Lobhymne wird vielen skurril erscheinen. Das Lebensgefühl und der Umstand des Genusses einer solchen Schuhspezies welche in den 70er Jahren von Opas zum Strandspaziergang genutzt wurde, mag viele <em>Noch-Nicht-Träger</em> abschrecken, doch sollte dieser schon fast fanatischen Schuhliebe mit diesem Beitrag Tribut gezollt werden.<span id="more-61"></span>Es war zugegeben Liebe auf den zweiten Blick.<br />
Erstmals kam ich durch einen Freund in Köln mit dieser Sorte Schuh in Berührung. Als Käufer und Bote besorgte ich damals das Original in rot-weiß-karierter Optik und schickte meinen ersten erworbenen Vans Slip On auf die Reise in das wunderschöne Münster. Einen Sommer später bekleidete ein vom Design her anders aussehendes Modell meinen Fuß.<br />
Beklagender Weise ist anzumerken, dass viele Mitläufer mittlerweile in den Geschmack und in den Tritt gekommen sind und das Straßenbild deshalb nun mehr und mehr von dieser ehemals doch seltenen und immer wider belächelten Schuhart bevölkert wird. Ein Mainstream-Opfer ist der Vans Slip On leider geworden. Sein Äußeres wird nun schon in den Medien zur Schau gestellt, die Anzahl der Verkaufsplätze ist schlagartig gestiegen, mein ehemaliger belächelter und von mir mit Bestimmung getragener Weggefährte, ist nun auch an anderen Füßen beheimatet. Kommerz ist eine Hure. Würde ich die Frage an Jetzt-Träger stellen, die Geschichte und Philosophie, welche hinter dem Schuh steht, zu erzählen, so kennt diese kaum jemand. Nur der Optik und der Coolness wegen den Schuh am Fuß öffentlich zur Schau stellen, dass ist schlecht und billig.<br />
Designed und produziert an der Westküste Kaliforniens erblickte der Slip On 1966 anfänglich nur in 3 bis 4 Designvarianten das Meer- und Strandpanorama. Die dünne Gummisohle mit einer Firmenapplikation an der Verse versehen, der Stoffoberschuh mit dem Gummiriemchen zum besseren und bequemeren hineinschlüpfen einfach gehalten, machten den Slip On zu einem perfekten Strand- und Promenadenläufer. Sockenfrei am Fuß lässt sich der Schuh an warmen Sommertagen bestens ausführen. Das Tragen eines solchen Schuhes symbolisiert jugendliche Unbekümmertheit und grenzenlose Freiheit, ein anders „Sein“ wird vom Träger beabsichtigt. Denn der Komfort des nicht vorhandenen Fußbettes kann es nicht sein, was mich jeden Morgen wieder und wieder in dieses Paar Schuhe schlüpfen lässt. Das „Ich“ des Trägers beim Tragen des Slip Ons wird in ein Gefühl von Glück gebettet. Derjenige, der den Schuh jedoch nur als Style-Accessoire zu seiner H&#038;M Jeans ansieht, um dann ein Mitläufer materieller Konsumgeilheit zu sein, verdirbt jeglichen Schuhcharakter.<br />
Wer wirklich zu diesem Schuh steht, ein „Wir“- Gefühl damit in die Straßen dieser Welt trägt, der sollte mich hier verstehen. Ob nun schwarz-weiß-kariert, einfarbig oder mit Blumendesign geschmückt, die Form und die Aussage bleiben die gleich. Die ständig wechselnden Designpalette und die immer wieder neu aufflammende Liebe mit jedem weitern Saisonhighlight werden dieser eher einseitigen, aber dennoch völlig befriedigenden Liebe ein langes Leben bescheren.<br />
Allen Neu-Trägern soll gesagt werden, die schrecklichen Blasen an den Versen und der somit eher negative erste Eindruck werden schon beim wiederholten Tragen allen Schmerz rechtfertigen, denn letzten Endes trage auch ich diese Schuhe doch auch nur, weil mir dieses schwarz-weiß-karierte Muster meiner Slip Ons beim Blick auf die Erde gefallen.</p>
<p>Eine kleine Auswahl vorhandener Varianten:<br />
<img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/VansSlipOnBraun.JPG' alt='' /> <img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/VansSlipOnSummerSpezial_01.jpg' alt='' /> <img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/VansSlipOnWhiteBlackWarpchex.JPG' class='alignleft' />Mehr Infos zu weiteren Modellen und Variationen der Slip On Familie gibt es im Web unter: http://www.vans.com. Dort unter der „SHOP“ auf der Rubrik <em>Classics</em> einfach nach „Deinem“ Modell suchen. Möchstest du mehr über die Geschichte dieser einzigartigen Marke erfahren solltest du den Link zu:<br />
<a href=“http://www.vans.com/history/hs_main.html“>http://www.vans.com/history/hs+main.hlml</a> nutzen. Viel Spaß!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das empfundene Sein einer gesunden Volkswirtschaft</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/das-empfundene-sein-einer-gesunden-volkswirtschaft/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2005 20:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Am gesündesten fühle ich mich an sonnigen Tagen.
Aber auch an trüb verregneten, graukalten Tagen lebt mein Gefühl in sorgenfreien Nachmittagen. Alles, aber auch alles, scheint für immer behütet und wohl aufgehoben in unserer Einfamilienhaus-Siedlung am Rande meiner/ einer Großstadt.

Fernab jeglichen Autobahnlärms, drängelnder, in Eile luftholenden Freizeit-Stressarbeiter stehe ich vor meinem Fenster und betrachte durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am gesündesten fühle ich mich an sonnigen Tagen.<br />
Aber auch an trüb verregneten, graukalten Tagen lebt mein Gefühl in sorgenfreien Nachmittagen. Alles, aber auch alles, scheint für immer behütet und wohl aufgehoben in unserer Einfamilienhaus-Siedlung am Rande meiner/ einer Großstadt.<br />
<span id="more-54"></span><br />
Fernab jeglichen Autobahnlärms, drängelnder, in Eile luftholenden Freizeit-Stressarbeiter stehe ich vor meinem Fenster und betrachte durch die frisch geputzte Scheibe unsere Straße. Kinder laufen zum Bäcker, das Grün der Bäume um die Bushaltestelle herum am nahe gelegenen Park, mit diesen friedvoll wartenden Fahrgästen, zeigt mir eine andere Welt. Der Radfahrer, der mit buddhistischer Ruhe, in die nächste Seitenstraße, vorbei am heranfahrenden Bus, mit heraus gestrecktem linken Arm signalisierend abbiegt, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Der Blick auf die Silhouette des Waldes am Horizont, die Erinnerung an schweißtreibende Waldläufe, gibt mir Kraft. Am liebsten würde ich diesen Augenblick und das damit verbundene Gefühl für jeden sichtbar machen. Alle sollen sich beim Anblick meiner „Heilen Welt“ wohlfühlen. Fast schon scheint mir meine kleine „Heile Welt“ so schön und unnahbar wie die Schneekugel, die ich aus New York mitgebracht hatte und welche nun unverändert, und jeglichen Umwelt- und Zeiteinflüssen von außen trotzend, auf meinem Schreibtisch steht.<br />
Der heranrollende Bus signalisiert sein pünktliches Ankommen mit einem lauten, aber doch vertrauten Motorgeräusch. Beim Anblick des Treibens überkommt mich ein Gefühl der Geborgenheit und unendlicher Stärke. Verträumt stehe ich in einer fremden Welt, die, sobald ich sie verlasse, Heimweh bei mir hervorruft.<br />
Das Grüne der Gärten hinter unserem Haus, die gesunde Luft, der blaue Himmel, die zwitschernden Vögel und die fröhlichen Hauseigentümer geben mir mit jeder Minute, die ich länger am Fenster stehe, das Gefühl einer gesunden Volkswirtschaft. Fast scheint es meine eigene kleine Welt in dieser großen dunklen Stadt zu geben.<br />
Schalte ich den Fernseher mal eine Tag lang nicht ein und verbringe die Zeit nicht mit Nachrichten schauen, lese ich mal einen Morgen zum Frühstück nicht die Zeitung oder schalte zum Duschen nicht das Radio an, so bleibe ich von jeglicher Schlagzeile, die das Kränkeln der Volkswirtschaft zum hundertsten Mal ankündigt, glücklich für den Moment verschont.<br />
Mir geht es gut an solchen Tagen. Ich sitze dann an meinem Schreibtisch.<br />
Trinke Milch und erfreue mich der Zeilen, die ich in mein iBook schreibe.<br />
Ab und zu vergewissere ich mich dann bei einem Blick aus dem Fenster der „Heilen Welt“, die mich in diesen Momenten umgibt. Der architektonische Gedanke einer griechischen Ferienhaussiedlung, alle Häuser unserer Nachbarschaft sind mit blauen Fensterrahmen und einem weißen Hausanstrich versehen, lässt mich immer wieder schmunzeln. Urlaub im eigenen Garten kann so schön sein. Die Gedanken sind frei. Mit lästigen Dingen plagt man sich nicht herum. Kurz gesagt, im Urlaub kann man entspannen und endlich fernab der Heimat abschalten. Und genauso fühle ich mich, nämlich wie im Urlaub, wenn ich aus dem Fenster sehe. Alles scheint so weit weg. Moritz Rinke formulierte in seinem Buch &#8220;Der Blauwal im Kirschbaum. Erinnerungen an die Gegenwart&#8221; folgende treffende Aussage: „Ich hörte, wie der Nachbar die Gartensprenganlage anstellte und wie in der Ferne Hunde bellten. Sonst war es ganz still. Am Rande der Stadt war Berlin plötzlich so anders, so aus der Welt genommen, geruhsam und schön.“<br />
Diese Harmonie wird erst dann gestört, wenn ich mich in die S-Bahn setze und in die Stadt fahre. Hektik kommt auf. Plötzlich wird mir an den bettelnden Menschen um mich herum wieder klar, dieses Gefühl einer gesunden Volkswirtschaft ist leider nur ein Traum. Persönlicher Besitz kann zwar nach Außen hin Gesundheit symbolisieren, aber das Individuum, das dahinter steht, ist vielleicht schon krank.<img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/Sigwinstr.ausdemBadlinks.JPG' class='alignleft' />Meiner naiven Vorstellung nach kann sich doch nur derjenige ein Einfamilienhaus leisten, der vom runden Kuchen ein Stück mit Sahne abbekommt. Und wieder träume ich. Wieviel Kraft muss ein Mensch aufbringen, um einen Kredit von 125.000 € für ein Haus abzuzahlen? Das Opfer, welches meine Eltern und all die anderen Einfamilienhaus-Besitzer tagtäglich aufbringen, ist enorm. Und nur damit ich, wenn ich in einer träumerischen Minute am Fenster stehe, das Gefühl einer gesunden Volkswirtschaft spüre.<br />
Dass die Welt sich trotzdem weiter dreht, Leute entlassen werden, soziale Schicksale immer wieder aufs Neue die Schlagzeilen der Tagespresse füllen, das erfahre ich dann jeden Morgen, wenn auch ich meinen Beitrag zum Brutto- Sozialprodukt beisteuere.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Wunder der Bewegung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2004 07:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein gesunder Geist lebt besser in einem gesunden Körper Frische Luft!
Den Schreibtisch und die Studienaufgaben gegen meine Laufsachen und Laufschuhe, die weiße Tapete meines Zimmers gegen das Grün des Waldes auf meiner Laufstrecke eingetauscht.

Die geistige Befreiung von schier unlösbar erscheinenden Aufgaben beim ersten Schritt in eine Zeit der körperlichen Bewegung eingeleitet und die Herausforderung angenommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gesunder Geist lebt besser in einem gesunden Körper Frische Luft!</p>
<p>Den Schreibtisch und die Studienaufgaben gegen meine Laufsachen und Laufschuhe, die weiße Tapete meines Zimmers gegen das Grün des Waldes auf meiner Laufstrecke eingetauscht.<br />
<span id="more-35"></span><br />
Die geistige Befreiung von schier unlösbar erscheinenden Aufgaben beim ersten Schritt in eine Zeit der körperlichen Bewegung eingeleitet und die Herausforderung angenommen, der Freiheit meiner Fantasie neue Wege zu geben, ist das befreiendste und wohl angenehmste Gefühl der nächsten Stunde.[Lassen wir die körperliche Ertüchtigung mit dem anderen Geschlecht in einer lauen Sommernacht bei offenem Kamin und einem Glas oder einer Flasche Sekt auf der Dachterrasse, in einer Stadt deiner Wahl hier einmal außen vor.]<br />
Den Akku wieder aufladen!<br />
Kilometer fressen!<br />
Das Gefühl, den inneren Schweinehund zu überwinden, einfach nur zu laufen, ist unbeschreiblich. Das Gefühl nach einer erfolgreich gelaufenen Runde, die Beine schmerzen, das Seitenstechen will einfach nicht weniger schmerzvoll werden. Erst diese kleinen Weggefährten zeigen dir, das hier war real und die zu kommende Belohnung soll ungeahnt schön werden! Sich nach solch einer freiwilligen Tortur unter die Dusche stellen zu können, das Wasser belebt deine gefühllosen und von Krämpfen geplagten Muskeln wieder, ist es jedes Mal wieder wert rauszugehen.<br />
Der Gleichschritt mit Mutter Natur auf der Strecke ist so befreiend, der geistige Austausch mit dem eigenen Körper ist so intensiv, nichts mehr kann und soll dich auf deiner Reise zum Ziel so beschäftigen.</p>
<p>Die nervliche Anspannung am Schreibtisch lässt sich für mich am einfachsten durch eine erholsame Laufeinheit entkrampfen. Der Blick auf das Wesentliche meiner zu bewältigenden Arbeit eröffnet sich erst durch die Distanz zu ihr. Der sportliche Antrieb treibt meine Verbissenheit zur Perfektion am Schreibtisch zu neuen Ufern. Die Belohnung einer Kombination aus einem gesundem Geist und einem gesundem Körper lässt sich nicht anders und einfacher erreichen. </p>
<p>Interessiert?<br />
Der Aufruf als Muss zur körperlichen Betüchtigung um die Früchte deiner Arbeit ernten zu können, soll mit dieser Aufzeichnung nicht erzwungen werden.<br />
Ein Denkanstoss soll auf diesem Weg lediglich gegeben werden, die körperliche Anspannung auf dem Weg zu einem erfolgreichen Ziel zu lösen.<br />
Spielst du ein Instrument oder befriedigt dich Kochen um abzuschalten?<br />
Bringt dich vielleicht der allwöchentliche Haushaltsputz wieder auf andere Gedanken? &#8211; Es ist ganz egal, was Du anstellen wirst, um dir den Kopf für das Wesentliche frei zu machen. Finde einfach einen Weg, einen, der zu Dir passt, der dich bei seiner Ausübung völlig beansprucht und geistig fordert.<br />
„Laufen soll einen geistig fordern“, wird der eine oder andere sich jetzt fragen? Ich verspreche keine Wunder, doch habe ich mich nie so befriedigt und gefordert gefühlt &#8211; na ja, bis auf diese eine schönste Sache der Welt natürlich &#8211; wie beim Laufen. Es geht mir hierbei nicht um irgendwelche Zeiten oder sportliche Vergleiche zu anderen. Die eigene Stärke sich auf das Wesentliche und Wichtige in der gegebenen Aufgabe zu konzentrieren, hat mich um Jahre am Schreibtisch weiter gebracht. Ergeiz habe ich nun in beiden Disziplinen, das Ziel stets vor Augen.<br />
Der Berg ist noch lange nicht erklommen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nur die Liebe zahlt</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/nur-die-liebe-zahlt/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2004 07:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>amateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[zwei Stücke von Marco, Marian, Martin und Uwe

Hakim betritt am Dienstagmorgen den Hot-Dog-Stand „Harry’s Hot Dogs”, öffnet die Luke und erblickt seine Stammkundschaft:
Dietmar (Zange) und Wilfried (Friedel).
Dietmar:    Morjen Hakim. Wilfried nickt und hebt die Hand.
Hakim leise: Guten Morgen. Beginnt mit den Vorbereitungen.
Dietmar:    Wie issen mit Bier? Gibs schon?
Hakim öffnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>zwei Stücke von Marco, Marian, Martin und Uwe<br />
<span id="more-34"></span><br />
Hakim betritt am Dienstagmorgen den Hot-Dog-Stand „Harry’s Hot Dogs”, öffnet die Luke und erblickt seine Stammkundschaft:<br />
Dietmar (Zange) und Wilfried (Friedel).</p>
<p>Dietmar:    Morjen Hakim. Wilfried nickt und hebt die Hand.<br />
Hakim leise: Guten Morgen. Beginnt mit den Vorbereitungen.<br />
Dietmar:    Wie issen mit Bier? Gibs schon?<br />
Hakim öffnet eine Packung Würstchen: Na klar.<br />
Wilfried:    Zweie!<br />
Hakim geht zum Kühlschrank, holt zwei Dosen Pils und<br />
stellt sie auf die Theke. Beide öffnen ihre Büchsen.<br />
Dietmar:    Weste was? Nimmt den ersten Schluck.<br />
Wilfried:    Prost. Nimmt seinen ersten Schluck. Wassen, Zange?<br />
Dietmar:    Also, ich war heut schon bein Penny. Kippen holen.<br />
Wilfried:    Jehst ar oft nach Penny!<br />
Beide trinken Bier. Die Blicke gehen auseinander.<br />
Eine Straßenbahn fährt lärmend vorbei.<br />
Dietmar:    Na, da ist doch die kleene Blonde. Weeste?<br />
Wilfried:    Die vonne Kasse?<br />
Dietmar:    Jenau die, Friedel.<br />
Wilfried:    Wassen mit der?<br />
Dietmar:    Na, die war heut nicht da. Setzt an.<br />
Wilfried schaut verwirrt: Wie?<br />
Dietmar:    Na die Kantije hat kassiert.<br />
Wilfried:    Und?<br />
Dietmar zu Hakim: Noch zwei Rollen, Hakim. Stellt die leeren Dosen<br />
auf die Theke. Na, ich dachte die Kleene ist da.<br />
Wilfried:    Hmm.<br />
Dietmar:    Die findste doch och schmuck!<br />
Wilfried:    Is schon ne nette.<br />
Dietmar:    Eben! Und die hat mich neulich och so anjeguckt.<br />
Wilfried zuckt mit den Schultern: Echt.<br />
Dietmar:    Na anders halt. Dich guckt se nich so an.<br />
Wilfried:    Wenn de meinst.<br />
Dietmar:    Ich hab das Jefühl, die will was von mir.<br />
Wilfried:    Biste dir sicher?<br />
Dietmar:    Felsenfest, Friedel. Haste nich jemerkt, dass die janz anders<br />
zu mir ist?<br />
Wilfried:    Nö.<br />
Dietmar:    Na, guck dir die Kantije an. Sacht nix, guckt enen nich an<br />
und zieht immer sone Flabbe. Und die kleene Blonde ist<br />
anders. Nimmt einen Schluck. Wie soll ichen das saren?<br />
Dreht sich fragend zu Hakim um und wendet sich zu<br />
Wilfried zurück. Besser.</p>
<p>In einer Espressobar mit Blick auf das Geschäftsviertel sitzen<br />
Bernhard und Hartmut vor ihrem Kaffee.</p>
<p>Hartmut:     Du weißt doch, dass ich neulich in Chile auf einem<br />
Kongress gewesen bin? Bernhard nickt zustimmend. Dort<br />
hat mir ein Kollege aus Montreal ein Weingut empfohlen.<br />
So einen runden, fruchtigen Wein hast du noch nicht<br />
getrunken. Nimmt einen kurzen Schluck Kaffee.<br />
Und dieser furiose Abgang!<br />
Bernhard: Das klingt interessant. Du kommst ja richtig ins Schwärmen,<br />
Hartmut.<br />
Hartmut:     Deshalb habe ich mir auch schon einmal zwei Kisten<br />
schicken lassen. Komm doch einfach morgen Abend bei uns<br />
vorbei, dann trinken wir eine Flasche zusammen. Silke freut<br />
sich garantiert. Willst Du nicht jemanden mitbringen?<br />
Bernhard: Nein. Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee ist.<br />
Hartmut überrascht: Hast du etwa endlich jemanden kennengelernt?<br />
Bernhard sichtlich verlegen: Ähm&#8230;na&#8230;ich glaube schon.<br />
Hartmut:     Mensch. Na das freut mich ja. Erzähl doch mal, wer ist sie?<br />
Bernhard: Ehrlich gesagt weiß ich nicht viel über sie.<br />
Hartmut:     Na wie sieht sie denn aus? Das weißt du doch wenigstens,<br />
oder?<br />
Bernhard: Ja, natürlich. Sie ist klein hat wunderschöne blonde Haare,<br />
leuchtend eisblaue Augen und ein Lächeln&#8230;versinkt<br />
in Gedanken<br />
Hartmut:  Bernhard mein Freund, du bist ja verliebt.<br />
Bernhard Wangen laufen rot an: Ach Quatsch. Ich finde sie einfach nur<br />
attraktiv.<br />
Hartmut:     Wie du meinst. Was weißt du denn noch über sie? Muss<br />
man dir denn alles aus der Nase ziehen? Was macht sie<br />
zum Beispiel beruflich?<br />
Bernhard noch immer rot: Äh, sie arbeitet&#8230; Denkt nach. Bei einem<br />
großen Lebensmittelkonzern&#8230;ist dort im Rechnungswesen.<br />
Hartmut:     Da hast du dir ja eine echte Karrierefrau ausgesucht mein<br />
Freund. Wie habt ihr euch denn kennengelernt?<br />
Bernhard: Äh, ganz zufällig halt, beim Einkaufen.<br />
Hartmut:  Und wie geht es jetzt weiter mit euch?<br />
Bernhard: Tja. Schaut aus dem Fenster. Ich werde wohl öfters<br />
einkaufen gehen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frauen und Informatik wie Fisch und Fahrrad?</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/frauen-und-informatik-wie-fisch-und-fahrrad/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2004 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[A woman called the Canon help desk with a problem with her printer. The tech asked her if she was “running it under Windows”. The woman responded: “No, my desk is next to the door. But that’s a good point. The man sitting in the cubicle next to me is under a window, and his [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A woman called the Canon help desk with a problem with her printer. The tech asked her if she was “running it under Windows”. The woman responded: “No, my desk is next to the door. But that’s a good point. The man sitting in the cubicle next to me is under a window, and his is working fine.”<br />
<span id="more-36"></span></p>
<p>Wer kennt sie nicht, die Witze über Frauen und Technik. Frauen haben keine Ahnung, verstehen kein Wort und sind auch sonst nicht besonders interessiert an so Dingen, die fernab jeglicher weiblicher Natur erscheinen.<br />
Ja und weiter? Wie sieht es denn im IT-Bereich aus? Frauen und Informatik, passt das zusammen, oder ist das etwas, das einander nicht braucht – wie Fisch und Fahrrad?! (Anm.: Angelehnt an den (nicht unumstrittenen) Satz „Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad“, ein Spruch der Frauenbewegung, der mit dem alten Vorurteil aufräumen sollte, eine Frau ohne Mann sei nur ein halber Mensch.)<br />
Historisch gesehen war Programmierung ein Frauenberuf, der schon seit den 40er Jahren existiert. Die als wichtiger angesehene Hardware blieb den Männern überlassen. Mit der zunehmenden Entwicklung von Programmiersprachen, Betriebssystemen und weiteren Anwendungen in den 50ern trat die Software allmählich in den Vordergrund, und ihre Wichtigkeit wurde verstärkt erkannt. Gleichzeitig vermännlichte sich der Beruf in zunehmendem Maße. Es ist sogar so, dass mit der Einführung des Informatikunterrichts an den Schulen und den PCs in den Haushalten Mitte der 80er Jahre die Frauenbeteiligung am Informatikstudium kontinuierlich sank. Für Deutschland bedeutet das ein Sinken von etwa 20-25% auf 7-10%.<br />
Ein vorherrschendes kulturell männlich kodiertes Verständnis von Technik und ein Verständnis von Informatik als Ingenieurswissenschaft haben zu Einseitigkeiten, also einer männlich definierten Computerkultur und Informatik geführt, die Frauen weitgehend ausschließt. Dies bringt eine<br />
einseitige Prägung des Fachs mit sich. Dieses von Männern für Männer Gemachte zieht Männer stärker an als Frauen. Frauen bringen sich deshalb auch nicht mit ihren Prägungen ein, mit der Wirkung: Informatik und Computer sind und bleiben eine männliche Domäne, so Britta Schinzel (Professorin für Informatik und Gesellschaft an der Universität<br />
Freiburg). Eine Gesellschaft kann nur Vorteile daraus ziehen, wenn Frauen ihre Fähigkeiten in alle Lebens- und Arbeitsbereiche einbringen.<br />
Laut statistischem Bundesamt liegt der Prozentsatz von Studentinnen in der Informatik in Deutschland derzeit noch immer unter 15%. Der Vergleich zu anderen Ländern zeigt, dass dies nicht so sein muss. In Zahlen: Schweden hat einen Anteil von 38%, Irland 36% und England immerhin 25% (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2001 und 2002/3).<br />
Auch wenn Frauen das Internet weniger nutzen als Männer (März 2004 Frauen = 47% und Männer =64,1%), ist eine positive Entwicklung bei den Mädchen zu verzeichnen. Während bei Jungen mit Computererfahrung der Anteil an Internetnutzern nur um fünf Prozentpunkte angestiegen ist, fiel der Zuwachs bei Mädchen doppelt so stark aus (plus elf Prozentpunkte). Somit zählen erstmals mehr computererfahrene Mädchen (62%) als Jungen (58%) zu denen, die zumindest selten das Internet nutzen (Studie KIM 2003 &#8211; Kinder und Medien).<br />
Also&#8230;Fisch und Fahrrad? Nein! Auch Frauen sind zunehmend auf Kenntnisse im Bereich der Informatik angewiesen und wollen augenscheinlich auch vermehrt dazulernen (es gibt mittlerweile schon einen Informatikstudiengang für Frauen an der Hochschule Bremen).<br />
Und auch die Mädchen scheinen sich nicht vom männlich geprägten Internet abschrecken zu lassen und gestalten es mit – heute und in Zukunft.<br />
Weitere Links zum Thema Frauen und Informatik:<br />
http://www.werde-informatikerin.de/<br />
http://www.frauen-informatik-geschichte.de/<br />
http://www.powercat.de/</p>
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		<title>Die Kraft des G´s</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2004 03:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich, als Ur-Magdeburger, wenn man das nach 21,5 Lebensjahren von sich behaupten kann, muss da mal was über die Sprechgewohnheiten in unserer schönen Stadt loswerden.
Es ist kein großes Problem für mich, ich empfinde es auch nicht als störend oder besonders angenehm. Eigentlich find ich es zuweilen recht amüsant, wenn ein Magdeburger seiner Redekunst freien Lauf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich, als Ur-Magdeburger, wenn man das nach 21,5 Lebensjahren von sich behaupten kann, muss da mal was über die Sprechgewohnheiten in unserer schönen Stadt loswerden.<br />
Es ist kein großes Problem für mich, ich empfinde es auch nicht als störend oder besonders angenehm. Eigentlich find ich es zuweilen recht amüsant, wenn ein Magdeburger seiner Redekunst freien Lauf lässt.<br />
<span id="more-10"></span><br />
Abgesehen von unseren freundlichen Nachbarn, den Sachsen, die mich immer wieder in meinem Glauben bestärken, unser Dialekt (wenn es denn einer ist) ist doch was Feines, hab ich das Gefühl, dass viele Menschen die ungewollte Flexibilität und Kraft unseres hiesigen G´s nicht richtig einordnen können.<br />
So vielseitig, wie das G in unseren Breiten auftritt, ist es nirgendwo anders zu finden (behaupte ich mal). Mit spielender Leichtigkeit versteht es der Magdeburger, aus dem „G“ ein „CH“ zu machen oder ganz nach Belieben auch mal ein „J“. Das das „G“ dann natürlich auch als gesprochenes „G“ auftritt, versteht sich von selbst, ist aber meist auch nur am Wortanfang zu finden und wirkt ansonsten irgendwie ein wenig unpassend.<br />
Ein Paradebeispiel für die Kraft des G´s ist der Name meiner Stadt an sich: „Machdeburch“ (enthält sojar zwei unterschiedliche „CH“-Formen, der Hammer!). Weiterhin fasziniert mich die Wirkung des G´s auf das Wort gelegentlich: „jelejentlich“. Klasse! Genauso wie „jejen“. Oder der Klassiker: „Justav jib Jas, in Jommern jibts saure Jurken“.<br />
Die Hardcore-Verbalisten unter uns gehen da noch einen Schritt weiter: „jrillen“ oder „jrüßen“ sind auch in ihrem Wortschatz zu finden. Janz jroßer Sport!<br />
Also, wer sich als wahrer „Machdeburjer“ versteht und die Kraft des G´s nicht versiejen lassen will, soll einfach frei nach Schnauze sprechen und das jewollte Erjebnis kommt von janz allein.<br />
Für diejenigen, denen das nicht so leicht von den Lippen jeht oder nicht in diesen Breitenjraden aufjewachsen sind: Sprachpraxis jibt’s bei mir!!!<br />
In diesem Sinne: „Schön juten Tach“!</p>
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		<title>DB oder das ewige Gefühl des Wartens</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2004 03:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Wichtigeres, doch muss auch einmal so etwas gesagt werden!
Der Versuch, ein Zugticket bei der DB schnell zu erwerben, stellt jedes Mal einen neuen Wettlauf mit der Zeit dar. Betritt man den Servicebereich der Verkaufstelle im Magdeburger Hauptbahnhof, steht man oft mit dem einen Fuß in der Ankunfts- und mit dem anderen in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Wichtigeres, doch muss auch einmal so etwas gesagt werden!</p>
<p>Der Versuch, ein Zugticket bei der DB schnell zu erwerben, stellt jedes Mal einen neuen Wettlauf mit der Zeit dar. Betritt man den Servicebereich der Verkaufstelle im Magdeburger Hauptbahnhof, steht man oft mit dem einen Fuß in der Ankunfts- und mit dem anderen in der Verkaufshalle. Geduld ist die Tugend, die ein jeder mitbringen sollte. Der Anfang der Schlange ist vom Ende aus nicht zu erkennen, der lange Weg zum Verkaufsschalter, Ziel dieses Unternehmens, scheint ewig.<br />
<span id="more-3"></span><br />
Rucksäcke, Reisetaschen, große und kleine Reisende, Rentner und Erwerbslose, Schüler oder Studenten haben sich in die Schlange eingereiht um ein gültiges Ticket zu erwerben. Der Unmut der Gleichgesinnten ist nicht zu überhören. Kollektives Stöhnen, Meckern und Fluchen scheinen als Hintergrundmelodie die Zeit des Stehens und Wartens zu begleiten.</p>
<p>Es geht einfach nicht weiter. Die gefühlt gewartete Zeit erscheint einem ewig. Der in 10 min abfahrende Zug gilt als unerreichbar. Und wer ist schuld? Die verlorene Zeit sollte einem am besten ersetzt werden! Schaut man jedoch beim Betreten der Verkaufshalle auf die Uhr und vergewissert sich nach Abschluss des Geschäfts der wirklich gewarteten Zeit, so trügt das Gefühl. Denn die Zeit, die man glaubhaft durch das Gefühl beim Warten abgestanden hat, ist nur gefühlsmäßig so endlos lang. Im Schnitt verbringt der Wartende jedoch 2-3 min in der Schlange, könnte somit seinen Zug just in time schaffen.</p>
<p>Was jedoch verstärkt das Gefühl der ewigen Warterei?</p>
<p>Wer ist schuld an diesem Zustand? Vergewissert man sich der Anzahl der eingerichteten Schalter im Verkaufsraum und betrachtet man dann die aktuell mit Verkaufspersonal besetzten Plätze, so scheint eine Erklärung gefunden. Nur die Hälfte aller Arbeitsplätze ist besetzt. Die speziell ausgewiesenen Schalter für privilegierte Kunden der Bahn sind immer leer, die Dame dahinter verweist einen dann jedoch immer wieder an das Ende der langen Schlange. Sie ist einfach nicht zuständig, denn es könnte ja einmal einer kommen, der diesen extra Service in Anspruch nehmen muss, und dann stehst du da und er muss&#8230; warten.</p>
<p>Willkommen in der Mittelklasse!</p>
<p>Ein weiteres und viel schlimmeres Vergehen ist die Inanspruchnahme der Fahrplanauskunft am Schalter durch Rentner. Dass der ausgewählte Zug des Pensionärs erst in einem halben Jahr den Bahnsteig 1 verlassen wird, er aber jetzt schon genaue Informationen braucht, sich nicht einig über die 1. oder 2. Klasse ist und somit meine/ unsere kostbare Zeit einfach so vergeudet, ist schlimm. Das Personal am Schalter kann für die schlechte Laune der nachfolgenden Kunden nichts. Gut gelaunt versuchen sie die Wünsche zu bearbeiten.</p>
<p>Nicht alles ist schlecht bei der DB&#8230;</p>
<p>Das Verkaufspersonal am Schalter ist stets um ein freundliches Auftreten bemüht, die Preise sind moderat (in Anbetracht der einschlägigen Werbebanner, die uns dies suggerieren), doch sollte man sich einmal Gedanken in der Verkaufsstelle Magdeburg machen inwieweit man einen Expressschalter in Betracht ziehen sollte! Am Kölner Hauptbahnhof beispielsweise gibt es drei dieser genialen Schalter. Wenn man vor Reiseantritt noch schnell ein Ticket braucht erfüllt sich dieser Wunsch in Sekunden. Das überteuerte Nachlösen im Zug entfällt, ein jeder ist glücklicher und von mir aus können die nur so mit Freizeit umherwerfenden Rentner dann auch 5 Stunden am Schalter stehen und das Bahnpersonal beschäftigen.</p>
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