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	<title>Der Amateur &#187; Sender &amp; Empfänger</title>
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		<title>Das Buch der Bücher</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 14:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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Es gibt Dinge im Leben, deren Sinn man trotz aller Bemühungen nie ganz versteht. Was hat die Liebe zum gedruckten Wort etwa damit zu tun, in Messenhallen mit der Gemütlichkeit einer Shopping-Mall, eingezwängt in einer Herde dick bebeutelter Menschen und von ihr zwischen Regalen und Verkaufsständen, Druckwerken und Durstlöchern, Hörbüchern und Bockwürsten hindurch umhergetrieben zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/07/Buch-der-Bücher-Blog.jpg" alt="Das Buch der Bücher" width="500" height="375" class="alignnone size-full wp-image-753" /></p>
<p>Es gibt Dinge im Leben, deren Sinn man trotz aller Bemühungen nie ganz versteht. Was hat die Liebe zum gedruckten Wort etwa damit zu tun, in Messenhallen mit der Gemütlichkeit einer Shopping-Mall, eingezwängt in einer Herde dick bebeutelter Menschen und von ihr zwischen Regalen und Verkaufsständen, Druckwerken und Durstlöchern, Hörbüchern und Bockwürsten hindurch umhergetrieben zu werden? <span id="more-748"></span>Es ergibt doch keinen Sinn, Bücher wie Autos oder Fernseher auszustellen, weil sich ihre Qualität erst im vollständigen Lesen zeigen kann. Liegt es an meiner ausgeprägten Misanthropie, oder stehen Büchermessen nicht tatsächlich im Gegensatz zum Charakter des Lesens als einer ganz persönlichen, in geistiger Zurückgezogenheit ausgeführten Tätigkeit? Nur die alleinige Konzentration auf den Text ermöglicht, neben der bloßen Wahrnehmung der einzelnen Wörter, auch das Erleben und Verstehen des Geschriebenen. Aus genau diesem Grund ist ein Leser nicht multitaskingfähig. Lesen ist schlicht eine interaktionsfreie Oase. Einfach mal den Mund halten und die Finger weg von Computer, Handy und ihren unzähligen Verwandten.<br />
Das Buch – Hörbücher zähle ich ausdrücklich nicht dazu – konnte sich erstaunlich lange der Digitalisierung unserer Lebenswelt widersetzen. In dieser Welt digitaler Medien und grenzenloser Interaktion ist es zu einem Anachronismus geworden. Nun bröckelt allerdings auch noch diese letzte analoge Festung. So galt auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse bereits ein Schwerpunkt dem elektronischen Buch. Elektronische Dokumente gibt es beinahe schon so lange, wie es Computer gibt, demnach eine gefühlte Ewigkeit. Vor allem Dateien im .pdf-Format begegnen uns ständig bei unseren Reisen ins Innere des Netzes. Dennoch konnten sie sich bisher, jenseits wissenschaftlicher Publikationen, nicht als ernstzunehmender Ersatz für ihre gedruckten Geschwister etablieren. Dies liegt in erster Linie daran, dass diese sogenannten e-books bis jetzt in ausreichender Qualität nur am Computer selbst gelesen werden konnten. Lesen bedeutet für die meisten Menschen jedoch Entspannung, welche allerdings nur für  wenige vor dem Computer zu erreichen ist; da helfen auch nicht die kleinsten und leichtesten Notebooks. Computer, auch wenn sie noch so mobil sein mögen, sind nun mal vor allem Arbeitsinstrumente, wenn es dabei auch Ausnahmen geben mag. Schon die Haltung die man vor ihnen zwangsläufig einnimmt schränkt die Möglichkeiten des entspannten Lesens erheblich ein.<br />
Inzwischen scheint diese technische Hürde aber überwunden. Es gibt nun Geräte, zum Teil sogar handlicher als ein gedrucktes Buch, deren Displays ermüdungsarmes Lesen ermöglichen. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, e-books direkt aus dem Internet zu kaufen und kabellos zu laden. Zusätzlich können Zeitungen oder Magazine abonniert werden und das alles, ohne die Lesegeräte mit einem Computer zu verbinden. Da begrenzte Speicherkapazitäten heutzutage und zumal bei dem vergleichsweise geringen Speicherplatzbedarf von e-books keine wirkliche Einschränkung bedeuten, fassen diese Geräte ganze Bibliotheken. Dabei unterbieten sie in Größe und Gewicht sogar einige Taschenbücher. Neben der praktischen Bequemlichkeit ist ein grundlegender Vorteil offensichtlich. Gegenüber gedruckten sparen elektronische Bücher erhebliche Ressourcen ein, und schonen damit die Umwelt; wobei der Stromverbrauch der Lesegeräte allerdings nicht vergessen werden darf. Hinzu kommt der partizipative Aspekt von e-books, welcher keinesfalls vernachlässigt werden sollte. Diese Technologie ermöglicht es jedem Menschen, sein eigenes Buch zu veröffentlichen, unabhängig von den kommerziellen Vermarktungschancen seines Inhalts. Zudem ist im Vergleich die elektronische Version eines Buches naturgemäß stets deutlich günstiger als die gedruckte. Bücher, bei denen das Urheberrecht (in Deutschland nach 70 Jahren) erloschen ist, können sogar kostenlos aus dem Internet geladen werden. Die beste Möglichkeit dafür bietet das internationale gemeinnützige „Project Gutenberg“.[1] Das bereits 1971 gegründete Projekt kann inzwischen auf ein Angebot von über 25.000 Büchern in mehr als 20 Sprachen verweisen und die Zahl wächst stetig weiter. Gut 500 e-books davon sind in deutscher Sprache erschienen, unter anderem Werke Heinrich Heines und Franz Kafkas, aber auch englische Klassiker von William Shakespeare. Eines haben alle e-books gemeinsam: Die Möglichkeit zur Volltextsuche. Vor allem  im Umgang mit Sach- und Fachtexten ist dies von unschätzbarem Vorteil.<br />
Trotz dieser überzeugenden Möglichkeiten werden die neuen Lesegeräte für e-books vermutlich keine technische Revolution ähnlich der Digitalisierung der Fotografie auslösen. E-books stoßen auf eine Mauer von Vorurteilen, welche die Vorbehalte die es gegenüber der Digitalfotografie anfangs gab, in ihrer unerschütterlichen Resistenz bei weitem übertreffen. Diese grundsätzliche Ablehnung liegt nicht unbedingt in einem irrationalen Technik-Skeptizismus lesender Menschen begründet. Der Grund betrifft vielmehr die Natur des Lesens als einer enttechnisierten Zone unseres Alltagslebens. Weitaus stärker als in der Musik oder Fotografie sind im gedruckten Buch Information und Medium in einzigartiger Form miteinander verschmolzen. Die Ablösung des Textes von seinem Träger ist daher ungleich schwerer zu vollziehen, was schon an der Bezeichnung „e-book“ deutlich wird. Während zum Lesen nie mehr nötig war als das Medium Buch selbst, sind wir bei Musik und Fotografie seit jeher an die Verwendung mechanischer Abspiel- bzw. Aufnahmegeräte gewöhnt. Der Umstieg von der Analog- zur Digitaltechnik war so nur ein vergleichsweise kleiner Schritt, welcher zudem fast nur Vorteile gegenüber der Handhabung und Qualität der bisherigen Technologie bot. Das Lesen eines elektronischen Buches erfordert eine weitaus größere Umstellung, nicht nur in der Bedienung, sondern vor allem in der Haptik. Das Blättern und Streichen durch eine Fülle dünner Papierseiten und der Geruch gedruckter Worte sind eng mit dem eigentlichen Leseerlebnis verbunden. Hinzu kommt, dass Bücher über etliche Jahrhunderte zu einem wichtigen Statusobjekt und Wohnaccessoire geworden sind, auf das vor allem sich für gebildet haltende Menschen nicht verzichten können. Bourdieu hätte diesen Zweck als Distinktion bezeichnet. Hesse und Sartre werden eben im Wohnzimmer nicht nur aufbewahrt, sondern leisten ihren Beitrag zur Abgrenzung und Verortung innerhalb der Gesellschaft. Ein vermeintlich prall gefülltes Lesegerät wird diese Aufgabe nie erfüllen können.<br />
Angesichts der Vorteile von elektronischen Büchern mögen diese Gegenargumente häufig irrational klingen, doch Poesie und Belletristik pfeifen schließlich auch auf Vernunft. Indessen wird bei der Auseinandersetzung mit dem Thema oft eines missverstanden: Es ist keinesfalls eine Frage des Entweder/Oder. Am Beispiel der Digitalfotografie wird deutlich, dass auch digitale Technik gedruckte Medien nicht zwangsläufig überflüssig macht. Ganz im Gegenteil sie kann dazu beitragen Auswahl und Qualität zu verbessern.<br />
Einen entscheidenden Vorteil könnte der Durchbruch der e-books auf jeden Fall haben:  Büchermessen bestehen in Zukunft vielleicht nur noch aus Lesungen. Auf Regale mit sinnlos ausgestellten Büchern oder Prospekten sowie auf Menschen- und Beutelmassen könnte dann endlich verzichtet werden.</p>
<p>[1] Achtung, nicht zu verwechseln mit dem deutschen kommerziellen Angebot „Projekt Gutenberg“.</p>
<p>Project Gutenberg: <a href="http://www.gutenberg.org">http://www.gutenberg.org</a></p>
<p><em>Foto von noellium auf Flickr<br />
(<a href="http://www.flickr.com/photos/designosophy/2298109777/">http://www.flickr.com/photos/designosophy/2298109777/</a>)</em></p>
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		<title>Internetprojekte als libertärer Faktor &#8211; Kiva</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 23:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Kiva]]></category>
		<category><![CDATA[libertär]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Dynamik, die große Nutzergruppen in Web-Communities entfalten, wird zu kommerziellen Zwecken in Produktbörsen wie Ebay oder Amazon genutzt. Auch unkommerzielle Projekte á la Wikipedia, die jedoch einen libertären und aufklärerischen Anspruch formulieren, konnten sich sehr erfolgreich etablieren. Daneben gibt es weitere, weniger bekannte Internetprojekte mit sozial wertvollem Hintergrund, von denen in loser Folge einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dynamik, die große Nutzergruppen in Web-Communities entfalten, wird zu kommerziellen Zwecken in Produktbörsen wie Ebay oder Amazon genutzt. Auch unkommerzielle Projekte á la Wikipedia, die jedoch einen libertären und aufklärerischen Anspruch formulieren, konnten sich sehr erfolgreich etablieren. Daneben gibt es weitere, weniger bekannte Internetprojekte mit sozial wertvollem Hintergrund, von denen in loser Folge einige vorstellt werden.</p>
<p><a href="http://www.kiva.org"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/amateur_kivalogo.png" alt="Kiva logo" title="amateur_kivalogo" width="250" height="111" class="size-medium wp-image-587" /></a><br />
<span id="more-560"></span><br />
Armut, und zwar existenzielle Armut, macht es selbst hoch motivierten Menschen in vielen Winkeln der Erde nahezu unmöglich, aus eigener Kraft eine menschenwürdige Lebensgrundlage zu entwickeln, geschweige denn sozial aufzusteigen. Die non-profit Organisation <a href="http://www.kiva.org">Kiva</a> bietet empörten Internetbenutzern eine Plattform, aktiv etwas daran zu ändern, indem sie finanziell schwache Kleinunternehmer unterstützen, ohne den Umweg über aufgeblähte Hilfskonzerne gehen zu müssen. </p>
<p><strong>Mikrokredite statt Almosen</strong></p>
<p>Kiva existiert seit Ende 2005. Vermittelt werden Kleinkredite an Einzelpersonen und Gruppen fernab blühender ökonomischer Landschaften, so nach Kambodscha, Bolivien oder Togo. Das nötige Kleingeld stellen Mitglieder der Kiva-Community, also möglicherweise bald auch Du, in selbst gewählten Anteilen zur Verfügung. Ein Netzwerk unkommerzieller Mikrofinanzeinrichtungen, genannt Field Partners, stellt vor Ort den Kontakt zwischen Kreditnehmerinnen und Kiva her, verwaltet Kreditvergabe und -rückzahlung und sorgt über ihre Landeskenntnisse für eine transparente und seriöse Abwicklung, wie sie der Wohlwollenden aus der Ferne sonst nicht möglich wäre (*). Nach eigenen Angaben hat Kiva bisher 22 Millionen Dollar an Krediten vergeben; 100% der verliehen Gelder kommen bei den Field Partners an.</p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/amateur_kiva.jpg"><img src="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/amateur_kiva-300x67.jpg" alt="" title="Kiva-Profil" width="300" height="67" class="alignleft size-medium wp-image-568" /></a><br />
Kreditnehmer werden in Profilen präsentiert, so dass Einblick in Lebenssituation, unternehmerische Pläne und benötigte Kredithöhe möglich ist. Dadurch können Kiva-Mitglieder gezielt bestimmte Personenkreise und Geschäftsabsichten fördern. Es wäre z.B. denkbar, dass frau gezielt eine Gruppe afrikanischer Frauen bei landwirtschaftlichen Unternehmungen unterstützen will. Oder dass man der Meinung ist, sein verliehenes Geld sei sinnvoll bei einem bolivianischen Einzelunternehmer angelegt, der in einem Dorf einen Internetzugang eröffnen möchte und  es so nebenbei der Dorfbevölkerung ermöglicht, sich über faire Marktpreise für ihre Produkte zu informieren. Der Gewinn der Kreditnehmerinnen bildet die ökonomische Basis für eine freiere und stärker selbst bestimmte Lebenssituation, so dass es ihnen in Zukunft möglich wird, alleinverantwortlich zu handeln. Zudem müssen sie sich nun nicht mehr von Kredithaien auffressen lassen, die Kleinkredite üblicherweise mit zweistelligen monatlichen Zinsen belegen.</p>
<p><strong>Risiko</strong></p>
<p>Jeder Kiva-Kreditgeber trägt sein Ausfallrisiko allerdings selbst und erhält, was für ein gemeinnütziges Projekt ohnehin klar sein sollte, keine Zinsen. Das Ausfallrisiko wird durch die akkreditierten Field Partners vor Ort abgeschätzt; diese wiederum sind auf der Kiva-Webseite über eine Skala bewertet, da es eben Stellen auf dieser Welt gibt, an denen  Lebensrisiken größer als an anderen ausfallen. <a href="http://www.kiva.org/about/risk/overview">Risiken </a> existieren auf der Ebene der Unternehmer (z.B. durch Zahlungsunfähigkeit), der Field Partners (z.B. durch Missmanagement) und der Lebensräume (z.B. durch Kriegshandlungen). Mit einer Erfolgsrate von 97,6% zurück gezahlter Kreditsummen liegt Kiva in etwa gleichauf mit pofitorientierten Mikrofinanzinstitutionen.</p>
<p>Dem Kreditgeber bleibt es überlassen, ob er Menschen in stärker gefährdeten Regionen, die aber möglicherweise auf einen Mikrokredit umso eher angewiesen sind, beleiht und dadurch ein höheres Ausfallrisiko in Kauf nimmt. Der Geldtransfer erfolgt über Paypal, wobei der Dienstleister hier netterweise auf die Transaktionskosten verzichtet. </p>
<p><strong>Schöne Sache, das</strong></p>
<p>Die über Kiva praktizierte Art von Unterstützung armer und ärmster Menschen ist vermutlich besonders effektiv, weil so Eigeninitiative und Selbstverantwortung gefördert werden. Im Gegensatz zu Spenden, die anschließend „weg“ sind, wird das zurück gezahlte Geld wahlweise auf das eigene Konto zurück gebucht oder erneut an weitere Kreditnehmerinnen geliehen, so dass ein Fluss an Förderung entsteht. Die Umsetzung ermöglicht eine zumindest ansatzweise Einsicht in die Lebenswelt der Kleinunternehmerinnen und eine Idee davon, welche Schicksale sich hinter dem Bedürfnis nach einem Kleinkredit verbergen. </p>
<p>Die Kiva-Webseite liefert etliche Hintergrundinformationen zu Aufbau und Funktionsweise der Organisation. Über Kiva Geld zu verleihen ist, einen bereits vorhandenen Paypal Account voraus gesetzt, unkomplizierter als Homebanking. Kiva.org ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie etablierte Bausteine kommerzorientierter Webseiten zu einem unterstützenswerten Zweck eingesetzt werden können (&#8221;Shopping Basket&#8221;, Geld-Transaktion, Weiterempfehlung an Freunde&#8230;). Beeindruckend ist dabei, dass Kiva auf eine große Community von Förderwilligen bauen kann, die das Konzept nun schon seit einigen Jahren trägt und die nach Statistik der letzten Woche alle 21 Sekunden eine Verleihtransaktion ausführt. Nutzer können sich in Teams zusammen finden; das Nutzerteam mit dem größten Verleihvolumen sind dabei die &#8220;Atheists, Agnostics, Skeptics, Freethinkers, Secular Humanists and the Non-Religious&#8221;, nicht aber die &#8220;Kiva Christians&#8221; &#8211; eine Tatsache, die Kiva sympathisch macht. </p>
<p>=======================================================</p>
<p>(*) Dazu eine Anmerkung: schon das vor 150 Jahren entwickelte Raiffeisen-Modell basiert auf dem Selbsthilfe- und Solidaritätsprinzip. Das 1976 in Bangladesch vom späteren Friedensnobelpreisträger  Muhammad Yunus initiierte Programm der Mikrokredite, nach dem heute viele Mikrofinanzinstitute in den Entwicklungsländern arbeiten, ist inzwischen leider von profitorientierten Fondsgesellschaften als Geschäftsfeld entdeckt worden.</p>
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		<title>Pause</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 01:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/A38JHHCQ7-s&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/A38JHHCQ7-s&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Brainwashing &#8211; Gehirne im Weichspülgang</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 07:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[ Wundersame Werbewelten. Ein Land jenseits von Gut und Böse, die Grenze zur Debilität unumkehrbar überschritten. Sein Souverän: flauschige Vogelküken und nackerte Wonneproppen, die aus großflorigen Badetüchern die Beisichgebliebenen grüßen. Seine Hauptstadt: Alzheimer City. Weiße Riesen waschen die Gehirne der Konsumenten windelweich und blütenfrisch, untermalt von endlosen Seifenopern.
Dieser Idylle vorgelagert ist ein Suburbia namens Leno®. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.jpg' title='lenor_mystery_640.jpg'><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.thumbnail.jpg' alt='lenor_mystery_640.jpg' class='alignleft' /></a> Wundersame Werbewelten. Ein Land jenseits von Gut und Böse, die Grenze zur Debilität unumkehrbar überschritten. Sein Souverän: flauschige Vogelküken und nackerte Wonneproppen, die aus großflorigen Badetüchern die Beisichgebliebenen grüßen. Seine Hauptstadt: Alzheimer City. Weiße Riesen waschen die Gehirne der Konsumenten windelweich und blütenfrisch, untermalt von endlosen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seifenoper">Seifenopern</a>.<br />
Dieser Idylle vorgelagert ist ein Suburbia namens Leno®. Seinen Bewohnern konnte dank ihrer voraus getragenen Duftmarke bisher unaufwändig aus dem Weg gegangen werden. Das soll sich nun jedoch ändern: was gestern noch eine aufdringlich müffelnde Lauge war, die für teuer Geld hochtechnologisch in Klärwerken dem Abwasser abgerungen wurde, ist zu <a href="http://www.lenor.de/mystery">Lenor Mystery</a> mutiert worden. Und das geht dann wahrscheinlich so:<br />
<span id="more-209"></span><br />
*) Man bezahle mehrere Büroetagen zynischer Kreativer dafür, einen sehr teuren Haufen Durchfall zu produzieren: Brainstorming. Jeder muss und alle dürfen mal, denn auch der Teufel scheißt bekanntlich immer auf den größten Haufen.<br />
*) Auf deren Output hin mische man ein Quartett greller Farben in seinen Weichspülfusel und mache so aus nur einem drögen Konsumprodukt gleich vier: das Li-La-Laune-Leno®. Immerhin hat das schon zu der Zeit sehr gut funktioniert, als die Zielgruppe noch Kind war und man ihr billigst gefrorenes Wassereis mit Bunt drin andrehen konnte.<br />
*) Indem man das ganze &#8220;Mystery Collection&#8221; nennt, suggeriere man, es ginge darum, sich Weichspülerplastikflaschen als edle Sammlerobjekte in die Schrankwand zu stellen.</p>
<p>Dass es zwar Zeitgeist ist, vor den Problemen einer technisierten Welt in Aberglaube, Ex-und-Hopp-Esoterik und das Bildzeitungshoroskop zu flüchten, ist den Fachleuten der Werbewirtschaft natürlich nicht verborgen geblieben. Dass die zivilisationsmüde Kauflustige Waschmaschine, TV, www und Fernreisen ausgiebig in Anspruch nimmt, aber auch. Zumindest ein Teil deponiert sehr gerne ihre Nöte gegen Einwahlgebühren bei den scheinselbstständigen Angestellten von Call In TV-Sendern, die Engelskontakte, Bernsteinorakel, &#8220;Bestellungen beim Universum&#8221; und weitere wunderliche Hirnerweichungen versprechen. Von dieser Ausgangsposition gilt es, die moderne Familienmanagerin in einer grandiosen Werbekampagne abzuholen:<br />
*) Imperativ ausgeschalte Slogans der Sorte<br />
<blockquote>Erleben Sie, wie Lenor Mystery Sie jeden Tag mit geheimnisvoll-fazinierenden Düften aufs Neue verzaubert</p></blockquote>
<p> sind ihre stahlbetonbewehrten Eckpfeiler.<br />
*) Bilder von weich gezeichneten, anorektischen Backfischen in Engelsgewändern stehen für Mysteryaffinität, erzeugen gleichzeitig die nötige Reinheitssymbolik.</p>
<p>Damit ist das Großhirn nun bereits schön bräsig weichgespült. Ein Auswringen des Stammhirninhalts nach Art eines nassen Feudels wird allerdings erst möglich durch den Einsatz des Klischées, der ferne Osten sei ein Hort zwangsläufiger und immer währender <a href="http://www.stern.de/politik/panorama/613783.html?">Weisheit und Spiritualität</a>: ab ins Nirvana.<br />
*) Eine mit Grafiksoftware intensiv nachbearbeitete Darstellung eines Sonnenuntergangs wie aus einem idealen Südseeurlaub-Fotoalbum lenkt ab von unschönen Realthemen wie Umweltverschmutzung durch Waschzwang.<br />
*) Ein <a href="http://www.spotfever.de/seiten/single_spot.php?spot_id=374">TV-Werbespot</a>, unterlegt mit rammdösigen Möchtegern-Exotik-Sounds, verspricht eine allumfassende Beeinflussung der Zielgruppe hin zur Kaufhandlung. Töne wirken bekanntermaßen stark auf das Gefühlszentrum und dienen hier offenbar dazu, den Restverstand zu betäuben und die gewünschte hypnotische Wirkung zu programmieren, die dann später am Kaufregal den Griff zur Flasche bewirken soll.<br />
*) Aufbau und Betrieb einer <a href="http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.jpg">Webseite</a> gehören im aufsteigenden Spätmittelalter genau so zu jeder anständigen Einflüsterung wie demnächst wieder die Hexe auf den Scheiterhaufen. Das Angebot &#8220;Ihre Sumatra Duftpostkarte&#8221; befriedigt, ergänzt durch das &#8220;Mystery Tagesorakel&#8221;, den latenten Wunsch nach mehr Exotik in der grauen Waschküche und ist fast so stilvoll, wie im Bumsbomber mit Badeschlappen an den Füßen billig nach Thailand zu jetten. Mit Stammeleien wie </p>
<blockquote><p>Seit Jahrtausenden bestimmen die Menschen ihren Weg mit dem Lauf der Sterne, indem sie versuchen, die Zeichen des Himmels zu deuten. Das Mystery-Orakel offenbart die Kräfte aus der Unendlichkeit</p></blockquote>
<p>werden die Seitenbesucher zur Eingabe ihres Geburtsdatums bewegt. Daraus lassen sich dann leicht Statistiken ableiten, die es dem <a href="http://www.transnationale.org/companies/procter_gamble.php">Herstellerkonzern</a> vermutlich völlig pragmatisch ermöglichen werden, die Konsumenten noch gezielter aufzuweichen. Ein Besucher erhält zum Dank vorformulierte Satzbausteine mit zweifelhafter Zeichensetzung aus dem Content Management System:</p>
<blockquote><p>
Ihr Wohlfühltipp des Tages<br />
Lassen Sie sich heute nicht von Ihrer Meinung abbringen so kommen Sie weiter!
</p></blockquote>
<p>Das zu Rate gezogene Expertenteam lässt sich nicht von seiner Meinung abbringen und krönt sein Redesign damit, die altbekannte Pampe in <a href="http://www.lenor.de/classic">Lenor Classic</a> umzubenennen, so aus dem überholungsbedürftigen Normalen von gestern das angeblich edle Tröpfchen für heute zu destillieren. Diese Art der Nostalgie hat ja schon in der braunes-Zuckerwasser-mit-CO2-Branche ein Vorbild. </p>
<p>Mysteriöserweise wurde es aber als überflüssig empfunden, die bunte Seifenlauge biologisch abbaubar zu gestalten, um über solches Handeln tatsächlich tiefgründiges Weltbewusstsein und grenzenlose Weisheit zu demonstrieren. </p>
<p><strong>Alzheimer für Fortgeschrittene: vergiss es.</strong></p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/lenor_mystery_640.jpg' alt='lenor_mystery_640.jpg' /></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
<strong>Randbemerkungen</strong></p>
<p>Weichspüler wurden in den Testberichten der Zeitschrift Ökotest aus den Jahren 1999 und 2000 generell als nicht empfehlenswert beurteilt.<br />
Auch nicht die Erleuchtung, aber immerhin eine im konventionellen Handel erhältliche, biologisch weitgehend abbaubare Alternative zu herkömmlichen Waschmitteln ist das &#8220;Frosch&#8221;-Waschmittel. </p>
<p>Alle Markennamen, Warenzeichen und eingetragenen Warenzeichen, die in diesem Beitrag genannt werden, sind Eigentum Ihrer rechtmäßigen Eigentümer und dienen hier nur der Beschreibung.</p>
<p><strong>Links</strong></p>
<p>&#8220;The brands are our references. They want to be our friends, fill our imagination, bring self-fulfilment and relief, promise success and happiness. They claim they help build a better world. Beyond the image, what is the reality?&#8221; Quelle: <a href="http://www.ethishop.org/aide.php">ethishop.org</a></p>
<p>Brainwashing &#8211; es funktioniert! Oder werden <a href="http://www.ciao.de/Lenor_Mystery_Shangri_La__7753690">solche Beiträge</a> gezielt in Auftrag gegeben?</p>
<p>Eigenwerbung einer Klitsche, die Visualisierungen für die Werbefilmbranche produziert:<br />
&#8220;Entstanden sind drei Spots für “Weißer Riese” Megaperls und “Weißer Riese” Sommerfrische. In allen Spots wurden nahezu alle Einstellungen nachbearbeitet. Dazu gehörte das Hinzufügen von Flecken auf Nenas Hemd, das Ausmaskieren und Ersetzen des Himmels, das Retuschieren der Originalblüten sowie die Farbkorrektur im Online System 844X. Eine Hauptaufgabe bestand darin, in den Spot für das Sommerfrische Gel in 3D Studio Max generierte Blüten einzufügen, welche sich an die Originalblüten anlehnen sollten. Es entstanden zwei Einstellungen, in denen Blüten in die Luft geworfen werden und diese fallen. Des weiteren wurden im Packshot Blüten im Gras hinzugefügt.&#8221; <a href="http://www.capture-mm.de/de/weisser_riese_megaperls.htm">Quelle</a></p>
<p>Die nächste Runde im Werbewahnsinn ist eingeläutet:<a href="http://printfuture.ingridszurowski.de/?p=49">3D-Werbeposter</a></p>
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		<title>Maschinenübersetzungslyrik</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 20:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[Objet trouvé, gefunden auf dem www-Portal alicun.com. Originaltext spanisch, auf deitsche Sprack abgerufen, ganz offensichtlich automatisch übersetzt:
Vergessen Sie nicht, um unsere Bedingungen in zu lesen und anzunehmen der verbundene Messwert. , wenn Sie fortfahren, materielle unsere zu verwenden, verstehen wir, die sie annehmen, andernfalls sollten das Netz nur lassen
Die Quantität der Frontseiten, die hier rechts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Objet trouvé, gefunden auf dem www-Portal alicun.com. Originaltext spanisch, auf deitsche Sprack abgerufen, ganz offensichtlich automatisch übersetzt:</p>
<blockquote><p>Vergessen Sie nicht, um unsere Bedingungen in zu lesen und anzunehmen der verbundene Messwert. , wenn Sie fortfahren, materielle unsere zu verwenden, verstehen wir, die sie annehmen, andernfalls sollten das Netz nur lassen</p>
<p>Die Quantität der Frontseiten, die hier rechts erscheinen, sie sind real, sind sogar Bargeld die, die gerade gestiegen sind, das heißt, daß das Maß durchgeführtes Al dieselben wie die Besuche online ist, in der realen Zeit</p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - maschinenuebersetzungslyrik.mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - maschinenuebersetzungslyrik.mp3)</a><br /><br />
<span id="more-208"></span><br />
Das Format der Netzänderungen und wird von der unterschiedlichen Form entsprechend der Auflösung des Besuchers gezeigt, für den, wenn Sie merken, daß etwas Abstände selbst oder glauben, das das Design krank ist, wir Ihnen danken, die verwenden unsere FOREN , Beständigkeit der möglichen Störung zu lassen, uns dem Forscher erklärend, die verwenden und der Auflösung oder dem Brunnen schicken uns eine Post das Problem erklärend. (wenn es etwas Ausfall ist, versprechen wir soviel, ihn hinsichtlich der Antwort zur ganzer Post zur grösseren Kürze zu reparieren.) Aber, bevor Sie lesen sollten FAQ , daß dort die Antwort</p>
<p>Seien Sie, sind wir fortfahren zu sagen, möglich, daß wir alle Sie, damit uns mehr Leute kennen Sie, Sie wählen einmal am Tag in irgendwelchen der Oberseiten, die wir der Name des Netzes mit Freunden und bekannten in jedem möglichem Platz haben, kommentieren, (Foren, email, Programme p2p, um Musik abzusteigen, etc..) benötigen, </p>
<p>Wenn Sie mitarbeiten wollen, oder will einfach Besuche ändern, wenn Sie zusammenarbeiten oder Besuche einfach ändern möchten, kann etwas der folgenden 4 Punkte tun:</p>
<p>Unternehmen für Foren: Wenn von etwas Forum eifrig seien Sie und dieses Unternehmen nehmen Sie, hilft uns, zu steigen das pagerank. Mit den Codes der Fahne oder der Taste können wir Änderung tun. (sie tritt in Verbindung). Wenn Sie ein Netz haben und ein Search Engine der Vorwahlknöpfe setzen möchten, kann dieses setzen (ein Service scheint mehr als Ihr Netz), </p>
<p>vergessen Sie nicht von:<br />
uns Frontseiten zu schicken<br />
zu denken, um zu verbessern</p></blockquote>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p>Download as <strong><a href="http://www.deramateur.de/audio/elfenbeinku3ste - maschinenuebersetzungslyrik.mp3">mp3</a></strong> (right click->save target as)</p>
<p><!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width: 0" src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.png"/></a><br />
<small>This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.</small><br />
<small></p>
<p></small></p>
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		<title>Gewusst wie – Fremdsprachenlernen mit Tandem-Kursen und Sprach-Lern-Podcast – Studenten suchen neue Wege zum kulturellen Austausch</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/gewusst-wie-%e2%80%93-fremdsprachenlernen-mit-tandem-kursen-und-sprach-lern-podcast-%e2%80%93-studenten-suchen-neue-wege-zum-kulturellen-austausch/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2007 12:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/gewusst-wie-%e2%80%93-fremdsprachenlernen-mit-tandem-kursen-und-sprach-lern-podcast-%e2%80%93-studenten-suchen-neue-wege-zum-kulturellen-austausch/</guid>
		<description><![CDATA[Was früher Pflicht, ist heute Kür. In der Schule quälte man sich mit Latein, Englisch, Französisch oder Russisch. Heute sucht man ganz von selbst fremdsprachliches Neuland. Welche Zeit für solche kühne Eroberungszüge bietet sich da wohl eher an als die Studienzeit? Studenten haben im Allgemeinen  &#8211; so hört man &#8211; viel Zeit. Dass viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was früher Pflicht, ist heute Kür. In der Schule quälte man sich mit Latein, Englisch, Französisch oder Russisch. Heute sucht man ganz von selbst fremdsprachliches Neuland. Welche Zeit für solche kühne Eroberungszüge bietet sich da wohl eher an als die Studienzeit? Studenten haben im Allgemeinen  &#8211; so hört man &#8211; viel Zeit. Dass viele der angehenden Akademiker diese Zeit auch sinnvoll nutzen, wissen die wenigsten. Während des Studiums erlernen viele Hochschüler nebenbei eine weitere Sprache. Die Gründe hierfür sind verschieden. Der eine müht sich mit Vokabeln und Grammatik für das Studium oder den Beruf ab, der andere wiederum lernt, weil er den kulturellen Austausch im Urlaubsland mit Einheimischen sucht. Schaut man den Studenten an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über die Schulter, so sieht man nicht selten neben Seminararbeiten und kopierten Vorlesungstexten spanische oder tschechische Wörterbücher. Doch besuchen die Studenten hier nicht nur die herkömmlichen Sprachkurse, sondern gehen durchaus auch neue Wege.<span id="more-176"></span></p>
<p>   So hat zum Beispiel der Computervisualist Marian Dörk die Möglichkeit genutzt, über das Sprachenzentrum der Uni einen „Tandem“-Partner zu finden. Mit einem solchen Kurs kann der Sprachinteressierte früher erworbene Kenntnisse auffrischen. Dies schien ihm die ideale Vorbereitung für sein letztes Jahr absolviertes Auslandssemester in Chile. Die Aussicht auf unkomplizierte Kommunikation mit den Menschen vor Ort motivierte ihn.</p>
<p>   Beim «face-to-face Tandem» traf er sich dazu einmal wöchentlich mit einer mexikanischen Austauschstudentin. Idealer Weise sollte jedem der Partner bei einem Treffen die Hälfte der Zeit gehören. In den zwei Stunden ihres Treffens redeten sie über die Uni, Mexiko und den Alltag in Deutschland. Erst eine Stunde Spanisch und dann eine Stunde Deutsch. Warum er keinen Spanischkurs an einer Sprachschule belegte?  Er hoffte, mit dem Tandem-Kurs eine natürliche, freiere und geselligere Atmosphäre des Lernens zu finden. Gut vorbereitet saß er dann ein Semester später im Flieger nach Chile und freute sich nun, endlich sein aufgefrischtes und verbessertes Spanisch anzuwenden.</p>
<p>   Doch nicht jeder Sprach-Lern-Willige läuft an einem Aushang in der Uni vorbei und findet so auf Anhieb zu dieser idealen Lösung. Der Markt bombardiert den Suchenden mit den vielfältigsten Angeboten, vom Anfängerkurs über Einzel- oder Gruppenkurse bis hin zu Sprachreisen; es kommt einfach nur darauf an, was der Sprachinteressierte im Speziellen sucht. Die herkömmlichen Institutionen bekommen mehr und mehr Konkurrenz durch die neuen Medien: so ist es zum Beispiel möglich, mit Hilfe einer «Webcam» über den heimischen Computer den Lehrer aus Spanien zu sehen und so Unterricht zu gestalten. Oder man besucht eine Internetseite, auf welcher «Sprach-Lern-Podcasts» herunter geladen werden können. Einmal auf den MP3-Spieler aufgespielt, ist der Sprachunterricht auf diese Weise jeder Zeit und an jedem Ort möglich.</p>
<p>   Neben seinem Tandem-Kurs versuchte Marian sein Spanisch auch durch ein solches Sprach-Lern-Podcast zu verbessern. Eher zufällig sei er auf diese Möglichkeit gestoßen, mobil Spanisch zu hören und auch anzuwenden; er nutze den Podcast (über das Internet abonnierbare Sprach- und Tondateien) zur Sprachpflege. Das System der einzelnen Lektionen ist nach dem Prinzip der alten Sprach-Lern-Kassetten aufgebaut. Zweisprachig wird der Lernende von einem Lehrer durch die Lektionen begleitet. Anfangs werden die Arbeitsanweisungen noch in Englisch gegeben. Mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad werden die Anweisungen dann nur noch in der Zielsprache formuliert. Für jede Lektion steht dabei eine ausführliche Vokabel- und Grammatikliste zum Download zur Verfügung.</p>
<p>Der Fremdsprachenlernwillige sollte sich am Anfang jedoch immer die Frage nach seinem Lernstand stellen. Beginnt er bei Null an, sollte er von einem Tandem-Kurs oder einem Sprach-Lern-Podcast Abstand nehmen. Hier wäre der in Sprachschulen angebotene Klassenunterricht ideal, denn Sprach-Lern-Podcast kann die Grundlagen der Grammatik nicht vermitteln. Der klassische Fremdsprachkurs in einer Sprachschule sollte dann besucht werden, wenn Sprachkompetenz im Lesen und Schreiben erlernen werden sollen. eine Sprache kann jedoch nur durch aktive Anwendung gelernt werden und ein Tandem-Kurs kann hier wirklich hilfreich sein. Also: &#8220;Rauf aufs Tandem und losgelernt!&#8221;</p>
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		<title>Da kiekste, wa? &#8211; Ick und der Jakob und Berlin!</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/da-kiekste-wa-ick-und-der-jakob-und-berlin/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Jan 2007 08:22:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Literaturkritik
Ein Mann macht mit seinem Hund einen Spaziergang. Ein Anderer kommt ihnen entgegen. Der Hundebesitzer meint abwinkend: „Keene Angst, der Hund tut dir nich beeßn!“
„Der Hund beißt dich nicht“, erwidert der Mann.
„Nee, nee, der Hund beeßt DIR nich!“
„Beißt DICH nicht!“,
nun ist der Hundebesitzer verwirrt:
„Hä, aba warum sollern mir beeßn, mir kennta doch!?“
Verstehste, mir beeßn, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Literaturkritik</p>
<p>Ein Mann macht mit seinem Hund einen Spaziergang. Ein Anderer kommt ihnen entgegen. Der Hundebesitzer meint abwinkend: „Keene Angst, der Hund tut dir nich beeßn!“<br />
„Der Hund beißt dich nicht“, erwidert der Mann.<br />
„Nee, nee, der Hund beeßt DIR nich!“<br />
„Beißt DICH nicht!“,<br />
nun ist der Hundebesitzer verwirrt:<br />
„Hä, aba warum sollern mir beeßn, mir kennta doch!?“<br />
Verstehste, mir beeßn, mir kennta doch!!!!!!<br />
Ich hau mich weg, aber Jakob, was ist los, hast du den Witz nicht verstanden? Nun mal Butter bei die Fische, du bist keen Berliner, wa?<br />
<span id="more-170"></span><br />
Naja ist doch ganz einfach, Berliner schmunzeln darüber, du legst nur deine Stirn in Falten. Ist aber nicht so wild, hast dir ja viel Mühe gegeben mit deiner „Gebrauchsanweisung für Berlin“. Und schon der Einstieg ist sehr lustig, und Jakob, haste echt gut gemacht, dich in demütiger Haltung zu geben, denn du hast richtig erkannt, die Berliner sind schon ein sehr eigenes Völkchen. Und du als Leipziger hast es erfasst. Diese Gebrauchsanweisung hätte auch kein geborener Berliner geschrieben (und lesen werden es auch die wenigsten), denn schließlich ist es ja so: <em>„Ein echter Berliner würde sich doch niemals dazu herablassen, einem anderen etwas über Berlin zu erzählen. Wozu auch? Der Berliner hat kein Bedürfnis, irgend jemandem etwas über seine Stadt zu erzählen. Was soll es groß zu sagen geben? Berlin ist die beste Stadt der Welt, wer was anderes behauptet, bekommt Schläge.“</em><br />
Ob ich mich wieder finde? Weil <em>„ein echter Berliner niemals irgendetwas in Leipzig gut finden würde“?</em> Na, das will ich jetzt so nicht beantworten, unser Gespräch wird ja schließlich in Leipzig gelesen und da möchte ich es mir nicht so schnell verscherzen. Aber du hast Recht, <em>„denn ein bißchen ist es mit Berlin wie mit den USA: Wer auf dem Staatsgebiet geboren ist, hat automatisch Mitbürgerstatus. Alle anderen haben ein Problem.“ </em><br />
Nee, Jakob, ist schon richtig, Berlin besteht aus mehreren Städten, haste genau erfasst und deine nette Erläuterung zur Entstehung der Stadt ist auch sicher interessant – nur halt nicht für Berliner, wa.<br />
Du hast so schön die Eigenschaften der einzelnen Bezirke und &#8211; huch, schau an, ein Berliner benutzt doch noch das Wort &#8211; den Kiez beschrieben. Mitte ist Mitte, Prenzlauer Berg Schickimicki und F’hain die Szene, aber sind wa mal ehrlich, das steht in jedem Reiseführer. Nee, wirklich, hab ich gesehen, abgepreist bei Kaufhof, nur 4,90.<br />
Was ich nicht so toll fand? Ach, Jakob, du als Wahlberliner weißt doch, auch die Berliner schauen sich die Sehenswürdigkeiten an, gut, sie deklarieren sie vielleicht nicht so, doch jeder von uns war auf der Museumsinsel, im 100er Bus, in der Synagoge, bei den Ramones, am Brandenburger Tor und auf dem Fernsehturm. Mensch, da haben wir früher Kindergeburtstag gefeiert. Also warum unterstellst du uns Desinteresse? Ja, da sieht man, dass du doch nicht alle Ecken kennst, oder wolltest du sie nur versteckt halten?<br />
Ah, daher weht also der Wind du Wicht. Hätt mich auch gewundert, wenn du keine Alternative zum teueren Fernsehturm wissen würdest. Is schön da, wa? Ja gefällt mir auch besser, sind halt nicht die ganzen Touris da.<br />
Was toll war? Na ganz klar „Beschleunigter Dialog“, schön, dass du gerade stellst, dass wir nicht unfreundlich sind, es ist die Berliner Schnauze. Jetzt besteht Hoffnung, dass ein Fremder nicht mehr unsere Gespräche stört, nur weil er Angst hat wir streiten. Sicher die Umgangsformen sind rau, aber <em>der Inhalt ist pure Höflichkeit.</em> Unsere Busfahrer schnauzen zwar den Fahrgast an, auf den man warten musste, weil sein Sprint zu langsam war, aber er darf mitfahren. In anderen Städten schnauzt man vielleicht nicht rum, aber der Bus ist weg. Ja und da sind wir auch bei der nicht bestehenden Hass-Liebe, denn es ist wirklich nur Hass den wir gegenüber der BVG empfinden. Dein Tipp für alle Gäste lange vor den Automaten zu stehen um dann unbezahlt auszusteigen, ist übrigens für uns fatal, was sollen wir denn dann machen? Die BVG ist zwar blöd, aber auch diesen Trick durchschauen Frau Müller und Herr Schulze.<br />
Du hast das ja auch wieder ausgeglichen, Jakob, keine Angst. Deiner Schwärmerei für das Berliner Nachtleben kann ich mich nur anschließen, toll das es hier bis „in die Puppen geht“ und man auch am Sonntag 4.39h noch ein tolles Essen bekommt und die Bahn fährt, denn „das dicke B oben an der Spree“ hat die Müllabfuhr und die anderen die Sperrstunde, so oder so ähnlich.<br />
Ja, das fehlt Leipzig, auch all die verschiedenen Clubs, ach hör mir auf, da bekomm ich ja Heimweh. Aber nun lenk nicht ab. Du wagst es zu behaupten, wir hätten kein Geschmack beim Essen und das Bier wär „nicht soo toll“? Was fällt dir ein! Wir haben tolle Buden, der Atze macht dir Rot-Weiß so gut wie kein zweiter und lieber ne Flasche Bier als Freund, als ne Flasche als Freund! Wenn es mal gediegener sein soll, dann geh zur Oranienburger oder Hufelandstraße. Du meinst, das ist alles nur Fassade? Jetzt pass mal auf Keule, bei uns ist das halt einfach cooler, kann ja keiner was dafür, dass sich graue Mäuse hier unwohl fühlen und sich über „komisch gekleidete“ Leute wundern. Für uns ist das normal. <em>„Der Begriff >normal< ist in Berlin außerordentlich weit gefasst.“ </em>. Deshalb ziehen ja auch so viele hierher, die anderswo auffielen. </em><em>„In ihnen erwacht der Ehrgeiz weiterhin aufzufallen, der Individuellste in dieser Stadt der Individualisten zu sein“.</em> Ja und wir zwee wissen, das ist schwer. Richtig, wir praktizieren eine Art polyvalenter Intoleranz: jeder lebt nach seiner Fasson (der alte Preußenkönig hat’s erfasst Mensch Jakob, das zieht!). Der Berliner legt es zu seinen Gunsten aus „Ich mach nur was ich will, und das ist auch gut so!“ oder einfach: Berliner dürfen dit! Und weil der Rest nicht auch das macht was er will (man, haben die einen Stock im Arsch), ist das für uns gleich mal bescheuert.<br />
Aber nun ist auch mal Schluss. Hat mich gefreut Jakob. Machen wa mal wieder! Und ja, dein Buch hat mich zum schmunzeln gebracht, aber vielleicht auch nur, weil ich jetzt in Leipzig bin und es zwar die Heimat ist, in die ich immer wieder zurückkehre, aber mir diese Besonderheiten nun auch auffallen, da Leipzig schon anders ist und man sich anders gibt, aber ja nun trau ich mich, ich Verräter: anders, aber das heißt nicht gleich schlechter.<br />
Besser? Ach Jakob, komm schon? Du hast es doch selbst geschrieben und fühlst es auch: das geht nicht!<br />
Ach, da fällt mir noch einer ein, kennste auch: <em>Ick sitz in der Küche und eß Klops. Uff eemal klopts. Ick kieke, staune, wundre mir – uff eemal isse uff, die Tür. Nanu denk ick, ick denk: nanu. – Nu isse uff, grad warse zu. Ick jee raus und kicke. – Und wer steht draußen? Icke. </em><br />
Na siehste Jakob, da lächelste auch!</p>
<p>Hein, Jakob: Gebrauchsanweisung für Berlin. Pieper Verlag , 2006. 160 Seiten, 12,90€.</p>
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		<title>Wer shomst, simst nicht</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/wer-shomst-simst-nicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Sep 2006 17:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einer SIM-Karte handelt es sich um &#8220;eine Chipkarte, die in ein Mobiltelefon eingesteckt wird und zur Identifikation des Nutzers im Netz dient&#8221;.  Der Begriff SMS hingegen bezeichnet einen &#8220;Telekommunikationsdienst zur Übertragung von Textnachrichten&#8221; (Quellen: Wikipedia). Per SMS ist es möglich, eine Short Message (kurz: SM) einerseits zu versenden und andererseits auch zu empfangen.
Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einer SIM-Karte handelt es sich um &#8220;eine Chipkarte, die in ein Mobiltelefon eingesteckt wird und zur Identifikation des Nutzers im Netz dient&#8221;.  Der Begriff SMS hingegen bezeichnet einen &#8220;Telekommunikationsdienst zur Übertragung von Textnachrichten&#8221; (Quellen: Wikipedia). Per SMS ist es möglich, eine Short Message (kurz: SM) einerseits zu versenden und andererseits auch zu empfangen.<span id="more-156"></span></p>
<p>Nun steht aber offenbar eine Kenntnis der Bedeutung dieser Abkürzungen für eine sperrige, in der postaltmodischen Vorvergangenheit als nicht-kalt (ugs.: uncool) empfundene Anforderung, die sich nur sehr schwer in ein modernes schnelllebiges Tun integrieren lässt. Denn: mir persönlich bekannt gewordene Telekommunikationsteilnehmer greifen, wenn sie ihr Mobiltelefon zur Hand nehmen, vermehrt zum Verb &#8220;simsen&#8221;, um ihr Handeln der Umwelt zu erläutern. </p>
<p>Allerdings ist der Vorgang des Versendens der Chipkarte, die in sein Mobiltelefon eingesteckt wird und zur Identifikation des Nutzers im Netz dient, auf dem Funkwege gegenwärtig noch nicht möglich und auch vom jeweiligen Benutzer kaum beabsichtigt. Schließlich lassen sich heute gerade einmal nicht-materielle Werte auf diese Weise von Hü nach Hott beamen. Selbst in dem Fall aber, dass das Versenden flacher Plastikschnippsel mit eingelassenem Mikroprozessor per elektromagnetischer Strahlung überhaupt einmal realisiert werden könnte, würde &#8220;simsen&#8221; also eine andere Tätigkeit beschreiben als die Übertragung einer Short Message, in der der gemeinsame Besuch z.B. eines Sprachkurses angeregt wird. Passender könnte damit immerhin das Durchspielen einer Situation des beliebten Computersimulationsspiels &#8220;Die Sims&#8221; benannt werden, wofür ich diesen Begriff hiermit nominiere.</p>
<p>Ich bitte also an dieser Stelle die hier versammelte deutschsprachige Weltöffentlichkeit darum, sich diese Tatsachen einmal auf den Hirnhäuten zergehen zu lassen, sinnlose Simsereien in Zukunft zu unterlassen und statt dessen in Zukunft freundlicherweise zu shomsen. Dankeschön &#038; gern geschehen.</p>
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		<title>Der smarte Pöbel</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 17:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[Howard Rheingold hat Herbst 2002 ein Buch über das soziale und politische Potenzial gegenwärtiger Technologie und deren zukünftige Weiterentwicklung herausgebracht: Smart Mobs &#8211; The Next Social Revolution. Er sieht, wie der Computer im Begriff ist, sowohl wesentlich mobiler zu werden und dennoch vernetzt zu bleiben, und elaboriert darüber, was das für die Gesellschaft im Allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.anarchitect.org/log/wp-content/smartmobs-1.jpg" height="225" width="150" align="" border="0" hspace="4" vspace="2" alt="Smartmobs-1" title="" longdesc="" class="alignright" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Howard_Rheingold">Howard Rheingold</a> hat Herbst 2002 ein Buch über das soziale und politische Potenzial gegenwärtiger Technologie und deren zukünftige Weiterentwicklung herausgebracht: <em>Smart Mobs &#8211; The Next Social Revolution</em>. Er sieht, wie der Computer im Begriff ist, sowohl wesentlich mobiler zu werden und dennoch vernetzt zu bleiben, und elaboriert darüber, was das für die Gesellschaft im Allgemeinen und politischer Teilhabe im Speziellen bedeutet. Das hat er erstmal beispielhaft an der Rolle von tragbaren Handtelefonen (lies: Handys) und SMS festgemacht, welche im Prinzip auf der ganzen Welt verbreitet sind und im Buch stellvertretend in den skandinavischen Ländern und im asiatischen Raum verstärkt durch die Jugend pioniert werden.<span id="more-138"></span></p>
<p>Über soziologisch interessantes Teenagergebaren hinaus können diese Geräte aufgrund ihrer großen Verbreitung aber eben auch ein mächtiges oder besser: bemächtigendes (engl.: empowering) Werkzeug sein, um politische Teilhabe einzufordern. So kann die Mobilisierung für Demonstrationen mithilfe weitergeleiteter SMS mit sehr geringem Aufwand sehr große Konsequenzen tragen, was Rheingold mit den großen Kundgebungen in Manila 2001 erläutert, die den Sturz des unter Korruptionsverdacht geratenen Präsidenten der Philippinen mit einer kurzen SMS eingeleitet haben: „Go 2EDSA, Wear blck.“</p>
<p>Es folgt ein kleiner Abstecher in die Erforschung menschlicher (und tierischer) Kooperation und inwiefern, Smart Mob Technologien dabei helfen können, ein kooperatives Klima zu schaffen. So spinnt Rheingold die Idee von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wearable_Computing">smarter Kleidung</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ubiquitous_Computing">ubiquitous Computing</a> und computergestützten Reputationssystemen ein wenig weiter, und wirft Fragen auf, inwiefern intelligente, vernetzte Geräte uns dabei behilflich sein können, uns in einer scheinbar komplexer werdenden Umgebung zu recht zu finden. Diese Orientierungsfunktion wird in Zukunft womöglich viel weiter gehen als akustische Richtungsanweisungen des Boardcomputers im Auto an den Fahrer. So könnten z.B. auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppendynamik">gruppendynamische</a> Fragestellungen durch zukünftige Technologie viel weiter beeinflusst/unterstützt werden, als mensch sich das heute vorstellt.</p>
<p>Rheingold stellt die Verwendung von Bewertungsprofilen im Alltag vor, wie es sie z.B. bereits bei eBay gibt, mithilfe deren potenzielles Vertrauen zwischen Menschen organisiert werden kann. So könnten ständig anwesende Helfer (lies: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pervasive_Computing">Pervasive Computing</a>) mir anhand von Reputationsdaten anderer Anwesenden an einem Ort vorschlagen, wem ich vertrauen kann oder ob ich gar völlig fehl am Platz bin, falls die hinterlegten Profile und Bewertungen nicht mit meinen korrelieren sollten. Spätestens hier wird dann auch offensichtlich, dass Smart Mob Technologien nicht nur zum Wohle der Menschen sondern eben auch gegen sie verwendet werden können, würden diese persönlichen Informationen gewissen Institutionen zur Verfügung stehen.</p>
<p>Howard Rheingold hat mir mit dem Buch ein wenig die Augen darüber geöffnet, wieviel Gerät progressiven Potenzials bereits in den Händen der Menschen schlummert. Sicherlich hat die Verwendung heutiger Handys wenig mit dem Einsatz vollwertiger Computer gemeinsam, allerdings nähern sich beide auf technischer Ebene zunehmend an.</p>
<p>Und eben diese Annäherung, wie sie von Rheingold und anderen beobachtet wird, bringt wesentliche Veränderungen für den (öffentlichen) Raum und, wie sich Menschen darin verhalten, mit sich. Die ständige, allgegenwärtige Verfügbarkeit eines Uplinks ans Netz wird weitreichende Implikationen haben, von denen einige in diesem Buch angeschnitten werden. Ich fand es erstmal ganz angenehm, dass nicht die Bedenken sondern eher die Potenziale dieser Technologien im Mittelpunkt des Buches stehen. Inwiefern wir, die Menschen, uns der Möglichkeiten bemächtigen, gilt es nicht abzuwarten sondern zu gestalten. Die Antworten auf diese, sicher drängenden, Fragen können nicht Intellektuelle für die Gesellschaft beantworten – sie können nur die Optionen aufzeigen. So folgen die kritischeren Gedanken dann im letzten Kapitel: <em>Always-On </em><em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panoptikum_%28Philosophie%29">Panopticon</a></em><em> &#8230; or Cooperation Amplifier.</em> Hier werden die beiden möglichen Richtungen gegenübergestellt, zwischen denen es zu entscheiden gilt.</p>
<p>Bislang liegt noch keine deutsche Übersetzung für das Buch vor, obwohl es langsam an der Zeit wäre. Es beschreibt sehr gekonnt den technologischen Zeitgeist und die Visionen für eine zukünftige Gesellschaft geprägt von Teilhabe und Kooperation. Der populär-wissenschaftliche Charakter des Buches sorgt für ein entspanntes Lesevergnügen.</p>
<p>Zum Buch gibt es eine <a href="http://www.smartmobs.com/">aktive Webseite</a> (lies: Blog), auf der die vom Buch vorgestellten Konzepte und Visionen immer wieder mit aktuellem Bezug aufgegriffen werden. So werden die im Buch vorgestellten Entwicklungen greifbarer und bekommen eine breitere Realitätsbasis.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich habe es getan. Ich habe Software gekauft.</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/ich-habe-es-getan-ich-habe-software-gekauft/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/ich-habe-es-getan-ich-habe-software-gekauft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2005 08:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/2005/04/27/ich-habe-es-getan/</guid>
		<description><![CDATA[Entgegen dem Strom der OpenSource-Welle habe ich mich gestern dazu entschieden, Lizenzen für drei „kleinere“ Programme zu erwerben, die meinen Computeralltag versüszen und vereinfachen. Ich verwende diese Programme schon länger, habe aber nie wirklich erwogen, für sie zu bezahlen, weil sie in einer Art Demo-Modus recht gut funktionierten. Warum auch für etwas bezahlen, was auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Entgegen dem Strom der OpenSource-Welle habe ich mich gestern dazu entschieden, Lizenzen für drei „kleinere“ Programme zu erwerben, die meinen Computeralltag versüszen und vereinfachen. Ich verwende diese Programme schon länger, habe aber nie wirklich erwogen, für sie zu bezahlen, weil sie in einer Art Demo-Modus recht gut funktionierten. Warum auch für etwas bezahlen, was auch so funktioniert?</p>
<p><span id="more-63"></span></p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/softwaregekauft2.gif' alt='„Look Honey, I bought something today!“ - „Oh darling, I'm so proud of you!“' /></p>
<p>Es ist vielleicht nicht das absurdeste auf der Welt für Software Geld auszugeben, schlieszlich meinen <a href="http://www.bsa.org/germany/" title="Business Software Alliance (BSA)">manche</a> sogar, dass es „nicht nur ein Verbrechen, sondern auch eine Gefahr für Daten und Rechner“ darstellt, wenn man für seine Software nicht bezahlt. Nun das habe ich nicht unbedingt in meine Überlegungen eingeschlossen, aber vieles davon hat ja auch damit zu tun, Softwarepiraten gehörig Angst einzujagen. Ich erinnere nur an die leidige ‘Kinowerbung’ gegen Raubkopierer &#8211; läuft die eigentlich noch? Bin seidem nicht mehr im Groszsaalkino gewesen.</p>
<p>Meine Entscheidung für den Erwerb der im Folgenden vorgestellten Software, war nicht von Angst vor der BSA geprägt, sondern von einer durchweg positiven Erlebnis mit der Software. Täglich trägt sie einen wesentlichen Teil zur Freude am Gerät bei, was mich dann auch schlieszlich dazu bewogen hat, endlich den Entwicklern monetär dafür zu danken. Ich bin mir natürlich dessen bewusst, dass ich nun auch den gröszten Schwindel des Konsumismus erlegen bin, indem ich mir durch den Erwerb von Produkten ein gutes Gefühl verschaffe. Dieser Artikel hier ist übrigens auch nur eine Art Produkt dieses ‘feeling good’-Faktors.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/subethaedit.gif' alt='SubEthaEdit Icon' class="alignright"/>Das erste Werkzeug ist <a href="http://codingmonkeys.de/subethaedit/">SubEthaEdit</a> von den CodingMonkeys aus München. Es ist ein leichtgewichtiger Texteditor, der in erster Linie für die Fähigkeit bekannt wurde, kollaboratives Texterstellen via Netzwerk zu unterstützen, ohne dafür vom Nutzer groszen Konfigurationsaufwand abzuverlangen. Dafür aber habe ich ihn bislang noch nicht verwenden können. Vielmehr ist er mein Allzweckeditor für jeglich Art Textarbeit. So verwende ich ihn, um in Seminaren und Vorlesungen Notizen zu machen, um mit Hilfe von LaTeX Hausarbeiten zu schreiben und um meine Internetseitenabenteuer zu bestreiten. Bei letzteren beiden ist anzumerken, dass SubEthaEdit ein hervorragendes Code Highlighting macht, welches über Module erweitert werden kann. Interessant ist auch das Lizenzmodell, welches nur die kommerzielle Nutzung mit $35 in Rechnung stellt.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/transmit.gif' alt='Transmit Icon' class='alignleft' />Die zweite Software ist <a href="http://panic.com/transmit/">Transmit</a> von Panic aus Portland (Oregon), über die es eigentlich nicht viel zu schreiben gibt, auszer dass sie eben genau das tut, für was sie sich ausgibt. Transmit ist ein FTP-Programm, womit ich Dateien auf Webserver hoch- bzw. runterladen kann. Da der Finder in Mac OS X nur den Lesemodus von FTP unterstützt – und das auch nur sehr schlecht – ist Transmit ein Muss für jeden Webentwickler. Sehr angenehm ist die Möglichkeit, Textdateien vom Server ‘direkt’ mit Hilfe eines externen Editors (z.B. SubEthaEdit) zu ändern. Das erspart oft redundantes hin- und herschieben. Dafür dass Transmit einen essentiellen Teil meiner Webarbeit einnimmt – nämlich das ‘online-machen’ – ist es seine $30 wert.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/omnigraffle.gif' alt='OmniGraffle Icon' class='alignright'/>Das dritte Programm ist <a href="http://www.omnigroup.com/applications/omnigraffle/">OmniGraffle</a> von der Omni Group aus Seattle, ein Flow-Chart Programm, mit dem ich schon <a href="http://www.anarchitect.org/?:=CGundBV">mehrere</a> Mindmaps für komplexe Themengebiete wie Computergraphik oder Psychologie erstellt habe. Das Schöne an Mindmaps ist, dass sie die Linearität, wie man sie aus Textdokumenten kennt,  durch semantische Verknüpfungen ablösen und somit einen besseren Überblick verschaffen. OmniGraffle hilft einem dabei mit einer Vielzahl an praktischen Features, wie zum Beispiel die automatische Erstellung eines Layouts. Da ich es nur für Unizwecke nutze, ist der Education Preis von $42 noch zu ertragen.</p>
<p>Abgesehen davon, dass diese drei Werkzeuge genau das machen, wofür sie beworben sind, ist es mehr als die Funktionalität, was sie so attraktiv macht. Die Entwickler aus München, Portland und Seattle haben viel Liebe ins Detail investiert, damit ihre Software den Vorgaben aus den Apple Human Interface Guidelines folgen und somit eine konsistente Oberflächen- und Interaktionsgestaltung ermöglichen. Sie wissen, dass  Software ihr Potenzial nur im Kontext mit anderer Software entfaltet und orientieren sich daher an ein ganzheitliches Oberflächenkonzept, was über die Öffnen- und Sicherndialoge hinausgeht. Wenn ich zwischen diesen Programmen wechsele, bewege ich mich nicht zwischen Welten sondern fühle mich zu Hause. Es macht Spasz, Software zu verwenden, die diesen hohen Ansprüchen gerecht wird.</p>
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		<title>Der Amateur ist bloggifiziert</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2005 22:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[Sowohl die Zeit als auch Der Amateur ist reif für das nächste große Ding: das Weblog (engl.: Netzlogbuch), kurz: das Blog. Wir können es uns einfach nicht mehr leisten, nur mit dem gedruckten Wort Druck auf Volksvertreter, Verwalter und Verteiler auszuüben. Uns ist klar geworden: wir müssen das Ding auf eine neue Stufe stellen!

Während die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sowohl die Zeit als auch Der Amateur ist reif für <i>das nächste große Ding</i>: das Weblog (engl.: Netzlogbuch), kurz: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog">das Blog</a>. Wir können es uns einfach nicht mehr leisten, nur mit dem gedruckten Wort Druck auf Volksvertreter, Verwalter und Verteiler auszuüben. Uns ist klar geworden: wir müssen das Ding auf eine neue Stufe stellen!<br />
<span id="more-60"></span><br />
Während die bürgerliche Presse sich noch etwas schwer tut, auf die Herausforderungen der Blogosphäre zu reagieren, stellen sich fortschrittliche Medienmacher, wie eben auch das Amateur-Kollektiv, den Herausforderungen unserer Zeit. Dabei stehen die Veränderungen unter dem Banner der Emanzipation. Das Dogma des Redaktionsschlusses wird kühn gebrochen, als ob es kein Morgen gibt. Der Leser wird zum Sender. Der Redakteur zum Setzer. Dabei ist zu beachten, dass die Druckausgabe weiterhin ohne Abstriche erstellt und willkürlich veröffentlicht wird. Viel mehr noch: sie erhält insofern einen Qualitätsschub, da die Artikel unserer professionellen Redakteure im Blog zuerst erscheinen und somit einer Kontrolle unterzogen werden können, bevor sie dann mit eventuellen Verbesserungen oder sogar einer Auswahl an Kommentaren in den Druck gehen. Wer aber nicht auf die Druckausgabe warten möchte, kann hier vorbeischauen und die aktuellsten Artikel lesen und kommentieren. Auch wird es hier Beiträge geben, die nicht unbedingt immer in die Druckausgabe kommen. Um immer zu wissen wann die neuesten Artikel erscheinen, empfiehlt sich ein <a href="http://www.deramateur.de/presse/newsfeeder/">Programm zum Abonnieren der Newsfeeds</a>. Aber auch alte Artikel aus vergangenen Ausgaben sind hier nach Rubriken sortiert abgelegt, so dass auch nix verloren geht. Eine Suche sorgt für den schnellen, unproblematischen Zugriff auf alle Artikel.</p>
<p>Der Blog befindet sich schon seit längerer Zeit ein einem funktionstüchtigen Zustand, allerdings befinden wir uns noch am Anfang unseres journalistischen Abenteuers. Wir haben noch viele Ideen, wovon wir manche noch gar nicht in Worte fassen können. Wir würden uns also freuen, wenn die geneigte Leserschaft uns zukünftig auch auf anderen Kanälen aufsucht.</p>
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		<title>Wiki was?</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2004 07:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sender & Empfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitten in der heißen Diskussion um Patente und Urheberechte in Bezug auf Software aber auch Unterhaltungsmedien wie Musik und Film ging Anfang 2001 ein radikaler Gegenentwurf zu konventionellen Wissensammlungen wie Lexika an den Start. Eine freie Enzyklopädie im Internet, die jeder lesen und an der jeder mitschreiben konnte, sollte ebenso süße Früchte tragen, wie sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten in der heißen Diskussion um Patente und Urheberechte in Bezug auf Software aber auch Unterhaltungsmedien wie Musik und Film ging Anfang 2001 ein radikaler Gegenentwurf zu konventionellen Wissensammlungen wie Lexika an den Start. Eine freie Enzyklopädie im Internet, die jeder lesen und an der jeder mitschreiben konnte, sollte ebenso süße Früchte tragen, wie sie die Opensource-Gemeinde schon länger anbaut, erntet und genießt.<br />
<span id="more-30"></span><br />
Die Idee einer solchen Enzyklopädie stammt vom WikiWikiWeb, kurz: Wiki, was  hawaiianisch ist und “schnell” bedeutet. Ein solcher Wiki ist eine Homepage, auf der jeder die einzelnen Seiten im Browser ohne technische Kenntnisse erstellen und verändern kann. Links zwischen den Seiten werden direkt und unproblematisch hinzugefügt. Die einzelnen Änderungen an den Seiten werden so dokumentiert, dass nachvollziehbar ist, was hinzugefügt, geändert oder gelöscht worden ist. Für eine Enzyklopädie bedeutet dies, dass ein Eintrag zu einem bestimmten Thema ständig verbessert werden kann und somit stetig aktuell ist.<br />
Das Konzept, dass der Leser vom Empfänger zum Sender, also Autor wird, hat nicht zuletzt auch durch den Erfolg von Wikipedia, das Rechercheverhalten vieler Menschen nachhaltig verändert. Statt eine feste Redaktion dafür zu bezahlen, dass sie Wissen sammelt und zusammenführt &#8211; wie es eben für konventionelle Lexika getan wird -, stellt die gesamte Nutzerbasis zumindest potenziell die Redaktion dar. Kein kommerzieller Anbieter könnte eine solches Team bezahlen. So wie Idealisten und Perfektionisten freie Software als technische aber auch ökonomische Alternative zur kommerziellen Software entwickeln, haben die Wikipedianer eine Alternative zu klassischen Lexika geschaffen &#8211; nur dass Wikipedia nicht mehr die Alternative darstellt.<br />
Die englische Wikipedia zählt heute 420.307 Beiträge, die deutsche Variante hat als zweitgrößte immerhin 176.463 Artikel (Stand 12.12.04). Außerdem gibt es unzählige weitere Versionen in vielen Sprachen. Dass sich Wikipedia nicht nur mit anderen Nachschlagewerken messen kann, sondern diese oft auch schlägt, hat ein Testbericht in der Computer-Fachzeitschrift c’t (Ausgabe 21/04) ergeben, in welchem die deutsche Wikipedia die höchste durchschnittliche Gesamtpunktzahl erreicht. Probleme wie Vandalismus, also dass Seiten gelöscht oder verunglimpft werden, haben die Wikipedianer gut im Griff. So ist es möglich, den eigenen Artikel zu “beobachten”, also bei zukünftigen Änderungen benachrichtigt zu werden. So kann man nachvollziehen, wie sich der Beitrag entwickelt. Auch gibt es zu jedem Artikel eine eigene Diskussionsseite, auf der inhaltlich debattiert werden kann.<br />
Möchte man sich also über ein bestimmtes Themengebiet informieren, ist es oft effizienter, Wikipedia direkt zu konsultieren, statt eine Suchmaschine zu bemühen. Da es der Anspruch ist, Wikipedia so nützlich und brauchbar wie möglich zu machen, kann man von einer gewissen Qualität ausgehen. Und sollte man bei weiterer Recherche auf neue Erkenntnisse stoßen, kann man diese gleich bei Wikipedia mit einarbeiten.<br />
Übrigens sind alle Artikel auf Wikipedia mit der GNU Free Documentation License versehen, die für die Dokumentation von Software einst erstellt wurde und im Prinzip einen ähnlichen Schutz wie die freie Software bietet. So gibt es einerseits keine Nutzungsbeschränkungen und andererseits ist eine Vervielfältigung erlaubt, wenn die Quelle angegeben ist.</p>
<p>http://de.wikipedia.org &#8211; die deutsche Wikipedia<br />
http://de.wikinews.org &#8211; Nachrichten wikiisiert</p>
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