Unnütz, aber nützlich.
Nützlich, aber wertlos.
Müll. Unnütz.
Archiv für die Kategorie 'Unikate'
Jeder Ausgabe von ‘Der Amateur’ geht ein aufwendiger und sorgfältiger Schaffens-Prozess voraus, der die Grundlage für seine einzigartige Persönlichkeit bildet. Diesmal haben wir uns dafür ganze anderthalb Jahre Zeit gelassen. Entstanden ist ein Geschöpf, welches makellos geformte Schönheit, zeitlose Poesie und brilliante Beobachtungen in vollendeter Bescheidenheit miteinander vereint.
Für den Druck in feinster Handarbeit (die Seitenzahlen sind handgemalt!) vergingen noch einmal drei Monate – aber nun ist es soweit: das Tischgedeck steht bereit. Drum Platz genommen und hurtig zugegriffen! Das Heft, in grau und in Farbe, gibt es hier. Unter dem Menüpunkt Das Magazin warten zudem die älteren, aber dennoch jung gebliebenen Ausgaben darauf, gleich mit geladen und gelesen zu werden. Besonders glückliche Menschen finden “Körper unter Druck” darüber hinaus, auf feinstes Recyclingpapier gebannt, in Magdeburg und auf der ganzen Welt.
Als der Rettungswagen morgens gegen fünfe doch noch eintraf, war bereits alles vorbei: die Gans gegessen, die Lieder gesungen, die Tanne abgebrannt. Die Familie stand um ein altes Ölfass gedrängt und wärmte ihre Hände an einem rußigen Feuer aus dürrem Holz und Magerquark. Fortgeworfene Zigarettenkippen wurden aufgelesen und herum gereicht – Schiffszwieback und Rumverschnitt machten die Runde.
Unser Opa lag zu diesem Zeitpunkt bereits unter Verpackungsmaterialien begraben; nur die rostige Spitze seiner Pickelhaube überragte den Zellstoffberg und gab Kunde von verlorenen Schlachten: vor Verdun, vor Stalingrad, vor Waterloo und Dünkirchen; von Granatsplittern, von Schützengräben, Schürzenjägern und Herzattacken.
Der Bürger wie er leibt und lebt,
ist glücklich, wenn es vorwärts geht.
Den Fußball mag der Bürger sehr
Und Pommes Fritz – meist zum Verzehr.
Die Ziehung seiner Lottozahlen
Tangier’n ihn mehr als Landtachswahlen.
Und wenn das Wetter scheen is’,
denn jeht er jern spazier’n,
mit’s Muttchen anne Seite,
da musser och nich frier’n.
Weiterlesen von ‘BürgerBosse&Beamte’
Seit einigen Tagen ist es soweit – Printen, Lebkuchen und Spekulatius liegen im Angebot des Einzelhandels bereit, im Namen der Geschäftstreibenden selbstlos die Wiederkehr des Krippenfestes unseres Herrn Jesus Christus zu preisen. Dass justement Gottes Stellvertreter auf Erden Benedikt XVI. das Vertriebsgebiet 8 bereist, macht uns ungläubig dreinschauenden Konsumenten umso mehr Appetit auf die nahrhaften Spezereien, als sie zur letzten Dezemberwoche ohnehin längst angeschimmelt wären. Zünden wir uns also heute, bei strahlendem Spätsommer-Sonnenschein, ein erstes Kerzerl an und beschließen, alsbald mit den Weihnachtseinkäufen bei all den sympathischen Verbrauchermärkten zu beginnen.
Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr!
Einfach mal den Mund halten, einfach mal nicht laut denken, einfach mal tief Luft holen, einfach mal nicht hin hören, ja einfach mal abschalten. Den Schalter umlegen, Vorhang zu, Licht aus. Einfach mal keine Show abliefern, mal niemanden blenden und dabei selbst erblinden. Die Maske abnehmen, sich abschminken immer im Mittelpunkt zu stehen und das auch noch brillant. Lass die Stille doch mal dröhnen und die weißen Wände Bilder malen.
Denn wo soll das denn enden? Mit dem Kopf durch die Wand, dass ist dir wohl bekannt, doch wie soll es weitergehen wenn diese Einbahnstraße zu Ende ist? Welcher Schlagbohrer hilft dann noch um weiter zu kommen, bist doch viel zu verbohrt, um klar denken zu können.
Also mach mal die Augen auf, wende sie ab vom Spiegel hinaus auf deine Umgebung, siehst du da jemanden? Nanu niemand da, wie kann das sein, wo sind denn all die Menschen hin?
Du hast wohl einmal zu oft von dir gesprochen, einmal zu wenig hingehört. Hast aufgehört dich umzusehen, dich umzudrehen. Bist einfach weiter gegangen, Schritt für Schritt ohne Blick zurück, narzisstisch und hybrid hast du geglaubt du kannst alles schaffen.
Und dann bist du gestolpert, bist hingefallen und deine Knie waren blutig, aufgeschlagen und wund, doch dich hat das nicht gestört, bist allein wieder auf die Beine gekommen und weiter gerade aus ohne Rücksicht auf Verluste, denn wer nicht wagt der nicht gewinnt. Der Einsatz ist groß, der Gewinn noch größer. Doch nun stehst du da, am Ende, ohne Begleitung und aus Lautsprechern schallt es: Game over! Weiterlesen von ‘Einfach mal den Mund halten’
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich natürlich urst, an dieser Stelle ein Forum vorzufinden, das meine innersten und drängendsten Gedanken schwarz auf weißem Grund widerzugeben evtl. in der Lage sein könnte. Äußerst gerne würde ich hier die Grundzüge einer noch mit Leben zu füllenden Rubrik “Ich glaub’, mein Schwein pfeift!” skizzieren. Leider jedoch habe ich dazu überhaupt keine Muße.
Sicher trifft es sich überaus schön, dass die Anregungen ohnehin schon wie junge, noch unbedarfte Schäfchen völlig frei und ungehemmt vor die Tastatur des angehenden Teilzeit-Freizeitenthusiasten springen und somit nur noch angekirrt und auf die abgezirkelten Weiden freundlicher, anmutiger Formulierungen komplimentiert werden müssen. Weiterlesen von ‘Ganz normale Flamingos’
Auf Grund eines widrigen Umstands, welcher in engem Zusammenhang mit meinem Studium steht, wähnte ich meinen sich zeitweise wehrenden Körper im Magdeburger Unibibliotheksgebäude – zu Recherchezwecken und anderen ausfüllenden Dingen. Besagter widriger Umstand (von erfahrenen Menschen, welche selbigen schon hinter sich gebracht haben lapidar auch ‚Schreiben einer Diplomarbeit’ genannt) zwingt mich nun zu der einen oder anderen Beobachtung. Weiterlesen von ‘Gedanken, Geräusche und andere Unannehmlichkeiten’
Es ist nun zwar schon wieder den einen oder anderen Monat her, als sich mir als passioniertem „Volksstimme“-Leser ein Diskurs aufdrängte, der schließlich auch mein Herz berührte. Es wurde immerfort von fiesen Verbrechen berichtet, die eigentlich niemanden kalt lassen können. Weiterlesen von ‘Die Totengräber’



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