Jeder Ausgabe von ‘Der Amateur’ geht ein aufwendiger und sorgfältiger Schaffens-Prozess voraus, der die Grundlage für seine einzigartige Persönlichkeit bildet. Diesmal haben wir uns dafür ganze anderthalb Jahre Zeit gelassen. Entstanden ist ein Geschöpf, welches makellos geformte Schönheit, zeitlose Poesie und brilliante Beobachtungen in vollendeter Bescheidenheit miteinander vereint.
Für den Druck in feinster Handarbeit (die Seitenzahlen sind handgemalt!) vergingen noch einmal drei Monate – aber nun ist es soweit: das Tischgedeck steht bereit. Drum Platz genommen und hurtig zugegriffen! Das Heft, in grau und in Farbe, gibt es hier. Unter dem Menüpunkt Das Magazin warten zudem die älteren, aber dennoch jung gebliebenen Ausgaben darauf, gleich mit geladen und gelesen zu werden. Besonders glückliche Menschen finden “Körper unter Druck” darüber hinaus, auf feinstes Recyclingpapier gebannt, in Magdeburg und auf der ganzen Welt.
Als der Rettungswagen morgens gegen fünfe doch noch eintraf, war bereits alles vorbei: die Gans gegessen, die Lieder gesungen, die Tanne abgebrannt. Die Familie stand um ein altes Ölfass gedrängt und wärmte ihre Hände an einem rußigen Feuer aus dürrem Holz und Magerquark. Fortgeworfene Zigarettenkippen wurden aufgelesen und herum gereicht – Schiffszwieback und Rumverschnitt machten die Runde.
Seit einigen Tagen ist es soweit – Printen, Lebkuchen und Spekulatius liegen im Angebot des Einzelhandels bereit, im Namen der Geschäftstreibenden selbstlos die Wiederkehr des Krippenfestes unseres Herrn Jesus Christus zu preisen. Dass justement Gottes Stellvertreter auf Erden Benedikt XVI. das Vertriebsgebiet 8 bereist, macht uns ungläubig dreinschauenden Konsumenten umso mehr Appetit auf die nahrhaften Spezereien, als sie zur letzten Dezemberwoche ohnehin längst angeschimmelt wären. Zünden wir uns also heute, bei strahlendem Spätsommer-Sonnenschein, ein erstes Kerzerl an und beschließen, alsbald mit den Weihnachtseinkäufen bei all den sympathischen Verbrauchermärkten zu beginnen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich natürlich urst, an dieser Stelle ein Forum vorzufinden, das meine innersten und drängendsten Gedanken schwarz auf weißem Grund widerzugeben evtl. in der Lage sein könnte. Äußerst gerne würde ich hier die Grundzüge einer noch mit Leben zu füllenden Rubrik “Ich glaub’, mein Schwein pfeift!” skizzieren. Leider jedoch habe ich dazu überhaupt keine Muße. 

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