<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Der Amateur &#187; Unikate</title>
	<atom:link href="http://www.deramateur.de/blog/rubrik/unikate/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.deramateur.de/blog</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Feb 2010 01:10:33 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Der Amateur #5 &#8211; Körper unter Druck</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/der-amateur-5-korper-unter-druck/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/der-amateur-5-korper-unter-druck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 13:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>amateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/?p=264</guid>
		<description><![CDATA[
Jeder Ausgabe von &#8216;Der Amateur&#8217; geht ein aufwendiger und sorgfältiger Schaffens-Prozess voraus, der die Grundlage für seine einzigartige Persönlichkeit bildet. Diesmal haben wir uns dafür ganze anderthalb Jahre Zeit gelassen. Entstanden ist ein Geschöpf, welches makellos geformte Schönheit, zeitlose Poesie und brilliante Beobachtungen in vollendeter Bescheidenheit miteinander vereint.
Für den Druck in feinster Handarbeit (die Seitenzahlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/img_0564_gauss_unsharpmask_sm.jpg'><img src='http://www.deramateur.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/img_0564_preview_w170' alt='Lange Schwangerschaft - DA #5' title='Tischgedeck groß' class='alignleft' /></a></p>
<p>Jeder Ausgabe von &#8216;Der Amateur&#8217; geht ein aufwendiger und sorgfältiger Schaffens-Prozess voraus, der die Grundlage für seine einzigartige Persönlichkeit bildet. Diesmal haben wir uns dafür ganze anderthalb Jahre Zeit gelassen. Entstanden ist ein Geschöpf, welches makellos geformte Schönheit, zeitlose Poesie und brilliante Beobachtungen in vollendeter Bescheidenheit miteinander vereint.</p>
<p>Für den Druck in feinster Handarbeit (die Seitenzahlen sind handgemalt!) vergingen noch einmal drei Monate &#8211; aber nun ist es soweit: das Tischgedeck steht bereit. Drum Platz genommen und hurtig zugegriffen! Das Heft, in grau und in Farbe, gibt es <a href='http://www.deramateur.de/DerAmateur05.pdf'>hier</a>. Unter dem Menüpunkt <a href='http://www.deramateur.de/blog/magazin/'>Das Magazin</a> warten zudem die älteren, aber dennoch jung gebliebenen Ausgaben darauf, gleich mit geladen und gelesen zu werden. Besonders glückliche Menschen finden &#8220;Körper unter Druck&#8221; darüber hinaus, auf feinstes Recyclingpapier gebannt, in Magdeburg und auf der ganzen Welt. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/der-amateur-5-korper-unter-druck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kriegsweihnacht 2007</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/kriegsweihnacht-2007/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/kriegsweihnacht-2007/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 12:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/kriegsweihnacht-2007/</guid>
		<description><![CDATA[ Als der Rettungswagen morgens gegen fünfe doch noch eintraf, war bereits alles vorbei: die Gans gegessen, die Lieder gesungen, die Tanne abgebrannt. Die Familie stand um ein altes Ölfass gedrängt und wärmte ihre Hände an einem rußigen Feuer aus dürrem Holz und Magerquark. Fortgeworfene Zigarettenkippen wurden aufgelesen und herum gereicht &#8211; Schiffszwieback und Rumverschnitt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/recycling_sm.jpg" alt="Obsoletes Paar Damenschuhe auf Recyclingcontainer" class='alignright' /> Als der Rettungswagen morgens gegen fünfe doch noch eintraf, war bereits alles vorbei: die Gans gegessen, die Lieder gesungen, die Tanne abgebrannt. Die Familie stand um ein altes Ölfass gedrängt und wärmte ihre Hände an einem rußigen Feuer aus dürrem Holz und Magerquark. Fortgeworfene Zigarettenkippen wurden aufgelesen und herum gereicht &#8211; Schiffszwieback und Rumverschnitt machten die Runde.</p>
<p>Unser Opa lag zu diesem Zeitpunkt bereits unter Verpackungsmaterialien begraben; nur die rostige Spitze seiner Pickelhaube überragte den Zellstoffberg und gab Kunde von verlorenen Schlachten: vor Verdun, vor Stalingrad, vor Waterloo und Dünkirchen; von Granatsplittern, von Schützengräben, Schürzenjägern und Herzattacken.</p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - XXLmess.mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - XXLmess.mp3)</a><br /><br />
<span id="more-204"></span></p>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p>Download as <strong><a href="http://www.deramateur.de/audio/elfenbeinku3ste - XXLmess.mp3">mp3</a></strong> (right click-&gt;save target as)<br />
<!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img /></a><br />
<small>This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.</small></p>
<p><small><br />
original title: &#8220;Kriegsweihnacht&#8221;<br />
translated title: &#8220;XXLmess&#8221;<br />
sound &amp; lyrics: elfenbeinku3ste<br />
image source: do-it-yourself. Obsoletes Paar Damenschuhe auf Recyclingcontainer.<br />
</small><br />
<img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/recycling_big.jpg' alt='Obsoletes Paar Damenschuhe auf Recyclingcontainer' /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/kriegsweihnacht-2007/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2/3 Eimer</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/3-eimer/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/3-eimer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 18:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>
		<category><![CDATA[Eimer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/blog/3-eimer/</guid>
		<description><![CDATA[
Download audio file (elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3)

Vor mir stehen 3 Eimer:
der eine sagt &#8220;eins&#8221;, der eine sagt &#8220;zwei&#8221;, der andere redet nie.
Vor mir stehen 3 Eimer:
der eine ist grün, der eine ist blau, der andere ist blind.
Vor mir stehen 3 Eimer:
der eine ist voll, der eine ist leer, der andere ist egal.
Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/eimer_small.jpg' alt='Eimer' /></p>
<p><a href="http://www.deramateur.de/blog/../audio/elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3">Download audio file (elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3)</a><br /><br />
<span id="more-200"></span></p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
der eine sagt &#8220;eins&#8221;, der eine sagt &#8220;zwei&#8221;, der andere redet nie.</p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
der eine ist grün, der eine ist blau, der andere ist blind.</p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
der eine ist voll, der eine ist leer, der andere ist egal.</p>
<p>Vor mir stehen 3 Eimer:<br />
einer lacht und einer weint, der andere ist langweilig.</p>
<p>Vor mir stehen 2 Eimer:<br />
einer ist jung, einer ist schön, den anderen schmeisse ich weg. </p>
<p>¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤</p>
<p>Download as <strong><a href="http://www.deramateur.de/audio/elfenbeinku3ste - 3 eimer (Den Haag wiedergemischt).mp3">mp3</a></strong> (right click-&gt;save target as)<br />
<!--Creative Commons License--><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img /></a><br />
<small><br />
This work is licensed under a<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0  License</a>.<small><br />
<small><br />
original title: &#8220;3 Eimer (Den Haag wiedergemischt)&#8221;<br />
translated title: &#8220;3 buckets (Den Haag remix)&#8221;<br />
sound &amp; lyrics: elfenbeinku3ste<br />
image source: Peter Hahn &#8211; thx!<br />
<small><br />
<img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/uploads/2007/12/eimer.jpg' alt='Eimer' /><img /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/3-eimer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BürgerBosse&amp;Beamte</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/burgerbossebeamte/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/burgerbossebeamte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 11:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürger, Bosse und Beamte]]></category>
		<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/burgerbossebeamte/</guid>
		<description><![CDATA[
Der Bürger wie er leibt und lebt,
ist glücklich, wenn es vorwärts geht.
Den Fußball mag der Bürger sehr
Und Pommes Fritz – meist zum Verzehr.
Die Ziehung seiner Lottozahlen
Tangier’n ihn mehr als Landtachswahlen.
 Und wenn das Wetter scheen is’,
denn jeht er jern spazier’n,
mit’s Muttchen anne Seite,
da musser och nich frier’n.

Der Boss, der weeßes janz jenau,
trägt det Sakko meist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><br />
Der Bürger wie er leibt und lebt,<br />
ist glücklich, wenn es vorwärts geht.<br />
Den Fußball mag der Bürger sehr<br />
Und Pommes Fritz – meist zum Verzehr.<br />
Die Ziehung seiner Lottozahlen<br />
Tangier’n ihn mehr als Landtachswahlen.<br />
 Und wenn das Wetter scheen is’,<br />
denn jeht er jern spazier’n,<br />
mit’s Muttchen anne Seite,<br />
da musser och nich frier’n.<br />
<span id="more-181"></span><br />
Der Boss, der weeßes janz jenau,<br />
trägt det Sakko meist in grau,<br />
hat eene, die ihm Kaffee kocht<br />
und sich janz unfreiwillig unterjocht.<br />
Der Boss, den nennt man auch mal Cheffe,<br />
den Traumjob, den bekommt sein Neffe.<br />
Und weil er Politik so mag,<br />
sitzt sein Freund Karl im Bundestag.<br />
Am liebsten liest er Börsenzahlen,<br />
verdienter Lohn der Arbeit Qualen.<br />
Zwei Dinge mag er wirklich nicht,<br />
die Konkurrenz und Steuerpflicht.</p>
<p>Der Beamte, als Freund der Bürokratie,<br />
ist im Aktenordnen ein Genie.<br />
Um Acht beginnt sein Arbeitstag,<br />
das Brötchen schmiert Frau Müller-Brak.<br />
Bis auf Formblatt sieben &#8211; Abschnitt IV<br />
hält den Jungen jar nichts hier.<br />
Zum Kunden freundlich: “Tach Herr Klinge!“,<br />
hat im Kopf janz and’re Dinge.<br />
Denkt an Vronis blondes Haar<br />
und ach wie schön der Sommer war!<br />
Freut sich auf des Wochenends’ Ruh,<br />
macht Freitach Mittach &#8217;s Türchen zu.<br />
Und denken muss der Arme nicht,<br />
steht ja alles im Bericht.</p>
<p>Auch Bürgerin<br />
und Frau des Amts,<br />
selbst Chefinnen solls jeben.<br />
Doch wie es nu so üblich is,<br />
wolln mer nich drüber reden.<br />
</center></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/burgerbossebeamte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alles Gute zum 15. Advent!</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/alles-gute-zum-15-advent/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/alles-gute-zum-15-advent/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Sep 2006 20:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/alles-gute-zum-15-advent/</guid>
		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen ist es soweit &#8211; Printen, Lebkuchen und Spekulatius liegen im Angebot des Einzelhandels bereit, im Namen der Geschäftstreibenden selbstlos die Wiederkehr des Krippenfestes unseres Herrn Jesus Christus zu preisen. Dass justement Gottes Stellvertreter auf Erden Benedikt XVI. das Vertriebsgebiet 8 bereist, macht uns ungläubig dreinschauenden Konsumenten umso mehr Appetit auf die nahrhaften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/xxxMess170.gif' alt='xxxMess' class='alignright'/>Seit einigen Tagen ist es soweit &#8211; Printen, Lebkuchen und Spekulatius liegen im Angebot des Einzelhandels bereit, im Namen der Geschäftstreibenden selbstlos die Wiederkehr des Krippenfestes unseres Herrn Jesus Christus zu preisen. Dass justement Gottes Stellvertreter auf Erden Benedikt XVI. das Vertriebsgebiet 8 bereist, macht uns ungläubig dreinschauenden Konsumenten umso mehr Appetit auf die nahrhaften Spezereien, als sie zur letzten Dezemberwoche ohnehin längst angeschimmelt wären. Zünden wir uns also heute, bei strahlendem Spätsommer-Sonnenschein, ein erstes Kerzerl an und beschließen, alsbald mit den Weihnachtseinkäufen bei all den sympathischen Verbrauchermärkten zu beginnen. </p>
<p>Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/alles-gute-zum-15-advent/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einfach mal den Mund halten</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/einfach-mal-den-mund-halten/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/einfach-mal-den-mund-halten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2006 14:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/einfach-mal-den-mund-halten/</guid>
		<description><![CDATA[Einfach mal den Mund halten, einfach mal nicht laut denken, einfach mal tief Luft holen, einfach mal nicht hin hören, ja einfach mal abschalten. Den Schalter umlegen, Vorhang zu, Licht aus. Einfach mal keine Show abliefern, mal niemanden blenden und dabei selbst erblinden. Die Maske abnehmen, sich abschminken immer im Mittelpunkt zu stehen und das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einfach mal den Mund halten, einfach mal nicht laut denken, einfach mal tief Luft holen, einfach mal nicht hin hören, ja einfach mal abschalten. Den Schalter umlegen, Vorhang zu, Licht aus. Einfach mal keine Show abliefern, mal niemanden blenden und dabei selbst erblinden. Die Maske abnehmen, sich abschminken immer im Mittelpunkt zu stehen und das auch noch brillant. Lass die Stille doch mal dröhnen und die weißen Wände Bilder malen.</p>
<p>Denn wo soll das denn enden? Mit dem Kopf durch die Wand, dass ist dir wohl bekannt, doch wie soll es weitergehen wenn diese Einbahnstraße zu Ende ist? Welcher Schlagbohrer hilft dann noch um weiter zu kommen, bist doch viel zu verbohrt, um klar denken zu können.</p>
<p>Also mach mal die Augen auf, wende sie ab vom Spiegel hinaus auf deine Umgebung, siehst du da jemanden? Nanu niemand da, wie kann das sein, wo sind denn all die Menschen hin?<br />
Du hast wohl einmal zu oft von dir gesprochen, einmal zu wenig hingehört. Hast aufgehört dich umzusehen, dich umzudrehen. Bist einfach weiter gegangen, Schritt für Schritt ohne Blick zurück, narzisstisch und hybrid hast du geglaubt du kannst alles schaffen.</p>
<p>Und dann bist du gestolpert, bist hingefallen und deine Knie waren blutig, aufgeschlagen und wund, doch dich hat das nicht gestört, bist allein wieder auf die Beine gekommen und weiter gerade aus ohne Rücksicht auf Verluste, denn wer nicht wagt der nicht gewinnt. Der Einsatz ist groß, der Gewinn noch größer. Doch nun stehst du da, am Ende, ohne Begleitung und aus Lautsprechern schallt es: Game over!<span id="more-151"></span><br />
Trotz Dunkelheit verkleinern sich deine Pupillen, die großen Augen und die wachen Blicke schwinden, machen angestrengtem Starren Platz.<br />
Vermehrter Speichel strömt in deinen Mund, die Geschmacksdrüsen ziehen sich zusammen und die Bitterkeit hält Einzug. Du beißt dir auf die Lippen bis es weh tut, nur um überhaupt etwas zu spüren.</p>
<p>Was ist da in dir, das dich so böse und kalt gemacht hat?<br />
Was zerrt da an dir, verzerrt dich und den klaren Blick auf die Dinge?<br />
Die Personen haben sich in Marionetten verwandelt und ihre Gesichter werden zu Grimassen. Neben und zwischen all diesen Menschen stehst nun du und fühlst dich allein.<br />
Weil sie die Puppen sind oder weil vielleicht du derjenige bist, der verkrampft Grimassen zieht?</p>
<p>Du hast die Fäden nicht mehr in der Hand und fragst dich und die Anderen, wer einfach ungefragt die Spielregeln geändert hat, ohne dich aufzuklären? Wer kann das erklären?<br />
Es lief doch alles bestens, nach Plan, denn du hattest das Spiel schließlich erfunden, hast beschlossen die aufgestellten Regeln zu befolgen, konsequent ohne Wenn und Aber, denn was sein muss muss sein. Du hast immer hoch gepokert, alles gesetzt und bis heute auch nie verloren, zumindest nicht die Fassung. Es war nicht immer einfach und die Methoden fast nie fair, aber wer hat denn behauptet dieses Spiel sei nett und höflich?<br />
Du machst schon lange niemanden mehr etwas vor, höchstens noch dir selbst. Du hast dein Spiel geliebt und die Marionetten sollten für dich tanzen im Takte deiner Musik. Du hast Lachen gemalt wenn du traurig und Tränen wenn du unbeachtet warst. Aber es war nicht einfach nur ein Spiel für dich, du hast es gelebt und nun hier zwischen all diesen doch so bekannten Puppen, in dem vertrauten Spiel stehst du nun in der Dunkelheit und realisierst, dass andere am Zug sind.<br />
Ja was ist denn passiert? Wer hat denn einfach diesen Schalter umgelegt?<br />
Du stehst jetzt am Spielfeldrand und beobachtest wie deine Figuren alleine spielen. Ein fremdes Spiel mit unbekannten Regeln. Entgeistert musst du feststellen, dass auch du an den Fäden hängst, wankst und nach Atem ringst.<br />
Die Bitterkeit hat sich nun vollends im ganzen Körper verteilt, denn du merkst, dass auch dieses Spiel nicht nett und fair ist. In der Dunkelheit siehst du zum ersten Mal klar, siehst den Schmerz den du früher so selbstverständlich verursacht hast, aber noch niemals spüren musstest. Bis heute, bis zu diesem neuen Spiel.<br />
Und nun sag mir wohin du willst? Kannst kaum gerade laufen, fällst alle drei Meter hin, verhedderst dich in den Fäden und kennst die Regeln nicht.<br />
Wie wäre es denn jetzt mit Vorhang zu, Licht aus?</p>
<p>Musste es denn wirklich erst so weit kommen, musstest du erst so tief fallen, um den Abgrund zu kennen? Du standest doch immer daneben, hättest ihn sehen müssen. Die Schlucht war doch so groß, hast du denn dein Echo nicht gehört, wenn du wieder mal von dir gesprochen hast oder dachtest du es wären die bewundernden Rufe anderer?<br />
Ach hättest du doch nur einmal den Mund gehalten und zugehört, vielleicht hättest du dann etwas über dich erfahren, etwas was du dir nicht selbst zurecht gelegt hast, sondern mal der Wahrheit entsprochen hätte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/einfach-mal-den-mund-halten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ganz normale Flamingos</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/ganz-normale-flamingos/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/ganz-normale-flamingos/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2005 00:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/pink-flamingos/</guid>
		<description><![CDATA[Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich natürlich urst, an dieser Stelle ein Forum vorzufinden, das meine innersten und drängendsten Gedanken schwarz auf weißem Grund widerzugeben evtl. in der Lage sein könnte. Äußerst gerne würde ich hier die Grundzüge einer noch mit Leben zu füllenden Rubrik &#8220;Ich glaub&#8217;, mein Schwein pfeift!&#8221; skizzieren. Leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/FlamingosP3280036_01.jpg' alt='Flamingos Zoo MD' class='alignright'/>Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich natürlich urst, an dieser Stelle ein Forum vorzufinden, das meine innersten und drängendsten Gedanken schwarz auf weißem Grund widerzugeben evtl. in der Lage sein könnte. Äußerst gerne würde ich hier die Grundzüge einer noch mit Leben zu füllenden Rubrik &#8220;Ich glaub&#8217;, mein Schwein pfeift!&#8221; skizzieren. Leider jedoch habe ich dazu überhaupt keine Muße. </p>
<p>Sicher trifft es sich überaus schön, dass die Anregungen ohnehin schon wie junge, noch unbedarfte Schäfchen völlig frei und ungehemmt vor die Tastatur des angehenden Teilzeit-Freizeitenthusiasten springen und somit nur noch angekirrt und auf die abgezirkelten Weiden freundlicher, anmutiger Formulierungen komplimentiert werden müssen.<span id="more-140"></span></p>
<p>Andererseits würde auch bereits ein solch einvernehmlicher Akt harmonischer Verherdung ein größeres Pensum an kreativem Potential erfordern, so dass  die noch zu konzipierende Rubrik, die alternativ auch &#8220;Ich glaub´, mein Hamster bohnert!&#8221; heißen könnte, bei näherem Nachsinnen in immer weitere Fernen rückt.</p>
<p>Eine solche, völlig utopische Kolumne müsste überhaupt erst einmal durch klare, eindeutige Formulierungen bestechen! Kein umständliches Germanistengezwurbel, keine geschraubte, zweideutige Individualistenschreibe dürfte sich in die Herde der reinweiß- heidschnuckigen Gewissheiten einschleichen und die grünen Gräser der saftigen Wahrheitsauen mit ihren  schwarzfelligen Bockskötteln verunreinigen. Klar verständlich, kompromisslos <strong><a href="http://www.bild.t-online.de/BTO/auto/aktuell/2005/10/benzin__normal__super__2/art,templateId=renderKomplett.html">einfach</a></strong> und herzzerreißend schön müsste sie sein. <strong>Ganz normal eben!</strong></p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/normal1_mkwh.jpg' alt='normal' class='alignleft' />Dabei meine ich selbstverständlich nicht &#8220;normal&#8221; im Sinne der Bedeutung, die bspw. der Frage inne wohnt, die vonseiten des Kassenpersonals in magdeburger Preiswertmärkten regelmäßig der Bitte um Aushändigung einer Packung  Zigaretten entgegen gehalten wird: <strong>„die Normal’n?“</strong>. In solchen Momenten möchte ich dem auskunftspflichtigen Kunden, der die ohne Filter, die in Länge 100mm oder die ohne mit viel Nikotin erwerben will, oft gerne raten, mit „nein, ich will die Abnormalen!“ zu antworten, verkneife es mir dann aber doch, weil der feinsinnige Humor vieler Supermarktkassenbediener ihrem Langmut, den sie bei der Ausübung ihrer oft eintönigen und wohl auch beschwerlichen Tätigkeit besitzen müssen, möglicherweise nicht die Waage hält und sie oder auch die Konsumenten, für die ähnliches gelten könnte, mich vielleicht missdeuten würden.</p>
<p>Genauso, vielleicht sogar noch mehr, würde es mich schmerzen, falls Sie hier &#8220;normal&#8221; so verstehen würden, wie es viele Menschen als Erwiderung auf die Frage „beschreib Dich doch mal, wie bist Du denn so?“ gebrauchen: „Ach, <strong>eigentlich ganz normal</strong>“. Dies wäre mir einigermaßen unangenehm! Viel gerner würde ich hier &#8220;normal&#8221; in der Tradition des Guten, Wahren, Schönen verstanden wissen: des guten Geschmacks, der wahren Liebe, der schönen Blume. </p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/normal3_mkwh.jpg' alt='normal' class='alignleft' />Ich schreibe jetzt einfach mal ganz unvermittelt: <a href="http://de.news.yahoo.com/051130/12/4s9s5.html">Ekelfleisch</a>. Kein schönes Wort… aber jeder weiß, was damit gemeint ist. Es liegt also nahe, das Wort Ekelfleisch zunächst als <strong>gebräuchlich</strong> zu bezeichnen und anschließend zum <a href="http://www.gfds.de/woerter.html">Wort des Jahres</a> zu krönen. Dabei ist Ekelfleisch überhaupt <strong>kein bisschen normal</strong>, sondern auch und vor allem eklig, sogar dann noch, wenn man weiß, dass man damit viel Geld verdienen kann. Ebensowenig wie es <strong>selbstverständlich</strong> ist, dass zum Zwecke der Erlangung von geheimdienstlichen Insiderinformationen vormals gesundes Menschenkörperfleisch durch Schläge, Tritte und dem schmerzhaften Anlegen von Elektroden an einst privatesten, nun aber in Staatseigentum umgewandelten  Körperteilen in fernen, exotischen Ländern, die dem <strong>Otto Normalverbraucher</strong> häufig nicht einmal als Urlaubsziel bekannt sind, in körpereigenes <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,389560,00.html">Ekelfleisch</a> umgewandelt wird.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/normal2_mkwh.jpg' alt='normal' class='alignright' /><strong>Üblicherweise</strong> ist es ja doch nicht eben <strong>alltäglich</strong>, dass sich gleich 2 hochgestellte politische Persönlich- keiten weiblichen Geschlechts als Hauptakteurinnen eines Staats- besuches  in Bewegtbildübertragung zu uns <strong>Normalos</strong> in unsere Wohnstuben gesellen. Vorgestern aber doch, denn da hatten wir die große Ehre, eine mächtige transatlantische Ausnahmeerscheinung von unserer <a href="http://www.taz.de/pt/2005/11/22/a0111.nf/text">Bundeskanzlerin</a> begrüßen zu lassen. Die von ihren Fans gerne auch <a href="http://americansforrice.com/">&#8220;Condi&#8221;</a> geheißene US-Außenministerin, die von ihren nicht ganz so großen Bewunderern manchmal auch als &#8220;<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/intholert.shtml">War Princess</a>&#8221; tituliert wird, trat in einem schwarzen, lodenmantelähnlichen Überwurf aus einer blütenweißen Regierungsmaschine und ähnelte in dieser Tracht ein ganz klein wenig dem Charakter &#8220;Darth Vader&#8221; aus dem grellen Erwachsenenmärchen &#8220;Star Wars&#8221;. Dieser Eindruck wurde durch ihr geglättetes und gespraytes, tiefschwarzes Haar, das sie in der Art eines Helmes trug, noch verstärkt. Es ist vielleicht ganz und gar anormal, möglicherweise sogar pervers, bestimmt aber unverzeihlich, einen solchen Eindruck auch nur im Insgeheimtesten gehabt haben zu können. Da ich dieses weiss, scheuche ich das fiese zottelige <a href="http://www.deramateur.de/presse/wp-content/boeckchen_mkwh.jpg">Subjektivismusböckchen</a> nun ganz schnell wieder von meinen Erkenntnisalmen und erteile ihm für alle Zeiten Platzverbot.</p>
<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/flamingo_mkwh.jpg' alt='vogel' class='alignleft' />Durch diese Maßnahme gewinne ich einerseits Zeit dafür, anzufügen, dass die zuständige Regierung Bush gemäß Aussage der Frau Rice alles tun will, um „Fehler zu korrigieren“, die USA aber an eine Änderung ihrer <strong>landläufigen</strong> Praxis im pauschalisierend &#8220;Anti-Terror-Kampf&#8221; genannten Konfliktkomplex nicht denken. Andererseits entsteht so Raum, darauf hinzuweisen, dass der Grad von Widerwärtigkeit, den eine Regierung erreicht haben muss, um Verschleppung und Folter für moralisch vertretbar und ethisch <strong>normativ</strong> zu halten, ein so fortgeschrittener ist, dass er als <strong>normal nicht wirklich</strong> bezeichnet werden kann.</p>
<p><strong>Standard</strong> ist es heutzutage offenbar auch, dass Wirtschaftskonzerne, die monetär sehr gut aufgestellt sind, zehntausendfach Menschen in die <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/?id=536135">Erwerbslosigkeit</a> schicken und gleichzeitig ihre Topmanager mit gigantischen Gehältern und <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,379823,00.html">Erfolgsprämien</a> verwöhnen. Schwamm drüber, der Markt macht uns alle gleich, <strong>nivelliert, normalisiert, egalisiert</strong>. So bleibt, meine sehr verehrten Damen und Herren, nur noch eine Frage zu klären: was soll mit der akustischen Umweltverschmutzung des Informationsstandes der Deutschesten aller Banken vor der Universitätsbibliothek in der Vorweihnachtszeit werden? Ist sowas überhaupt noch schön? <strong>Normal ist es jedenfalls nicht!</strong> Wer fegt später all die abgedudelten, erschreckend <strong><a href="http://www.norma-online.de/index_norma24.php">handelsüblichen</a></strong> Lieder vom frisch geplättelten Boden, die sich, vagen, bonbonfarbenen Träumen einer High-Potential-Karriere täuschend ähnlich, wie frierende, bleidotierte <a href="http://www.panda.org/about_wwf/what_we_do/freshwater/news/index.cfm?uNewsID=2282">Flamingos</a> im Morgendunst in den sowohl trüben als auch bitterkalten Dezemberhimmel der Landeshauptstadt erheben, nur um sogleich hartgefroren wieder ins <strong>Gewöhnliche</strong> hernieder zu klirren? </p>
<p>Ich bestimmt nicht. Keine Kapazitäten frei. Ich muss meine Lämmer füttern. Und zum Kolumnen schreiben habe ich <strong>regelmäßig</strong> keine Zeit.</p>
<p><small>Quelle Bilder: M. Hentze</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/ganz-normale-flamingos/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gedanken, Geräusche und andere Unannehmlichkeiten</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/gedanken-gerausche-und-andere-unannehmlichkeiten/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/gedanken-gerausche-und-andere-unannehmlichkeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2005 15:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/gedanken-gerausche-und-andere-unannehmlichkeiten/</guid>
		<description><![CDATA[Auf Grund eines widrigen Umstands, welcher in engem Zusammenhang mit meinem Studium steht, wähnte ich meinen sich zeitweise wehrenden Körper im Magdeburger Unibibliotheksgebäude &#8211; zu Recherchezwecken und anderen ausfüllenden Dingen. Besagter widriger Umstand (von erfahrenen Menschen, welche selbigen schon hinter sich gebracht haben lapidar auch ‚Schreiben einer Diplomarbeit’ genannt) zwingt mich nun zu der einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Grund eines widrigen Umstands, welcher in engem Zusammenhang mit meinem Studium steht, wähnte ich meinen sich zeitweise wehrenden Körper im Magdeburger Unibibliotheksgebäude &#8211; zu Recherchezwecken und anderen ausfüllenden Dingen. Besagter widriger Umstand (von erfahrenen Menschen, welche selbigen schon hinter sich gebracht haben lapidar auch ‚Schreiben einer Diplomarbeit’ genannt) zwingt mich nun zu der einen oder anderen Beobachtung. <span id="more-135"></span><br />
Schon in der zweiten Woche, des vor mich hin Sinnierens und in die Gegend Starrens, scheiterte ich kläglich beim Versuch, meinen Geist auf die mir gestellte Aufgabe einer Auseinandersetzung mit der Entstehung von Ödemen im Bereich des großen Zehs festzunageln.<br />
Meine Beobachtungen, der in der Bibliothek vor sich hin denkenden Individuen, erschienen mir nicht minder Wert in den verzweigten Windungen meines Hirns abgelegt zu werden. Gleich neben den wahnwitzigen Gedanken sei noch Platz, so dachte ich mir.<br />
So fühlte ich mich zutiefst gestört durch mehrere Geräusche, ähnlich klingender, doch vorerst nicht zu definierender Art. Eine Geräuschkulisse bohrend-dröhnender Manier schien sich hervorragend zwischen den Bücherregalen auszubreiten. Gerade als ich &#8211; in einem wundersamen Moment &#8211; kurz davor stand, einen klaren Gedanken zu fassen, wurde ich dessen gewahr, was mir ständig und vorerst unbemerkt von allen Seiten in den Schädel drang… das Geräusch von hämmernden Hackenschuhen. Angesichts jener Erkenntnis überlegte ich kurz, ob ich in lautes Grummeln verfallen sollte, wurde allerdings von den kümmerlichen Resten meiner Vernunft zurückgehalten.<br />
Es schien, als schoben sich dutzende elfengleicher Wesen in spitzbesohltem Schuhwerk durch mein Seh- und Hörfeld, eine Dunstglocke widerwärtigen Geräuschs hinterlassend. Der Schall fand seinen Weg, geschickt an nett drapierten Schallschluckvorrichtungen vorbei bis in meine Gehörgänge. Selbst die Masse der hier aufgereihten Bücher unterschiedlichster Couleur, welche sich den unsichtbaren Wellen mutig in den Weg stellten, versagten kläglich. Ich überlegte kurz, ob Schall eventuell vergleichbar mit einer intelligenten Lebensform sei und somit in der Lage Hindernisse zu analysieren, um sie dann geschickt umgehen zu können. Ich verwarf den Gedanken ebenso schnell, wie er aufgetaucht war, um dann spontan in Phantasien von flauschig-weichen Plüschpantoffeln zu verfallen, welche hier allen gereicht werden. Und in einer, für meinen trägen Körper durchaus unüblichen Geschwindigkeit, stellte sich eine Art Wohnzimmergefühl ein … was wieder weniger untypisch war. Gleich darauf folgte die Überzeugung, solch Schuhwerk fördere den studentischen Zusammenhalt. Sonst ach so verfeindete Professionen fänden eine erste Ebene des miteinander Lebens. Wir alle – eine große Couchfamilie!<br />
For haven’s sake! No! Das ging zu weit. Ich konzentrierte mich wieder auf Wesentlicheres. Hackenschuhe…<br />
Ich begann mich erneut recht unmöglich zu fühlen, angesichts der, den (meist) weiblichen Körper schädigenden, spitzgesichtigen Hacken, welche sich durch alle Poren in meinen Körper bohrten (bildlich gesprochen, natürlich).<br />
Da stakste schon wieder ein Exemplar vorüber und mutete gar ganz entengleich an und war nun überhaupt nicht grazil, elegant und elfengleich. Nun gut, immerhin unternahm sie den Versuch, dem Entendasein zu entkommen. Ich begnügte mich mit diesem Zustand.<br />
Das Schlimmste war, so fand ich, dass ich nicht nur begann sie zu beobachten, sondern jeden ihrer Schritte schon im Vorhinein zu hören. Sie nutzten bevorzugt jene in meiner Nähe befindliche Querverbindung, welche in der Abteilung „Psychologie“ mündet und direkt über meinem Kopf verlief.<br />
Ich wusste um das nächste TOCK. TOCK … TOCK … TOCK. Und mit jedem weiteren TOCK war ich dem Wahnsinn ein Stück näher. Ich zwang mich, Abstand von dem Gedanken einer chronischen Hackenschuhaversion zu nehmen. Schließlich hörte ich erst kürzlich auf einem unserer innerdeutschen TV-Sender, hier besprochenes Schuhwerk wäre elementarer Teil der weiblichen Identität und ich sollte möglichst nicht im Entferntesten daran denken, mich mit inneren Abneigungen zu tragen.<br />
Aber wie sollte ich mir das eigentlich vorstellen &#8211; den ganzen Tag mit einem TOCK- Geräusch an den Füssen  herumzulaufen? Ich dachte darüber nach eine Art Studie durchzuführen. Vielleicht ließ sich irgendwie nachweisen, dass Wahnsinn, Orientierungslosigkeit oder die Vorliebe für Tennissocken eventuell in direkter räumlicher Nähe zu Hackenschuhgeräuschen gehäuft auftreten. Doch bei genauerer Betrachtung musste auch diese Analyse auf einen späteren Abschnitt meines Lebens verschoben werden. Schließlich musste ich mich anderen Aufgaben stellen. Und da war sie – die Verbindung! Im Endeffekt hatten meine hoch philosophischen Gedanken nun doch gewissen Wert in die Überlegungen zum widrigen Umstand einbezogen zu werden. Schließlich haben elfengleiche Wesen (und dies erneut mit aller Achtung vor dem Menschen gesprochen – trotz der anders anmutenden Formulierung) eine gewisses Gewicht. Wenn jene Wesen nun spitzbesohlt auf anderer Menschen Füßen stehen, hat dies Ödeme zur Folge, welche ihrerseits recht schmerzhaft sind und dringend einer genaueren Betrachtung bedürfen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/gedanken-gerausche-und-andere-unannehmlichkeiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Totengräber</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/die-totengraber/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/die-totengraber/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2005 11:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/die-totengraber/</guid>
		<description><![CDATA[Es ist nun zwar schon wieder den einen oder anderen Monat her, als sich mir als passioniertem „Volksstimme“-Leser ein Diskurs aufdrängte, der schließlich auch mein Herz berührte. Es wurde immerfort von fiesen Verbrechen berichtet, die eigentlich niemanden kalt lassen können.Es ging um scheinbar geistig und körperlich unausgelastete Jugendliche, welche mit ungebremstem kriminellen Tatendrang versuchen unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nun zwar schon wieder den einen oder anderen Monat her, als sich mir als passioniertem „Volksstimme“-Leser ein Diskurs aufdrängte, der schließlich auch mein Herz berührte. Es wurde immerfort von fiesen Verbrechen berichtet, die eigentlich niemanden kalt lassen können.<span id="more-130"></span>Es ging um scheinbar geistig und körperlich unausgelastete Jugendliche, welche mit ungebremstem kriminellen Tatendrang versuchen unsere Heimatstadt in den kulturellen und vor allem wirtschaftlichen Bankrott zu drängen. Es ging um nicht weniger als die optische Vergewaltigung von Wohn- und Geschäftseigentum. Die „Volksstimme“ tat das einzig Richtige und tat sich als Anwalt der Opfer hervor und sie tat es mit einer gehörigen Portion Nachdruck. Ihre Redakteure erörterten bemerkenswert, welche hohen wirtschaftlichen Schäden diese Schandtaten für unsere Landeshauptstadt bedeuten. Jeder Mitbürger weiß, wenn es um die Wirtschaft geht, dann hört bei uns der Spaß auf. Daher dulden wir es nicht, wenn jemand versucht, ihr mutwillig die oftmals beschworene Vorfahrt zu nehmen.<br />
Aus diesem Grund startete der journalistische Marktführer und moralische Speerspitze unserer Region eine Kampagne für deutlich härtere Strafen für jene Rabauken. Das Volk ist zu großen Teilen der gleichen Meinung wie ihre Meinungsmacher und so stimmte es mit in den Ruf ein. Einige Bürger taten sich besonders hervor und förderten eigene Vorschläge aus ihren grauen Zellen hervor. Ein ganz außergewöhnlicher war beispielsweise das generelle Verkaufsverbot von Spraydosen in Baumärkten. Ganz richtig, es muss endlich ein Ruck durch Deutschland gehen, und die Bürger müssen verstehen, dass Farbe in Spraydosen eine Waffe ist und hinter Panzerglas oder höchstens in die Hände von Sicherheitskräften gehört.<br />
Aber mal ganz ehrlich, was diese Diskussion letzten Endes leistete, war nicht weniger als eine Lehrstunde zum Thema Zivilgesellschaft. Seit langer Zeit schon wird sie totgesagt, totgeschrieben und beweint, doch die „Volksstimme“ feierte ihre wundersame Wiederauferstehung. Graffiti, das wurde schnell erkannt, ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und als solches bedarf es auch entsprechend dimensionierter Gegenmaßnahmen. Es dauerte also nicht lang, bis das Sprachorgan der Magdeburger vom ersten Schulterschluß künden konnte. Der erste Impuls kam nicht überraschend von Unternehmern. Angeführt vom Stadtmarketingverein Pro Magdeburg wurde ein Maßnahmen-Programm gegen illegale Schmierereien erarbeitet und vereinbart. Beteiligt haben sich anfangs Vereine, die IG Innenstadt, die Taxi-Genossenschaft, die MVB und andere private Unternehmen, darunter sowohl Hauseigentümer als auch Sicherheitsfirmen. Sie waren fest entschlossen, gemeinsam eine Art Unternehmerwehr zu bilden. Das Herzstück dieser schlagkräftigen Truppe sollten Bewachungsunternehmen, MVB und die Taxi-Innung einnehmen.<br />
Sie erklärten sich bereit ihre gewerblich-betriebenen nächtlichen Streifzüge durch unsere Heimatstadt zu nutzen um gleichzeitig in den Straßen von Magdeburg zu patrouillieren. Diese Hilfssheriffs sollten im Falle einer Feindsichtung natürlich nicht auf die Jagd nach den Gangstern gehen, sondern lediglich die regulären Ordnungskräfte alarmieren. Desweiteren wurde in der Agenda vereinbart, dass illegale Graffiti möglichst schnell beseitigt werden und die Übeltäter sowohl straf- als auch zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden sollen. Selbstverständlich sollte auch die Werbung für dieses einzigartige Projekt nicht zu kurz kommen und die potentiellen jugendlichen Täter schon vorab über die möglichen Konsequenzen aufgeklärt werden. Getreu der Erfahrung aus fünf Jahrzehnten Kaltem Krieg war man von der Wirkung von Abschreckung überzeugt.<br />
Von einem zweitem Beispiel für die möglichen Selbstheilungskräfte unserer Gesellschaft konnte die „Volksstimme“ bereits zwei Monate später künden. Der Vorsitzende des Vereins „Haus&#038;Grund“ hatte die blendende Idee, einen gemeinnützigen Verein zu gründen, der sich zur Aufgabe stellt, den geschundenen Hausbesitzern finanziell unter die Arme zu greifen. Dr. Neumann beschrieb seinen uneigennützigen Plan so: „Der Verein könnte Spenden und finanzielle Hilfe einspielen und dann Privateigentümern helfen“. Ich würde sogar noch ein Stück weiter gehen. Um genügend Geld für dieses selbstlose Projekt zu sammeln, wäre es doch beispielsweise möglich, eine große Spendengala zu veranstalten, welche zeitgleich sowohl auf MDF.1 als auch beim MDR übertragen wird. Was Unicef &#038; Co. können, muss doch auch für gepeinigte Hauseigentümer legitim sein. Ich glaube bei soviel karritativem Engagement und Zivilcourage steht ein heißer Favourit für den Titel „Magdeburger des Jahres“ schon fest.<br />
Niemand muss sich also ängstigen, unsere Gesellschaft ist sehr wohl in der Lage auch unüberwindlich erscheinende Probleme aus eigener Kraft zu lösen. Die Akteure als auch Motive, welche dabei als Triebkraft wirken, können durchaus überraschen. Wer mir jetzt aber immer noch chronisch vom Ableben der Zivilgesellschaft erzählen will, dem verordne ich die tägliche Lektüre der Volksstimme, als Schocktherapie.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/die-totengraber/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das erste Mal</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/das-erste-mal/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/das-erste-mal/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2005 13:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/das-erste-mal/</guid>
		<description><![CDATA[Man stelle sich einen sonnigen Freitagmorgen im Mai vor, ein Menschlein geht seiner Wege, vielleicht zum Arzt oder zum Frisör, egal, auf jeden Fall braucht es zum Glücklichsein eine Tageszeitung (oder wahlweise auch ca. 1 l Kaffee, um fröhlich und frisch in den Tag zu starten), denn es ist mit einer Wartezeit während seiner Besorgungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man stelle sich einen sonnigen Freitagmorgen im Mai vor, ein Menschlein geht seiner Wege, vielleicht zum Arzt oder zum Frisör, egal, auf jeden Fall braucht es zum Glücklichsein eine Tageszeitung (oder wahlweise auch ca. 1 l Kaffee, um fröhlich und frisch in den Tag zu starten), denn es ist mit einer Wartezeit während seiner Besorgungen zu rechnen. So weit, so gut.<br />
<span id="more-128"></span> </p>
<p>Die Zeitung meiner Wahl sollte also die viel gelesene „Magdeburger Volksstimme“ sein, zu 0,75 € das Stück. Wie der geneigte Leser nun schon ahnt, war dieser recht bescheidene Wunsch nicht so ohne weiteres zu erfüllen. Ich machte mich also auf zum nächstgelegenen Bäcker auf der Halberstädter Straße, um dort die ersehnte Gazette zu erwerben. Doch was sahen meine vom Schlaf noch halb verklebten Augen &#8211; statt des informativen Stadtblättchens nur einen widerlich großen Stapel aus BILD-Zeitungen… „Das kann es ja nicht sein“ dachte ich mir und verließ, noch einigermaßen enttäuscht das Lokal, um 200 Meter weiter bei einem anderen Vertreter der Bäckerszunft mein Glück zu versuchen. Wer gibt sich schließlich mit einem solchen Käseblatt zufrieden? Nun denn, ich stiefelte ins Geschäft, die dicke Bäckerin sah mich freudestrahlend an: „Was wolln sen?“-„Eine Volksstimme, bitte.“-„Ham wa nich, weil Nachfrare zu jering.“-„Aha.“ Nun ja. Dieser aufschlussreiche Dialog mag meinen dritten Gang nach Canossa erklären. Im dritten Bäckereifachgeschäft angekommen, welches mit dem schönen Namen „Bäckerei Erntebrot“ (Nein, das ist keine Schleichwerbung, sondern notwendig, um dem Leser den Überblick bei der ausufernden Anzahl der Läden zu bewahren) ausgestattet war, ließ ich mich erst einmal ermattet auf einem der Thekenplätze nieder und bestellte einen Kaffee zum Mitnehmen und irgendein Plunderstück mit möglichst unanständig viel Schokolade, während ich meinen Blick auf der Suche nach Neuigkeiten im Tagesgeschehen über die Auslagen auf der Theke schweifen ließ. Entmutigt, ach gebrochen musste ich wiederum feststellen, dass auch hier das Informationsniveau bei Null lag.
<p>
Ich weiß nicht mehr, ob es der Kaffee war oder der viele Zucker, auf jeden Fall ließ ich mich dazu hinreißen, eine der BILD-Zeitungen zu kaufen, übrigens das allererste Mal in meinem Leben, versprochen! Ich dachte immer, dem allerersten Mal seien nur ganz besondere Dinge vorbehalten, etwa das erste Fahrrad, das erste graue Haar oder eben der erste eigene Artikel, bloß der Erwerb dieses Revolverblattes sollte doch mal ganz subjektiv nicht dazu gehören. Wie auch immer, an diesem Morgen reihte ich mich also in die lange Schlange der BILD-Leser ein, was für ein Gefühl (Hurra, ich werde dumm!). </p>
<p>
Mit dem Hintergedanken daran, bei voraussichtlichem Nichtgefallen das Papier bei der nächstbesten Sero-Annahmestelle loswerden zu können, verließ ich den Laden um mich meiner Wege zu widmen. Doch das war natürlich, wie sollte es auch anders sein, noch nicht der letzte Streich, ein vierter folgte in Gestalt der allerletzten Brötchenfabrik an der ich vorbeikam…welche natürlich die „Volksstimme“ genauso wie die „BILD“ offerierte. Was für ein Schlag ins Gesicht! Schuldbewusst kaufte ich sofort ein Exemplar, um mich von meinen just begangenen Sünden freizukaufen, auch auf die Gefahr hin für diesen schändlichen Ablasshandel mit einem Post-It® an meiner Stirn voller anklagender Thesen als Strafe einem Tag lang herumlaufen zu müssen. Ich lernte aus dieser Begebenheit folgende zwei Wahrheiten. Erstens: gib dich nicht zu schnell einer Versuchung hin, es könnte noch eine bessere kommen und zweitens: in Magdeburg gibt es eindeutig zu viele Bäcker…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/das-erste-mal/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Handlungsorientierung kommt von Handeln</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/handlungsorientierung-kommt-von-handeln/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/handlungsorientierung-kommt-von-handeln/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2005 10:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/handlungsorientierung-kommt-von-handeln-oder/</guid>
		<description><![CDATA[Oder: Über die Praxisferne der pädagogischen Ausbildung an der Uni (Magdeburg)

„Das Groteskeste, was man als Didaktiker anbieten kann, ist eine Vorlesung über Handlungsorientierung im Unterricht abzuhalten!“.

So oder so ähnlich lautete der Ausspruch eines Dozenten unserer Uni in einer Fachdidaktik–Übung vor ein paar Tagen. Das führt mich dazu, die Zustände der universitären Lehrer-Ausbildung in Magdeburg einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oder: Über die Praxisferne der pädagogischen Ausbildung an der Uni (Magdeburg)<br />
</strong></p>
<p>„Das Groteskeste, was man als Didaktiker anbieten kann, ist eine Vorlesung über Handlungsorientierung im Unterricht abzuhalten!“.
<p>
So oder so ähnlich lautete der Ausspruch eines Dozenten unserer Uni in einer Fachdidaktik–Übung vor ein paar Tagen. Das führt mich dazu, die Zustände der universitären Lehrer-Ausbildung in Magdeburg einmal genauer zu beleuchten. Fast unnötig zu sagen, dass ich selbst Lehramtsstudentin bin. Die Erwartungen an einen Lehrer unserer Zeit sind hoch.<br />
<span id="more-120"></span><br />
„Die Ausbildung soll für eine spätere berufliche Tätigkeit als Fachlehrer für &#8230; (Fach X)  im fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlich-psychologischen Bereich befähigen.“ Dieses erfährt man auf der Uniwebseite über das Lehramtsstudium. An Kenntnissen sollte man laut dieser „Interesse an der Lehrtätigkeit, d.h. an der Erschließung von Welt-, Sach- und Wissensgebieten, vor allem im (…) Bereich X mit und für andere Menschen insbesondere für Kinder und Jugendliche.“ mitbringen. Das alles sind schöne Worte und erstrebenswerte Ziele, doch wie soll man Lehramtsstudenten zu didaktisch und methodisch versierten Fachlehrern heranziehen, wenn sämtliche fachliche Lehrveranstaltungen, z. B. in Politik, keinen oder nur minimalen Bezug zum Unterricht haben? Es gibt verschiedenerlei Gründe dafür. Als hinderlich wie unpraktikabel empfinde ich, dass die Lehrämter in denselben Veranstaltungen wie die Magisterstudenten sitzen und einfach nur als Ergänzung Pädagogik und Psychologie nebst Fachdidaktik für die beiden Hauptfacher belegen (Also der Lehrumfang mehr als doppelt so groß ist!). </p>
<p>
Wollen wir Wissenschaftler oder Lehrer werden? Ich will damit jedoch nicht sagen, dass das eine das andere ausschließen muss, denn ich kann mir ja Vorlesungen über Kants kategorischen Imperativ anhören und sprachwissenschaftliche oder politische Analysen durchführen, was mich auch persönlich weiterbringt, nur weiß ich davon immer noch nicht, wie ich diesen Stoff in den Unterricht transportieren soll und wie ich bestimmtes Wissen an verschiedene Altersstufen und Niveaus anpassen soll. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass ja für genau solche Aufgaben und Herausforderungen die Didaktik  zuständig sei. Allerdings ist einer der ersten Sätze, die man als Neuling in den Didaktikveranstaltungen hört, meistens folgender: „Also die Didaktik ist nicht dazu da, ihnen eine Handlungsanleitung oder Rezepte für den Unterricht vorzugeben.“ Ja, wozu denn dann? </p>
<p>
Erschreckenderweise werden aufgrund der hohen Studentenzahlen in den meisten Seminaren vierzehn Sitzungen lang Referate gehalten, damit auch ja jeder Student seinen Schein erwerben kann.  Diese Praxis ist auf die Dauer ermüdend, außerdem folgt daraus, dass meistens keine oder nur wenig Zeit bleibt, in der gemeinsamen Diskussion Sachverhalte und Thesen zu erarbeiten. Selbst auf hartnäckiges Nachfragen, welche Anforderungen man denn z. B. an eine 9. Klasse im Gymnasialbereich im Sozialkundeunterricht stellen kann, bekommt man oft nur so schwammige Antworten wie etwa: „Das ergibt sich dann schon aus dem Thema und ihren Erfahrungen heraus.“ Welche Erfahrungen? Die zu absolvierenden Praktika innerhalb des Studiums kann man leider immer noch locker an einer Hand abzählen, dazu gehören das Orientierungspraktikum und die Schulpraktischen Übungen (SPÜ). </p>
<p>
Da stellt sich natürlich die Frage, was passiert, wenn man erst im Hauptstudium bemerkt, dass man mangels Erfahrung und genauen Vorstellungen über den (später auszuübenden) Beruf eigentlich doch gar nicht mehr Lehrer sein will oder kann. Das Studium abbrechen? Wohl kaum. Denn wer schon sieben Semester oder länger studiert hat, wird vermutlich eher die Zähne zusammenbeißen als noch mal etliche Semester in einer anderen Disziplin abzusitzen. Folglich muss der Beginn einer Lehrerkarriere wie ein Sprung ins kalte Wasser sein, das zudem vermutlich auch noch tiefer ist als angenommen. Als ReferendarIn sieht man sich dann mit Problemen konfrontiert, die während des Studiums allenthalben rudimentär vorkamen, etwa Dinge wie der Umgang mit Schülern, die zu Hause Probleme haben oder gewalttätig sind. Was muss, kann und darf ich in solchen Fällen unternehmen, ohne mich selbst straffällig zu machen? So etwas kommt im Schulalltag vor, nur hat die Ausbildung so wenig Praxisbezug wie ein tausendseitiger juristischer Wälzer. Die besten Tipps könnten da doch eigentlich diejenigen geben, die in der Praxis stehen, also erfahrene Lehrer selbst. Ich frage mich, weshalb es so schwer sein soll, sie in die universitäre Ausbildung mit einzubeziehen. Oder vielleicht sollte man versuchen, schon die Studenten mehr mit in den Schulalltag einzubinden. Auf jeden Fall ist der Zustand im Moment unhaltbar. Dieser kann meines Erachtens jedoch nicht nur mit staatlichen und kommunalen Sparmaßnahmen begründet werden, die zukünftig mit Sicherheit noch um einiges steigen werden, sondern man muss die Ursachen auch bei der Universität und ihren Dozenten selbst suchen. Ob eine Veranstaltung nämlich eher praxisorientiert oder theorieüberladen ist, entscheiden sie selbst. </p>
<p>
Warum nicht mal ein Schülerforum einrichten, das es den Studenten ermöglicht, sich an denen zu orientieren, die von guten Lehrern nur profitieren können? Ein Blick über den Tellerrand auf Berechnungen der McKinsey&#038;Company in ihrem Magazin McK Nr. 14 zum Thema Wissen und Bildung zeigt uns, dass die sogenannte Bildungsrendite (das ist der finanzielle Wert eines Studiums oder einer vor-/schulischen Ausbildung) nicht zwangsläufig steigt, wenn man die Ausgaben für Studenten steigert, die bisher pro Jahr ca. zwischen neun- und zehntausend (!) Euro liegen. Betrachtet man also diese im Vergleich zu den Ausgaben für Kleinkinder und Vorschulkinder, die davon nur knapp die Hälfte (ca. 4455 Euro) ausmachen, sind die Aufwendungen für Studis also proportional zum Ergebnis unverhältnismäßig hoch. Was sagt uns das? Es sollte nicht einfach noch mehr Geld für Unis eingefordert werden, sondern erst einmal mit dem effektiv gearbeitet werden, was real zur Verfügung steht und ich würde mal provokativ behaupten, dass das nicht so wenig ist im Vergleich mit anderen Ländern der EU. Ich schlage vor, dass man in Zukunft also die Eigeninitiative mehr fördert und anerkennt. Die kostet nämlich keinen Cent, sondern nur Mut und Zeit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/handlungsorientierung-kommt-von-handeln/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sommerschluss- Ausverkauf</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/sommerschluss-ausverkauf/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/sommerschluss-ausverkauf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2005 15:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/sommerschluss-ausverkauf/</guid>
		<description><![CDATA[ Die letzten 15 Buttons unserer 1. Kollektion müssen nun raus. Denn pünktlich zur 3. Ausgabe sind zwei neue Designs geplant. Wer also noch einen Button erwerben möchte und somit in den Besitz eines Sammlerstückes kommen möchte, der sage mir einfach bescheid. Das Stück ist zu 0.50 € zu erkaufen. Die finanzielle Spende durch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.deramateur.de/presse/wp-content/Buttons.jpg' class='alignleft' /> Die letzten 15 Buttons unserer 1. Kollektion müssen nun raus. Denn pünktlich zur 3. Ausgabe sind zwei neue Designs geplant. Wer also noch einen Button erwerben möchte und somit in den Besitz eines Sammlerstückes kommen möchte, der sage mir einfach bescheid. Das Stück ist zu 0.50 € zu erkaufen. Die finanzielle Spende durch den Erwerb eines solchen Buttons geht an den AMATEUR und sichert zu einem kleinen Teil die anfallenden Kosten für den Druck.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/sommerschluss-ausverkauf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Printausgabe</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/printausgabe/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/printausgabe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2005 16:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/printausgabe/</guid>
		<description><![CDATA[Wie soll es mit uns weiter gehen?
Wir brauchen eine Printausgabe!
Nur so denke ich, können wir unsere Magdeburger Leserschaft erreichen.

Der Blog ist eine tolle Sache.
Täglich kann man sich mit gewillten Leuten über aktuelle Probleme und Themen austauschen. Doch denke ich, dass es nur wenig Leser unseres Heftes gibt die wissen, dass es uns in dieser Form [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie soll es mit uns weiter gehen?<br />
Wir brauchen eine Printausgabe!<br />
Nur so denke ich, können wir unsere Magdeburger Leserschaft erreichen.<br />
<span id="more-93"></span><br />
Der Blog ist eine tolle Sache.<br />
Täglich kann man sich mit gewillten Leuten über aktuelle Probleme und Themen austauschen. Doch denke ich, dass es nur wenig Leser unseres Heftes gibt die wissen, dass es uns in dieser Form  mit all den Möglichkeiten, die der Blog bietet, online gibt. Da wir mit den ersten beiden Ausgaben immer in einer gedruckten Version auf dem „Markt“ erschienen sind, haben wir dort einen gewissen Bekanntheitsgrad. Und das sollte doch so bleiben. Denn um so länger wir mit der nächsten Ausgabe warten, desto mehr verschwinden wir aus den Köpfen der Leute die uns kennen und schätzen.<br />
Ich habe zwei Vorschläge wie wir es schaffen können, aller zwei Wochen regelmäßig zu erscheinen. Einige von euch werden jetzt argumentieren, wir seinen doch eine freie Zeitschrift und an keine regelmäßige Publikation gebunden. Recht habt ihr. Aber was soll denn dann das Medium Amateur bezwecken. Selbst wenn wir uns auf einen festen Termin zum Redaktionsschluss geeinigt haben, wahrgenommen haben es die wenigsten.<br />
<em>Hier nun meine Vorschläge:</em><br />
<strong>1.</strong> Wir einigen uns wie bei der 3. Ausgabe auf ein Hauptthema zu jeder weiteren Ausgabe und ein jeder in unsrer Redaktion verfasst dann einen Artikel zu einer der von uns aufgestellten Rubriken. Wir halten ein treffen ab wo diskutiert werden kann welches Thema von uns bearbeitet wird und wer was schreiben kann und will. Es sollte doch für jeden zu schaffen sein, einen Artikel in zwei Wochen abzutippen. Diese Beiträge müssen ja nicht ausufern und seitenlange Beiträge darstellen.  Denn so können wir immer „aktuell“ Themen zum lesen und diskutieren unseren Lesern präsentieren.<br />
<strong>2.</strong> Für die von uns in Angriff genommene 3. Ausgabe würde ich das Erscheinen auf für die erste Woche des WS 05/ 06 vorschlagen. Wir können bis dahin weiter Artikel sammeln und dann zwei nacheinander folgende Ausgaben drucken lassen. So erreichen wir viele der neuen Kommilitonen mit der 3. Ausgabe und sichern uns mit der nachfolgenden 4. Ausgabe vielleicht Stammleser und neue Schreibbegeisterte.</p>
<p>Die Diskussion ist freigegeben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/printausgabe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>United-Fotoprojekt</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/united-fotoprojekt/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/united-fotoprojekt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2005 21:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/united-fotoprojekt/</guid>
		<description><![CDATA[Hallo Amateure, habe doch noch einen kurzen Artikel über UNITED verfasst, lest selbst (Ich wollte wenigstens nicht ganz ohne Ergebnisse dastehen). Ich musste erstmal was anderes vor &#8220;City of God&#8221; schieben, ich brauche noch das Wochenende, um das in Worte zu fassen, was mir alles zu diesem Film durch den Kopf geht. Hoffe es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Amateure, habe doch noch einen kurzen Artikel über UNITED verfasst, lest selbst (Ich wollte wenigstens nicht ganz ohne Ergebnisse dastehen). Ich musste erstmal was anderes vor &#8220;City of God&#8221; schieben, ich brauche noch das Wochenende, um das in Worte zu fassen, was mir alles zu diesem Film durch den Kopf geht. Hoffe es ist ok, Martin hat &#8220;Alpinarium fertig&#8221;, das stelle ich jetzt rein. Gute Nacht und frohes Schaffen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/united-fotoprojekt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aufruf!</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/aufruf/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/aufruf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2005 12:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/aufruf/</guid>
		<description><![CDATA[Hallo liebe Amateurinnen und Amateure!
Dieser Aufruf soll als Erinnerung dienen. Wie wollen wir denn bitte da draußen wahr genommen werden, wenn wir alle jubel Jahre mal eine Printausgabe rausbringen? Also, schreibt, schreibt und schreibt, dann sollte aller spätestens Ende Juni unsere 3. Ausgabe bei den Leuten auf dem Tisch liegen. Ein Statement von Euch (Redaktion) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hallo liebe Amateurinnen und Amateure!</em><br />
Dieser Aufruf soll als Erinnerung dienen. Wie wollen wir denn bitte da draußen wahr genommen werden, wenn wir alle jubel Jahre mal eine Printausgabe rausbringen? Also, schreibt, schreibt und schreibt, dann sollte aller spätestens Ende Juni unsere 3. Ausgabe bei den Leuten auf dem Tisch liegen. Ein Statement von Euch (Redaktion) wäre nett. Lasst uns bitte mal zu einem Redaktionstreffen in der nächsten Woche treffen um einen genau Zeitpunkt und eine weitere Planung in Angriff zu nehmen.<br />
Ein schönes Wochenende und einen hoffentlich literarischen Erguss.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/aufruf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Buttons sind da!</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/die-buttons-sind-da/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/die-buttons-sind-da/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 11:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/2005/05/26/die-buttons-sind-da/</guid>
		<description><![CDATA[Hallo ihr lieben AmateurInnen und Amateure!
Ich habe es getan!
Ich habe Buttons gekauft.

Es hat zwar gedauert, aber nun sind die ersten Amateurbuttons endlich da. Ich habe für alle die, die sich mit dem Amateur auch ohne die aktuelle Ausgabe in der Hand auf der Straße identifizieren wollen, Buttons zum an die Jacke, Hose, Mütze, Cap oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo ihr lieben AmateurInnen und Amateure!</p>
<p>Ich habe es getan!<br />
Ich habe Buttons gekauft.<br />
<span id="more-71"></span><br />
Es hat zwar gedauert, aber nun sind die ersten <strong>Amateurbuttons</strong> endlich da. Ich habe für alle die, die sich mit dem Amateur auch ohne die aktuelle Ausgabe in der Hand auf der Straße identifizieren wollen, Buttons zum an die Jacke, Hose, Mütze, Cap oder auch Tasche stecken zu vergeben. Das Stück wird Dich 0,50 € kosten, ja 0,50 €, aber dein finanzieller Beitrag wird jede weitere Ausgabe mitfinanzieren und unsere Idee einer Zeitung für Schreibinteressierte am Leben halten.<br />
Liegt dir nun etwas daran, unsere Zeitung in die Welt hinaus zu tragen, dann schmücke dich jetzt mit diesen tollen Buttons. Zu erwerben sind diese Buttons bei Uwe; einfach ne <em>E- Mail</em> an: dagerman65@hotmail.com schicken, deine Adresse hinterlassen und die Menge der von dir gewünschten Buttons bei deiner Bestellung vermerken. Du kannst dir einen, zwei, drei oder so viele Buttons bestellen, wie du glücklich bist. Geschmückt mit einem Dankesschreiben wird der oder die Buttons dann in kürze bei dir im Briefkasten liegen.</p>
<p>Die Redaktion</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/die-buttons-sind-da/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Käfig voller Narren</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/ein-kafig-voller-narren/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/ein-kafig-voller-narren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2005 10:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/2005/04/13/ein-kafig-voller-narren/</guid>
		<description><![CDATA[Schau mal einer an wie klein die Welt doch ist. Manchmal ist unsere Erde wie ein Dorf, oder eben wie ein dunkler Club.
Dank „Knoppers“ findet man morgens halb zehn die nettesten und hilfsbereitesten Menschen. Doch wie sieht es nachts um halb drei aus?

Wem begegnet man da im rauchigem Dämmerlicht? Wer genau hinschaut kann einen Querschnitt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schau mal einer an wie klein die Welt doch ist. Manchmal ist unsere Erde wie ein Dorf, oder eben wie ein dunkler Club.<br />
Dank „Knoppers“ findet man morgens halb zehn die nettesten und hilfsbereitesten Menschen. Doch wie sieht es nachts um halb drei aus?<br />
<span id="more-58"></span><br />
Wem begegnet man da im rauchigem Dämmerlicht? Wer genau hinschaut kann einen Querschnitt unserer Population sehen.<br />
Da mag einer nun die Stirn runzeln und sich empört auflehnen, doch lassen Sie uns sehen, auf wen man da so trifft.<br />
Da gibt es die „Cosmopolitan“-Zicken de Luxe- Neudefinierer, die sich für etwas Besseres halten. Sie tragen Club untaugliche weiße Hosen, gesundheits- und umweltschädigende Absatzschuhe und Frisuren. Das männliche Pendant ist da nicht weit, es lehnt an der Bar und ist solariumverbräunt. Diese Machos greifen sich alle fünf Minuten in den Schritt, vielleicht weil sie sich vergewissern müssen, dass da was ist? Diese Gattung verleiht den Frauen wegen eingeschränktem Wortschatz Namen wie Puppe, Bunny oder Chicka.<br />
Auf der Tanzfläche tummeln sich dann die coolen Jungs und Mädels. Ein kühles Blondes aus der zarten grünen Flasche in der einen, die Zigarette lässig in der anderen Hand. Anhänger dieser Schicht wollen krampfhaft anders sein und sind somit genau wie die Anderen. Sie unterscheiden sich dann noch nicht einmal durch „Arschgeweih“ oder durch schrägem Fransenponny,  der wie zufällig in die Stirn  fällt.<br />
Im Schwarzlicht zucken dann ab und zu die Schüchternen vorbei. Sie sind gekommen um zu staunen oder um morgen auch mal eine Anekdote erzählen zu können. Diese Spezies liegt als erste betrunken, wenn sie Glück hat auf, sonst neben dem Sofa.<br />
Dann trifft man auch auf pubertierende Weltverbesserer mit Dreadlocks, bei denen man denkt sie wären potentielle Läusewirte. Sie prahlen mit ihrem unkonventionellen Lebensstil und ihrer Aversion gegen Kommerz und Globalisierung, dabei nippen sie an der Coca Cola und schreiben eine Sms.<br />
Ja das ist schon eine bunte Mischung.<br />
Diejenigen, die  eigentlich nur auf der Suche nach sich und einem Partner sind, die Wert auf Konversation legen und mit Affektation nichts am Hut haben, werden entweder als arrogant abgestempelt oder gehen im Getümmel unter.<br />
Wenn man all diese Menschen sieht, fragt man sich was aus ihnen werden könnte und wie sie durch die Welt spazieren.<br />
Werden sie im Büro auch die Hand im Schritt haben, weiter „individuelle“ Mitläufer sein und die „Cosmopolitan“ als Heilige Schrift verehren?<br />
Es wäre jedenfalls nicht weiter tragisch, denn wir leben ja sowieso schon in einem Käfig voller Narren.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/ein-kafig-voller-narren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Erleichterung</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/die-erleichterung/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/die-erleichterung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2005 10:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/2005/04/13/die-erleichterung/</guid>
		<description><![CDATA[Es geschieht meist unerwartet und ganz plötzlich. In der einen Minute ist die Welt noch in bester Ordnung, wir sind beschwingt und ohne schlechte Ahnung, doch schon ein paar Atemzüge später kündigt sich die nun bevorstehende Tortur an.

Erst nur leicht, als kleine Aufforderung, noch mit einem Lächeln, welches nicht all zu ernst genommen wird. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geschieht meist unerwartet und ganz plötzlich. In der einen Minute ist die Welt noch in bester Ordnung, wir sind beschwingt und ohne schlechte Ahnung, doch schon ein paar Atemzüge später kündigt sich die nun bevorstehende Tortur an.<br />
<span id="more-57"></span><br />
Erst nur leicht, als kleine Aufforderung, noch mit einem Lächeln, welches nicht all zu ernst genommen wird. Aber als wüssten wir es nicht besser, denn schließlich ist es jedes Mal ähnlich, sind wir überrascht wie hartnäckig dieses Lächeln ist. Es geht nicht von allein, will bleiben und wird unangenehm, dieses Lächeln verwandelt sich zum bösen Grinsen, lässt uns verkrampfen und macht unsere Gesichtszüge unkontrolliert.<br />
Tief Luft holen, von einem Bein aufs andere treten und ablenkende Gedanken sind eher aussichtslose Gegenmaßnahmen, denn gewinnen können wir nicht. Egal ob wir das Lächeln verdrängen oder es vertrösten wollen, es gibt nicht nach. Unsere Augen fangen an panisch ein stilles Örtchen zu suchen, doch weit und breit scheint keine Abhilfe. Schon dem Ende nahe, im Schweiße des Angesichts und von Schmerzen gepeinigt fragen wir uns:„ Soll es das gewesen sein?“<br />
Wir irren umher mit der pochenden Bitte nach Auskunft wie denn das nur möglich sein kann.<br />
Doch irgendwie schaffen wir es immer, kurz bevor wir dann in Ohnmacht fallen, nachdem sich alles in uns zusammenge- zogen hat und das anfängliche Lächeln uns lächerlich macht, finden wir Erleichterung.<br />
Denn in Anbetracht der Tatsache, dass die menschliche Blase nur einen halben Liter Flüssigkeit fasst, verwundert es nicht, dass der erlösende Gang zur Toilette dem Aufstieg ins Nirwana gleich kommt. Wir finden Erlösung, der Körper Entspannung und unser Geist kann endlich wieder klar denken.<br />
Heureka!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/die-erleichterung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erichs Hinterlassenschaften</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/erichs-hinterlassenschaften/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/erichs-hinterlassenschaften/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2004 06:43:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/2004/12/20/erichs-hinterlassenschaften/</guid>
		<description><![CDATA[Die Betonoase Damaschkeplatz/ MD
Zu FUSS;
Auf dem RAD;
Oder mit der BAHN;
es ändert nichts an dem An- bzw. Einblick in einen der trostlosesten Plätze dieser Landeshauptstadt  Magdeburg.
Haltestelle Damaschkeplatz. Nostalgisch verblassender Dreh- und Angelpunkt für Bus und Straßenbahnverkehr dieser Stadt.

Getreu dem Motto des Architekten: Bau auf, Bau auf, das wird schon irgendwie eine Haltestelle werden, es hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Betonoase Damaschkeplatz/ MD</p>
<p>Zu FUSS;<br />
Auf dem RAD;<br />
Oder mit der BAHN;<br />
es ändert nichts an dem An- bzw. Einblick in einen der trostlosesten Plätze dieser Landeshauptstadt  Magdeburg.<br />
Haltestelle Damaschkeplatz. Nostalgisch verblassender Dreh- und Angelpunkt für Bus und Straßenbahnverkehr dieser Stadt.<br />
<span id="more-24"></span><br />
Getreu dem Motto des Architekten: Bau auf, Bau auf, das wird schon irgendwie eine Haltestelle werden, es hat ganz den Anschein, als sollte man sich an diesem Fleck Magdeburg nie wohlfühlen. Betonplatten (grau in grau), so weit das Auge den Platz übersehen kann. Von rechts und links donnern Autos an dir vorbei, das lärmende Geräusch der Stadtautobahn summt für den Zeitpunkt des Aufenthalts als ständiger Begleiter in deinem Ohr. Der Fußgängertunnel unter dem Damaschkeplatz (die einzige sichere Verbindung, aus Richtung Stadtfeld kommend auf den Damaschkeplatz zu gelangen, ohne sich an Autos und Bussen vorbei kämpfen zu müssen), eigentlich dafür bestimmt die andere Straßenseite lebend zu erreichen, stinkt egal zu welcher Tageszeit immer nach Urin. Farblich zwar anschaulich von Künstlern ins rechte Licht gerückt, eine ständige Zumutung jedoch für Atemwege und Geruchsnerven.<br />
Diese Oase ist ein einziges Loch.<br />
Oase: „Als Insel im Sandmeer der Wüste (Magdeburg) kann man die Oase (altägypt. „Station“) bezeichnen, jene vom trockenen Umland sich stark abhebende Stelle [...] Sammelpunkt der Karawanenwege.“<br />
Loch: Öffnung im Boden, Größe und Tiefe kann variieren, die Absicht einer Aushebung von Erdteilen dient der späteren Bebauung, Bepflanzung oder auch Verwahrlosung (Magdeburg-Damaschkeplatz) [...] Sammelpunkt für Abfall und Müll aller Art, Größe und Beschaffenheit ist unbedeutend“.<br />
Die Bestrafung eines Umstiegs ist furchtbar.<br />
Ich weiß nicht, ob man sich bei den MVB keine Gedanken um die wartenden Fahrgäste an den Bahnsteigen macht, es scheint zum derzeitigen Zeitpunkt aber keinen in den oberen Chefetagen zu stören.<br />
Es fehlt an Sitzbänken, Mülleimern, Informationsmaterial, ausreichend Unterstellmöglichkeiten bei Regen, ein Erreichen der Haltestelle ist für Menschen mit körperlicher Behinderung ohne fremde Hilfe nur schwer zu erreichen. Es riecht nach Urin, der Dreck an den Wänden und auf dem Boden ist nicht das, was man Service am Kunden schimpfen darf.<br />
Hallo Chefetage der MVB, wir leben nicht mehr in Ostzeiten, das heute hier ist freie Marktwirtschaft, und da schreibt sich SERVICE am Kunden ganz groß!!! Eine teure Anzeigetafel der einzutreffenden Bahnen hat sich das Unternehmen MVB für seine Kunden von heute und für morgen geleistet. Doch stellt sich hier die Frage:<br />
Warum?<br />
Wofür?<br />
Service am Kunden?<br />
Wenn ich wissen möchte, wann die nächste Bahn kommt, dann kann ich doch auch ganz altmodisch auf den aushängenden Plan schauen. Ein Blick auf meine Uhr am Handgelenk und das gelernte Kopfrechnen liefern mir dann in wenigen Sekunden das gleiche Ergebnis wie die tolle Anzeigetafel.<br />
Denn was nützt einem die Anzeigetafel [wenn sie einmal nicht ausgefallen ist oder durch Beförderungsmittelmangel nur die Uhrzeit anzeigt und die Ankündigung der nächsten Bahn ausgespart hat], auf welcher pünktlich oder verspätet eintreffende Bahnen angezeigt werden? Man kann doch eh nichts an der Verspätung der erwarteten Bahn ändern noch ein anderes öffentliches Verkehrsmittel außer seinen eigenen Füßen von diesem Platz aus benutzen. Aus dem Fenster geworfenes Geld!!!?<br />
Wir befinden uns hier in Magdeburg, dieser Stadt kann man mit etwas Mühe und Hingabe zur sportlichen Ertüchtigung mit dem eigenem Rad in gut einer halben Stunde alles Sehenswerte abgewinnen. Die Verspätung einer Bahn interessiert mich hier also herzlich wenig, zu Fuß ist man in dieser Stadt doch bei gutem Wetter genau so schnell wie die aufaddierte Zeit des Wartens auf die nächste Bahn und die anschließende Beförderung. Die an beiden Händen abzählbaren Bahnlinien brauchen meiner Meinung nach kein Medium, sie darzustellen.</p>
<p>Dass die hiesige Kundschaft einen großen Teil der Verantwortung zur Sauberkeit an den örtlichen Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel abtritt, ist verständlich, doch sollte hier nicht alle Schuld auf die MVB gelegt werden. Würde ein jeder Fahrgast etwas mehr auf seine Umwelt achten, getan wäre somit schon ein großer Beitrag zur Erhaltung der frischen Luft und der örtlichen Sauberkeit.<br />
Der Charakter und das Flair des Damaschkeplatzes hat noch keinen meiner Studienkollegen dazu animiert einmal zu sagen: „Komm wir treffen uns am Damaschkeplatz.“ Aller Treffen Ausgangspunkt ist immer der „Alte Markt“, woher das wohl kommt?<br />
Ein Snackautomat oder Kiosk mit Zeitschriften und Getränken wäre ein Schritt in die Zukunft, unsere Gegenwart. Das Spielen von Musik oder Nachrichten durch Lautsprecheranlagen, der Service eines „Kundencenters“ würde dem ganzen Platz eine wohnlichere Atmosphäre geben. Sollte derartige Maßnahme jedoch zu einer Erhöhung der Fahrpreiskosten für jeden einzelnen Kunden führen, die Argumentation auf eine solche Verbesserung des Service am Kunden seitens der MVB wäre anzunehmen, müsste man es akzeptieren, den Mehraufwand wäre ich gerne bereit zu zahlen. Es kann nicht nur Fortschritt auf Kosten einer Partei geben, hierfür sollten beide Seiten ihren Beitrag leisten.<br />
Ein neuer Anstrich, ausreichend Sitz- und Unterstellmöglichkeiten sollten sich doch finanzieren lassen. Soll es doch wie bereits oben erwähnt einen Aufpreis kosten. Denn was den derzeitigen Fahrkartenpreis rechtfertigt, verstehe wer will, diese Bitte einer Einsicht zur Verschönerung kann doch bitte nachgegangen werden!<br />
Fazit: Das geht doch bitte anders!</p>
<p style="text-align:center;"><img src="http://www.deramateur.de/presse/wp-content/images/DSCN0742.jpg" height="300" width="400" border="0" hspace="4" vspace="4" alt="Dscn0742" /></p>
<p>Borkmann, H.- CH.: Das Wissen des 20. Jahrhunderts. Vierter Band, Rheda 1964<br />
Pasbrig, Uwe: Das eigene Wissen und die Kraft der eigenen Vorstellung, Magdeburg, Herbst 2004</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/erichs-hinterlassenschaften/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ORIGINALitäten!</title>
		<link>http://www.deramateur.de/blog/originalitaten/</link>
		<comments>http://www.deramateur.de/blog/originalitaten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2004 06:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unikate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.deramateur.de/presse/2004/12/20/originalitaten/</guid>
		<description><![CDATA[Egal ob es sich um Klamotten, Milka- Schokolade, Bücher oder Musik handelt; Jeder liebt ORIGINALE.

Warum Charles Miller lesen, wenn Irvine Welsh und Nick Hornby schon längst den britischen Lifestyle in Worte gefasst haben, denn jeder kennt das: man liest ein Buch und ist begeistert, wenn dann der Film zum Buch gesehen (wir erinnern uns an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Egal ob es sich um Klamotten, Milka- Schokolade, Bücher oder Musik handelt; Jeder liebt ORIGINALE.<br />
<span id="more-23"></span></p>
<p>Warum Charles Miller lesen, wenn Irvine Welsh und Nick Hornby schon längst den britischen Lifestyle in Worte gefasst haben, denn jeder kennt das: man liest ein Buch und ist begeistert, wenn dann der Film zum Buch gesehen (wir erinnern uns an „High Fidelity“ oder „Soloalbum“) oder ein „Trittbrettschreiber“ gelesen wurde, ist man enttäuscht, denn die Phantasie malt sich ihre eigenen Bilder, jeder interpretiert und legt anders aus &#8211; schließlich haben wir Originale auf dem Sockel, nicht die Kopie &#8211; die Vorreiter geben den Ton an, nicht die Nachmacher &#8211; so ist es auch bei der Musik.<br />
Da ist dieses Lied, es scheint perfekt zu sein in Wort und Klang, dann hört man, da existiere eine Coverversion, eine Interpretation von diesem Wunderstück.<br />
Du willst es dir nicht anhören, hast Angst vor der Verschandelung und der Trübung des Schatzes.<br />
Doch die Zeit hat ja gezeigt, dass fernab all der von Bravo belasteten Chartmusik noch Künstler bestehen, die mit Feingefühl und viel Talent kleine Glanzstücke aus neuen und alten Meisterwerken machen.<br />
Sicher gibt es Momente da ist man enttäuscht, wenn die junge Spaßgesellschaft wirklich glaubt „Junimond“ wäre von der Band ECHT und sie völlig unwissend die Stirn runzeln, wenn der Name Rio Reiser oder TonSteineScherben fällt.<br />
Ganz bedrohlich wird es, wenn irgendwelche gecasteten Eintags-Chart-Fliegen wie Overground (kann beliebig durch eine andere der 1000 Bands ersetzt werden) wieder einmal einen Klassiker eher schlecht als recht covern, ihn zum ultimativen Jahreshit erklären und du erschlagen wirst von all diesen ‚Elektroversionen’ als Klingelton &lt;brandneu auf dein Handy im Monats-Sparpaket&gt; „this is how we do it“ oder mit DJ Ötzis Worten „hey, hey Baby I wanna know&#8230;“ &#8211; ja was denn nur?<br />
Aber das ist ein anderes Thema. Zurück zu den Schätzen, die Meisterwerke noch schöner machen, oder es sogar schaffen, dass man Britney Spears „Ops I did it again“ mitsingen kann.<br />
Dank TRAVIS’ Version von Britneys quirlig-poppigen Einstieg in die bunte The Dome- und VIVAwelt wurde gezeigt, dass gute Musik aus jedem Aua-Aua- mir-wird-schlecht-Song kleine Perlen guten Musikgeschmacks machen können. Die zarten, aber einprägsamen Gitarrenklänge, die etwas lethargisch gelangweilte Stimme von Fran Healy und der entspanntere Rhythmus lassen nun nicht mehr nur Teenager dahinschmelzen, denn ops, ja genau, Fran Healy did it again, he plays with my heart und I lost it again.<br />
OH BABY BABY&#8230;<br />
Ein weiteres kleines Meisterwerk liefern PLACEBO.<br />
Frontmann Brain Molko ist zwar immer etwas zu blass, wirkt kränklich und reserviert, aber in seiner Kate Bush „Runnin’ up that hill“ Cover- Interpretation legt er mehr als nur ein Gefühl, er steckt all seine traurig wirkende, aber gerade daher mitreißende Leidenschaft in die Strophen. Sein introvertierter Gesang, gepaart mit dem Zusammenspiel der Bandkollegen, erzeugt beim Zuhörer einen regelrechten Strudel von Empfindungen.<br />
Der Song wirkt wie eine Droge, von dem Trip kann und will man einfach nicht mehr runterkommen und Placebo selbst sind das ultimative „Placebo- Mittel“, diese Wirkung aufrechtzuhalten, die Wirkung des Verschmelzens mit Brain Molko und sich selbst.<br />
Solche Lobpreisungen gehen noch leicht von der Hand. Die Begeisterung stellt sich schnell ein, solange es sich nicht um die ganz persönliche, hochverehrte Lieblingsband handelt, die man mit nichts und niemandem teilen möchte.<br />
Meine große Liebe ist „born on a different cloud“, sie stand auf den Schultern von Giganten und ist definitly- nicht maybe selbst zum Giganten geworden. Meine Lieblinge wollten eine Revolution aus ihren Betten starten und haben es geschafft. Sie haben nicht nur untermauert, dass die Insel der Schoß von Vorreiterbands ist, nein, auch nach 10 Jahren ist die Stempelfarbe frisch, da steht ganz deutlich: BRITPOP. Sie singen zwar „tonight I’m a rock’n roll star“, aber sie haben bewiesen, dass sie weitaus öfter als nur eine Nacht Stars waren.<br />
Ganz klar: es handelt sich um OASIS!!!<br />
Ja sicher brachte der Britpop weitere gute Bands, doch egal, wie groß die Hallen waren, die von ihnen gefüllt wurden, all diese Bands wagten es nicht, OASIS-Interpretationen auf Vinyl zu pressen, um sie zu ersetzen. Gecovert wurden OASIS schon seit 1994 von wohl jeder Schulband, dennoch: ernsthafte Interpretationsumsetzungen sind mir nicht bekannt.<br />
Da musste erst der Singer- Songwriter Ryan Adams kommen.<br />
Er wagte auf seiner „Love Is Hell“-CD den Drahtseilakt.<br />
Vielleicht summte er Noel Gallaghers „I’d like to be somebody else“ -Strophe und dachte sich hybrid: „I’d like to be the Gallagers“.<br />
Als ich davon hörte dachte ich mir: „maybe I really don’t wanna know“, was du da aus meiner Wunderband machst.<br />
Liam und ich, wir knallten ihm entgegen „you need to find a way for what you wanna say!“ –aber bitte nicht unseren!<br />
Armer Ryan Adams, ich habe es ihm nicht leicht gemacht, er wollte doch nur eine Platte mit zum Weinen schönen Liebesliedern, und anscheinend hält er auch viel von einem Giganten, also „why are you scared?“ fragte Noel und ich hörte rein&#8230;<br />
Und nein, nicht “little by little” fängt mich seine „WONDERwall“– Version, sondern sie ergreift mich sofort, nimmt mich mit und zieht mich in ihren Bann. Keine Chance, ich konnte mich nicht wehren, diesen Klängen verwehren. Ich hätte es selbst nicht gedacht.<br />
Mr. Adams Interpretation sei dünn und zu zaghaft, würden oberflächliche Hörer sagen, doch in Wahrheit kommen die Töne aus den Instrumenten und die Worte aus seinem Mund vorsichtig bedacht, ja so sanft, als habe Rayn Adams Angst, dieses WUNDERstück zu zerstören.<br />
Er legt nicht nur sein Herzblut in diesen Song, sondern gleich sich selbst. Nichts ist zu viel zu übertrieben, kein Ton fehlt, keine weitere Note könnte noch tiefer wirken. Es scheint perfekt und wenn ich nicht schon OASIS-vernarrt wäre, würde ich es durch Ryan Adams werden. Denn man möchte unbedingt mehr hören, von OASIS, aber auch von Ryan Adams, mehr solcher Texte und Klänge erleben.<br />
Die ganze Welt soll wissen „you and I we gonna live forever“, denn „after all you’re my Wonderwall“ und so ist man wieder begeistert, begeistert vom Original, aber auch vom Interpretationsinterpreten.<br />
Die Liebe zu OASIS ist nicht zu überhören und man fängt an, Mr. Adams für seine Art der Lobpreisung zu lieben.<br />
In diesem Sinne und mit Liam im Ohr: „goody I’m going home“ und lass die Musik herein&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.deramateur.de/blog/originalitaten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

