Willkür in der Uni- Bibliothek zu Magdeburg

Es ist verboten Speisen und Getränke mit zubringen. Zum Wohle und langen Leben der Bücher. Im Prinzip ist das ja richtig.
Sich an diese Vorschrift zu halten, ist an heißen Sommertagen aber nicht gerade einfach.
Der eine oder andere Student versucht es daher trotzdem. Und ist erfolgreich. Denn nur um einen Schluck Wasser trinken zu wollen, muss der Durstige den langen und beschwerlichen Weg in die Katakomben zu den Schließfächern antreten.

Und daher gibt es jetzt seit Neustem zwei wichtige und qualifizierte (ja, das ist ironisch gemeint!) Aufsichtpersonen. Frau „Ich greif dir in den Korb ohne dich zu fragen.“ und Herr „Ich bin dein Schatten und sehe und höre alles.“
Am Drehkreuz der Entscheidung wird der eintretende Gast unter die Lupe genommen.
Doch geschieht die Überprüfung nach meiner Ansicht willkürlich. Nicht anders ist die Tatsache zu erklären, dass es immer noch Studenten schaffen, Getränke an ihren Platz zu schleusen. Das Katz und Maus- Spiel geht 1:0 für den triumphierenden Studenten in Trink- Siegerpose aus. Noch unerklärlicher erscheint der Fakt, dass bei einem Kontrollgang der Herr „ Ich bin dein Schatten und sehe und höre alles.“ doch tatsächlich sichtbares Beweismaterial seiner Inkompetenz übersieht. Oder übersehen will. Denn der Gedanke macht sich breit, einige sind privilegierter als andere.
Wenn es die Aufgabe ist, die Bücher vor Wasser und Saftflecken zu schützen, dann haben diese beiden Aufsichtspersonen ihre Aufsichtspflicht verletzt.
Und wieso ist es eigentlich Mitarbeitern gestattet, vor meinen Augen, Getränke mit hoch zu nehmen? Denn in meinen Augen arbeitet ein jeder in der Bibliothek mit Büchern. Und auch erscheint mir der Kontakt der Mitarbeiter mit Büchern viel höher als der meine. Gleichberechtigung sollte da schon für alle gelten.

Aufruf an alle Streitsüchtigen Zeigt her eure Flaschen und geht mutig voran in die Hölle des Lärms. Denn vereint können wir es schaffen. Gleichberechtigung für alle.

7 Antworten zu “Willkür in der Uni- Bibliothek zu Magdeburg”


  1. 1 kirst

    na ich persönlich bin ja für eine Wasserflaschenmitführgenehmigung für alle … ich fühle mich bei Zeiten recht entmündigt und habe das Gefühl, mir würde die Fähigkeit abgesprochen Flüssigkeit zu mir zu nehmen, ohne dabei mein mich umgebenes Umfeld mit jener zu benetzen. Bin mitlerweile auch aus dem Alter raus, durch provokantes vor mich hin kleckern Aufmerksamkeit zu erhalten (zumal meine Eltern selten mit mir in der Bibliothek verweilen)…
    und außerdem: wenn sonst nix läuft, dann doch wenigstens die Speiseröhre runter, oder was?!

  2. 2 uwe

    Recht gebe ich Dir. Und was an der “Es ist verboten Getränke jeglicher Art in die Bib mit hinein zunehmen” -Bestimmung richtig zu schaffen macht, ist die trockene Luft. Die Lösung des Problems sollte folgender Maßen lauten: Wer was verkippt haftet für den Schaden. Und wer etwas in seine eigenen Bücher verkippt oder schmiert weiß ja um den verursachten Schaden und die damit zusammenhängende eigen Blödheit.
    Bücher und Flaschen können und sollen friedlich nebeneinander leben dürfen, dafür setze ich mich ein. Schließt euch mich an, meine Brüder und Schwestern. Zusammen können wir es schaffen. Alleine ist man schwach, zusammen sind wir stark!

  3. 3 reene

    Trinken und Bücher, das passt wohl nicht zusammen. Es kann sehr schnell passieren, dass einem ein Getränk umkippt und dann das Buch unleserlich wird. Die Argumente die hier aufgeführt werden, überzeugen mich ehrlich gesagt nicht wirklich. Denn jedes Buch hat eine Seele, es lebt wie ihr: nur einmal. Es ist ein Individuum! Enfach ein Neues kaufen, kann da keine Lösung sein.
    Bei dem Gedanken, dass ein Buch (zB. für Lehramtsstudenten, Deutsch aus dem Jahr 1994 mit Übungenzum zum Thema Rechtschreibung) unleserlich wird, werde ich leicht agro.
    Wenn ich Bücher ausleihe, sie also auch mit nach Hause nehme, verstecke ich schließlich auch alle Getränke und essbaren Sachen. Damit ja nichts passieren kann.
    Doch ich muss zugeben, dass es mir nicht immer gelingt, wirklich alles wegzuschließen. Oder manchmal, da esse ich schnell ein Stück SChokolade. Natürlich erzähle ich keinem davon.
    Ich werde mich jedenfass dafür einsetzen, dass gesammeltes Geld von Studenten, welches zu Prüfungszeiten oft für längere Öffnungszeiten eingesetzt wird, in Zukunft für einen privaten Aufpasser verwendet wird. Einen der mit zu mir nach Hause kommt, die ganze Zeit neben mir sitzt und alles Esen und Trinken von mir fern hällt. Wer mitmachen möchte, sollte sich unbedingt in die Unterschriftenlisten der Bibliothek eintragen. Zu erfragen beim Bibliothekspersonal.

  4. 4 uwe

    Also. Seele hin oder her. Ich würde ja kein Buch vorsätzlich beschmutzen, damit es unlesbar wird. Der Artikel so lediglich auf das Problem hinweisen, dass es lästig ist, für jedes Schnittchen in den Keller zu laufen. Es muss doch möglich sein, in der Bib einen Bereich einzurichten, wo man auf den oberen Etagen essen kann. Und die Aufpasser sind auch nicht gerade die aufmerksamsten, wenn es darum geht Leute an der Tür zu kontrollieren.

  5. 5 kirst

    ich stelle mich als private aufpasserin zur verfügung – aber nur gegen nahrung …

  6. 6 Rea Getränkemarkt

    “Männer können trinken, ohne Durst zu haben,
    Frauen können reden, ohne ein Thema zu haben.”

  7. 7 Constantin

    Hallo.
    An der Uni Magdeburg laeuft einiges Falsch, auch beim Betrieb der Bib. Dazu gehoert auch die Benutzung von Wasserpflaschen. Alles andere sollte auch verboten sein. Aber zum lernen braucht man Wasser, denn der Verbrauch von Fluessigkeiten, wahrend des Denkprozesses, ist hoch. Das hat mit dem Gehirn zu tun, aber soll hier nicht weiter erlaeutert werden. Deswegen mein Vorschlag: Fuer ein Semester soll es einen Probelauf gehen, und wenn das klappt, sollte ein langfristige Loesung doch moeglich sein. So haben es andere Unis auch gemacht. Bielefeld und Paderborn zum Beispiel.

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